Die Arbeit wurde bereits im Jahre 1993 angefertigt und beinhaltet eine deutsche Übersetzung des 5. Buches der Theologia Platonica von Marsilio Ficino. Ergänzt wird sie durch eine Einführung sowie einen kurzen philosophischen Quellenkommentar.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einführung:
I. Der Autor und seine philosophischen Leitlinien
II. Die Bücher I-IV
III. Inhalt und Gedankengang des 5. Buches
IV. Bibliographie
Übersetzung:
Vorbemerkung
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
7. Kapitel
8. Kapitel
9. Kapitel
10. Kapitel
11. Kapitel
12. Kapitel
13. Kapitel
14. Kapitel
15. Kapitel
Kommentar: Quellen im 5. Buch:
Einleitung
Zum 1. Kapitel
Zum 4. Kapitel
Zum 5. Kapitel
Zum 8. Kapitel
Zum 9. Kapitel
Zum 10. Kapitel
Zum 11. Kapitel
Zum 12. Kapitel
Zum 13. Kapitel
Zum 14. Kapitel
Zum 15. Kapitel
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die erste vollständige deutsche Übersetzung des 5. Buches von Marsilio Ficinos Hauptwerk "Theologia Platonica" vorzulegen. Dabei soll die zentrale philosophische Frage der Unsterblichkeit der Seele im Kontext der Renaissance-Philosophie untersucht und durch eine eingehende Analyse der verwendeten Quellen untermauert werden.
- Übersetzung des 5. Buches der "Theologia Platonica"
- Analyse der "rationes communes" zur Unsterblichkeit der Seele
- Quellenkritische Untersuchung der philosophischen Einflüsse auf Ficino
- Darstellung des historischen Kontexts der Renaissance-Philosophie
- Synthese von platonischer Philosophie und christlicher Lehre
Auszug aus dem Buch
1. Kapitel: Jede vernunftbegabte Seele ist unsterblich.
Alle diese Seelen stellen wir in die Ordnung der dritten Wesenheit, und wir nehmen an, daß sie aus diesem allgemeinen Grund unsterblich sind, weil sie sich zuerst bewegen und, da sie sich zuerst bewegen, sich im Kreis bewegen.
Weil sie sich zuerst bewegen, bewegen sie sich auch immerfort. Denn dort ist eine immerwährende Bewegung, wo eine erste ist. Denn wenn die Quelle der Bewegung eingetrocknet ist, dann wird sich in der Natur nichts mehr weiter bewegen. Ebenso gibt sich das, was sich zuerst bewegt, selbst die innere und äußere Bewegung. Die innere Bewegung ist das Leben, daher gibt es sich selbst das Leben. Und weil es sich niemals selbst aufgibt, da sich in jedem Wesen eine immerwährende Liebe zu sich selbst findet, hört es niemals auf zu leben. Denn wenn das, was von einem anderen bewegt wird, sich so lange bewegt, wie es einem Beweger anhaftet, dann hört umso mehr das, was sich aus sich selbst heraus bewegt, niemals auf, sich zu bewegen, weil es mit dem Beweger identisch ist und niemals von ihm verlassen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kapitel: Argumentation für die Unsterblichkeit der Seele basierend auf ihrer Fähigkeit zur Selbstbewegung im Kreis.
2. Kapitel: Begründung der Unsterblichkeit durch den unveränderlichen Zustand der Substanz der Seele.
3. Kapitel: Erläuterung der Unsterblichkeit der Seele durch ihre ontologische Nähe und Teilhabe am Göttlichen.
4. Kapitel: Untersuchung der Unsterblichkeit aufgrund der Dominanz der Seele über die Materie ("materia prima").
5. Kapitel: Darlegung der Unsterblichkeit durch die Freiheit der Seele von materiellen Abhängigkeiten.
6. Kapitel: Argumentation für die Unsterblichkeit aus der Unteilbarkeit der Seele.
7. Kapitel: Begründung der Unsterblichkeit durch die notwendige Verknüpfung von Sein und Wesen in der Seele.
8. Kapitel: Erörterung der Unsterblichkeit, da die Seele ihr Sein besitzt und sich nicht von ihrer Form trennen kann.
9. Kapitel: Argumentation für die Unsterblichkeit, weil der Seele das Sein aus sich selbst heraus zukommt.
10. Kapitel: Begründung der Unsterblichkeit durch die Hinwendung und Zuneigung der Seele zu Gott.
11. Kapitel: Erörterung der Unsterblichkeit, da in der Seele keine Potenz zum Nichtsein existiert.
12. Kapitel: Untersuchung der Unsterblichkeit, weil die Seele keine Potenz zum Nichtsein in ihrem Wesen trägt.
13. Kapitel: Darlegung der Unsterblichkeit, da die Seele ihr Sein direkt von Gott erhält.
14. Kapitel: Begründung der Unsterblichkeit, weil die Seele durch sich selbst lebendes Leben ist.
15. Kapitel: Zusammenfassendes Argument für die Unsterblichkeit, da das Leben der vernunftbegabten Seele den Körper überragt.
Schlüsselwörter
Marsilio Ficino, Theologia Platonica, Unsterblichkeit der Seele, Renaissance-Philosophie, Platonismus, Vernunft, Materie, Metaphysik, Seele, ontologische Stufenordnung, Geist, Gott, Scholastik, Philosophiegeschichte, rationale Argumentation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ersten deutschen Übersetzung des 5. Buches von Marsilio Ficinos philosophischem Hauptwerk "Theologia Platonica".
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die philosophische Begründung der Unsterblichkeit der vernunftbegabten Seele sowie die Einordnung dieses Werkes in die Geistesgeschichte des Abendlandes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, einen Beitrag zur Forschung der Renaissance-Philosophie zu leisten, indem der ficinianische Text durch einen einleitenden Teil und einen Quellenkommentar verständlich und wissenschaftlich fundiert zugänglich gemacht wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine philologisch-philosophische Analyse des Originaltextes in Verbindung mit einer quellenkritischen Untersuchung vorgenommen, wobei Ficinos Argumente mit Bezugnahmen auf klassische Autoren wie Platon, Augustinus und Thomas von Aquin erläutert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Übersetzung der 15 Beweisgänge Ficinos für die Unsterblichkeit der Seele sowie einen detaillierten Kommentar, der die Quellen und den geistesgeschichtlichen Kontext aufarbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe wie Seele, Unsterblichkeit, Platonismus, Renaissance-Philosophie, Ontologie und Vernunft beschreiben den Kern der Arbeit.
Welche Rolle spielt Augustinus in der Argumentation?
Augustinus wird als wesentliche Quelle herangezogen, insbesondere für die philosophische Begründung der Unsterblichkeit durch die Wahrheit und die Unzerstörbarkeit des Geistes.
Wie setzt sich Ficino mit dem Vorwurf des "Seelenverlusts" im Schlaf auseinander?
Ficino widerlegt den Einwand, dass die Seele im Schlaf oder durch körperliche Schwäche ihre unsterbliche Qualität verlieren könnte, indem er das Leben als eigentümliche, untrennbare Kraft der Seele definiert, die von körperlichen Zuständen unabhängig bleibt.
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- Dr. Marcus Schmitt (Author), 1993, Das fünfte Buch Marsilio Ficinos "Theologia Platonica". Einführung - Übersetzung - Quellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28891