Einleitung
Das Thema Europäische Union ist heutzutage aktueller denn je. Wir befinden uns kurz vor der Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion, die uns zum 1. Januar 2002 den Euro bringt. In den Medien spricht man immer wieder von der Europäischen Union, vom Euro und dergleichen. Viele Bürger verfolgen diesen Prozess mit großem Interesse. Und auch vor dem hochaktuellen, aber auch tragischen, Hintergrund der Terroranschläge in den USA erreicht das Thema Europäische Union eine neue Dimension: ein geeintes und starkes Europa als gewichtiger Gegenspieler gegen den Terrorismus.
Das Projekt „Vereintes Europa“ kann man sehr weit in der Geschichte zurückverfolgen. Die Entstehung der heutigen Europäischen Union ist ein Prozess von Jahrzehnten, man kann sogar sagen, von Jahrhunderten. Derzeit besteht die Europäische Union aus 15 Mitgliedsstaaten. Seit Anfang 2000 verhandelt sie mit zehn ost- und mitteleuropäischen Staaten sowie Zypern, der Türkei und Malta über deren Aufnahme in die Union. Entwickelt sich die Integration wie geplant, wird sich das Europa der fünfzehn bald zu einer Union von 28 Staaten gewandelt haben. Die EU wird dann im Osten und Südosten bis an die Grenzen Russlands, der Ukraine, Moldawiens, Armeniens, Georgiens, des Iran und Syriens reichen.
Mit dieser Arbeit möchte ich die Entstehung und Weiterentwicklung der Europäischen Union dokumentieren. Zunächst werde ich einige historische Grundlagen der europäischen Einigungsbestrebungen erläutern. Danach stelle ich die Entstehung der Europäischen Gemeinschaft und schließlich den Übergang von der EG zur EU dar. Die Thematik EU werde ich nur kurz anreißen, da sie so komplex ist, dass man mehrere Hausarbeiten zu jedem einzelnen Politikbereich verfassen könnte. Hierbei möchte ich mich auf die Wirtschafts- und Währungsunion konzentrieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historische Grundlagen
3. Die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft
3.1 Die Situation in Europa nach dem 2. Weltkrieg
3.2 Der Marshall-Plan
3.3 Der Europarat
3.4 Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EKGS)
3.5. Die Europäische Verteidigungsgemeinschaft und die Europäische Politische Gemeinschaft
3.6 EWG und EAG
3.6.1 Die Römischen Verträge
3.6.2 Erfolge der EWG
3.6.3 Erste Krisen und Reformversuche
4. Von der EG zur Europäischen Union
4.1 Der Aufbau der EG
4.1.1 Der Europäische Rat
4.1.2 Der Ministerrat
4.1.3 Die EG-Kommission
4.1.4 Das Europäische Parlament
4.1.5 Der Europäische Gerichtshof
4.1.6 Der Wirtschafts- und Sozialausschuss
4.2 Die Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ)
4.3. Erweiterung der EG
4.3.1 Die Norderweiterung
4.3.2 Die Süderweiterung
4.4. Währungspolitik
4.4.1 Der Werner-Plan und die „Schlange“
4.4.2 Das EWS
4.5. Krisen und Probleme
4.6. Die einheitlich Europäische Akte
4.7 Verträge von Maastricht
5. Die Europäische Union
5.1 Kurzer Überblick über die EU
5.2 Institutionen der EU
5.3 Ziele der EU
5.4 Die Wirtschafts- und Währungsunion
5.4.1 Der Delors-Bericht und die erste Stufe der WWU
5.4.2 Die zweite Stufe der WWU
5.4.3 Die dritte Stufe der WWU: Die Einführung des EURO
5.5 Weiterentwicklung der EU
5.5.1 Von Maastricht nach Amsterdam
5.5.2 Europa als Zukunft und Aufgabe
6. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Hausarbeit dokumentiert die historische Entwicklung der Europäischen Union, ausgehend von den Einigungsbestrebungen nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zur Etablierung der Wirtschafts- und Währungsunion. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der institutionellen Evolution von der Europäischen Gemeinschaft zur heutigen Europäischen Union.
- Historische Grundlagen und europäische Einigungsbestrebungen.
- Die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Gemeinschaften (EKGS, EWG, EAG).
- Aufbau und Institutionen der Europäischen Gemeinschaft.
- Erweiterungsphasen der Europäischen Gemeinschaft.
- Entwicklung und Herausforderungen der Wirtschafts- und Währungsunion.
