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Entwicklung, Vergleich und kritische Würdigung eines quantitativen Sovereign Rating Modells

Title: Entwicklung, Vergleich und kritische Würdigung eines quantitativen Sovereign Rating Modells

Master's Thesis , 2014 , 115 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Borm (Author)

Economics - Finance
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Aufgabe dieser Arbeit ist es, ein quantitatives Sovereign Rating Modell zu entwickeln, welches eine Aussage bezüglich der Kreditwürdigkeit eines breiten
Spektrums von Ländern bietet. Ziel dieser Arbeit ist es ebenso, die Ergebnisse zu vergleichen und kritisch zu würdigen. Die Kreditwürdigkeit von Staaten
wird in der wissenschaftlichen Literatur vor allem durch Carmen M. Reinhart und Kenneth S. Rogoff diskutiert. Modelle diesbezüglich wurden im Wesentlichen durch Paolo Manasse, Nouriel Roubini und Axel Schimmelpfennig, sowie durch Ratingagenturen wie Standard and Poor’s,
Moody´s und Fitch Ratings entwickelt.

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung eines quantitativen Sovereign-Rating Modells, unter Restriktionen möglich ist, und im Rahmen dieser Arbeit realisiert wurde. Aufgrund der Komplexität der Zielstellung ist es allerdings nicht möglich, dass komplette Problem rein quantitativ zu lösen. Im Rahmen eines „Special Influence Notching“ ist es notwendig, wesentliche Einflussfaktoren, wie die Stabilität des Bankensektors und Risiken aus Wirtschafts- und Währungsräumen mit einzubeziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. COUNTRY RISK UND SOVEREIGN RISK

3. SCHULDEN UND GLÄUBIGERGRUPPEN

4. KRISENARTEN UND IMPLIKATIONEN FÜR DAS MODELL

4.1 BANKENKRISEN TYP I/II

4.2 SCHULDENKRISEN

5. ZAHLUNGSAUSFALL UND FOLGEN

5.1 RESTRUKTURIERUNG VON SOVEREIGN DEBT

5.2 PROZESS DER SCHULDENRESTRUKTURIERUNG

6. VORSTELLUNG DES MODELLS

6.1 FUNKTIONSWEISE DES MODELLS

6.2 PEERGROUPS

6.3 PEERGRUPPANALYSE UND ABHÄNGIGKEITEN

7. QUALITATIVE BEWERTUNG

7.1 „WORLD GOVERNANCE INDICATORS“ UND „EASE OF DOING BUISNESS“ INDEX

7.2 SCORING

7.3 VERGLEICH MIT DEN OECD-COUNTRY RISK CLASSIFICATIONS

8. QUANTITATIVE BEWERTUNG

8.1 KRITERIENGRUPPE: DEMOGRAPHIC

8.2 KRITERIENGRUPPE: ECONOMICAL

8.3 KRITERIENGRUPPE: FISCAL

8.4 KRITERIENGRUPPE: DEBT

8.4.1 SCHULDENINTOLERANZ

8.4.2 SCORING UND ERGEBNISSE

8.5 BANKS

8.6 BEWERTUNG VON DATENLÜCKEN

9. WÄHRUNGSSTATUS UND BERECHNUNG DER GESAMTSCORE

10. ANALYSE DER ERGEBNISSE

10.1 VERGLEICH MIT EXTERNEN RATINGAGENTUREN

10.2 VERGLEICH MIT CREDIT DEFAULT SWAP SPREADS

11. MODELLKRITIK UND SPECIAL INFLUENCES

12. KRITIK AN SOVEREIGN RATINGS UND REGULIERUNG

13. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, ein quantitatives Sovereign Rating Modell zu entwickeln, um die Kreditwürdigkeit eines breiten Spektrums von Staaten objektiv zu bewerten und die Ergebnisse einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit ein solches Modell unter Einbeziehung ökonomischer, politischer und institutioneller Faktoren realisierbar ist und wie es im Vergleich zu den Ratings etablierter Agenturen sowie zu marktinduzierten Credit Default Swap Spreads abschneidet.

