Der steigende Wettbewerbsdruck und die stetig verändernden Markttrends erfordern gravierende Erneuerungen in der Hotellerie. Um am Markt erfolgreich bestehen zu bleiben, ist es notwendig Investitionen zu tätigen, welche dem Kunden ein attraktives Angebot bieten. Doch nicht jede Investition garantiert Unternehmenserfolg und zukünftige Gewinne.
In dieser Bachelorarbeit wird anhand von strategischen Managementtheorien dargestellt, welche Überlegungen für einen Unternehmer in der Hotellerie notwendig sind, um aus Investitionen erfolgreiche Innovationen zu generieren. Um einen Überblick über die Theorie des Themengebietes zu bekommen werden die Begriffe Innovation, Investition und strategisches Management definiert und abgegrenzt. Die aktuelle Situation der Investitions- und Innovationstätigkeit in der Hotellerie wird erläutert und anhand von praktischen Beispielen und Grafiken anschaulich gemacht. Strategische Managementsysteme von Innovationen und Investitionen werden diskutiert und auf die Besonderheiten des Innovations- und Investitionsmanagements in der Hotellerie wird eingegangen. Durch die Zusammenführung der theoretischen Erkenntnisse aus strategischem Management, Innovationsmanagement und Investitionsmanagement entsteht ein strategischer, innovativer Investitionsprozess, welcher zur Operationalisierung von Veränderungsprozessen in der Hotellerie dienen soll.
Sowohl Grundlagenliteratur als auch Berichte der aktuellen Innovations- und Wachstumsforschung stellen das genaue Einhalten der idealtypischen Schritte aus dem strategischen Managementprozess und den zukünftigen Erfolg der Unternehmung in einem sehr engen Kontext da. Die Angebote in der Hotellerie besitzen enormes Wachstums- und Differenzierungspotential. Produktverbesserungen, saisonunabhängige Angebote, Angebotsschwerpunkte durch Spezialisierung, Attraktivitätssteigerung in Fernmärkten, Optimierung der Verkehrsanbindung und Forcierung auf Qualitätsprodukte stellen Chancen in den touristischen Märkten der Hotellerie dar. Risiken, welche durch unüberlegte oder unterlassene Investitionen entstehen, sollen durch stetiges Überprüfen der Angebote und Ergreifen von Wachstumspotentialen vermindert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. Ausgangslage
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung
1.4. Forschungsfrage und Hypothesen
1.5. Aufbau der Arbeit
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Innovation
2.1.1. Definition
2.1.2. Innovationsarten
2.1.2.1. Inhaltliche Abgrenzung – Was ist neu ?
2.1.2.2. Abgrenzung nach dem Neuheitsgrad
2.1.2.3. Einteilung nach dem Innovationsverhalten
2.1.3. Innovationsziele
2.2. Investition
2.2.1. Definition und Abgrenzung
2.2.2. Investitionsarten
2.2.2.1. Objektbezogene Investitionen:
2.2.2.2. Zweckbezogene Investitionen:
2.2.2.3. Investition gegliedert nach Entscheidungsebene
2.2.3. Investitionsziele
2.2.4. Investitionsrechnung
2.2.4.1. Partialmodelle
2.2.4.2. Programmplanungsmodelle
2.3. Strategisches Management
2.3.1. Definition und Abgrenzung
2.3.1.1. Strategie
2.3.1.2. Management
2.3.1.3. Strategisches Management
2.3.2. Aufgaben des strategischen Managements
2.3.3. Prozessablauf im strategischen Management
2.3.3.1. Planung
2.3.3.2. Steuerung/Organisation
2.3.3.3. Umsetzung
2.3.3.4. Kontrolle
2.4. Zusammenfassung
3. ZENTRALE ERKENNTNISSE AUS DER INNOVATIONS- UND INVESTITIONSFORSCHUNG
3.1. Innovationstätigkeit in der Hotellerie
3.2. Investitionstätigkeit in der Hotellerie
3.3. Zusammenfassung
4. INNOVATIONSMANAGEMENT
