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Friedrich Schlegels Beitrag zur Frauenemanzipation im 18. Jahrhundert. Eine Unterrichtsplanung erläutert am Frauenideal im Roman "Lucinde"

Titel: Friedrich Schlegels Beitrag zur Frauenemanzipation im 18. Jahrhundert. Eine Unterrichtsplanung erläutert am Frauenideal im Roman "Lucinde"

Hausarbeit , 2015 , 44 Seiten

Autor:in: Jasmin Röhrig (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Laufe des 18. Jahrhunderts zeichnet sich ein Wandel des zeitgenössischen Frauenbilds ab, das zum einen den Wirkungsbereich und zum anderen den Bildungscharakter der Frauen erweitert und zudem aufwertet. Insbesondere im Romantikerkreis werden politische, literarische aber auch soziale Diskussionen geführt, in denen erstmals auch adelige Frauen ein Mitspracherecht haben und sich nicht in ihrem Wirkungsbereich verstecken müssen.
Dahingehend setzt sich die folgende Arbeit vorrangig mit Friedrich Schlegels Ideal der vollständigen Weiblichkeit auseinander und damit, welche Rolle dieses im Roman "Lucinde" spielt, um schließlich eine didaktisch sinnvolle Vermittlung im Unterricht zu finden.
Welchen Beitrag leistet Friedrich Schlegel in seinem Roman "Lucinde" zur Emanzipation der Frau im 18. Jahrhundert? Welche Rolle übernehmen dabei die anderen im Roman vorkommenden Frauen? Welche Rolle spielt explizit die Titelfigur Lucinde? Inwiefern findet Schlegels Ideal der vollständigen Weiblichkeit Anwendung im Roman? Diese und einige weitere Fragen werden im Verlauf der Arbeit beantwortet und erläutert, indem textuelle Bezüge hergestellt werden. Anschließend soll diese Thematik in Form einer Unterrichtsstunde eine didaktisch sinnvolle Gestalt annehmen. (...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse

2.1 Das Frauenbild im 18. Jahrhundert

2.1.1 Die soziale Stellung der Frau

2.1.2 Das Frauenideal

2.1.3 Das Eheideal

2.2 Das Frauenbild in der Frühromantik

2.2.1 Der literarische Salon

2.2.2 Friedrich Schlegels Ideal der vollständigen Weiblichkeit

2.3 Das Frauenbild im Roman ‚Lucinde‘

3 Lernvoraussetzungen

4 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit

5 Didaktische Analyse

5.1 Didaktische Reduktion

5.2 Methodische Überlegungen

5.3 Mögliche Schwierigkeiten

5.4 Lernziele

5.5 Verlaufsplan

6. Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag Friedrich Schlegels zur Frauenemanzipation im 18. Jahrhundert, indem sie sein Ideal der „vollständigen Weiblichkeit“ analysiert und kritisch auf dessen Roman „Lucinde“ sowie die damaligen gesellschaftlichen Rollenbilder anwendet, um daraus ein didaktisches Konzept für den Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe abzuleiten.

  • Analyse des zeitgenössischen Frauenbildes und der Geschlechterrollen im 18. Jahrhundert
  • Untersuchung von Schlegels theoretischem Konzept der „vollständigen Weiblichkeit“
  • Kritische Rezeption der Frauenfiguren in Schlegels Roman „Lucinde“
  • Entwicklung einer Unterrichtsplanung zur literaturwissenschaftlichen Erörterung von Emanzipationsansätzen

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Friedrich Schlegels Ideal der vollständigen Weiblichkeit

„Ehret die Frauen! Die flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier, Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

Ewig aus der Wahrheit Schranken Schweift des Mannes wilde Kraft, Unstet treiben die Gedanken Auf dem Meer der Leidenschaft. Gierig greift er in die Ferne, Nimmer wird sein Herz gestillt, Ratlos durch entlegne Sterne Jagd er seines Traumes Bild.“

In diesem Gedicht Würde der Frauen propagiert Friedrich Schiller das damals bestehende Frauenbild, in welchem das weibliche Geschlecht als ungebildet galt und sich ihre Tätigkeiten ausschließlich auf den häuslichen Wirkungsbereich beschränken. Schlegels Meinung kontrastiert die damals bestehenden Ideale, weshalb er innerhalb kürzester Zeit Schillers Gedicht rezensiert, indem er schreibt:

„[…] hier ist die Darstellung idealisiert; nur in verkehrter Richtung, nicht aufwärts, sondern abwärts, ziemlich tief unter die Wahrheit hinab. Männer, wie diese, müßten an den Händen und Beinen gebunden werden; solche Frauen ziemte Gängelband und Fallhut.“

Friedrich Schlegel agitiert also für die in den Salons neue moderne Auffassung von dem Ideal der Frau und der Ehe. Dabei geht es ihm zum einen um die weibliche Verschmelzung von Geist und Körper und um die Wertschätzung der intellektuellen Fähigkeiten der Frau.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Wandel des Frauenbildes im 18. Jahrhundert und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Rolle von Schlegels Ideal der „vollständigen Weiblichkeit“ im Roman Lucinde.