  • Entwicklung eines quantitativen Bewertungsmodells für Sovereign Risks
  • Differenzierung und Analyse von Staatskrisen und Schuldenstrukturen
  • Peergroup-basierte Scoringverfahren für unterschiedliche ökonomische Entwicklungsstufen
  • Kritische Analyse der Rating-Methodik und der Rolle von Ratingagenturen

Auszug aus dem Buch

Die Trennschärfe zwischen Country Risk und Sovereign Risk

Die Definition von Sovereign Risk ist enger gefasst: Sovereign Risk beschreibt das Risiko, dass souveräne Staaten ihren Kapitaldienst gegenüber ihren Gläubigern nicht fristgerecht erbringen wollen oder können.

Standard and Poors differenziert ebenfalls zwischen Sovereign Risk und Country Risk und grenzt beide Begriffe wie folgt voneinander ab: „Sovereign ratings capture the risk of a country defaulting on its commercial debt obligations and country risk covers the downside of a country’s business environment including legal environment, levels of corruption, and socioeconomic variables such as income disparity.“ (S&P Capital IQ, 2012, S. 1)

Die Trennschärfe zwischen beiden Risikoarten ist relativ gering.

Als Reaktion auf die Finanzkrise organisierte der „International Monetary Fund“ (IMF) im März 2011 eine Spitzenkonferenz, um die neue Dynamik von Sovereign Risks sowie deren Auswirkungen zu diskutieren. Dort wurden unter anderem weitreichendere - der aktuellen Lage angemessenere Definitionen diskutiert. So zum Beispiel die des damaligen Direktors des IMF, Dominique Strauss-Kahn. „Sovereign risks have been transformed in a number of important ways as a direct consequence of the crisis and major fault lines in the financial sector. As the public sector intervened to support financial institutions, distinctions between sovereign and non-sovereign and private liabilities have been blurred, and public exposure to private risks has increased [...] A wider definition of sovereign risk is warranted, one where core fiscal variables and the macroeconomic context are complemented with elements reflecting broader balance sheet developments, debt portfolio structure, investor base, cross-border linkages, and financial assets of a country.” (OECD, 2013)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik von Sovereign Ratings während der Euro-Schuldenkrise und Vorstellung des Ziels, ein quantitatives Ratingmodell zu entwickeln.

2. COUNTRY RISK UND SOVEREIGN RISK: Abgrenzung der beiden zentralen Risikobegriffe und Erörterung ihrer Bedeutung für Investoren und Staatsbewertungen.

3. SCHULDEN UND GLÄUBIGERGRUPPEN: Klassifizierung staatlicher Verbindlichkeiten nach Rechtsprechung, Gläubigergruppen und Laufzeiten zur Vorbereitung der Modell-Inputfaktoren.

4. KRISENARTEN UND IMPLIKATIONEN FÜR DAS MODELL: Darstellung von Banken- und Schuldenkrisen sowie deren spezifische Auswirkungen auf die Stabilität eines Landes.

5. ZAHLUNGSAUSFALL UND FOLGEN: Erläuterung der Mechanismen von Zahlungsausfällen und der Prozesse bei der anschließenden Umschuldung.

6. VORSTELLUNG DES MODELLS: Beschreibung des systemischen Aufbaus des Modells, der Peergroup-Logik und der Einteilung in quantitative und qualitative Bewertungsebenen.

7. QUALITATIVE BEWERTUNG: Analyse politischer und regulatorischer Einflussfaktoren anhand von Indikatoren wie den World Governance Indicators.

8. QUANTITATIVE BEWERTUNG: Detaillierte Betrachtung der fünf quantitativen Kriteriengruppen (Demographic, Economical, Fiscal, Debt, Banks) und deren Scoring.

9. WÄHRUNGSSTATUS UND BERECHNUNG DER GESAMTSCORE: Finale Integration des Währungsstatus als Reservewährung und Aggregation aller Modellscores zum Endergebnis.

10. ANALYSE DER ERGEBNISSE: Verifizierung der Modellwerte durch Vergleich mit externen Agenturen und marktseitigen CDS-Spreads sowie Durchführung von Szenarioanalysen.

