Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Filología alemana

Die Bedeutung des Theaters und des Theatralischen für die Dramenbearbeitung im Deutschunterricht

Título: Die Bedeutung des Theaters und des Theatralischen für die Dramenbearbeitung im Deutschunterricht

Trabajo Escrito , 2013 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marius Hummitzsch (Autor)

Didáctica - Filología alemana
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Behandlung von Dramen im Deutschunterricht stellt eine große Herausforderung dar, sowohl für die Lehrenden als auch die Lernenden. Diese Annahme bildet den Ausgangspunkt, um im Folgenden zum einen detailliert der Frage nachzugehen, welche Schwierigkeiten sich explizit auftun und woher sie rühren. Zum anderen wird schwerpunktmäßig die These untersucht, dass vor allem das fundamentale Verständnis von Dramatik als „Doppelstruktur von Text und Realisierung, von Drama und Theater“ (Vogt 2001: 148f.), also die dem Drama immanente Ausrichtung der Werke an der Aufführung im Theater, als zugleich zentrales didaktisches Problem wie auch grundlegende Chance für den Deutschunterricht zu begreifen sei.
Um den beiden formulierten Schwerpunkten angemessen nachgehen zu können, gilt es in Kapitel 2 zunächst, einige allgemeine Besonderheiten des Dramas herauszuarbeiten, die ursächlich für einen erschwerten Zugang im Unterricht sein könnten. Wie zu zeigen sein wird, spielt hierbei die, um den treffenden Ausdruck von Ehlers (2011: 193) zu verwenden, notwendig „spezifische Interdependenz von Dramentext und Inszenierung“ eine herausragende Rolle und muss als Kern der Arbeit in Kapitel 3 eingehend diskutiert werden. Bevor abschließend ein Fazit gezogen wird, sollen in Kapitel 4 verschiedene Möglichkeiten und Methoden präsentiert werden, inwiefern einer möglicherweise erforderlichen stärkeren Akzentuierung des Theatralischen im Deutschunterricht Rech-nung getragen werden kann und welche didaktischen Ziele somit bedient werden können. Als Grundlage hierfür werden verschiedene Beiträge aus der Zeitschrift Der Deutschunterricht und vor allem die Monografie Produktiver Umgang mit dem Drama. Eine systematische Einführung in das produktive Verstehen traditioneller und moderner Dramenformen und das Schreiben in ihnen. Für Schule (Sekundarstufe I und II) und Hochschule von Waldmann (2001) behilflich sein.

Der Anspruch der Arbeit muss es dementsprechend sein, nicht nur eine theoretische Anbahnung der Dramencharakteristika zum einen und der Rolle des Theaters bzw. des Theatralischen dabei zum anderen zu leisten, sondern auch Ansätze zur verbesserten Berücksichtigung im Unterricht aufzuzeigen und zu diskutieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Probleme und Grenzen des Dramas im Deutschunterricht

3 Zum Verhältnis von Drama und Theater

4 Möglichkeiten zur Integration des Theaters und des Theatralischen in den Unterricht

4.1 Das Theater

4.2 Darstellendes Spiel, Schultheater und Theaterwerkstatt

4.3 Das Szenische Interpretieren

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Behandlung dramatischer Texte im Deutschunterricht und analysiert die These, dass die "Doppelstruktur von Text und Realisierung" sowohl ein didaktisches Problem darstellt als auch eine wesentliche Chance bietet, wenn das Theatralische stärker in den Unterricht integriert wird.

  • Analyse der Schwierigkeiten beim Zugang zu Dramen im schulischen Kontext.
  • Untersuchung der Interdependenz von dramatischem Text und theatralischer Inszenierung.
  • Evaluation methodischer Ansätze wie Aufführungsanalyse und Erinnerungsprotokoll.
  • Diskussion der Bedeutung des Szenischen Interpretierens für die Unterrichtspraxis.
  • Förderung der "Theatralitätskompetenz" bei Schülern als zentrales Bildungsziel.

Auszug aus dem Buch

4.3 Das Szenische Interpretieren

Im Gegensatz zu den eben angesprochenen Zugängen zeugt das Szenische Interpretieren von einer deutlich größeren Unterrichtstauglichkeit (vgl. Waldmann 2001: 118). Als Grundmotiv für das Szenische Interpretieren stellt Waldmann noch einmal heraus, dass die Dramen in ihrer Grundstruktur mit Trennung von Haupt- und Nebentext für die Bühne geschaffen seien und dementsprechend auch szenisch gelesen werden sollten (2001:117). Das ist vor allem mit dem Anspruch verbunden, dass die Schüler bei der Rezeption aus Sicht eines Schauspielers lesen sollten, ohne gleich zu solch einem zu werden (vgl. ebd.: 118). Es geht im Wesentlichen darum, sich in die dramatischen Figuren einzufühlen und ihre spezifischen Sprechhaltungen wahrzunehmen (vgl. ebd. 119).

