Innerhalb des zurückliegenden Jahrzehnts entwickelten sich zahlreiche Ausprägungsformen der Schwarmfinanzierung. Eine einleitende Darstellung der begrifflichen und funktionalen Unterschiede der einzelnen Varianten sowie der Entstehungsgeschichte und Entwicklung bis zum heutigen Markt, vermitteln dem Leser ein grundlegendes Verständnis zur Finanzinnovation. Im Anschluss wird verdeutlicht welcher Handlungsspielraum sich für die Akteure aus dem differenzierten Rechtskontext im Ursprungsland, den Vereinigten Staaten von Amerika, und Deutschland ergibt. Anhand der gewonnen Informationen wird die jeweilige Motivlage von Unternehmen, Investoren und Plattformbetreibern unter Chancen- und Risikoaspekten erläutert.
Eine klare Abgrenzung des Begriffs Crowdinvesting wird u.a. durch vielfach synonym genutzte anglo-amerikanische Begrifflichkeiten, wie Equity Crowdfunding oder Peer-2-Peer Lending erschwert. Um die unterschiedlichen Begrifflichkeiten von Schwarmfinanzierung besser einzuordnen, werden neben den terminologischen Facetten auch funktionale Implikationen der Wortbedeutungen veranschaulicht.
Im Rahmen des sog. Crowdsourcing werden Funktionen und Aufgaben eines Unternehmens von einer Vielzahl an Freiwilligen („Crowd“) übernommen („Outsourcing“). Diese partizipieren aus unterschiedlichen Motiven heraus, zumeist per Internet, an Forschungs- und Problemlösungsaufgaben. Das Konzept beruht auf der Idee der „Weisheit der Menge“. Eine Gruppe von Individuen hat unter bestimmten Voraussetzungen demzufolge bessere Möglichkeiten, optimierte Gesamtergebnisse zu erreichen als einzelne Personen bzw. einzelne Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Abgrenzung und historische Entwicklung
- Begriffsdefinition und Funktionsweise
- Historische Entwicklung und Markt
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Vereinigte Staaten von Amerika
- Deutschland
- Chancen und Risiken aus Sicht der Akteure
- Unternehmen
- Chancen
- Risiken
- Investoren
- Chancen
- Risiken
- Plattformbetreiber
- Chancen
- Risiken
- Unternehmen
- Fazit
- Anhang
- Nr. 1 Schema: Zusammensetzung der Begrifflichkeiten im Crowdsourcing
- Nr. 2 Grafik: Globale Crowdfunding Volumina
- Nr. 3 Indizien Darlehen vs. stille Gesellschaft
- Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Crowdinvesting und analysiert die Chancen und Risiken aus Sicht der verschiedenen Akteure. Sie bietet eine umfassende Einführung in die Funktionsweise, die historische Entwicklung und die rechtlichen Rahmenbedingungen des Crowdinvestings. Die Arbeit beleuchtet die unterschiedlichen Modelle des Crowdinvestings und untersucht die Motive der beteiligten Akteure, insbesondere von Unternehmen, Investoren und Plattformbetreibern.
- Begriffliche Abgrenzung und Funktionsweise des Crowdinvestings
- Historische Entwicklung und aktuelle Marktlage
- Rechtliche Rahmenbedingungen in den USA und Deutschland
- Chancen und Risiken für Unternehmen, Investoren und Plattformbetreiber
- Analyse der Motivlage der Akteure
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Crowdinvesting ein und erläutert die Bedeutung der Schwarmfinanzierung in den letzten Jahren. Sie stellt die verschiedenen Ausprägungsformen der Schwarmfinanzierung vor und vermittelt ein grundlegendes Verständnis der Finanzinnovation.
Das Kapitel „Abgrenzung und historische Entwicklung" befasst sich mit der Begriffsdefinition und Funktionsweise des Crowdinvestings. Es werden die unterschiedlichen Begrifflichkeiten der Schwarmfinanzierung, wie Equity Crowdfunding oder Peer-2-Peer Lending, abgegrenzt und die funktionale Implikation der Wortbedeutungen veranschaulicht. Die historische Entwicklung des Crowdinvestings wird dargestellt und der aktuelle Markt wird beleuchtet.
Das Kapitel „Rechtliche Rahmenbedingungen" analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen des Crowdinvestings in den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland. Es werden die relevanten Gesetze und Vorschriften vorgestellt und die Handlungsspielräume der Akteure im jeweiligen Rechtskontext erläutert.
Das Kapitel „Chancen und Risiken aus Sicht der Akteure" untersucht die Chancen und Risiken des Crowdinvestings aus der Perspektive von Unternehmen, Investoren und Plattformbetreibern. Die Motivlage der Akteure wird unter Berücksichtigung der Chancen- und Risikoaspekte analysiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Crowdinvesting, Schwarmfinanzierung, Equity Crowdfunding, Peer-2-Peer Lending, Crowdsourcing, Crowdfunding, Unternehmen, Investoren, Plattformbetreiber, Chancen, Risiken, Rechtliche Rahmenbedingungen, Vereinigte Staaten von Amerika, Deutschland, Motivlage, Finanzinnovation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting?
Crowdinvesting (oft Equity Crowdfunding genannt) zielt auf eine finanzielle Beteiligung am Erfolg eines Unternehmens ab, während Crowdfunding oft spendenbasiert oder gegen Sachleistungen erfolgt.
Welche Akteure sind am Crowdinvesting beteiligt?
Die drei Hauptakteure sind die suchenden Unternehmen, die Investoren (die Crowd) und die Plattformbetreiber als Vermittler.
Welche Risiken bestehen für Investoren beim Crowdinvesting?
Das Hauptrisiko ist der Totalverlust des eingesetzten Kapitals, da es sich oft um Risikokapital für Startups handelt.
Wie unterscheiden sich die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und den USA?
Die Arbeit analysiert die spezifischen gesetzlichen Kontexte beider Länder, die den Handlungsspielraum für Plattformen und Anleger definieren.
Was versteht man unter dem Begriff „Weisheit der Menge“?
Das Prinzip besagt, dass eine große Gruppe von Individuen oft bessere Entscheidungen oder Problemlösungen findet als eine einzelne Person oder ein einzelnes Unternehmen.
- Citation du texte
- Niklas Tober (Auteur), 2013, Einführung ins Crowdinvesting. Chancen und Risiken aus Sicht der Akteure, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288772