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Situation in Europa nach dem 2. Weltkrieg
Die Bilanz des 2. Weltkrieges war verheerend. Millionen von Menschen waren gefallen, Städte und Dörfer vernichtet, das Wirtschaftsleben war zerrüttet und die Industrien lagen am Boden. Die politische Macht Europas war am Rande des Zusammenbruchs. Die europäischen Staaten hatten die Führung an die beiden Weltmächte USA und Sowjetunion abgegeben. Nur durch einen Zusammenschluss konnte Europa seine Kraft zurückgewinnen.
Die Einigungsbestrebungen in Europa waren auf verschiedene Antriebskräfte zurückzuführen. Die Erreichung eines Gleichgewichts durch klassische Allianzen richtete sich gegen eine dominierende Hegemonialmacht. Die Einbindung einer dominierenden Macht in breitere Strukturen bildete die nächste Stufe des Einigungsprojektes. Vor dem Hintergrund des sich nach Kriegsende verschärfenden Ost-West-Konflikts zwischen den USA und der Sowjetunion gewann das Konzept von Europa als „Dritter Kraft“ an Bedeutung, bei dem Europa als Mittler zwischen den beiden Weltmächten gesehen wurde. Deutsche Politiker sahen europäische Konzepte als Möglichkeit, die Frage der deutschen Teilung zu lösen. Die Hoffnung auf wirtschaftliche Prosperität war ein weiteres wichtiges Motiv.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung der Europäischen Union vor dem Hintergrund der Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion und der globalen politischen Lage.
2. Historische Grundlagen: Dieses Kapitel zeichnet die philosophischen und historischen Ursprünge der europäischen Einigungsgedanken von der Antike bis zum 20. Jahrhundert nach.
3. Die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft: Es werden die wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbaumaßnahmen nach 1945 sowie die Gründung der ersten supranationalen Organisationen wie der EKGS und EWG analysiert.
4. Von der EG zur Europäischen Union: Dieser Abschnitt erläutert die institutionelle Ausgestaltung der EG sowie die wesentlichen Erweiterungsschritte und Meilensteine wie die einheitliche Europäische Akte und den Vertrag von Maastricht.
5. Die Europäische Union: Hier werden der Aufbau, die Ziele und die spezifischen Phasen der Wirtschafts- und Währungsunion sowie die Weiterentwicklung durch die Verträge von Amsterdam und Nizza detailliert beschrieben.
6. Zusammenfassung: Das Kapitel reflektiert den Prozess der europäischen Integration als einen stetigen Weg von einer wirtschaftlichen hin zu einer politischen Gemeinschaft und weist auf künftige Herausforderungen durch die Erweiterung hin.
Schlüsselwörter
Europäische Union, Europäische Gemeinschaft, Wirtschaftspolitik, Währungspolitik, Integration, Römische Verträge, Vertrag von Maastricht, Binnenmarkt, Institutionen, supranational, WWU, Europa, Erweiterung, Friedenssicherung, Europäische Zentralbank.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Hausarbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung des europäischen Einigungsprozesses, beginnend bei den Trümmern des Zweiten Weltkriegs bis hin zur Etablierung der heutigen Europäischen Union.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?
Zentrale Felder sind die historischen Vorläufer, die Gründung der Europäischen Gemeinschaften, deren institutioneller Aufbau, die Erweiterungsrunden sowie die spezifische Entwicklung zur Wirtschafts- und Währungsunion.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel der Arbeit ist es, die Entstehung und Weiterentwicklung der Europäischen Union zu dokumentieren und dabei insbesondere die komplexe Wirtschafts- und Währungsunion näher zu betrachten.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven historischen Analyse, die sich auf eine fundierte Literaturrecherche und offizielle historische Dokumente stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die frühen Integrationsbemühungen, den institutionellen Aufbau der EG, die Entwicklung der EPZ, die verschiedenen Erweiterungen, die Währungspolitik und die institutionellen Reformen durch Verträge wie Maastricht und Amsterdam.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Europäische Union, Integration, supranationale Organisation, Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion sowie historische Einigungsbestrebungen.
Warum war der "Schuman-Plan" für die europäische Geschichte so bedeutend?
Der Plan legte den Grundstein für die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EKGS) und war entscheidend, um durch eine enge wirtschaftliche Verflechtung die deutsch-französische Erbfeindschaft zu überwinden.
Welche Rolle spielten die Konvergenzkriterien bei der Einführung des Euro?
Die Kriterien dienten dazu, die wirtschaftliche Stabilität der teilnehmenden Staaten sicherzustellen und sicherzustellen, dass nur Länder mit solider Finanzpolitik und Preisstabilität der Währungsunion beitreten konnten.
- Arbeit zitieren
- Isabell Keil (Autor:in), 2001, Historie der Europäischen Union - geschichtlicher Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28901