Aus diesem Grundzugang heraus kann dann im Weiteren über verschiedene methodische Schwerpunkte, wie etwa dem Erarbeiten von Körperhaltungen oder dem Spielen einer Szene mit eigenen Worten, eine intensivere und zugleich aktive Auseinandersetzung mit den Texten durchgeführt werden (vgl. ebd.: 121–125). Wie auch Scheller darlegt, sollen die Schüler über das Szenische Interpretieren dazu angehalten werden, eigene szenische Vorstellungen zu Figuren, Räumen, Handlungen usw. begründet zu hervorbringen und mit ihren „eigenen körperlichen und sprachlichen Mitteln“ (Scheller 2008: 2) in Szene zu setzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung benennt die Herausforderungen bei der Dramenbehandlung und führt die These ein, dass die Verbindung von Text und Aufführung der zentrale Schlüssel für einen produktiven Deutschunterricht ist.

2 Probleme und Grenzen des Dramas im Deutschunterricht: Dieses Kapitel erläutert, warum Dramen im Unterricht oft als komplex und unzugänglich wahrgenommen werden, bedingt durch ihre spezifische Textstruktur und die Vernachlässigung des Theatralischen.

3 Zum Verhältnis von Drama und Theater: Der Autor verdeutlicht die notwendige Interdependenz zwischen dramatischem Text und dessen theatralischer Inszenierung und fordert eine Abkehr vom reinen "Lesetext"-Ansatz.

4 Möglichkeiten zur Integration des Theaters und des Theatralischen in den Unterricht: Hier werden konkrete Methoden wie die Aufführungsanalyse, das Erinnerungsprotokoll und das Szenische Interpretieren vorgestellt, um die Theatralitätskompetenz der Lernenden zu stärken.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass ein Paradigmenwechsel hin zu einem handlungs- und produktionsorientierten Unterricht notwendig ist, um das Interesse der Schüler an der Gattung Drama nachhaltig zu steigern.

Schlüsselwörter

Dramendidaktik, Theater, Theatralität, Szenisches Interpretieren, Deutschunterricht, Aufführungsanalyse, Literaturdidaktik, Inszenierung, Textrezeption, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Theatralitätskompetenz, Dramenbearbeitung, Schülerorientierung, Dramentext, Schultheater.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Problematik, dass Dramen im Deutschunterricht häufig nur als reine Lesetexte behandelt werden, und plädiert für eine stärkere Einbeziehung des Theatralischen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der fachdidaktischen Vernachlässigung des Theaters, der Bedeutung der "Doppelstruktur" von Drama und Theater sowie der Vorstellung praktischer Unterrichtsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Ansätze aufzuzeigen, wie Schüler durch eine aktivere Auseinandersetzung mit dem Dramentext und dessen szenischer Umsetzung eine sogenannte "Theatralitätskompetenz" erwerben können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze (u.a. Waldmann, Scheller, Denk/Möbius) zusammenführt und auf ihre unterrichtspraktische Relevanz prüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst die Probleme der Dramenrezeption, diskutiert dann das Verhältnis von Drama und Theater und präsentiert schließlich konkrete Integrationsmöglichkeiten wie Aufführungsanalysen und szenisches Interpretieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Theatralitätskompetenz, Szenisches Interpretieren, Produktiver Umgang mit dem Drama und Dramendidaktik bestimmt.

Warum ist die Trennung von Haupt- und Nebentext für den Unterricht wichtig?

Der Autor betont, dass gerade der oft vernachlässigte Nebentext essenziell ist, um den theatralischen Gehalt eines Werkes zu verstehen und somit das Drama als Bühnenkunst und nicht nur als Lesetext zu begreifen.

Wie unterscheidet sich die Aufführungsanalyse vom Erinnerungsprotokoll?

Während die Aufführungsanalyse die Schüler zur systematischen Beobachtung und Auswertung von Inszenierungsdetails anhält, zielt das Erinnerungsprotokoll stärker auf die subjektive Reflexion der Rezeption und die Trennung von Inszenierung und Aufführung ab.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Bedeutung des Theaters und des Theatralischen für die Dramenbearbeitung im Deutschunterricht
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Literaturdidaktik)
Curso
Aktuelle Konzepte der Literaturdidaktik
Calificación
1,0
Autor
Marius Hummitzsch (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
16
No. de catálogo
V288926
ISBN (Ebook)
9783656891925
ISBN (Libro)
9783656891932
Idioma
Alemán
Etiqueta
Drama Theater Das Theatralische Brecht Dramen im Deutschunterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marius Hummitzsch (Autor), 2013, Die Bedeutung des Theaters und des Theatralischen für die Dramenbearbeitung im Deutschunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288926
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint