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Charakterzeichnung und Figurenkonstellationen in Plautus' "Pseudolus"

Título: Charakterzeichnung und Figurenkonstellationen in Plautus' "Pseudolus"

Trabajo , 2013 , 33 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: M.A. Karsten Kleber (Autor)

Filolofía latina - Literatura
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Plautus' späte Komödie "Pseudolus" zeichnet sich durch eine große Anzahl paarig auftretender Figuren aus. So ist dem Titelhelden Pseudolus ein weiterer Sklave, Simia, zur Seite gestellt, der verliebte Jüngling Calidorus findet sein Gegenstück in seinem Freund Charinus usw.
Diese Paarigkeit der Figuren gehört zwar durchaus zum Standard-Repertoire der mittleren und neuen griechischen Komödie, eröffnet aber dennoch erhellende Einblicke in Plautus' literarische Produktionstechnik.

Die Arbeit analysiert und interpretiert sämtliche Figurenpaare des "Pseudolus", wobei ein Hauptakzent auf dem Paar Pseudolus-Simia sowie auf Pseudolus als metadramatischer Gestalt liegt. Als vermutlich spezifisch plautinisch erweisen sich dabei jene Paare, zwischen denen ein kommunikatives Ungleichgewicht besteht.
Ein kurzer Vergleich mit anderen Werken des Plautus und der neuen Komödie rundet die Arbeit ab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Plautus‘ Pseudolus, Exposition des Problems

2. Methodologische Vorüberlegungen

3. Figuren und Figurenpaare im Pseudolus

3.1. Das Paar Pseudolus/Simia

3.2. Pseudolus als metadramatische Figur

3.3. Das Paar Calidorus/Charinus

3.4. Das Paar Simo/Callipho

3.5. Ballio und der Koch

3.6. Ballio und Simo

4. Paarige Figuren in der griechisch-römischen Komödie

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die künstlerische Gestaltung und dramaturgische Konstellation der Figuren in Plautus’ Komödie „Pseudolus“, wobei der Fokus gezielt auf den paarig auftretenden Charakteren liegt. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Figurenökonomie – insbesondere der Kommunikation und der Redeanteile – ein tieferes Verständnis für Plautus’ dramaturgisches Prinzip der symmetrischen Figurenpaare zu gewinnen.

  • Analyse der Figurenpaare (Pseudolus/Simia, Calidorus/Charinus, Simo/Callipho) im „Pseudolus“.
  • Untersuchung der metadramatischen Dimension der Pseudolus-Figur und deren Rolle als Dichter-Ersatz.
  • Evaluation des kommunikativen Ungleichgewichts innerhalb der Paare als Strukturmerkmal.
  • Einordnung der paarigen Figurenkonstellationen in den Kontext der griechisch-römischen Komödie.
  • Diskussion der Verknüpfung von Autor (Plautus) und Protagonist durch metadramatische Spiegelungen.

Auszug aus dem Buch

3.2. Pseudolus als metadramatische Figur

Neuere, vor allem im angelsächsischen Raum entwickelte Deutungsansätze haben bemerkenswerte metadramatische Dimensionen der Pseudolus-Figur und ihres Handelns auf der Bühne freigelegt. Sie gehen über eine bloße Kenntnisnahme der explizit metadramatischen Aussagen und Anspielungen in Pseudolus‘ Rollentext weit hinaus.

Maßgeblich begründet wurde diese Forschungsrichtung durch einen Aufsatz Wrights aus dem Jahr 1975. Ausgehend von der Feststellung, daß Pseudolus im ersten Drittel des Stückes eigentlich nur redet, zur Verwirklichung der von ihm mehrfach angekündigten und modifizierten Pläne aber nichts beiträgt, forderte Wright die Umkehrung der bisherigen Perspektive auf das Handeln des Sklaven: ebenso wie der Koch, „a mere hireling“, in III,2 den zuvor großmächtigen Ballio durch „no other weapon but language“ bezwinge, ebenso führe Pseudolus zwar vordergründig den Degen der Intrige, in Wirklichkeit jedoch das Florett des Wortes:

„Pseudolus, in fact, undergoes, purely through language, a series of transformations which establish his comic superiority in a way almost totally independent of the objective facts of the plot.”

