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Ein Einblick in die Prototypensemantik

Titre: Ein Einblick in die Prototypensemantik

Dossier / Travail , 2006 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sabrina Cornelii (Auteur)

Philologie Allemande - Sémiotique, Pragmatique, Sémantique
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Ziel dieser Arbeit ist es einen Einblick in die Prototypensemantik zu geben. Im ersten Abschnitt wird die Entstehung der Grundfarbenbezeichnungen dargestellt. Der folgende Abschnitt befasst sich mit der sog. „Standardversion“ der Prototypensemantik. Hier werde ich auf die grundlegenden Ergebnisse und Probleme der Forschung, wie Prototypikalität, Familienähnlichkeit, Cue Validity, Hedges und Basic Level Terms eingehen. Zum Schluss wird die erweiterte Version der Prototypensemantik erläutert, bevor noch kurz auf die Kritik an der Prototypensemantik eingegangen wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge: Basic Color Terms

3. Die Prototypensemantik

3.1. Die Standardversion

3.1.1 Prototypikalität

3.1.2 Familienähnlichkeit und Cue Validity

3.1.3 Hedges

3.1.4 Basic Level Terms

3.2 Die erweiterte Version

4. Kritik an der Prototypensemantik

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit gibt einen wissenschaftlichen Einblick in die Prototypensemantik, erläutert deren theoretische Grundlagen von den Anfängen bis zur erweiterten Version und setzt sich kritisch mit den Konzepten der Kategorisierung auseinander.

  • Die Entstehung der Farbforschung (Basic Color Terms)
  • Die Standardversion der Prototypensemantik und ihre Kernbegriffe
  • Vertikale und horizontale Strukturierung von Kategorien
  • Die Anwendung von Hedges zur Flexibilisierung von Kategoriegrenzen
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen der Theorie

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Hedges

Ein weiteres Phänomen im Bereich der Prototypensemantik stellen die Hedges dar. Wie schon zuvor deutlich wurde, sind die Grenzen von Kategorien nicht immer klar erkennbar und scharf umrissen. Taylor führt zu diesem Punkt die Begriffe expert categories und folk categories ein. Folk categories sind Kategorien, die im täglichen Leben benutzt werden. Sie haben meist unscharfe Grenzen. Expert categories hingegen werden meist scharf gegeneinander abgegrenzt. Ein Beispiel wäre die Kategorie ungerade Zahlen. Fragt man einen Nicht – Mathematiker nach einer ungeraden Zahl, so ist die Antwort meist die Zahl 3 oder 7. Diese Zahlen sind für Laien typischere Vertreter der Kategorie ungerade Zahlen, als z.B. die Zahl 447, da wir im Leben oft mit kleineren Zahlen umgehen müssen. Ein Experte hingegen macht keinen Unterschied zwischen den Zahlen, für ihn sind alle Zahlen gleich und die Kategorie nicht prototypisch strukturiert.

Um dieses vorhandene oder fehlende Expertenwissen zu relativieren benutzt man die sog. Hedges. Das sind Formulierungen wie streng genommen, im weitesten Sinne, eigentlich oder schon irgendwie. „Ein (proto)typischer Konfliktreferent ist beispielsweise der Wal: Er kann schwimmen und lebt ausschließlich im Meer; in einer volkstümlichen Kategorisierung ginge er als Wal“fisch“ durch für Experten ist er hingegen ein Meeressäuger.“ Aufgrund des unterschiedlichen Grades an Expertenwissen könnte man folgende Aussagen machen:

(a) Streng genommen ist der Wal ein Säugetier, auch wenn er im Meer lebt.

(b) Im weitesten Sinne ist der Wal ein Fisch, weil er im Meer lebt.

Die Hedges werden dazu benutzt, um einerseits die Kategorie Wal scharf abzugrenzen, wie in Fall (a) und um andererseits der falschen Aussage (b) noch einen gewissen Wahrheitsgehalt zu verleihen. Hedges haben aber auch die Funktion, Referenten als zentrale oder periphere Vertreter einer Kategorie einzustufen. Betrachten wir folgende Sätze:

(c) Streng genommen ist der Wal ein Säugetier.

(d) Der Affe ist ein typisches Säugetier.

So ist der Wal in Satz (c) durch die verwendete Hecke ein randständiger Vertreter der Kategorie, wohingegen der Affe in Satz (d) ein zentraler Vertreter der Kategorie Säugetier ist.

Durch Hedges können außerdem die Grenzen von Kategorien flexibler gestaltet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die kognitive Fähigkeit der Kategorisierung ein und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.

2. Die Anfänge: Basic Color Terms: Dieses Kapitel erläutert die bahnbrechenden Studien von Berlin und Kay, die durch die Untersuchung von Farbbezeichnungen den Grundstein für die Prototypenforschung legten.

