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Sun Yat-Sen und sein politisches Denken in Bezug auf den Panasianismus in Ostasien

Titel: Sun Yat-Sen und sein politisches Denken in Bezug auf den Panasianismus in Ostasien

Studienarbeit , 2013 , 36 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Patrick Müsker (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Chinesisch / China
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Betrachtung der politischen Gedanken Sun Yat-Sens und der Ideologie des Panasianismus in Ostasien, sollen klären, welche Kontakte Sun Yat-Sen in Bezug auf seine politischen Bemühungen nach Japan hatte, inwiefern diese ihn unterstützten und welchen Position Sun Yat-Sen schlussendlich gegenüber der Idee des Panasianismus vertrat. Sun Yat-Sen gilt als Intellektueller, Revolutionär und Gründungsvater der Republik China. Aufgrund seiner politischen Einstellung und Bemühungen die unter den Mandschu stehende Qing-Regierung zu stürzen, sah sich Sun Yat-Sen gezwungen eine lange Zeit im Exil zu verbringen. Er verbrachte unter anderem viele Jahre in Japan, wo er weiter politisch aktiv war und seine politischen Ziele weiter verfolgte. Er fand Zuspruch und Unterstützung unter japanischen Intellektuellen und gründete in Japan Geheimorganisationen wie die bekannte Tong Meng Hui 同盟会. Nach der Gründung der Republik sah sich Sun abermals gezwungen ins japanische Exil zu gehen. Um erneut Gehör und Unterstützung für seine politischen Vorhaben zu bekommen entwickelte Sun Yat-Sen seine zuvor schon aufgekommene Idee einer Panasiatischen Bewegung, die bereits ihre eigene Form und Vertretung in Japan gefunden hatte. Mit der zunehmend aggressiven Expansionspolitik und Kolonialisierung der imperialistischen Großmächte aus dem Westen während des 18. Jahrhunderts, sahen sich immer mehr asiatische Länder in ihrer Unabhängigkeit und Existenz bedroht und ausgebeutet. Schien der Westen unbesiegbar und sowohl technisch als auch wissenschaftlich allen anderen Nationen in Ostasien überlegen, wagte es niemand daran zu glauben, sich aus den Fängen des Okzidents befreien zu können. Eine Reaktion auf die Bedrohung war die in der Meiji-und Taishô-Ära Japans aufkeimende Ideologie des Panasianismus, der die asiatischen Länder vereinen, im Kampf gegen die Westmächte stärken und zum Frieden in Ostasien führen sollte. In seiner Position als stärkstes und fortschrittlichstes Land Asiens sah sich Japan allerdings im Konflikt mit sich selbst und der Entscheidung, welche politische Position es vertreten solle. War es aufgrund seiner geografischen Lage und seines westlichen Fortschritts überhaupt ein Teil Asiens oder zählte es sich selber zum Westen? Wie sollten die asiatischen Länder vereint werden? Sollte Japan sie dabei unterstützen oder es den Westmächten gleichtun und sie unter die Schirmherrschaft der eigenen Flagge stellen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sun Yat-Sen

2.1 Vater der chinesischen Revolution und Gründer der Republik China

2.2 Sun Yat-Sen und der Umsturz der Qing Dynastie

2.3.1 Sun Yat-Sens Kontakte nach Japan - 1895 bis 1907

2.3.2 Sun Yat-Sens Kontakte nach Japan - 1913 bis 1916

3. Der Panasianismus

3.1 Der Panasianismus – Eine Definition

3.2 Der Panasianismus in Japan – Eine Ideologie der Meiji- und Taishô-Ära

3.3 Ursprung und Richtung einer (japanischen) Ideologie

3.4 Okakura Tenshin und Kodera Kenkichi – Zwei Vertreter und zwei Ansichten des Panasianismus

3.5 Sun Yat-Sen und die panasiatische Bewegung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das politische Denken von Sun Yat-Sen in Bezug auf die Ideologie des Panasianismus, analysiert seine Kontakte zu japanischen Akteuren und erörtert, welche Position er gegenüber dieser Bewegung einnahm.

  • Biografische Darstellung Sun Yat-Sens und seine Rolle als Revolutionär.
  • Analyse der Kontakte zwischen Sun Yat-Sen und japanischen Unterstützern in zwei zeitlichen Abschnitten.
  • Definition und Entwicklung des Panasianismus im japanischen Kontext (Meiji- und Taishô-Ära).
  • Vergleich der unterschiedlichen Ansichten panasiatischer Theoretiker wie Okakura Tenshin und Kodera Kenkichi.
  • Untersuchung von Sun Yat-Sens Rede in Kobe zur Begründung seiner panasiatischen Vision.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Panasianismus – Eine Definition