4.1. Definition Innovationsmanagement
4.2. Organisation von innovativen Prozessen
4.2.1. Grundlagen
4.2.2. Vorgehensmodelle
4.3. Der Innovationsmanager als Schlüsselposition
4.4. Betriebswirtschaftliche Besonderheiten in der Hotellerie
4.5. Zusammenfassung
5. INVESTITIONSMANAGEMENT IN DER HOTELLERIE
5.1. Definition Investitionsmanagement
5.2. Organisation von Investitionsprozessen
5.2.1. Investitionsplanung:
5.2.2. Investitionsrechnung
5.2.3. Investitionsentscheidungen
5.2.4. Investitionskontrolle
5.3. Betriebswirtschaftliche Besonderheiten in der Hotellerie
5.3.1. Hoher Investitionsbedarf
5.4. Zusammenfassung
6. INNOVATIONSORIENTIERUNG VON INVESTITIONEN IN DER HOTELLERIE
6.1. Implementierung in das Unternehmen
6.1.1. Analyse der Ausgangslage
6.1.1.1. Umweltanalyse
6.1.1.2. Analyse der gesellschaftlichen Anforderungen
6.1.1.3. Unternehmensanalyse
6.1.1.4. Wertvorstellungen des Unternehmens
6.1.2. Planung
6.1.2.1. Strategie und Zielformulierung
6.1.2.2. Bewertung der Innovationsidee:
6.1.3. Organisation
6.1.4. Durchführung
6.1.5. Kontrolle
6.2. Erfolgsaussichten und Risiken
6.3. Zusammenfassung
7. SCHLUSSBEMERKUNGEN
7.1. Zusammenfassung und Hypothesenbearbeitung
7.2. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie strategische Managementtheorien dazu beitragen können, Investitionen in der Hotellerie in erfolgreiche Innovationen zu überführen, um langfristig die Marktattraktivität zu steigern und Wachstum zu generieren.
- Analyse des Innovationsbegriffs und der Innovationsarten in der Hotellerie
- Untersuchung von Investitionsprozessen und deren betriebswirtschaftlicher Einordnung
- Strategisches Management als steuerndes Instrument für Innovationsorientierung
- Identifikation von Hemmfaktoren und Erfolgsfaktoren für Investitionen
- Praxisorientierte Leitfäden zur Implementierung innovativer Investitionen
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Definition
„Innovation ist keine schwarze Magie und kein Glücksspiel oder kreativer Freibrief. Innovation ist kein Akt, keine Idee. Sie erfordert fortwährende Veränderung. Sie ist eine Kombination bewusst eingegangener Risiken, konsequenter Lenkung eines klar definierten Prozesses, Ausrichtung aller Elemente des Unternehmens und eines kontinuierlichen und disziplinierten Strebens nach Gewinn.“
In der Literatur wird der Begriff „Innovation“ sehr unterschiedlich dargestellt, woraus sich ergibt, dass die Festlegung des Innovationsbegriffs immer sehr subjektiv ist. Die Autorin hat die für sich wichtigsten und in der Literatur immer wieder kehrenden Definitionen herausgenommen.
Einer der ersten, der sich mit dem Thema Innovationen in der Wirtschaft auseinander gesetzt hat, war ein österreichischer Ökonom Joseph Alois Schumpeter. Er hält fest, dass jegliche Gleichgewichtszustände in der modernen Wirtschaft nur temporärer Natur sind, da das kapitalistische Wirtschaftssystem in erster Linie einem Prozess der dauernden Veränderung unterliegt. Immer wieder wird Neues geschaffen und dabei Altes erstört. Innovationen sind der Meinung Schumpeters nach die treibende Kraft der wirtschaftlichen Entwicklung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Ausgangslage des Wettbewerbsdrucks in der Tourismusbranche ein und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit, aus Investitionen erfolgreiche Innovationen zu entwickeln.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Innovation, Investition und strategisches Management definiert, um eine theoretische Basis für die weiteren Analysen zu schaffen.
