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Tiergestützte Interventionen mit dem Hund in der ambulanten und der stationären Psychiatrie. Praxisbeispiele

Titel: Tiergestützte Interventionen mit dem Hund in der ambulanten und der stationären Psychiatrie. Praxisbeispiele

Akademische Arbeit , 2008 , 27 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Bianca Wippich (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Hunde können in der Arbeit mit Klienten mit psychischen Störungen unterschiedlich eingesetzt werden. Sie können ambulant oder stationär, punktuell oder dauerhaft, gezielt therapeutisch oder therapiebegleitend eingesetzt werden.

Einsatzbereiche sind dementsprechend psychiatrische Stationen oder das private Umfeld des Klienten. Aus Deutschland liegen bisher wenige wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einsatz von Hunden in der Psychiatrie vor.

In dieser Arbeit werden einige der bedeutendsten Studien sowie Beispiele aus der Praxis vorgestellt. In Anlehnung an Otterstedt (vgl. 2003, S.228 ff.) gibt es folgende Aufgabenfelder tiergestützter Interventionen in psychiatrischen Kliniken, die weiter zu diskutieren sind:

- Hilfe bei der Diagnostik psychischer Störungen
- Unterstützung in der Therapie von Menschen mit psychischen Störungen
- Hilfe bei der Motivation von Menschen mit psychischen Störungen
- Förderung der Kommunikationsfähigkeit von Menschen mit psychischen Störungen
- Unterstützung der sozialen Integration

Besonders die Struktur der klinischen Betreuung orientiert sich in erster Linie an der Versorgung der gestörten Funktion des Menschen. Statt den physischen, psychischen, mentalen und sozialen Bedürfnissen ganzheitlich und interdisziplinär zu begegnen, werden diese meist getrennt voneinander oder einige gar nicht gesehen und behandelt.
Ein Hund kann hier durch seine Anwesenheit außer Acht gelassene Bedürfnisse stillen und so zu einer verstärkt ganzheitlich orientierten Therapie beitragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Tiergestützte Interventionen mit dem Hund in Einrichtungen der ambulanten und stationären Psychiatrie

1.2. Praxisbeispiele aus der stationären Psychiatrie

1.1.1 Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Leipzig

1.1.2 Stationshund „Bonzo“ am Zentrum für Psychiatrie in Ravensburg

1.2. Praxisbeispiele aus der ambulanten Psychiatrie

1.2.1 Ambulanter Betreuungsdienst „Ein Stück Sonntag im Alltag“

1.2.2 Hundebesuchsdienst im Betreuten Wohnen des Bonner Caritasverbandes

2. Schlussbetrachtung

3. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einsatz von Hunden als unterstützende Maßnahme in der psychiatrischen Versorgung. Ziel ist es, die Auswirkungen, Chancen und ethischen Herausforderungen der Mensch-Tier-Interaktion in verschiedenen psychiatrischen Settings sowohl theoretisch als auch anhand von Praxisbeispielen kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen tiergestützter Interventionen in psychiatrischen Kliniken und ambulanten Diensten
  • Analyse der therapeutischen Effekte von Hunden auf das Patientenwohl
  • Gegenüberstellung von stationären und ambulanten Einsatzmöglichkeiten
  • Ethische Aspekte und Anforderungen an das Tierwohl im therapeutischen Kontext

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Stationshund „Bonzo“ am Zentrum für Psychiatrie in Ravensburg

Die psychiatrische Klinik Die Weißenau des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Ravensburg setzt seit November 2002 einen Hund auf einer akutpsychiatrischen Aufnahmestation ein. Zunächst war dies ein Modellversuch, mittlerweile ist der Appenzeller/Berner/Senn-Mischling „Bonzo“ ein fest etablierter Stationshund. Bonzo stammt aus dem Tierheim, hat keine Ausbildung zum Therapiehund absolviert, jedoch wurden seine Charaktereigenschaften überprüft. Klaus Koch, Krankenpfleger und Bonzos Halter auf der Station, initiierte das Projekt und meint, dass sich der Hund zu einem bedeutenden Bestandteil des Stationsalltags entwickelt hat. Er bewirkt, so Koch, eine positivere Atmosphäre auf der Station, die Klienten fühlen sich oft durch den Hund beruhigt, so dass sie teilweise keine „Bedarfsmedikation“ (Saum-Aldehoff 2007, S.54) also Medikamente zur Beruhigung mehr benötigen. Bonzos Anwesenheit wirke außerdem entschärfend auf neue Klienten, die bei ihrer Ankunft häufig sehr erregt und aggressiv sind. Des Weiteren ebne Bonzo als erstes Gesprächsthema den Zugang zu neuen Klienten und wirke so als Vermittler zwischen Klinikpersonal und Klient. (vgl. ebd.)

