Diese Studienarbeit befasst sich mit dem Thema „Supply Chain und Produktmanager: Anforderungen an Ausbildung und Tätigkeiten in einer Reverse Economy“. Im ersten Teil wird näher auf den Begriff der Reverse Economy eingegangen. Es wird versucht dem Leser einige der wichtigsten Elemente dieser Wirtschaftsform näherzubringen. Hierzu werden zuerst die Push- und Pull-Prinzipien erläutert, dann die 3P-Organisation dargestellt und zuletzt mögliche Supply Chain Strategien, die Unternehmensführer anwenden können um die Wertschöpfung entlang der Lieferkette effizienter zu machen, mit ihren Vor- und Nachteilen, angeführt.
Im Anschluss daran werden die Tätigkeiten eines Supply Chain Managers sowie die eines Produktmanagers beschrieben. Dies ist notwendig um anschließend näher auf die besonderen Anforderungsprofile dieser beiden Berufsbilder in einer Reverse Economy einzugehen. Mögliche Aus- und Weiterbildungen sowie die spezifischen Zukunftsperspektiven helfen weiterhin, diese Anforderungen deutlich zu machen und die Eigenschaften der beiden Berufe Supply Chain Manager und Produktmanager näher zu erläutern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Reverse Economy
2.1 Push-Prinzip
2.2 Pull-Prinzip
2.3 3P-Organisation
2.4 Supply Chain Strategien
2.4.1 Lean-Strategie
2.4.2 Agile-Strategie
2.4.3 Leagile-Strategie
2.4.4 Lean, Agile oder Leagile?
3. Supply Chain Manager
3.1 Tätigkeiten in einer Reverse Economy
3.2 Anforderungsprofil
3.2.1 Kompetenzen
3.3 Ausbildung/ Weiterbildung
3.4 Perspektiven
4. Produktmanager
4.1 Tätigkeiten in einer Reverse Economy
4.1.1 Wettbewerbs- und Konkurrenzanalyse
4.1.2 Product-Shaping
4.1.3 Cover Margin II-Analyse
4.2 Anforderungsprofil
4.2.1 Fachliche Kompetenzen
4.2.2 Persönliche Kompetenzen
4.3 Ausbildung/ Weiterbildung
4.4 Perspektiven
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die sich wandelnden Anforderungen an Supply Chain Manager und Produktmanager im Kontext einer sogenannten „Reverse Economy“. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Tätigkeitsfelder, notwendigen Qualifikationen sowie Ausbildungsperspektiven für diese Berufsgruppen in einer zunehmend durch Kundenorientierung und Marktvolatilität geprägten Wirtschaft zu analysieren.
- Grundlagen der Reverse Economy sowie Push- und Pull-Prinzipien.
- Analyse und Vergleich verschiedener Supply Chain Strategien (Lean, Agile, Leagile).
- Detaillierte Tätigkeitsbeschreibungen und Anforderungsprofile für Supply Chain Manager.
- Untersuchung des Produktmanagements, inklusive Instrumenten wie Benchmarking, Product-Shaping und Cover Margin II-Analyse.
- Evaluierung von Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Zukunftsperspektiven in beiden Fachbereichen.
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Lean-Strategie
Bei der Recherche bezüglich der Lean-Strategie stößt man immer wieder auf das Wort „Waste“, zu Deutsch: Verschwendung. James P. Womack und Daniel T. Jones drücken es noch deutlicher aus. Sie schreiben in ihrem Buch „Lean Thinking – Banish Waste and create Wealth in your Corporation“, dass es ein Wort im Japanischen gebe, welches jeder, der an innerbetrieblichen Abläufen interessiert ist, kennen müsse, nämlich das Wort Muda, welches so viel wie Verschwendung bedeutet. Gemeint ist hiermit jegliche menschliche Aktivität, die Ressourcen verbraucht ohne jedoch einen Nutzen zu kreieren. Die Produktion von Gütern, die keinen Absatz finden, sodass sich Lager –und Restbestände stapeln, einzelne Prozessschritte, die eigentlich nicht gebraucht werden, der Transport von Waren ohne ein genaues Ziel oder eine Absicht und zuletzt Goods and Services, die nicht den Kundenwünschen entsprechen, lassen sich unter dem japanischen Wort Muda zusammenfassen.