2. Sachanalyse: Dieses Kapitel untersucht das gesellschaftlich dominierende Frauenbild des 18. Jahrhunderts, die Rolle der literarischen Salons sowie Schlegels Theorie der Weiblichkeit im Vergleich zu zeitgenössischen Normen.

3 Lernvoraussetzungen: Hier werden die Rahmenbedingungen für die fiktive Unterrichtsplanung definiert, insbesondere der Leistungsstand und das Vorwissen eines Deutsch-Leistungskurses der 12. Klasse.

4 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel gliedert die gesamte Unterrichtsreihe zum Thema Romantik in 14 Einheiten und verortet die geplante Stunde innerhalb des Lehrplans.

5 Didaktische Analyse: Dieser Abschnitt beschreibt die methodischen Überlegungen, didaktischen Reduktionen sowie die konkreten Lernziele und den tabellarischen Verlaufsplan der Unterrichtsstunde.

6. Abschließende Bemerkung: Die Bemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Schlegels Werk weniger eine echte Emanzipation als vielmehr eine Neuordnung der Geschlechterbeziehungen zum Nutzen des Mannes darstellt.

Schlüsselwörter

Friedrich Schlegel, Lucinde, Frauenemanzipation, 18. Jahrhundert, Frühromantik, Frauenbild, Theorie der Weiblichkeit, literarischer Salon, Geschlechterrollen, Unterrichtsplanung, Deutschunterricht, Geschlechterbeziehung, Romantik, Emanzipation, Identitätsfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch, inwieweit Friedrich Schlegels Roman „Lucinde“ und seine theoretischen Schriften tatsächlich einen Beitrag zur Emanzipation der Frau im 18. Jahrhundert leisteten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das historische Frauenbild des 18. Jahrhunderts, die frühromantische Salonkultur, Schlegels Theorie der vollständigen Weiblichkeit und die didaktische Aufbereitung dieser Inhalte für die Oberstufe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Schlegels scheinbare Aufwertung der Frau in Wahrheit primär der Vervollkommnung des Mannes diente und somit keine Emanzipation im modernen Sinne darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung von Sekundärliteratur, um den Roman in seinem historischen und theoretischen Kontext zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse des historischen Kontextes, eine Untersuchung der Frauenfiguren in „Lucinde“ und eine detaillierte Unterrichtsplanung für den Deutschunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Friedrich Schlegel, Frauenemanzipation, Frühromantik, Lucinde und Geschlechterbeziehungen.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Lucinde im Vergleich zu den anderen Frauen im Roman?

Lucinde wird als das Ideal der Ganzheit und das vorzivilisatorische Stadium der Natur dargestellt, während die anderen Frauenfiguren meist als unvollständige Fragmente auf dem Weg zur Selbstverwirklichung des männlichen Helden Julius fungieren.

Warum kommt die Autorin zu dem Schluss, dass keine echte Emanzipation vorliegt?

Die Autorin argumentiert, dass Schlegels Idealisierung der Frau passiv bleibt und die Frau lediglich als Objekt für die Projektionen des männlichen Protagonisten dient, anstatt ihr tatsächliche politische Rechte oder gesellschaftliche Autonomie einzuräumen.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Friedrich Schlegels Beitrag zur Frauenemanzipation im 18. Jahrhundert. Eine Unterrichtsplanung erläutert am Frauenideal im Roman "Lucinde"
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Jenarer Romantikerkreis
Autor
Jasmin Röhrig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
44
Katalognummer
V288838
ISBN (eBook)
9783656890799
ISBN (Buch)
9783656890805
Sprache
Deutsch
Schlagworte
friedrich schlegels beitrag frauenemanzipation jahrhundert eine unterrichtsplanung frauenideal roman lucinde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jasmin Röhrig (Autor:in), 2015, Friedrich Schlegels Beitrag zur Frauenemanzipation im 18. Jahrhundert. Eine Unterrichtsplanung erläutert am Frauenideal im Roman "Lucinde", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288838
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Leseprobe aus  44  Seiten
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