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Frauenberuf PR? Die möglichen Auswirkungen der Feminsierung auf das PR-Berufsfeld

Titre: Frauenberuf PR? Die möglichen Auswirkungen der Feminsierung auf das PR-Berufsfeld

Dossier / Travail , 2014 , 18 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Leonard Kehnscherper (Auteur)

Etudes de Genre
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Résumé Extrait Résumé des informations

„A women’s place is no longer in the home. It seems to be in the communication department.”

Diese offensichtlich „sarkastisch“ formulierte Erkenntnis der Kommunikationswissenschaftlerin Wilma Mathews von 1986 bezieht sich auf eine rasante Entwicklung im US-amerikanischen Berufsfeld der Public Relations (PR). Waren in den 1960er Jahren noch 10 Prozent der Beschäftigten in den PR Frauen, betrug der Anteil Mitte der 80er Jahre bereits mehr als die Hälfte, Ende der 90er sogar zwei Drittel.

Aber auch in der Bundesrepublik Deutschland lässt sich ein klarer Trend ausmachen: Arbeiteten in den PR zu Beginn der 80er Jahre nur etwa 16 Prozent Frauen, waren es Ende der 90er schon 41 Prozent. 2011 überschritt schließlich der Anteil weiblicher PR-Praktiker erstmals die 50-Prozent-Marke. Aufgrund dieser schnellen branchenspezifischen Entwicklung sind in der PR-Forschung viele Fragen aufgeworfen und Diskussionen angestoßen worden. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb, eine geschlechtsspezifische Tendenz im Berufsfeld der PR vorzustellen und eine seit Jahrzehnten um dieses Berufsfeld schwelende Debatte aufzugreifen: Die Feminisierung innerhalb der PR.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage

2.1. Dimensionen von Diskriminierung

2.2. Auswirkungen auf das Berufsfeld

3. Diskussion im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen der PR-Branche

3.1. Empirische Befunde

3.2. Diskussion der Ansätze im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der zunehmenden Feminisierung im Berufsfeld der Public Relations (PR) und analysiert deren Auswirkungen auf die Berufsfeldstrukturen, die Professionalisierung sowie die bestehende Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Branche. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwiefern die Feminisierung zukünftig die Strukturen des PR-Berufsfeldes verändern könnte und inwieweit sich dieser Prozess fortsetzen wird.

  • Quantitative und qualitative Feminisierung im PR-Berufsfeld
  • Diskriminierungsdimensionen (Gender Pay Gap, Glasdecke)
  • Einfluss von Männerseilschaften und informellen Netzwerken
  • Pessimistische Ansätze vs. Exzellenz-Theorie
  • Auswirkungen der Akademisierung auf die Berufsfeldentwicklung

Auszug aus dem Buch

2. Theoretische Grundlagen

Zur genauen Erläuterung des Begriffs der Feminisierung soll an dieser Stelle eine Definition von Fröhlich et al. verwendet werden: „Unter dem Begriff ‚Feminisierung‘ versteht man in berufssoziologischer Hinsicht zunächst eine überdurchschnittliche quantitative Zunahme weiblicher Berufstätiger in einem bestimmten Berufsfeld.“

Im Weiteren sei eine Anwendung des Begriffs Feminisierung nur sinnvoll, so Fröhlich et al., wenn einer langfristigen Entwicklung innerhalb des Berufsfeldes zu entnehmen ist, dass Frauen in den PR perspektivisch die Mehrheit der Beschäftigten ausmachen. Diese erste Definition beschreibt nur die quantitative Feminisierung. In der Forschung wird allerdings auch von einer qualitativen Feminisierung als Folge der quantitativen ausgegangen, welche bspw. Auswirkungen auf die PR Organisation, Prozesse und Handlungsweisen haben kann. Im Zusammenhang mit der Feminisierung ist von einem Gender Switch die Rede, der eintritt, sobald mehr als die Hälfte der Berufstätigen in den PR weiblich sind. Eben jener Gender Switch ist in Deutschland zum Beginn der 2010er Jahre eingetreten, in den USA bereits 30 Jahre zuvor. Kann aber nur ausgehend von einer quantitativen Überzahl von PR-Praktikerinnen nun auch von einem frauendominierten Berufsfeld gesprochen werden? Oder vielmehr: Warum sind Public Relations kein frauendominiertes Berufsfeld? Diese und damit verbundene Fragen stellt sich die amerikanische PR-Forschung seit über 30, die deutsche seit über 20 Jahren. Die Ergebnisse der größeren und kleineren theoretischen Betrachtungen, sowie empirischen Berufsfeldstudien brachten einige durchaus verschiedene Ansätze, von denen einige, welche für diese Arbeit relevant sind, in zwei Hauptforschungsperspektiven zusammengefasst kurz vorgestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Feminisierung in der PR ein, beleuchtet die historische Entwicklung des Frauenanteils in den USA und Deutschland und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.