3. ZENTRALE ERKENNTNISSE AUS DER INNOVATIONS- UND INVESTITIONSFORSCHUNG: Dieses Kapitel präsentiert aktuelle Erkenntnisse zur Innovations- und Investitionstätigkeit speziell im Hotelbereich und beleuchtet die aktuelle Situation in der Praxis.
4. INNOVATIONSMANAGEMENT: Hier werden Modelle und Analysen des Innovationsmanagements erläutert, um zu verdeutlichen, wie kreative Prozesse in Strukturen eingebettet werden können.
5. INVESTITIONSMANAGEMENT IN DER HOTELLERIE: Dieses Kapitel behandelt die systematische Durchführung und Steuerung von Investitionsprozessen und zeigt betriebswirtschaftliche Besonderheiten auf.
6. INNOVATIONSORIENTIERUNG VON INVESTITIONEN IN DER HOTELLERIE: Dieser Abschnitt führt Strategie und Investition zusammen und beschreibt einen Leitfaden für die Implementierung innovativer Investitionen im Hotelunternehmen.
7. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, überprüft die zu Beginn aufgestellten Hypothesen und zieht ein Fazit.
Schlüsselwörter
Innovation, Investition, Strategisches Management, Hotellerie, Tourismus, Betriebsgrößenoptimierung, Innovationsmanagement, Investitionsrechnung, Marktwachstum, Wettbewerbsvorteil, Dienstleistungsinnovation, Prozessmanagement, Erfolgspotenziale, Qualitätssicherung, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Hotelunternehmen durch strategische Managementansätze ihre Investitionen gezielter in innovative Angebote transformieren können, um im hart umkämpften Tourismusmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen das Innovationsmanagement, das Investitionsmanagement sowie deren strategische Verknüpfung im spezifischen Kontext der Beherbergungsbranche.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Kernfrage lautet, inwiefern ein strategisches Management von Innovationen in der Hotellerie zu einer verbesserten Investitionsorientierung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es erfolgt eine fundierte Analyse bestehender theoretischer Managementansätze, kombiniert mit einer Untersuchung aktueller Marktdaten und praxisorientierter Fallbeispiele in der Hotellerie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der Ist-Situation der Innovations- und Investitionstätigkeit in der Hotellerie sowie einen konkreten Leitfaden zur Implementierung innovationsorientierter Investitionsprojekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Innovationsmanagement, Investition, strategisches Management, Hotellerie, Wettbewerbsvorteile und Qualitätssicherung.
Welche Rolle spielt die Betriebsgrößenoptimierung in dieser Analyse?
Die Arbeit stellt fest, dass in der österreichischen Hotellerie ein Großteil der Investitionen aktuell in die Betriebsgrößenoptimierung fließt, dies jedoch allein oft nicht ausreicht, um sich langfristig vom Wettbewerb abzugrenzen.
Warum wird das Hotel Hochschober als Beispiel angeführt?
Das Hotel Hochschober dient als Praxisbeispiel für eine erfolgreiche, ganzheitliche touristische Innovation, bei der sowohl bauliche als auch inhaltliche Aspekte strategisch kombiniert wurden, um eine neue Zielgruppenattraktivität zu schaffen.
Was ist der Kern der "Gewinnfalle", vor der gewarnt wird?
Die Gewinnfalle tritt ein, wenn zwar Innovationen generiert werden, diese aber keinen nachhaltigen, messbaren wirtschaftlichen Erfolg erzielen, da indirekte Vorteile nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
- Quote paper
- Bettina Fuesselberger (Author), 2009, Ab wann wird eine Investition zur Innovation? Strategisches Management von Innovationen in der Hotellerie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288754