Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Gestion d'entreprise - Politique économique

Fiskalischer Föderalismus und Wachstum

Titre: Fiskalischer Föderalismus und Wachstum

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Marco Fritz (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations


1. Ausgangssituation Wirtschaftswachstum und Föderalismus Das Ziel einer Regierung ist es, dass Wirtschaftswachstum als Maß des wirtschaftlichen Erfolges der Marktteilnehmer zu maximieren, um auf der einen Seite die Steuereinnahmen und auf der anderen Seite die Chancen einer Wiederwahl zu erhöhen.

Wirtschaftswachstum ist das Ergebnis des Handelns von Markteilnehmern innerhalb von Rahmenbedingungen der Gesellschaft, gesetzt und reguliert durch den Staat bzw. dessen Gebietskörperschaften. Unter diesen Rahmenbedingungen zählen unter anderem öffentliche Leistungen, Eigentumsrechte, Durchsetzbarkeit von Verträgen, Steuergesetzgebung, Abgaben- und Gebührenordnungen sowie Subventionen. Vorausgesetzt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird durch regional gegebene Wachstumsbedingungen beeinflusst, so ist zu vermuten, dass die Dezentralisierung des Staates in Gebietskörperschaften die heterogenen Wachstumsbedingungen besser fördert als eine zentralistische Struktur. (Feld S.3-4)

Dabei ist es von wesentlicher Bedeutung wie die Gebietskörperschaften ausgestattet werden, um die unterschiedlichen regionalen Präferenzen entsprechend abbilden zu können. Als wichtige Grundvoraussetzung gilt dabei die Zuteilung von Entscheidungskompetenzen. Oft wird argumentiert, dass hingegen die Finanzausstattung ein entscheidender Faktor ist. Wenn man jedoch Gebietskörperschaften als rationale und eigennutzorientierte Gebilde versteht, so wird jede Gebietskörperschaft bestrebt sein die eigene Finanzausstattung zu optimieren. Dies ist jedoch nur möglich wenn es entsprechende Handlungs- und Entscheidungskompetenzen besitzt und die Finanzausstattung dadurch beeinflusst werden kann. Die Zuteilung von Entscheidungskompetenzen ist demnach die Grundvoraussetzung bzw. Kern des Föderalismus.

Andererseits sind individuelle Entscheidungsmechanismen auf regionaler Ebene mit höheren Kosten wie z.B. Verwaltungskosten verbunden als eine zentrale überregionale Lösung. Je differenzierter also die heterogenen Präferenzen der Marktteilnehmer berücksichtigt werden sollen, umso größer sind die Entscheidungskosten. Die These ist, dass die Ineffizienzen bei der Bereitstellung von öffentlichen Leistungen und Gütern mit zunehmender Dezentralisierung ansteigen. Höhere Transaktionskosten und damit mögliche Ineffizienzen können somit einen negativen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum haben. Die Aussage, dass Föderalismus zwingend zu mehr Wirtschaftswachstum führt, ist also nicht richtig.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangssituation Wirtschaftswachstum

2. Das Effizienzkriterium in der Wachstumsbetrachtung

3. Vorüberlegung zur empirischen Untersuchung

3.1 Wahl des Modells

3.2. Die Variablen

3.2.1 Die erklärte Variable Wachstum

3.2.2 Die erklärenden Variablen

4. Empirische Ergebnisse

4.1 Der indirekte Ansatz – Wachstumsverluste durch Anreizminimierung

4.2 Der direkte Ansatz - Ausgabenzentralisierung als Maß für Föderalismus

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die methodischen Ansätze zur Quantifizierung des Zusammenhangs zwischen fiskalischem Föderalismus und Wirtschaftswachstum, wobei sie insbesondere die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Messmethoden beleuchtet und kritisch bewertet.

  • Theoretische Grundlagen des Föderalismus und dessen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum.
  • Untersuchung von Anreizstrukturen für Gebietskörperschaften.
  • Vergleichende Analyse empirischer Methoden zur Messung von Zentralisierungseffekten.
  • Kritik an gängigen Indikatoren wie der Ausgabendezentralisierung.
  • Quantifizierung von Wachstumsverlusten durch fiskalische Umverteilung.

Auszug aus dem Buch

1. Ausgangssituation Wirtschaftswachstum und Föderalismus

Das Ziel einer Regierung ist es, dass Wirtschaftswachstum als Maß des wirtschaftlichen Erfolges der Marktteilnehmer zu maximieren, um auf der einen Seite die Steuereinnahmen und auf der anderen Seite die Chancen einer Wiederwahl zu erhöhen.

