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Der Beruf des/der Gemeindereferenten/-in - Geschichte, Ausbildung, Einsatzfelder

Title: Der Beruf des/der Gemeindereferenten/-in - Geschichte, Ausbildung, Einsatzfelder

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadine Ansorge (Author)

Theology - Systematic Theology
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Einleitung

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Berufsbild des/der Gemeindereferenten/-in. Sie skizziert zu Beginn die Entwicklung des Berufsbildes im 20. Jahrhundert, um dadurch ein besseres Verständnis für die aktuellen Entwicklungen zu schaffen. Im folgenden wird auf die Beschlüsse der Deutschen Bischofskonferenz von 1987 zur Ausbildung, Berufseinführung und Fortbildung des/der Gemeindereferenten/- in eingegangen, die ihre schriftliche Fixierung in den Rahmenordnungen und Rahmenstatuten fanden. Um eine Erläuterung und Diskussion der Praxis dieses Berufes zu ermöglichen, stellt die Arbeit desweiteren die Schwerpunkte der Tätigkeit des/der Gemeindereferenten/- in dar. Die Arbeit bezieht sich hier auf die Dienstordnungen. Im Verlaufe der Erarbeitung dieses Themas drängte sich unmittelbar die Frage danach auf, ob diese zunächst rein theoretisch erarbeiteten Informationen über das Berufsbild, die wirkliche Praxis widerspiegeln. Hierzu kam es zu einem Gespräch mit einem Gemeindereferenten, der Auskunft über seinen Beruf, den damit verbundenen Alltag und mögliche Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis gab. Teile diese Gespräches und Aussagen der Teilnehmer eines Gesprächskreises im Rahmen eines Ehemaligentreffens, welches über genau dieses Thema reflektierte, finden am Ende der Arbeit Platz. Das Bestreben dieser Arbeit war es somit, einen Bogen zwischen den oftmals sehr theoretischen Erläuterungen der Rahmenordnungen und Dienstordnungen und der tatsächlichen Praxis dieses Berufes zu finden. Es sei hier noch angemerkt, daß im folgenden ausschließlich die männliche Berufsbezeichnung benutzt wird, diese die weibliche aber mit einschließen soll.

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Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Historische Entwicklung

2.1 Die Entwicklung des Berufsbildes im letzten Jahrhundert

2.2 Aussagen des CIC von 1917 und 1983

3.Voraussetzungen für den Dienst

3.1 religiöse und kirchliche Voraussetzungen

3.2 menschliche Voraussetzungen

3.3 fachliche Voraussetzungen

4.Bildung des Gemeindereferenten

4.1 Ausbildung

4.2 Berufseinführung

4.3 Fortbildung

5.Einsatzort

6.Schwerpunkte der Tätigkeit

6.1. allgemeine Schwerpunkte

6.1.1 Verkündigung

6.1.2 Liturgie

6.1.3 Diakonie

6.2. Übernahme von Sonderaufgaben

7. Praxis

7.1 Aussagen zur beruflichen Situation

7.1.1 Verhältnis zum Pfarrer

7.1.2 Verhältnis zur Gemeinde

7.1.3 Eigenverantwortlichkeit

7.2 Zusammenfassung der Aussagen

8.Perspektiven

9. Schluß

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Berufsbild des Gemeindereferenten im Kontext seiner historischen Entwicklung und der tatsächlichen kirchlichen Praxis. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen offiziellen Rahmenordnungen und dem Berufsalltag durch eine Analyse theoretischer Grundlagen sowie praktischer Erfahrungen zu beleuchten.

  • Historische Genese des Laienapostolats und der Berufsrolle
  • Anforderungen an Ausbildung und Qualifikation
  • Kernbereiche der Tätigkeit in Verkündigung, Liturgie und Diakonie
  • Konfliktfelder im Verhältnis zwischen Priestern und Gemeindereferenten
  • Zukünftige Perspektiven und notwendige Anpassungen der Dienstordnungen

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Entwicklung des Berufsbildes im letzten Jahrhundert

Im Oktober 1905 fand der alljährliche Caritastag in Dortmund statt, dessen Hauptreferat Martin Faßbender hielt. Dieses Referat, daß später unter dem Titel „Laienapostolat und Volkspflege auf der Grundlage christlicher Caritas“ veröffentlicht wurde, war „Zeichen einer neuen Epoche des deutschen Katholizismus“. Für die Situation der Laien in der Kirche von damals erhob Faßbender zwei große Forderungen. Er forderte, man solle eine große Hilfsorganisation für das Laienapostolat ins Leben rufen und eine Ausbildungsstätte für hauptamtliche Kräfte der Seelsorge einrichten.

Noch größeres Aufsehen als das Referat von Faßbender erzielte 1909 das Werk „Großstadtseelsorge“ von Heinrich Svoboda. „Ohne Übertreibung läßt sich sagen, daß nie zuvor eine so umfassende Sicht der kirchlichen Situation ... gegeben worden ist“. Als angemessene Lösungen sah Svoboda die Pflege des seelsorgerischen Kontaktes, besonders durch Hausbesuche, die Organisation des Laienapostolates für den Dienst der Seelsorge und durch eine bessere Aktivierung der Mitarbeit der Frau in diesen Bereichen.