Als nächstes gewinnt die Lean-Strategie an Bedeutung. Wie schon genannt geht es bei diesem Ansatz hauptsächlich um die Eliminierung nicht wertschöpfender Tätigkeiten. Voraussetzung bei Unternehmen, die diese Strategie verfolgen wollen, ist eine geringe Produktvielfalt sowie eine stabile und prognostizierbare Nachfrage. Man könnte hier den japanischen Automobilhersteller Toyota als Beispiel anführen. Als Hersteller von nicht-individualisierbaren Massengütern verfolgt Toyota die Lean-Strategie. Ein wichtiges Instrument dieser Strategie ist das Just-In-Time Prinzip. Im Folgenden wird dieses noch ausführlicher erläutert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Anforderungen an Supply Chain und Produktmanager in einer Reverse Economy ein und erläutert den strukturellen Aufbau der Studienarbeit.
2. Reverse Economy: Dieses Kapitel definiert die Reverse Economy und behandelt die grundlegenden Konzepte wie Push- und Pull-Prinzipien, die 3P-Organisation sowie verschiedene Supply Chain Strategien.
3. Supply Chain Manager: Hier werden die Aufgaben, das Anforderungsprofil, notwendige Kompetenzen sowie Ausbildungsmöglichkeiten und Zukunftsaussichten für Supply Chain Manager detailliert dargestellt.
4. Produktmanager: Dieses Kapitel widmet sich den Tätigkeiten des Produktmanagers, analysiert wichtige Analysetools und beschreibt die spezifischen fachlichen und persönlichen Anforderungen an dieses Berufsbild.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die wachsende Bedeutung sowie die positiven Karrierechancen für Supply Chain und Produktmanager in innovativen Geschäftsfeldern.
Schlüsselwörter
Reverse Economy, Supply Chain Management, Produktmanagement, Lean-Strategie, Agile-Strategie, Leagile-Strategie, Push-Prinzip, Pull-Prinzip, Just-In-Time, Kompetenzprofil, Wertschöpfungskette, Product-Shaping, Cover Margin II-Analyse, Marktorientierung, Logistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich die Anforderungen an die Berufsbilder Supply Chain Manager und Produktmanager aufgrund der wirtschaftlichen Verschiebung in Richtung einer sogenannten Reverse Economy verändert haben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind Logistikstrategien (Lean, Agile, Leagile), die Struktur moderner Unternehmen (3P-Organisation), das Anforderungsprofil von Supply Chain Managern sowie das Aufgaben- und Kompetenzspektrum von Produktmanagern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche spezifischen Kompetenzen und Tätigkeiten erforderlich sind, um in einem durch hohe Kundenanforderungen und Volatilität gekennzeichneten Marktumfeld erfolgreich Supply Chain Management und Produktmanagement zu betreiben.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Fachliteratur, Studien und Skripten zum Thema Logistik, Supply Chain Management und Produktmanagement.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Reverse Economy und Lieferkettenstrategien sowie in die detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten, Kompetenzanforderungen und Ausbildungspfade für Supply Chain Manager und Produktmanager.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakteristische Begriffe sind unter anderem Reverse Economy, Supply Chain Management, Produktmanagement, Lean-Strategie, Agile-Strategie, Wertschöpfungskette und Kompetenzprofil.
Welche Rolle spielt die 3P-Organisation in dieser Arbeit?
Die 3P-Organisation (Products, Operations, Technology) dient als Strukturmodell, um die Zusammenarbeit und Verantwortlichkeiten der leitenden Manager innerhalb eines Unternehmens in einer Reverse Economy zu verdeutlichen.
Was zeichnet die „Leagile“-Strategie aus?
Die Leagile-Strategie ist eine hybride Form, die Elemente der Lean- und der Agile-Strategie kombiniert, um sowohl Effizienz in standardisierten Prozessen als auch Flexibilität bei individualisierten Kundenwünschen zu erreichen.
Warum ist die Cover Margin II-Analyse für Produktmanager wichtig?
Sie ist eine essenzielle Kennzahl, die dem Produktmanager hilft, Preisuntergrenzen zu bestimmen, Deckungsbeiträge zu berechnen und somit optimale Produktionsverfahren für den wirtschaftlichen Erfolg seiner Produkte zu wählen.
- Citation du texte
- Marius Kaup (Auteur), 2013, Supply Chain und Produktmanager. Anforderungen an Ausbildung und Tätigkeiten in einer Reverse Economy, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289178