Nacheinander verwandle sich Pseudolus in einen Koch (V. 382), in einen Dichter, Lanzenwerfer und Grabräuber (vgl. den Monolog in Szene I,4), in das delphische Orakel (V. 478-488; man beachte den Gebrauch griechischer Phrasen an dieser Stelle!), schließlich, unter Beihilfe Simos und Calliphos (546: „indice ludos“; 552) in einen Ädilen. In seinem zweiten großen Monolog V. 546ff. werde er endgültig zum Heerführer, der von nun an den plot vollständig unter seiner Kontrolle hat. Die bereits zu Beginn des Stückes präsente Theater Metaphorik verstärkt sich nun mehr und mehr; Wright formuliert die These, daß der Ablauf des Geschehens von der (Doppel-)wette mit Simo an nicht bloß als konventionelle Intrige, sondern als metadramatische Reflexion auf den Prozeß der literarischen Produktion innerhalb des Stücks zu betrachten sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Plautus‘ Pseudolus, Exposition des Problems: Einleitung in die Forschungsgeschichte und die kontroversen Debatten um das Stück, bei denen das Fehlen einer systematischen Analyse der Figurenökonomie und Charaktergestaltung kritisiert wird.

2. Methodologische Vorüberlegungen: Erörterung des Konzepts der Paarigkeit als Standardrepertoire der griechisch-römischen Komödie und Anpassung der Fragestellung zur vertieften Analyse der Figurenpaare.

3. Figuren und Figurenpaare im Pseudolus: Detaillierte Einzeluntersuchungen der Konstellationen Pseudolus/Simia, Calidorus/Charinus, Simo/Callipho sowie Ballio im Kontrast zum Koch und zu Simo.

4. Paarige Figuren in der griechisch-römischen Komödie: Eine tabellarische Übersicht zur Verbreitung paariger Figurenkonstellationen in Werken von Menander, Plautus, Seneca und Terenz.

5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, wonach das kommunikative Ungleichgewicht und die ungleiche Verteilung der Redeanteile zentrale Merkmale der plautinischen Figurenökonomie darstellen.

Schlüsselwörter

Pseudolus, Plautus, Figurenkonstellation, Figurenpaar, antike Komödie, metadramatische Reflexion, Intrige, Redeanteil, Charakterzeichnung, servus callidus, griechische Vorlage, Theatermetaphorik, Symmetrie, Ballio, Simia

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die dramaturgische Anlage von Figurenpaaren in der Komödie „Pseudolus“ von Plautus und analysiert, wie diese Konstellationen zur Struktur des Stückes beitragen.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Figurenpaare, das Prinzip der Symmetrie bei Plautus, die Funktion der Sklavenrollen sowie die metadramatischen Aspekte der Protagonisten-Figur Pseudolus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, die bewusste künstlerische Gestaltung der paarigen Figurenkonstellationen aufzuzeigen und zu prüfen, ob ein „kommunikatives Ungleichgewicht“ innerhalb dieser Paare ein systematisches Merkmal der plautinischen Dramaturgie darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des „Pseudolus“ unter Einbeziehung der Forschungsliteratur interpretiert und vergleichende Bezüge zu anderen antiken Komödien zieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der drei Hauptpaare (Pseudolus/Simia, Calidorus/Charinus, Simo/Callipho) sowie der Interaktion zwischen Ballio und dem Koch, ergänzt durch eine Übersicht über vergleichbare Muster in anderen Komödien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind vor allem: Pseudolus, Figurenpaar, metadramatische Reflexion, Intrige, Figurenökonomie, Symmetrie und plautinische Dramaturgie.

Inwiefern wird Pseudolus als „metadramatische Figur“ analysiert?

Der Autor argumentiert, dass Pseudolus durch seine Sprache und seine Kontrolle über den Handlungsablauf als Stellvertreter des Dichters Plautus fungiert, der seine eigene Inszenierung innerhalb der Fiktion erschafft.

Welche Bedeutung kommt der Figur des Kochs in diesem Zusammenhang zu?

Der Koch wird als Gegenpart zu Ballio interpretiert und möglicherweise als Vehikel gesehen, um eine direkte metadramatische Konfrontation zwischen Pseudolus (als Sklave und Dichter-Double) und seinem Gegenspieler zu ermöglichen.

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Detalles

Título
Charakterzeichnung und Figurenkonstellationen in Plautus' "Pseudolus"
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Klassische Philologie)
Curso
HS (Dichtung) Plautus - Pseudolus
Calificación
1,0
Autor
M.A. Karsten Kleber (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
33
No. de catálogo
V292608
ISBN (Ebook)
9783656896852
ISBN (Libro)
9783656896869
Idioma
Alemán
Etiqueta
charakterzeichnung figurenkonstellationen plautus pseudolus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Karsten Kleber (Autor), 2013, Charakterzeichnung und Figurenkonstellationen in Plautus' "Pseudolus", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292608
Leer eBook
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