Die zunehmende Wettbewerbsintensität, sich immer schneller verändernde Wettbewerbsbedingungen und stetig kürzer werdende Produktzyklen führen dazu, dass es für Unternehmen zunehmend schwieriger wird, sich gegenüber ihren Wettbewerben zu differenzieren. Inzwischen ist die ausschließliche Konzentration auf die Entwicklung von Produktinnovationen nicht mehr ausreichend, um den langfristigen Erfolg von Unternehmen zu sichern. Infolgedessen wird die Fähigkeit das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln bzw. zu innovieren eine Kernvoraussetzung für Unternehmen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Es ist notwendig, dass Unternehmen ihr vorhandenes Geschäftsmodell ständig auf den Prüfstand stellen, um es entweder den sich ändernden Umweltbedingungen anzupassen oder um zukünftige Bedingungen zu antizipieren und selbst im Sinne einer Geschäftsmodellinnovation tätig zu werden.
Die immer größer werdende Bedeutung der systematischen Veränderung von Geschäftsmodellen wird auch in vielen empirischen Studien bestätigt. Eine im Jahre 2006 durchgeführte Studie von IBM unter CEOs, Geschäftsführern und Leitern von Unternehmen zeigte eine neue Sicht-weise auf Innovation auf. Die Sicherung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile soll durch das Geschäftsmodell geschaffen werden. Nach wie vor sind Produkt-, Service- und Prozessinnovationen wichtig, jedoch wird der Geschäftsmodellinnovation mindestens ein ebenso großer Stellenwert eingeräumt. Selbigem pflichten auch die CEOs bei, die zuvor keinen Grund sahen, sich auf diesen Bereich zu konzentrieren. Die IBM Studie legt weiterhin dar, dass Geschäftsmodellinnovatoren in einem Zeitraum von fünf Jahren eine deutlich höhere jährliche Wachstumsrate der operativen Marge gegenüber Wettbewerbern aufweisen als beispielsweise Produkt- oder Prozessinnovatoren.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zu Geschäftsmodellen
2.1 Theoretische Ansätze und Historische Entwicklung
2.2 Definition und Begriffsabgrenzung
3 Geschäftsmodellmuster des St. Galler Business Model Navigator
3.1 Hintergrund und Kritik der Studie
3.2 Die 55 Geschäftsmodellmuster
4 Die Business Model Canvas
4.1 Beschreibung der Methodik
4.2 Kritische Würdigung der Methodik
5 Analyse und Klassifikation der Geschäftsmodellmuster anhand der Business Model Canvas
5.1 Analyse
5.2 Klassifikation der Geschäftsmodellmuster
5.3 Diskussion der Ergebnisse
5.4 Fallbeispiel
6 Fazit und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritische Würdigung
6.3 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die 55 Geschäftsmodellmuster des St. Galler Business Model Navigators zu analysieren und durch eine systematische Klassifikation anhand der Business Model Canvas (BMC) deren gezielte Anwendung für Unternehmen zu ermöglichen.
- Systematische Analyse und Kategorisierung von 55 bewährten Geschäftsmodellmustern.
- Anwendung der Business Model Canvas zur Visualisierung und Strukturierung der Muster.
- Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Geschäftsmodellbausteinen und den Mustern.
- Veranschaulichung der praktischen Umsetzung durch ein konkretes Fallbeispiel (BackWerk).
Auszug aus dem Buch
Die Business Model Canvas
„Es ist leichter eine schlechte Idee mit einem guten Geschäftsmodell zu verwirklichen als die beste Idee ohne.“
Aus diesem Zitat geht hervor, dass jegliche Idee auf lange Sicht ein wirksames Geschäftsmodell benötigt. Bei jedem Unternehmen spielt demzufolge das Geschäftsmodell der Unternehmung eine wesentliche Rolle. Es liefert laut der Definition das grundlegende Verständnis, worauf die Unternehmung basiert und wie sie funktionieren soll. Somit lässt sich erklären, warum Geschäftsmodellierung heutzutage zu einem so bedeutenden Management-Thema geworden ist. Im Folgenden wird die Business Model Canvas als Konzept der Geschäftsmodellierung dargestellt. Es wird bereits weltweit von führenden Unternehmen wie IBM, Ericsson, Deloitte und vielen anderen eingesetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die zunehmende Relevanz von Geschäftsmodellinnovationen dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie deren strukturellen Aufbau.
2 Theoretische Grundlagen zu Geschäftsmodellen: Hier werden der historische Kontext und verschiedene definitorische Ansätze von Geschäftsmodellen erarbeitet, um eine fundierte Arbeitsbasis zu schaffen.
3 Geschäftsmodellmuster des St. Galler Business Model Navigator: Das Kapitel erläutert den Hintergrund der Studie von Gassmann et al. und stellt die 55 identifizierten Geschäftsmodellmuster vor.
4 Die Business Model Canvas: Diese Methode zur systematischen Darstellung von Geschäftsmodellen wird detailliert beschrieben und kritisch gewürdigt.
5 Analyse und Klassifikation der Geschäftsmodellmuster anhand der Business Model Canvas: Die Muster werden hier analysiert, in einer Matrix klassifiziert und ihre Anwendung anhand eines Fallbeispiels veranschaulicht.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse sowie einer kritischen Würdigung und einem Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodellinnovation, St. Galler Business Model Navigator, Business Model Canvas, Wertschöpfungslogik, Ertragsmodell, Nutzenversprechen, Geschäftsmodellmuster, Wettbewerbsvorteil, Strategie, Fallbeispiel, Prozessinnovation, Produktinnovation, Management, Klassifikation, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterthesis grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Veränderung von Geschäftsmodellen durch die gezielte Anwendung von bewährten Mustern, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu sichern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Geschäftsmodellen, die Vorstellung der 55 Muster des St. Galler Business Model Navigators sowie deren Analyse und Klassifizierung mithilfe der Business Model Canvas.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Unternehmen ein Instrumentarium an die Hand zu geben, mit dem sie durch Rekombination und Adaption der 55 Geschäftsmodellmuster ihr eigenes Geschäftsmodell gezielt weiterentwickeln können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und die Methode der Business Model Canvas, um die Muster in einer Matrix zu klassifizieren und ihre Auswirkungen auf die Unternehmensstruktur zu visualisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse jedes der 55 Geschäftsmodellmuster innerhalb der neun Bausteine der Business Model Canvas und überführt diese in eine strukturierte Klassifikationsmatrix.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Geschäftsmodellinnovation, Business Model Navigator, Business Model Canvas, Wertschöpfungslogik und strategische Anpassung.
Welches konkrete Fallbeispiel wird zur Illustration herangezogen?
Die Arbeit nutzt das Unternehmen BackWerk als Fallbeispiel, um die Entwicklung eines Geschäftsmodells von einer traditionellen Bäckerei hin zu einer erfolgreichen SB-Bäckerei durch die Anwendung der Muster „Self-Service“ und „Franchising“ zu verdeutlichen.
Welche Rolle spielt die „Business Model Canvas“ in der Analyse?
Sie dient als einheitliches Referenzmodell, um die 55 Muster in einer standardisierten Form zu analysieren und zu visualisieren, wodurch deren Schwerpunkte und Auswirkungen auf andere Unternehmensbereiche sichtbar werden.
- Citar trabajo
- Erich Fröhlich (Autor), 2014, Klassifikation und Nutzung erfolgreicher Geschäftsmodellmuster, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289266