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Einflussfaktoren auf antidemokratische und fremdenfeindliche Einstellungen. Sekundäranalyse einer sachsenweiten Befragung

Titre: Einflussfaktoren auf antidemokratische und fremdenfeindliche Einstellungen. Sekundäranalyse einer sachsenweiten Befragung

Thèse de Bachelor , 2012 , 55 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Rebecca Hauser (Auteur)

Médias / Communication - Autres
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Diskurs über Rechtsextremismus und ausländische Mitbürger verliert niemals an Aktualität. Und mit ihm das Thema Fremdenfeindlichkeit und antidemokratische Einstellungen. Von einem Befreiungsschlag war die Rede - endlich dürfe man die Wahrheit sagen. Fremdenfeindliche Einstellungen quer durch alle Bevölkerungsschichten traten zu Tage. Sich negativ gegen ausländische Mitbürger zu äußern, schien damit seine Gesellschaftsfähigkeit erreicht zu haben. Dabei ist es nicht einmal einfach, eine Grenze zwischen Fremden und „Nicht-Fremden“ zu ziehen. Beispielsweise zählt für die Statistik ein deutscher Pass, damit man nicht als Ausländer gezählt erfasst wird. Jedoch ändert sich die ethnische Herkunft nicht mit einer deutschen Staatsbürgerschaft. Diese Person wird weiterhin als fremd wahrgenommen werden. Oft völlig überzeichnete Berichterstattungen, verstärken dieses verzerrte Bild über den Anteil von ausländischen Personen noch mehr.
Die in der Sekundäranalyse verwendete Befragung, wurde bereits ein Jahr vor Erscheinen Sarrazins Buchs erhoben. Dabei ging es nicht primär darum fremdenfeindliche und antidemokratische Einstellungen ausfindig zu machen. Durchgeführt wurde sie in einem Bundesland, dem seit jeher starke fremdenfeindliche Einstellungen und einer hoher Anteil an Rechtsextremen attestiert wird: Sachsen. Fremdenfeindlichkeit kann sich dabei gegen jedwedes Anderssein richten, seien es nun kulturelle, ethnische, religiöse oder sexuelle Hintergründe. (Rassismus hingegen richtet sich immer nach dem Glauben, eine Rasse sei durch ihre Natur gegeben Merkmale bevorteilt und anderen damit überlegen. Beispielsweise werden die Nordischen Völker als sehr starke Rasse betrachtet, territorial sind es für die Deutschen aber Ausländer.) Dabei wird es immer schwieriger, rechte Einstellungen zu identifizieren, da rechte Parteien immer mehr versuchen, sich mit neuen Themen in der politische Mitte zu platzieren, um mehr Akzeptanz in der Gesellschaft und somit auch eine größere Wählerschaft zu gewinnen.

In dieser Arbeit soll es weder darum gehen, zu bewerten wie gut sich Migranten tatsächlich integrieren lassen, noch die Thesen von Sarrazin zu überprüfen. Es soll viel mehr ein Modell entwickelt werden, das die Einflussfaktoren auf diese fremdenfeindlichen und die antidemokratischen Einstellungen aufzeigt. Es hat dabei den Anspruch der Allgemeingültigkeit und muss deshalb für in der Analyse etwas modifiziert werden. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Antidemokratie

2.2 Rechtsextremismus

2.2.1 Persönlichkeitsmerkmale

2.2.2 Ungleichgewichtszustände

2.2.3 Externe Variablen

2.3 Fremdenfeindlichkeit

3. Modellaufbau

4. Aktueller Kontext

5. Analyse

5.1 Politisches Spektrum

5.2 Werteorientierung

5.3 Arbeitslosigkeit

5.4 Deprivation und Desintegration

5.5 Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

5.6 Antidemokratische Einstellungen

6. Modellanpassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein Mehrebenenmodell zu entwickeln, das die komplexen Einflussfaktoren auf fremdenfeindliche und antidemokratische Einstellungen systematisiert. Basierend auf einer sachsenweiten, repräsentativen Sekundäranalyse soll aufgezeigt werden, wie unterschiedliche sozioökonomische, sozialisatorische und psychologische Variablen zur Entstehung und Verstärkung rechtsextremer Dispositionen beitragen.