3. Die Prototypensemantik: Hier werden die zentralen Konzepte der Standardversion, wie Prototypikalität, Familienähnlichkeit und Hedges, sowie die vertikale Strukturierung in Basic Level Terms detailliert erklärt.

3.1. Die Standardversion: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die sprachübergreifende Untersuchung mentaler Konzepte und die Definition des Prototyps als zentrales Element einer Kategorie.

3.1.1 Prototypikalität: Es wird das berühmte Tassen-Experiment von Labov herangezogen, um zu verdeutlichen, wie zentrale Vertreter das Zentrum einer Kategorie bilden.

3.1.2 Familienähnlichkeit und Cue Validity: Das Konzept der Familienähnlichkeit nach Wittgenstein wird genutzt, um die Unschärfe von Kategorien und die Bedeutung der Cue Validity zu erklären.

3.1.3 Hedges: Dieser Teil behandelt die Verwendung von sprachlichen Modifikatoren, um die Grenzen von Kategorien flexibler zu gestalten und Expertenwissen zu relativieren.

3.1.4 Basic Level Terms: Es wird die vertikale Hierarchie von Kategorien erläutert, wobei die Basisebene als das psychologisch relevanteste „Level“ identifiziert wird.

3.2 Die erweiterte Version: Dieses Kapitel stellt eine Weiterentwicklung der Theorie vor, die den Prototypenbegriff reduziert und stattdessen die Polysemie von Lexemen in den Vordergrund rückt.

4. Kritik an der Prototypensemantik: Es werden Schwachstellen in der Theorie aufgezeigt, insbesondere die mangelnde Berücksichtigung einzelsprachlicher Unterschiede und die Kritik an der Interpretation von Wittgensteins Konzepten.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die trotz Kritik anhaltende Relevanz der Prototypentheorie für die moderne Linguistik.

Schlüsselwörter

Prototypensemantik, Kategorisierung, Familienähnlichkeit, Basic Color Terms, Prototypikalität, Cue Validity, Hedges, Basic Level Terms, Polysemie, Kognitive Linguistik, Semantik, Standardversion, Expertenwissen, Sprachkategorien, Wahrnehmungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Prototypensemantik, einem Teilbereich der Linguistik, der untersucht, wie Menschen Informationen mental kategorisieren und wie sprachliche Begriffe strukturiert sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung der Prototypenforschung, die Struktur von Kategorien (sowohl horizontal als auch vertikal) und die Flexibilität von Kategoriegrenzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Einblick in die Theorie der Prototypensemantik zu geben, von ihren Anfängen bei den Farbbezeichnungen bis hin zu ihrer kritischen Reflexion.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, um die zentralen Theorien und Experimente bekannter Sprachwissenschaftler wie Rosch, Lakoff und Kleiber zusammenzuführen und kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Standardversion der Prototypensemantik mit all ihren Fachbegriffen, die vertikale Kategorienhierarchie sowie die erweiterte Version der Theorie eingehend erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Prototypensemantik, Kategorisierung, Familienähnlichkeit, Basic Level Terms und Hedges.

Warum spielt das Tassen-Experiment von Labov eine wichtige Rolle?

Es dient als exemplarischer Beleg dafür, dass Kategorien oft fließende Übergänge haben und nicht immer scharf umgrenzt sind, was die Theorie der Prototypikalität stützt.

Was ist die Funktion von sogenannten Hedges in der Sprache?

Hedges sind Ausdrücke wie „streng genommen“ oder „im weitesten Sinne“, die dazu dienen, die Klassifizierung von Objekten in Kategorien flexibler zu machen oder Nuancen in der Wahrheit einer Aussage auszudrücken.

Wie unterscheiden sich die „Standardversion“ und die „erweiterte Version“ der Prototypensemantik?

Während die Standardversion den Prototyp als „bestes Beispiel“ einer Kategorie in den Fokus stellt, reduziert die erweiterte Version den Prototypen zugunsten einer Theorie, die vor allem die Polysemie von Wörtern erklärt.

Welche Hauptkritik wird an der Prototypensemantik geäußert?

Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass die Theorie einzelsprachliche Unterschiede oft ignoriert und dass sie eher als ein „Konglomerat an Ideen“ statt als eine klar definierte, geschlossene Theorie wahrgenommen wird.

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Résumé des informations

Titre
Ein Einblick in die Prototypensemantik
Université
University of Trier
Cours
Einführung in die gegenwartsbezogene Sprachwissenschaft am Beispiel. Lexikalische Semantik.
Note
2,0
Auteur
Sabrina Cornelii (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
16
N° de catalogue
V288842
ISBN (ebook)
9783656890836
ISBN (Livre)
9783656890843
Langue
allemand
mots-clé
Semantik lexikalische Semantik Sprachwissenschaft Prototypensemantik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sabrina Cornelii (Auteur), 2006, Ein Einblick in die Prototypensemantik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288842
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Extrait de  16  pages
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