Betrachtet man den Begriff Panasianismus genauer, sei dieser nach Saaler in drei Aspekte zu zerlegen und zu betrachten. Zum einen hat man den Bestandteil der Panbewegung, der zusammen mit dem Bestandteil des „-ismus“ seine Wurzeln in der europäischen Geschichte und Politik begründe. Der dritte Bestandteil sei das Wort Asien selbst. Die Komponente der Pan-Bewegung sei ein Konzept, das seine Ursprünge in der Geschichte der europäischen Politik wiederfinde. Laut Tilman Lüdke sei es schwierig eine Definition für den Begriff der Panbewegung zu finden, da dieses Phänomen verschiedene nicht einheitliche Formen aufweise und relativ komplex sei. Nach Lüdke sei der Nationalismus im 19. Jahrhundert eines der bedeutendsten politischen und sozialen Phänomene gewesen. Der Nationalismus soll dabei nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Weltregionen entstanden sein. Ziel dieser nationalistischen Bewegungen sei die Gründung eines eigenen unabhängigen souveränen Nationalstaates. Im Zuge dieser Bewegungen fanden sich manche Nationen sowohl in multi-ethnischen als auch multi-religiösen Imperien eingeschlossen, die die nationalen Minderheiten daran gehindert haben sollen ihre eigenen Staaten zu errichten. Einigen Nationalitäten sei es im historischen Verlauf erst um 1918 gelungen einen Nationalstaat zu gründen, doch seien diese in manchen Fällen von radikalen Nationalisten als verstümmelt betrachtet worden, da nicht alle Angehörigen der Nation innerhalb ihrer Grenzen lebten. Solch radikal-nationalistische Bewegungen bildeten im späteren Verlauf die Basis für die Panbewegungen. Lüdke führt trotz der Anmerkung von Schwächen und das es sich um einen vagen Versuch einer Formulierung handeln würde, eine Definition für Panbewegungen an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche Kontakte Sun Yat-Sen nach Japan unterhielt und welche Position er gegenüber dem Panasianismus einnahm.

2. Sun Yat-Sen: Das Kapitel behandelt die Biografie Sun Yat-Sens, seine revolutionären Bemühungen in China und seine wiederholten Exilaufenthalte in Japan.

3. Der Panasianismus: Hier wird der theoretische Rahmen des Panasianismus definiert, dessen Ursprünge in Japan erläutert und die spezifischen Ansichten von Denkern wie Okakura Tenshin und Sun Yat-Sen gegenübergestellt.

4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zur Rolle Japans als Unterstützer Suns und zur Ambivalenz seiner panasiatischen Ideologie zusammen.

Schlüsselwörter

Sun Yat-Sen, Panasianismus, Japan, China, Revolution, Tong Meng Hui, Meiji-Ära, Taishô-Ära, Okakura Tenshin, Kodera Kenkichi, Imperialismus, Nationalismus, Unabhängigkeit, Ostasien, Badao.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die politische Rolle von Sun Yat-Sen und dessen Auseinandersetzung mit der Ideologie des Panasianismus im Kontext seiner Beziehungen zu Japan.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören der chinesische Revolutionsprozess, die japanische Panasianismus-Ideologie der Meiji- und Taishô-Ära sowie die Netzwerke zwischen chinesischen Revolutionären und japanischen Intellektuellen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Kontakte Sun Yat-Sen nach Japan pflegte, wie diese ihn unterstützten und welche spezifische Haltung er gegenüber der panasiatischen Ideologie einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Aufsätzen und der Rede Sun Yat-Sens von 1928 in Kobe basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist unterteilt in die Darstellung von Sun Yat-Sens Biografie, die Entwicklung des Panasianismus in Japan sowie die explizite panasiatische Bewegung unter chinesischer Beteiligung.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Panasianismus, chinesische Revolution, Sun Yat-Sen, Japan-China-Beziehungen und asiatische Identität zusammenfassen.

Welche Rolle spielte die Tong Meng Hui in Suns Wirken?

Die Tong Meng Hui war eine in Tokio gegründete Geheimorganisation, die als zentrales Instrument für Suns Revolutionspläne fungierte und von japanischer Seite unterstützt wurde.

Wie unterschied sich Suns Panasianismus von dem japanischen Modell?

Während der japanische Panasianismus zunehmend hegemonische Züge annahm, betonte Sun Yat-Sen stärker die Gleichheit und die Befreiung Asiens von westlicher Unterdrückung.

Warum war die Rede in Kobe von 1928 von Bedeutung?

Sun Yat-Sen nutzte diese Rede, um seine panasiatische Vision erneut zu artikulieren und Japan zur Zusammenarbeit gegen die westlichen Mächte zu bewegen.

Welche Rolle spielten japanische Intellektuelle für Sun Yat-Sen?

Personen wie Miyazaki Torazo und Inukai Tsuyoshi boten Sun Yat-Sen politisches Gehör, finanzielle Unterstützung sowie Schutz und Zuflucht in Japan.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sun Yat-Sen und sein politisches Denken in Bezug auf den Panasianismus in Ostasien
Hochschule
Freie Universität Berlin
Veranstaltung
Chinastudien
Note
1,7
Autor
Patrick Müsker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
36
Katalognummer
V289078
ISBN (eBook)
9783656894582
ISBN (Buch)
9783656894599
Sprache
Deutsch
Schlagworte
yat-sen denken bezug panasianismus ostasien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Müsker (Autor:in), 2013, Sun Yat-Sen und sein politisches Denken in Bezug auf den Panasianismus in Ostasien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289078
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Leseprobe aus  36  Seiten
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