  • Entwicklung eines Modells für Einflussfaktoren auf rechtsextreme Dispositionen
  • Analyse der Rolle von Arbeitslosigkeit und materieller Deprivation
  • Untersuchung autoritärer Persönlichkeitsstrukturen und Werteorientierungen
  • Evaluierung des Einflusses von Politikverdrossenheit und mangelnder Repräsentation
  • Vergleich der Einstellungen verschiedener politischer Wählergruppen in Sachsen

Auszug aus dem Buch

2.1 Antidemokratie

Um antidemokratische Einstellungen ausfindig zu machen, müssen wir uns vor Augen führen, was Demokratie eigentlich ausmacht. Ein jeder demokratischer Staat zeichnet sich aus, durch seine Gewaltenteilung, seine freien Wahlen, die Garantie der Grundrechte und Gleichheit eines jedes Einzelnen, sowie den garantierten Freiheiten von Meinung, Presse, Rundfunk und Religionsausübung. Aus diesen Grundrechten (der freien Parteienbildung und politischen Betätigung) ergibt sich auch eine erste vorzunehmende Trennung der Gesellschaft, in die politische Mitte und die beiden politischen extreme Links und Rechts. Der Hufeisentheorie folgend, sind sich die beiden Pole dabei im Grunde am weitesten von einander entfernt, aber dennoch auch Nachbarn, was zu spannungsgeladenen Lage führt. Backes (1989, S.251) bewertet das Schema dabei wie folgt: „Das Hufeisenmodell trägt der Tatsache Rechnung, daß [sic.] die Grenzlinie zwischen politischem Extremismus und demokratischem Verfassungsstaat für die Bewertung politischer Phänomene von größerer Bedeutung ist als die jeweilige Stellung auf der Rechts-Links-Achse.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel verortet die Relevanz des Themas in einem aktuellen gesellschaftspolitischen Kontext und erläutert die Zielsetzung der Sekundäranalyse.

2. Theoretischer Rahmen: Hier werden zentrale Begriffe wie Antidemokratie, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit theoretisch definiert und in den Diskurs eingeordnet.

3. Modellaufbau: Dieser Abschnitt beschreibt die Konzeption eines Mehrebenenmodells, das verschiedene Einflussfaktoren auf rechte Dispositionen integriert.

4. Aktueller Kontext: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Sachsen zum Zeitpunkt der Befragung.

5. Analyse: Das Hauptkapitel präsentiert die empirische Auswertung der Befragungsdaten hinsichtlich der verschiedenen Einflussfaktoren auf die politische Einstellung der Probanden.

6. Modellanpassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse reflektiert, das theoretische Modell angepasst und weitere Forschungsbedarfe identifiziert.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antidemokratie, Sekundäranalyse, Sachsen, Deprivation, Desintegration, Autoritarismus, Werteorientierung, politische Einstellungen, Arbeitslosigkeit, Politikverdrossenheit, Mehrebenenmodell, Parteienvielfalt, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht mittels einer Sekundäranalyse einer sachsenweiten Umfrage, welche Faktoren die Entstehung und Ausprägung von antidemokratischen und fremdenfeindlichen Einstellungen begünstigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen umfassen Rechtsextremismus, die Rolle von Deprivation und Desintegration, autoritäre Persönlichkeitsmerkmale sowie das allgemeine politische Spektrum der Befragten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das die verschiedenen Einflussfaktoren auf rechte Dispositionen verständlich macht, ohne dabei deterministische Kausalzusammenhänge zu behaupten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine quantitative Sekundäranalyse einer Telefonbefragung mit 3001 Personen aus Sachsen, ergänzt durch eine theoretische Modellbildung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise Variablen wie das politische Spektrum, Werteorientierungen, den Einfluss von Arbeitslosigkeit sowie das Gefühl der politischen Repräsentation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Autoritarismus, Deprivation und die regionale Besonderheit Sachsens als Untersuchungsraum.

Inwiefern spielt der regionale Kontext Sachsen eine Rolle?

Sachsen wurde gewählt, da dem Bundesland seit jeher starke fremdenfeindliche Tendenzen und ein hoher Anteil an Rechtsextremen attestiert werden, was die Analyse besonders aufschlussreich macht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Nichtwähler?

Die Arbeit stellt fest, dass Nichtwähler ein großes Potenzial für latente rechte Dispositionen bergen, die häufig aus einer tiefen Politikverdrossenheit resultieren.

Wird die Rolle der DDR in der Analyse explizit berücksichtigt?

Ja, die Einstellungen zur DDR und die Einschätzung der Angleichung der Lebensverhältnisse wurden als Variablen in die Untersuchung der persönlichen Zufriedenheit und politischen Gesinnung integriert.

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Résumé des informations

Titre
Einflussfaktoren auf antidemokratische und fremdenfeindliche Einstellungen. Sekundäranalyse einer sachsenweiten Befragung
Université
Dresden Technical University  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Cours
Medienforschung/ -praxis
Note
2,3
Auteur
Rebecca Hauser (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
55
N° de catalogue
V289130
ISBN (ebook)
9783656894049
ISBN (Livre)
9783656894056
Langue
allemand
mots-clé
Fremdenfeindlichkeit Xenophobie Antidemokratie Ausländerfeindlichkeit Extremismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rebecca Hauser (Auteur), 2012, Einflussfaktoren auf antidemokratische und fremdenfeindliche Einstellungen. Sekundäranalyse einer sachsenweiten Befragung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289130
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Extrait de  55  pages
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