11. MODELLKRITIK UND SPECIAL INFLUENCES: Kritische Reflexion der Modellschwächen, insbesondere bezüglich Datenverfügbarkeit und der Notwendigkeit qualitativer Notching-Anpassungen.

12. KRITIK AN SOVEREIGN RATINGS UND REGULIERUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Probleme von Ratingagenturen wie Transparenzmangel und Interessenkonflikte.

13. FAZIT: Resümee über die Durchführbarkeit des quantitativen Ansatzes und Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen für eine gesteigerte Prognosegüte.

Schlüsselwörter

Sovereign Risk, Country Risk, Ratingmodell, quantitative Bewertung, qualitative Bewertung, Schuldenkrise, Zahlungsausfall, Peergroup-Analyse, World Governance Indicators, Staatsschulden, Bankensektor, Finanzmarktregulierung, CDS-Spreads, Datenverfügbarkeit, Makroökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines transparenten und quantitativen Modells zur Bewertung der Kreditwürdigkeit von Staaten, kurz Sovereign Rating genannt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen die Unterscheidung von Country Risk und Sovereign Risk, die Analyse von Schuldentragfähigkeit sowie die Bewertung von Wirtschaftsdaten und Governance-Indikatoren in verschiedenen Ländergruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein quantitatives Modell zu etablieren, das auf Basis objektiver Daten eine Einschätzung zur Zahlungsfähigkeit von Staaten liefert und sich dabei durch eine Peergroup-Logik von klassischen, oft kritisierten Rating-Agenturen abhebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt ein Peergroup-Scoring-Verfahren zum Einsatz, das quantitative Indikatoren (wie BIP-Wachstum, Staatsverschuldung) mit qualitativen Indikatoren (wie Governance-Indizes) sowie einer linearen Regression historischer Daten kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Risikobegriffe, die Erläuterung des Modellausbaus, die detaillierte Vorstellung der Kriteriengruppen und die Validierung der Ergebnisse durch Vergleiche mit externen Ratings und Marktdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sovereign Risk, Ratingmodell, Schuldenkrise, quantitative Bewertung, fiskalische Stabilität, Peergroup-Analyse und Finanzmarktregulierung.

Warum wird eine Peergroup-Einteilung vorgenommen?

Ein direkter Vergleich von hochentwickelten Industrienationen mit Schwellen- oder Entwicklungsländern ist aufgrund massiv unterschiedlicher Ausgangslagen und Wachstumspfade nicht sinnvoll, daher ist eine Kategorisierung nach Einkommensgruppen zwingend erforderlich.

Wie geht die Arbeit mit fehlenden Daten um?

Das Modell nutzt ein sogenanntes Wasserfallsystem, bei dem fehlende Datenpunkte durch Werte nächstwichtiger Kriterien ersetzt oder mit Risikoabschlägen versehen werden, um eine umfassende Abdeckung zu erreichen.

Welche Rolle spielt der Reservewährungsbonus?

Da Länder mit Reservewährungsstatus (z. B. USA, Euro-Länder) einen privilegierten Zugang zur Refinanzierung haben, wird dies als Bonus in der finalen Score-Berechnung gewürdigt, da dieser Status einen wesentlichen Faktor für die Kreditwürdigkeit darstellt.

Warum ist das "Special Influence Notching" wichtig?

Da das rein quantitative Modell bestimmte Schocks oder historische Ereignisse nicht vollumfänglich erfassen kann, ist eine manuelle oder qualitative Korrektur durch „Notching“ essenziell, um die Realität der jeweiligen Staatsfinanzen präzise abzubilden.

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Details

Title
Entwicklung, Vergleich und kritische Würdigung eines quantitativen Sovereign Rating Modells
College
University of Applied Sciences Berlin
Grade
1,3
Author
Michael Borm (Author)
Publication Year
2014
Pages
115
Catalog Number
V289103
ISBN (eBook)
9783656893103
ISBN (Book)
9783656893110
Language
German
Tags
entwicklung vergleich würdigung sovereign rating modells
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Borm (Author), 2014, Entwicklung, Vergleich und kritische Würdigung eines quantitativen Sovereign Rating Modells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289103
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