Wirtschaftswachstum ist das Ergebnis des Handelns von Marktteilnehmern innerhalb von Rahmenbedingungen der Gesellschaft, gesetzt und reguliert durch den Staat bzw. dessen Gebietskörperschaften. Unter diesen Rahmenbedingungen zählen unter anderem öffentliche Leistungen, Eigentumsrechte, Durchsetzbarkeit von Verträgen, Steuergesetzgebung, Abgaben- und Gebührenordnungen sowie Subventionen. Vorausgesetzt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird durch regional gegebene Wachstumsbedingungen beeinflusst, so ist zu vermuten, dass die Dezentralisierung des Staates in Gebietskörperschaften die heterogenen Wachstumsbedingungen besser fördert als eine zentralistische Struktur.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangssituation Wirtschaftswachstum: Einführung in die Zielsetzung staatlichen Handelns und die theoretische Vermutung, dass Dezentralisierung regionale Wachstumsbedingungen besser fördern kann.

2. Das Effizienzkriterium in der Wachstumsbetrachtung: Herleitung eines Modells, das Wachstumsverluste durch Ineffizienz bei der Bereitstellung öffentlicher Leistungen veranschaulicht.

3. Vorüberlegung zur empirischen Untersuchung: Diskussion der methodischen Herausforderungen bei der Messung des Einflusses von Föderalismus auf das Wachstum und die Auswahl geeigneter Variablen.

4. Empirische Ergebnisse: Detaillierte Darstellung und Gegenüberstellung des "indirekten Ansatzes" (Anreizminimierung) und des "direkten Ansatzes" (Ausgabenzentralisierung) anhand existierender Studien.

5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass der indirekte Ansatz methodisch überlegen ist, solange keine präziseren Modelle für den Föderalismusgrad existieren.

Schlüsselwörter

Fiskalischer Föderalismus, Wirtschaftswachstum, Dezentralisierung, Gebietskörperschaften, Länderfinanzausgleich, Effizienzkriterium, Anreizstrukturen, Ausgabenzentralisierung, Staatsquote, öffentliche Investitionen, Verwaltungsausgaben, Modellbildung, Faktorproduktivität, Zentralisierung, Entscheidungskompetenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen dem Grad des fiskalischen Föderalismus und der wirtschaftlichen Wachstumsrate eines Landes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Anreizstrukturen für Gebietskörperschaften, der Messung von Dezentralisierungseffekten und der Kritik an gängigen empirischen Indikatoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche methodische Ansätze (direkt vs. indirekt) die quantifizierbaren Effekte von Föderalismus auf das Wachstum beeinflussen und warum aktuelle Messmethoden oft unzureichend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die bestehende empirische Studien (z. B. von Berthold, Drews und Thode sowie Behnisch et al.) gegenüberstellt und deren theoretische Grundlagen sowie Modellannahmen diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Effizienzkriterien, die Wahl eines geeigneten Untersuchungsmodells und die detaillierte Präsentation und Kritik zweier methodisch unterschiedlicher Forschungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Föderalismus, Dezentralisierung, Anreizstrukturen, Länderfinanzausgleich, Wirtschaftswachstum und Effizienz bei der Bereitstellung öffentlicher Güter.

Warum ist die Messung von Föderalismus durch Ausgabenzentralisierung problematisch?

Der Autor argumentiert, dass diese Kennzahl keine direkten Rückschlüsse auf die tatsächlichen Entscheidungskompetenzen der Gebietskörperschaften zulässt und somit ein zu grobes Instrument darstellt.

Was versteht man unter dem "indirekten Ansatz" im Kontext der Arbeit?

Der indirekte Ansatz versucht Wachstumsverluste durch eine Minimierung der Anreize zu erklären, statt den Grad des Föderalismus direkt durch Variablen zu approximieren.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Fiskalischer Föderalismus und Wachstum
Université
Humboldt-University of Berlin  (Öffentliche Finanzen)
Cours
Fiskalischer Föderalismus
Note
1,7
Auteur
Marco Fritz (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
19
N° de catalogue
V29097
ISBN (ebook)
9783638307116
Langue
allemand
mots-clé
Fiskalischer Föderalismus Wachstum Fiskalischer Föderalismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marco Fritz (Auteur), 2004, Fiskalischer Föderalismus und Wachstum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29097
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint