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Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels als Instrument der Umweltpolitik

Titre: Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels als Instrument der Umweltpolitik

Dossier / Travail , 2003 , 20 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Gerrit Kehrenberg (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Die Veränderung des Begriffes „Umwelt“ setzte damit ein, daß sich die Umwelt (Luft, Wasser, Boden, Tiere und Pflanzen) von einem freien Gut zu einem Konsumgut wandelte. Umwelt ist ein Konsumgut, ein Produktionsfaktor und ein Aufnahmemedium für Schadstoffe. Der Preismechanismus, der grundsätzlich die optimale Allokation knapper Ressourcen gewährleistet, versagt hier jedoch, da Umweltgüter keinen Preis haben. Daher bedarf es Umweltschutz und Umweltpolitik.1 Das Thema Umwelt und Umweltschutz hat bereits und wird auch in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen. Durch die zunehmende Industrialisierung und damit verbundenem Wirtschaftswachstum und technischem Wandel gerade im 19. und 20. Jahrhundert und die wachsende Erdbevölkerung (1950: 2 Milliarden, aktuell: ca. 7 Milliarden) hat die Belastung und Verschmutzung in enormen Ausmaß zugenommen.2 Die Umwelt wird trotz steigendem Umweltbewußtsein bei Bevölkerung und Industrie dennoch oft noch fälschlicherweise als Gut gesehen, das in unbegrenztem Umfang zur Verfügung steht und für das man selbst keine Verantwortung trägt.3 Es gibt weltweit verschiedene Probleme wie z.B. das Ozonloch, Zerstörung der tropischen Regenwälder und der nordischen Wälder, Müllentsorgung und Müllexport und den Treibhauseffekt, wobei im folgenden vor allem auf die diesen hervorrufenden CO2-Emissionen und die Emissionsrechte als Instrument der Bekämpfung der Problematik eingegangen werden soll. Zur Bekämpfung der Problematik ist es notwendig, daß national und international ein Umweltbewußtsein, sowohl in der Industrie, als auch in der Bevölkerung, geschaffen wird und entsprechende Regeln aufgestellt und verankert werden.4 Ein wichtiger Meilenstein war die Klimakonferenz in Kyoto im Jahre 1997, wo erstmals konkrete Maßnahmen von vielen verschiedenen Staaten weltweit beschlossen wurden, die Treibhausgas – Emissionen (betroffen sind sechs Treibhausgase, hauptsächlich jedoch CO2) merklich zu reduzieren. Problem ist, daß die Umweltprobleme zunehmend global auftreten und es schwer ist, einheitliche Regeln einzuführen, außerdem sind die finanziellen Mittel der Länder sehr unterschiedlich. Ziel aus ökonomischer Sicht ist die optimale Umweltqualität, die erreicht ist bei einem Minimum der Summe der externen Kosten der Umweltschäden und der Kosten der Schadensbeseitigung. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Umweltschutz und Umweltpolitik

2. Instrumente der Umweltpolitik

2.1 Pigou-Steuer

2.2 Coase-Theorem

2.3 Verursacherprinzip

2.4 Marktkonformität der verschiedenen Instrumente

3. Instrumente der Umweltpolitik gemäß Kyoto-Protokoll

3.1 Joint Implemenation

3.2 Clean Development Mechanism

3.3 Emissionsrechte

3.3.1 Allgemeines

3.3.2 Organisation des Marktes

3.3.3 Verfahren zur Vergabe von Emissionsrechten

3.3.3.1 Grandfaterhing

3.3.3.2 Auctioning

3.3.4 Überwachungs- und Sanktionssystem

4. Beurteilung des Emissionsrechtehandels aus ökonomischer Sicht

4.1 Vorteile des Emissionsrechtehandels

4.2 Unsicherheiten und Risiken des Emissionsrechtehandels

5. Aktuelle Entwicklungen / Zahlen & Fakten

6. Erfahrungen mit dem Handel von Emissionsrechten

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Emissionsrechtehandel als umweltpolitisches Instrument und würdigt diesen aus ökonomischer Perspektive, insbesondere vor dem Hintergrund internationaler Abkommen wie dem Kyoto-Protokoll.