Zunächst wurde der Einsatz eines Hundes systematisch geplant und eine Konzeption erstellt, wobei die Klinikleitung unterstützend wirkte. Nach Vorlage einer detaillierten Konzeption wurde der zuerst auf drei Jahre begrenzte Modellversuch genehmigt. Die Mitarbeiter der Station wurden nach eventuellen Allergien und Phobien befragt und erklärten sich ausdrücklich einverstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Tiergestützte Interventionen mit dem Hund in Einrichtungen der ambulanten und stationären Psychiatrie: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen und Aufgabenfelder des Hundeeinsatzes in der Psychiatrie ein und diskutiert erste Interventionsansätze.

1.2. Praxisbeispiele aus der stationären Psychiatrie: Es werden zwei stationäre Einrichtungen vorgestellt, die Hunde zur Unterstützung der Diagnostik und Therapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erfolgreich einsetzen.

1.2. Praxisbeispiele aus der ambulanten Psychiatrie: Dieses Kapitel präsentiert zwei Betreuungsdienste, die tiergestützte Ansätze in das ambulante Wohn- und Betreuungsumfeld integrieren.

2. Schlussbetrachtung: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert das Fehlen verbindlicher Richtlinien und betont die Notwendigkeit, das Tierwohl stärker in den Mittelpunkt des fachlichen Diskurses zu stellen.

3. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur): Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführender wissenschaftlicher sowie praxisorientierter Literatur zum Thema.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Intervention, Psychiatrie, Therapiehund, Mensch-Tier-Beziehung, Soziale Arbeit, Psychische Störungen, Stationshund, Rehabilitation, Patientenwohl, Tierwohl, Ambulante Betreuung, Stationäre Behandlung, Diagnostik, Ethik, Ressourcenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung tiergestützter Interventionen, insbesondere mit Hunden, als ressourcenorientierte Unterstützung in der ambulanten und stationären psychiatrischen Versorgung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Einsatzmöglichkeiten in Kliniken, die ambulante Betreuung, die Auswirkungen auf die therapeutische Atmosphäre sowie die ethischen Verantwortungen gegenüber den Tieren ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Reflexion des aktuellen Kenntnisstandes sowie der praktischen Umsetzung von Hundeeinsätzen, um Möglichkeiten und Grenzen dieser Arbeit im Kontext der Psychiatrie aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse in Kombination mit einer Auswertung von Praxisbeispielen, um den derzeitigen Stand der tiergestützten Arbeit in Deutschland darzustellen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, detaillierte Fallbeispiele aus Klinik und ambulantem Wohnen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Tiergestützte Intervention, Psychiatrie, Therapiehund, Soziale Arbeit, Rehabilitation sowie ethische Aspekte und Tierwohl.

Wie wirkt sich der Hund auf stationäre Patienten aus?

Die Anwesenheit eines Hundes kann beruhigend wirken, die Stationsatmosphäre verbessern und den Zugang zu schwer erreichbaren Patienten, etwa mit Negativsymptomatik bei Schizophrenie, erleichtern.

Warum steht die Autorin dem Thema kritischer gegenüber als zu Beginn?

Im Laufe der Auseinandersetzung mit dem Thema erkannte die Autorin die Gefahr der Instrumentalisierung des Tieres, wenn dieses als bloßes „Heilmittel“ eingesetzt wird, was sie dazu veranlasste, ihr ursprüngliches Ziel, selbst mit einem Therapiehund zu arbeiten, zu überdenken.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tiergestützte Interventionen mit dem Hund in der ambulanten und der stationären Psychiatrie. Praxisbeispiele
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Bianca Wippich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
27
Katalognummer
V289179
ISBN (eBook)
9783656893394
ISBN (Buch)
9783656906582
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tiergestützte interventionen hund psychiatrie praxisbeispiele
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Wippich (Autor:in), 2008, Tiergestützte Interventionen mit dem Hund in der ambulanten und der stationären Psychiatrie. Praxisbeispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289179
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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