2. Theoretische Grundlage: Hier werden zentrale Begriffe wie Feminisierung und Gender Switch definiert und die theoretischen Konzepte zu Diskriminierungsdimensionen im PR-Berufsfeld erläutert.

3. Diskussion im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen der PR-Branche: Das Kapitel verknüpft empirische Daten, wie den Gender Pay Gap, mit verschiedenen Forschungsperspektiven, um mögliche zukünftige Entwicklungen und Hindernisse für Frauen zu diskutieren.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die Bedeutung der Feminisierung für die Professionalisierung und die zukünftige Forschung im PR-Bereich.

Schlüsselwörter

Feminisierung, Public Relations, PR-Berufsfeld, Gender Pay Gap, Diskriminierung, Glasdecke, Berufsfeldforschung, Männerseilschaften, Professionalisierung, Exzellenz-Theorie, Geschlechtergerechtigkeit, Gender Switch, PR-Management, Kommunikation, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem langfristigen Trend der Feminisierung im Berufsfeld der Public Relations und den damit einhergehenden Veränderungen und Problemen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die quantitative und qualitative Zunahme von Frauen in der PR, strukturelle Diskriminierungseffekte, informelle Netzwerke wie Männerseilschaften sowie der Einfluss der Akademisierung.

Was ist das primäre Ziel bzw. die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern könnte die Feminisierung zukünftig die Berufsfeldstrukturen der PR verändern und inwiefern setzt sich dieser Trend fort?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die Ansätze aus der amerikanischen und deutschen PR-Berufsfeldforschung sowie aktuelle empirische Studien vergleichend diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung der Feminisierung, die Untersuchung von Diskriminierungsdimensionen sowie die Diskussion empirischer Befunde in Bezug auf zukünftige Branchenentwicklungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Feminisierung, Gender Pay Gap, Glasdecke, Professionalisierung und PR-Berufsfeldforschung maßgeblich geprägt.

Was besagt die „Theorie der Freundlichkeitsfalle“?

Sie beschreibt den Widerspruch, dass Frauen zwar aufgrund ihrer kommunikativen Stärken in die PR-Branche drängen, jedoch in der Praxis häufig in untergeordneten Techniker-Rollen verharren, anstatt strategische Führungspositionen zu besetzen.

Wie wirken sich „Männerseilschaften“ auf die Branche aus?

Sie werden in der Arbeit als informelle Netzwerke identifiziert, die den Aufstieg von Frauen behindern können, wobei die Bedeutung solcher Strukturen durch die wachsende Zahl weiblicher Netzwerke künftig infrage gestellt wird.

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Résumé des informations

Titre
Frauenberuf PR? Die möglichen Auswirkungen der Feminsierung auf das PR-Berufsfeld
Université
Free University of Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Note
1,3
Auteur
Leonard Kehnscherper (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
18
N° de catalogue
V291246
ISBN (ebook)
9783656896609
ISBN (Livre)
9783656896616
Langue
allemand
mots-clé
frauenberuf auswirkungen feminsierung pr-berufsfeld
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Leonard Kehnscherper (Auteur), 2014, Frauenberuf PR? Die möglichen Auswirkungen der Feminsierung auf das PR-Berufsfeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/291246
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Extrait de  18  pages
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