Die vorliegende Arbeit stellt zwei Fallstudien dar, die im Rahmen der Bachelorarbeit
entstanden sind. Der Gegenstand dieser Studien ist die Resilienzforschung und deren
Beeinflussung, was der Forschung von biografischen Prozessen zugeordnet werden
kann. Die Ergebnisse wurden mithilfe von eines narrativen Interviews und einer
Literaturrecherche erhoben und stellen den Versuch dar, die Einflüsse in Bezug auf die
Resilienz anhand von Fallbiografien näher zu beschreiben und zu vergleichen.
Mittelpunkt dieser Arbeit sind zwei Personen, die weitestgehend als resilient bezeichnet
werden können und deren Zuschreibung als resilient im Verlauf der Arbeit nochmals
verfestigt wird. Es stellte sich der Autorin der vorliegenden Bachelorarbeit oft die
Frage, weshalb es widerstandsfähige Personen gibt und weshalb anderen Personen die
kleinsten Widerstände Schwierigkeiten bei der Bewältigung bereiten. Ziel der
vorliegenden Arbeit ist es, einen Einblick in die biografischen Prozesse resilienter
Personen zu verschaffen und deren Risiko- und Schutzfaktoren darzustellen. Die
Informationen, die sich anhand der qualitativen Forschungsmethode des narrativen
Interviews ergaben, wurden in Bezug auf die Risiko- und Schutzfaktoren, aber auch in
Bezug auf die Schule gefiltert. Eine Eingrenzung der Thematik bot hierbei die
Literaturrecherche. Die theoretischen Grundlagen lieferten die Anhaltspunkte der
vorliegenden Arbeit. Der empirische Teil bietet darauf aufbauend eine Vertiefung der
Themen an.
Zu Beginn der vorliegenden Arbeit wird eine theoretische Grundlage geschaffen. Hierzu
wird unter dem Kapitel des Begriffsumfangs und Inhalt der Resilienz der Begriff der
Resilienz näher erläutert. Anschließend findet eine Darstellung der Risiko- und
Schutzfaktoren statt. Im dritten Kapitel erfolgt die Darstellung der eingesetzten
Methoden, die zur Bearbeitung des theoretischen als auch des empirischen Abschnitts
herangezogen wurden. Das vierte Kapitel stellt den empirischen Teil der Arbeit dar.
Hierbei wird die Durchführung der Interviews beschrieben. In dem Abschnitt der
Auswertung der Ergebnisse werden die Einflüsse von Risiko- und Schutzfaktoren im
biografischen Prozess bei beiden Fallstudien dargestellt und im folgenden Kapitel
anschließend miteinander verglichen. Die Schule als ein Einflussfaktor wird aus beiden
Fallbeispielen herausgearbeitet. Abschließend finden ein Fazit und ein Ausblick in
Bezug auf die Beantwortung der Fragestellung der vorliegenden Arbeit statt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung, Ziel und Fragestellung
2 Zum Begriffsumfang und Inhalt der Resilienz
2.1 Definition: Resilienz
2.2 Risiko- und Schutzfaktoren im Resilienzkonzept
2.3 Ressourcen bei der Bewältigung von Stress
3 Darstellung der eingesetzten Methoden
3.1 Forschungsinteresse
3.2 Methodenportfolio
3.3 Die narrative Interviewform
3.4 Transkription
3.5 Begründung der Auswahl der Methodik
4 Empirischer Abschnitt der Arbeit
4.1 Begründung der Fallauswahl
4.2 Durchführung und Erläuterung des Interviewleitfadens
5 Auswertung der Ergebnisse
5.1 Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren im biografischen Prozess der Interviewperson 1
5.2 Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren im biografischen Prozess an einem Fallbeispiel 2
6 Vergleich der Ergebnisse
6.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fallbeispiele in Bezug auf die Resilienz
6.2 Der Einflussfaktor Schule bei den vorliegenden Fallbeispielen
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, welche Faktoren die Resilienz bei jungen Erwachsenen beeinflussen, indem sie biografische Prozesse analysiert und mittels narrativer Interviews sowie Literaturrecherche evidenzbasierte Einblicke in die Widerstandsfähigkeit gewinnt.
- Grundlagen und Definition der Resilienz
- Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren
- Qualitative Fallstudien zu biografischen Bewältigungsprozessen
- Die Rolle von Schule und Lehrpersonen als Einflussfaktoren
- Personale Ressourcen bei der Stressbewältigung
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition: Resilienz
„Der Begriff der Resilienz leitet sich aus dem Englischen resilience ab und bedeutet Spannkraft, Widerstandsfähigkeit und Elastizität.“ Diese allgemeine Definition stellt einen Erklärungsansatz des umfassenden Begriffes der Resilienz dar. Die Begrifflichkeit der Resilienz kann aus unterschiedlichen Wissenschaftszweigen, zum Beispiel dem Ökosystem, technischen Systemen, den Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie und ähnlichen Disziplinen, wie der Pädagogik, auf der das Augenmerk dieser Bachelorarbeit liegt, erklärt werden.
Im Vergleich zu Untersuchungen ungünstiger psychosozialer Lebensbedingungen und deren Auswirkungen beschäftigt sich die Resilienzforschung mit dem Phänomen von Personen, die eine Widerstandskraft gegen ungünstige psychosoziale Lebensbedingungen aufzeigen. Risikofaktoren, aber auch diverse traumatische Erfahrungen, führen bei Personen, die als resilient bezeichnet werden können, zu keinen psychischen Störungen. Sie überstehen Erlebnisse, bei denen andere Personen psychische Erkrankungen entwickeln würden.
Die kindliche Entwicklung wird durch soziale, psychologische und biologische Risikofaktoren beeinflusst. Weshalb manche junge Erwachsene jedoch eine Stabilität gegen diese Risikofaktoren aufzeigen, ist der Gegenstand der Untersuchung der Resilienzforschung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung, Ziel und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik der Resilienzforschung ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit.
2 Zum Begriffsumfang und Inhalt der Resilienz: Es werden theoretische Grundlagen zu Resilienz, Risiko- und Schutzfaktoren sowie persönlichen Ressourcen zur Stressbewältigung dargelegt.
3 Darstellung der eingesetzten Methoden: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsinteresse, die Wahl der narrativen Interviewform sowie die Regeln für die Transkription und Methodik.
4 Empirischer Abschnitt der Arbeit: Hier erfolgt die Begründung der Fallauswahl sowie eine detaillierte Beschreibung der Durchführung der narrativen Interviews.
5 Auswertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der beiden Fallstudien werden in Bezug auf biografische Risiko- und Schutzfaktoren analysiert und interpretiert.
6 Vergleich der Ergebnisse: Das Kapitel vergleicht die Fallbeispiele hinsichtlich ihrer Resilienzfaktoren und untersucht speziell den Einfluss der Institution Schule.
7 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Relevanz der Förderung personaler Ressourcen bereits im Kindesalter.
Schlüsselwörter
Resilienz, Resilienzforschung, Risiko- und Schutzfaktoren, biografische Prozesse, narrative Interviews, Stressbewältigung, personale Ressourcen, Widerstandsfähigkeit, Pädagogik, Fallstudien, soziale Kompetenz, Schule, Kindheit, psychische Gesundheit, Lebenskrisen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Resilienzforschung und untersucht, welche Faktoren die psychische Widerstandsfähigkeit junger Erwachsener beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die theoretische Auseinandersetzung mit Risiko- und Schutzfaktoren sowie die empirische Analyse von zwei Fallbiografien bezüglich ihrer Bewältigungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage „Was beeinflusst Resilienz?“ durch einen Einblick in biografische Prozesse resilienter Personen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die qualitative Forschungsmethode des narrativen Interviews, um tiefe Einblicke in die individuelle Biografie der Fallbeispiele zu erhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffsanalyse, die Darstellung der eingesetzten Methoden und die detaillierte Auswertung und den Vergleich der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resilienz, Schutzfaktoren, Stressbewältigung, Biografiearbeit und qualitative Sozialforschung definiert.
Wie unterscheidet sich die Situation der beiden Interviewpersonen?
Während bei der ersten Person insbesondere der Tod des Partners und der Umgang damit im Vordergrund steht, zeigt die zweite Person eine Biografie geprägt von Migrationshintergrund und belastenden familiären Verhältnissen in der Kindheit.
Welche Rolle spielt die Schule für die Entwicklung von Resilienz laut der Arbeit?
Die Schule wird als zweite „Sozialisationsinstanz“ identifiziert, in der Lehrpersonen durch Empathie und Unterstützung entscheidende Rollenmodelle für Kinder mit Risikofaktoren einnehmen können.
- Citar trabajo
- Ebru Ekin (Autor), 2014, Was beeinflusst Resilienz? Eine Fallstudie mit jungen Erwachsenen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289189