Das genus demonstrativum ist die dritte Redegattung in der aristotelischen Trias. Seit den Sophisten steht sie für die Rhetorik als Kunst, welche die Schönheit der Sprache und Virtuosität des Orators in den Mittelpunkt stellt. Keine andere rhetorische Gattung wurde so kontrovers über die Jahrhunderte hinweg diskutiert.
Im Folgenden wird zunächst eine Definition der Lobrede nach der aristotelischen Vorstellung vorgenommen, um dann später in einemVergleich Antike und Moderne Definitionen gegenüberzustellen und die verschiedenen Kritikpunkte zu vergleichen. Dabei wird auch die Entwicklung der Lobrede beleuchtet, um dann abschließend die Frage zu diskutieren, ob die Lobrede als Gattung noch zeitgemäß ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Aristotelische Definition des genus demonstrativum
- Definitionsvergleich - Antike vs. Moderne
- Ist das genus demonstrativum noch zeitgemäß?
- Fazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Lobrede als rhetorischer Gattung und untersucht ihre Entwicklung im Wandel der Zeit. Ziel ist es, die aristotelische Definition der Lobrede zu beleuchten und diese mit modernen Interpretationen zu vergleichen. Dabei werden die Kritikpunkte an der Lobrede sowie die Frage nach ihrer zeitgemäßen Relevanz diskutiert.
- Aristotelische Definition der Lobrede (genus demonstrativum)
- Vergleich der Definitionen in Antike und Moderne
- Kritik an der Lobrede und ihre Entwicklung
- Zeitgemäße Relevanz der Lobrede
- Form und Schema der Lobrede
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Lobrede ein und stellt die aristotelische Trias der Redegattungen vor. Im zweiten Kapitel wird die aristotelische Definition des genus demonstrativum erläutert, wobei der Fokus auf den Zweck der Lobrede, die Rolle des Orators und die Bedeutung des Ethos liegt. Das dritte Kapitel vergleicht die antike Definition der Lobrede mit modernen Interpretationen und beleuchtet die Kritikpunkte, die an der Gattung geäußert werden. Dabei wird auch die Entwicklung der Lobrede im Laufe der Zeit betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Lobrede (genus demonstrativum), die aristotelische Trias der Redegattungen, die Rhetorik, die Geschichte der Rhetorik, die Definition der Lobrede, die Kritik an der Lobrede, die Zeitgemässheit der Lobrede, die Form der Lobrede, das Schema der Lobrede, die antike Rhetorik, die moderne Rhetorik, die Redekunst, der Orator, das Ethos, die Tugend, der Tadel, die epideiktische Gattung, die politische Rede (genus deliberativum), die Gerichtsrede (genus iudiciale).
Häufig gestellte Fragen
Was ist das „genus demonstrativum“?
Das genus demonstrativum ist die epideiktische Redegattung (Lobrede oder Tadelrede), die in der antiken Rhetorik zur Würdigung von Personen oder Tugenden dient.
Welche drei Redegattungen unterschied Aristoteles?
Aristoteles unterschied das genus iudiciale (Gerichtsrede), das genus deliberativum (politische Rede) und das genus demonstrativum (Lobrede/Festrede).
Ist die Lobrede heute noch zeitgemäß?
Die Arbeit diskutiert, ob die klassische Form der Lobrede in der modernen Kommunikation noch relevant ist oder ob sie durch neue Formate der Selbstdarstellung und Würdigung ersetzt wurde.
Was ist die Aufgabe des Orators in einer Lobrede?
Der Redner (Orator) soll durch die Schönheit der Sprache und das Aufzeigen von Tugenden (Ethos) das Publikum beeindrucken und gemeinsame Werte bekräftigen.
Wie unterscheidet sich die antike von der modernen Definition?
Während die Antike strenge formale Schemata und Tugendkataloge vorgab, ist die moderne Lobrede oft freier gestaltet, steht aber häufiger unter dem Verdacht der reinen Schmeichelei.
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- Carina Klara Moser (Author), 2014, Die Lobrede in der Rhetorik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288946