Patriotismus in "Henry V"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

10 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Politische Situation England / Frankreich in der Zeit Heinrich V
1.1. Der Hundertjährige Krieg 1339 – 1453

2 Kurzfassung des Dramas

3 Charakterisierung von Personen und Personengruppen in Henry V:

4 Patriotismus

5 Der Zusammenhang von Shakespeares „Henry V“ mit den anderen Historiendramen (Henry VI, Richard III, Richard II, Henry IV)
5.1. Lancaster- Tetralogie:

6 Shakespeares „Botschaft“
6.1. Zeit und patriotischer Zeitgeist Shakespeares
6.2. Theater und Theaterkultur
6.3. Aufbau des Dramas Henry V nach Einheiten
6.4. Henry V ein Herrscher in mittelalterlicher Tradition

7 Resümée

1 Politische Situation England / Frankreich in der Zeit Heinrich V

1.1. Der Hundertjährige Krieg 1339 – 1453

Heinrich V wurde König von England in einer Zeit, als der Kampf um den französichen Thron noch nicht entschieden war. Seit 1328 Edward III Ansprüche auf den französischen Thron erhob, begann ab 1339 mit diversen Unterbrechungen der 100-jährige Krieg, der 1453 ohne Friedensschluß endete. England behielt nur Calais und einige normann. Inseln.

Zu Beginn des Krieges war England sehr erfolgreich, so dass Edward III im Westen Frankreichs regierte. Diese Besitztümer gingen aber durch Pest und Bauernaufstände wieder verloren.

Durch den Sieg bei Agincourt 1415 und die Hochzeit mit der Tochter Karls VI von Frankreich erreichte Henry V die Regentschaft von Frankreich. Sein früher Tod 1422 ließ den Krieg wieder entflammen, der 1428 zu der Niederlage der Engländer vor Orléans führte.

2 Kurzfassung des Dramas

Henry V hat nach dem Tod seines Vaters Henry IV den englischen Thron bestiegen und sich gleichsam über Nacht nach einer turbulenten, ausschweifenden Jugend in einen nachdenklichen, einsichtsvollen und strebsamen Mann verwandelt. (I,1,Z26 ff)

Er macht Ansprüche an die französische Krone geltend, die auf seinen Urgroßvater Edward III (1312 – 1327 – 1377) zurückgehen, die aber von Frankreich aufgrund der salischen Gesetze abgelehnt werden, die besagen, dass Frauen von der Thronfolge ausgeschlossen sind. Der französische Hof ist völlig unbesorgt. Man hält den jungen englischen König für leichtfertig und oberflächlich und sieht in ihm keinen ernst zu nehmenden Gegner (II,4,Z26 ff).

Als Antwort auf seine Forderungen schickt der Dauphin ihm eine Tonne (ein Faß) Tennisbälle (I,2,Z254 ff).

Henry V vergewissert sich der Unterstützung seiner Getreuen und Edelleute und lässt die Rechtmäßigkeit seiner Ansprüche durch den gelehrten Erzbischof von Canterbury bestätigen. Nun will er mit Gottes Hilfe für die gerechte Sache kämpfen (I,2,Z222ff).

Er rüstet ein Heer und macht den Hof in Frankreich verantwortlich für Tod, Verwüstung, Elend und Hungersnöte, die die französischen Menschen durch den Krieg erleiden müssen (I,2,Z283-288). Die entscheidende große Schlacht findet 1415 bei Agincourt statt.

In der Nacht zuvor besucht Henry V inkognito und allein seine Soldaten, vergewissert sich, dass alles in Ordnung ist und spricht ihnen Mut zu

(IV,1,Z35 ff). Vom Feldzug bereits zerschunden und erschöpft sitzen sie still und diszipliniert an ihren Lagerfeuern. Ganz in der Nähe hört man die zahlenmäßig überlegenen Franzosen lachen und reden (IV,Chor 17 - 19).

Am Morgen vor der Schlacht erscheint der französiche Gesandte bei Henry V und lässt fragen, ob er angesichts der gesicherten Niederlage jetzt zu einem Lösegeld bereit sei. Der König lehnt entschieden ab: „Heiße sie, mich zu erledigen und dann meine Knochen zu verkaufen.“ (Akt IV, Szene 3, Zeile 91)

Die Franzosen werden vernichtend geschlagen.

Man spricht von zehntausend getöteten Franzosen, darunter 126 Fürsten und wappenführende Adlige. Auch der Dauphin ist unter den Toten (IV,8,Z97).

Die Zahl der gefallenen Engländer ist dagegen geringfügig, drei Edelleute mit Knappen und 25 weitere Männer (IV,8,Z105-108).

Nach der triumphalen Rückkehr nach England muss Henry V mit seinem Tross bald wieder zurück nach Frankreich zu den Friedensverhandlungen in Troyes. Er verlangt die Zustimmung zu allen seinen gerechten Forderungen (V,2,Z71-73) und wirbt inständig um Katharina, die Tochter des franz. Königs. Er ist richtig verliebt und tut alles, um ihr Herz zu gewinnen. Letzten Endes ist er auch hier erfolgreich (V,2,Z95ff).

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Patriotismus in "Henry V"
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Englische Sprache und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Shakespeare`s histories
Note
2
Autor
Jahr
2004
Seiten
10
Katalognummer
V29049
ISBN (eBook)
9783638306751
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Im Rahmen meines Hauptseminars "Shakespeare´s histories" (Bereich Literaturwissenschaft) habe ich diese Hausarbeit angefertigt.
Schlagworte
Patriotismus, Henry, Shakespeare`s
Arbeit zitieren
Vera Steinmetz (Autor), 2004, Patriotismus in "Henry V", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29049

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