Das Jahr 1911 brachte zwei weitere wichtige Ereignisse. Zum einen hielt Michael Faulhaber seine berühmt gewordene Rede auf dem Katholikentag in Mainz, desweiteren kam es am 17. Januar zur Gründung der Freien Vereinigung für Seelsorgehilfe. Was diese Vereinigung erstrebte, läßt sich grob in drei Punkten skizzieren: 1. Die Weckung des organisierten Laienapostolates in der Pfarrei, insbesondere durch Hausbesuche, 2. Die Bearbeitung der Pfarrkarteien und Pfarrblätter, 3. Die Schulung beruflicher Kräfte im Dienst der Gemeindeseelsorge.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in das Thema, die Zielsetzung der Arbeit und die Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand von Gesprächen und Literatur.

2.Historische Entwicklung: Darstellung der Entwicklung des Laienapostolats vom frühen 20. Jahrhundert bis zu den Aussagen des CIC von 1983.

3.Voraussetzungen für den Dienst: Analyse der religiösen, menschlichen und fachlichen Anforderungen an Personen, die diesen kirchlichen Dienst anstreben.

4.Bildung des Gemeindereferenten: Beschreibung der drei Phasen der beruflichen Bildung, bestehend aus Studium, Berufseinführung und Fortbildung.

5.Einsatzort: Überblick über die Einsatzbereiche in Pfarrgemeinden sowie im kategorialen Bereich wie Jugend- oder Krankenseelsorge.

6.Schwerpunkte der Tätigkeit: Detaillierte Auflistung der Aufgabenbereiche in den drei Grunddiensten Verkündigung, Liturgie und Diakonie sowie der Umgang mit Sonderaufgaben.

7. Praxis: Gegenüberstellung von Erfahrungen aus dem Jahr 1983 mit aktuellen Berichten über das Verhältnis zum Pfarrer, zur Gemeinde und zur Eigenverantwortlichkeit.

8.Perspektiven: Diskussion notwendiger Anpassungen der Dienstordnungen an die veränderten Anforderungen und die wachsenden Aufgabenbereiche im pastoralen Team.

9. Schluß: Reflektion über den laufenden Wandel des Berufsbildes und das Erfordernis zukünftiger Analysen aufgrund veränderter kirchlicher Strukturen.

10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Gemeindereferent, Laienapostolat, Seelsorge, Pastoral, Ausbildung, Kirchenrecht, Berufsbild, Pfarrei, Verkündigung, Liturgie, Diakonie, Dienstordnung, kirchlicher Dienst, Gemeindearbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, die Anforderungen und die aktuelle berufliche Situation des Gemeindereferenten in der katholischen Kirche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung des Laienapostolats, die Ausbildung, die Tätigkeitsschwerpunkte in den Grunddiensten sowie das Verhältnis zu anderen pastoralen Kräften.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, die Lücke zwischen den theoretischen Vorgaben in kirchlichen Rahmenordnungen und der täglichen Arbeitspraxis des Gemeindereferenten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die Auswertung kirchenrechtlicher Dokumente und Dienstordnungen mit der qualitativen Analyse von Berichten und Gesprächen, die das reale Berufsleben widerspiegeln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die formalen Voraussetzungen, die Ausbildungsphasen, die konkreten Arbeitsfelder in Pfarreien sowie Konfliktfelder in der Zusammenarbeit innerhalb des pastoralen Teams.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Gemeindereferent, Laienapostolat, pastorale Dienste, Dienstordnungen und das Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis.

Wie hat sich das Berufsbild historisch gewandelt?

Es entwickelte sich von einer eher untergeordneten Hilfe durch Laien (Seelsorgehilfe) hin zu einem eigenständigen, qualifizierten pastoralen Beruf, der durch die Konzilsbeschlüsse eine neue Bedeutung erfuhr.

Welche spezifischen Probleme werden im Verhältnis zum Pfarrer genannt?

Diskutiert werden Herausforderungen bei der Teamarbeit, unterschiedliche Erwartungshaltungen sowie die Problematik mangelnder Eigenständigkeit oder mangelnder Offenheit für ein partnerschaftliches Arbeiten.

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Details

Title
Der Beruf des/der Gemeindereferenten/-in - Geschichte, Ausbildung, Einsatzfelder
College
Ruhr-University of Bochum  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Course
Hauptseminar
Grade
2,0
Author
Nadine Ansorge (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V28952
ISBN (eBook)
9783638305938
Language
German
Tags
Beruf Gemeindereferenten/-in Geschichte Ausbildung Einsatzfelder Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Ansorge (Author), 2003, Der Beruf des/der Gemeindereferenten/-in - Geschichte, Ausbildung, Einsatzfelder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28952
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