  • Grundlagen und Notwendigkeit von Umweltschutz und Umweltpolitik
  • Vergleich verschiedener umweltpolitischer Steuerungsinstrumente
  • Funktionsweise und Ausgestaltung von Emissionsrechtehandels-Systemen
  • Ökonomische Beurteilung von Chancen, Risiken und praktischen Erfahrungen

Auszug aus dem Buch

3.3.3.1 Grandfathering (Gratisvergabe)

Bei dieser Methode werden die Emissionsrechte den Emittenten kostenlos zugeteilt. Grundlage für die Zuteilung sind die Emissionen vergangener Jahre. Gefahr besteht darin, daß Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit (vor dem entsprechend gewählten Basisjahr für die Zuteilung) ihre Emissionen gesenkt haben, benachteiligt werden. Diese „Early actions“ sollten bei der Zuteilung berücksichtigt werden, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Zudem kann es zu einer Benachteiligung von Neuemittenten kommen, da diese die Rechte erst am Markt erwerben müssen, wobei ein strategisches Verhalten (Kartellbildung) der Altemittenten Eintrittschranken in den Markt errichten könnte. Lösungsansatz wäre hierfür eine staatliche Reserve von Emissionsrechten für Neuemittenten.17 Im Vergleich zum Auktionsverfahren kann man als Negativfaktor das geringere Handelsvolumen sehen, da die Nachfrage am Markt bedingt durch bereits vorhandene Rechte bei den Altemittenten geringer ist, während bei einer Auktion alle Unternehmen eingreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Umweltschutz und Umweltpolitik: Einführung in die Bedeutung der Umwelt als ökonomisches Gut und die daraus resultierende Notwendigkeit staatlicher Umweltpolitik.

2. Instrumente der Umweltpolitik: Übersicht über verschiedene Ansätze wie Pigou-Steuern und das Coase-Theorem sowie deren marktkonforme Einordnung.

3. Instrumente der Umweltpolitik gemäß Kyoto-Protokoll: Erläuterung der im Kyoto-Protokoll vereinbarten Flexibilisierungsmechanismen und detaillierte Darstellung der Funktionsweise von Emissionsrechten.

4. Beurteilung des Emissionsrechtehandels aus ökonomischer Sicht: Abwägung der ökonomischen Vorteile hinsichtlich der Effizienz gegenüber den mit der Einführung verbundenen Unsicherheiten und Risiken.

5. Aktuelle Entwicklungen / Zahlen & Fakten: Darstellung der Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls und der geplanten EU-weiten Umsetzung des Emissionsrechtehandels ab 2005.

6. Erfahrungen mit dem Handel von Emissionsrechten: Auswertung historischer Erfahrungen aus den USA und den ersten europäischen Marktansätzen.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz von Emissionsrechten für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und deren zukünftige strategische Bedeutung.

Schlüsselwörter

Umweltpolitik, Emissionsrechtehandel, Kyoto-Protokoll, CO2-Emissionen, Pigou-Steuer, Allokation, Zertifikate, Grandfathering, Auctioning, ökologische Effizienz, Treibhausgase, Externe Effekte, Grenzvermeidungskosten, Umweltmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels als Instrument der Umweltpolitik, analysiert dessen ökonomische Funktionsweise und bewertet die Anwendbarkeit unter Einbeziehung des Kyoto-Protokolls.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben den theoretischen Grundlagen der Umweltökonomie stehen der Emissionshandel, die verschiedenen Vergabearten von Zertifikaten sowie aktuelle internationale und europäische Entwicklungen im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die ökonomische Bewertung des Emissionsrechtehandels als marktwirtschaftliches Instrument zur Erreichung von Umweltzielen bei gleichzeitiger Optimierung der Kostenstruktur für Unternehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der Analyse aktueller politischer und ökonomischer Dokumente und Positionspapiere basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung umweltpolitischer Instrumente, eine detaillierte Erläuterung des Emissionsrechtehandels gemäß Kyoto-Protokoll sowie eine ökonomische Beurteilung inklusive Chancen, Risiken und praktischer Anwendungsbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Umweltpolitik, Emissionsrechtehandel, Zertifikate, ökonomische Effizienz und das Kyoto-Protokoll geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Grandfathering und Auktionsverfahren wichtig?

Die Wahl des Zuteilungsverfahrens beeinflusst maßgeblich den Wettbewerb, die Kostenbelastung für Unternehmen und die ökologische Effektivität des gesamten Handelssystems.

Was genau versteht man in diesem Zusammenhang unter „Hot Air“?

„Hot Air“ bezeichnet Emissionsreduktionen, die nicht durch aktive Klimaschutzmaßnahmen entstehen, sondern aus dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, insbesondere in den ehemaligen Ostblockstaaten, resultieren.

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Résumé des informations

Titre
Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels als Instrument der Umweltpolitik
Université
Academy of Administration and Economy Dortmund
Note
2,7
Auteur
Gerrit Kehrenberg (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
20
N° de catalogue
V29192
ISBN (ebook)
9783638307666
ISBN (Livre)
9783656068938
Langue
allemand
mots-clé
Kritische Würdigung Emissionsrechtehandels Instrument Umweltpolitik Emissionsrechtehandel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gerrit Kehrenberg (Auteur), 2003, Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels als Instrument der Umweltpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29192
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Extrait de  20  pages
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