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Der Rückgang der antiken Erotik unter dem christlichen Glauben

Titre: Der Rückgang der antiken Erotik unter dem christlichen Glauben

Dossier / Travail , 2012 , 16 Pages , Note: 1

Autor:in: Gregor Bazzanella (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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In dieser Arbeit soll das weite Spektrum der sexuellen Verbindungen und sexuellen Praktiken der römischen Antike aufgezeigt werden. Ausgehend von Griechenland erlebte die Sexualität im antiken Rom einen nahezu grotesken Höhepunkt. In dieser Arbeit werden, basierend auf der Trennung von Heterosexualität und Homosexualität, die unterschiedlichen Varianten des sexuellen Lebens und der sexuellen Beziehungen von der Republik bis in die Kaiserzeit beschrieben.

Es sollen Ehe und Ehebruch, sowie Prostitution und Inzest, homoerotische Päderastie und lesbische Liebe im städtischen Alltag ebenso wie in Kunst und Literatur aufgezeigt werden. Argumentierend mit antiken Autoren und basierend auf neuesten wissenschaftlichen Berichten wird so ein vielfältiges Bild Roms und der Sexualität seiner Bewohner skizziert.

Sobald es einigermaßen klar ist, was Sexualität beziehungsweise diese breite Vielfalt an sexuellen Praktiken für die antike Lebenswelt bedeutet hat, soll in einem weiteren Schritt das aufkommende Christentum und der Einzug der christlichen Lehren aufgezeigt werden und der Einfluss desselben auf den sexuellen Alltag Roms und die Entwicklung eines anderen Werteverständnisses erläutert werden.

Abschließend soll die These bestätigt werden, dass mit dem aufkommenden christlichen Glauben und der Verbreitung der Leeren von Ambrosius von Mailand und Augustinus von Hippo um 400 nach Christus eine gewisse Enthaltsamkeit und Prüderie in Rom Einzug hält und im sexuellen Alltag definitiv spürbar war.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitendes

2 Sex in der Antike

3 Heterosexualität in Rom

3.1 Hochzeit und Ehe in Rom

3.2 Inzest und inzestuös-erotische Beziehungen in Realität und Literatur

3.3 Weibliche Prostituierte und das Geschäft mit dem Sex

4 Homosexualität in Rom:

4.1 Männerliebe, Päderastie, pueri meritorii

4.2 Lesbische Liebe

5 Sexualität auf die Spitze getrieben. Groteske und Dekadenz in der Gesellschaft. Auszüge aus der Literatur

6 Die Sexualität und das Christentum

6.1 Ende der antiken Leiblichkeit

7 Nie wieder Sex?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spektrum sexueller Praktiken und Beziehungen in der römischen Antike und analysiert, wie das Aufkommen des Christentums und die Verbreitung christlicher Lehren ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. zu einem Wertewandel hin zu Enthaltsamkeit und Prüderie führten.

  • Struktur und Hierarchien in der antiken Sexualität
  • Ehe, Ehebruch und Prostitution als gesellschaftliche Faktoren
  • Die Rolle der Homosexualität und Päderastie im römischen Kontext
  • Literarische und gesellschaftliche Zeugnisse von Dekadenz
  • Der Einfluss christlicher Ethik auf das römische Wertesystem

Auszug aus dem Buch

3.1 Hochzeit und Ehe in Rom

Die Ehe kann im allgemeinen wohl als Keimzelle der Familie, die ihrerseits Keimzelle der Gesellschaft ist, gedeutete werden. Der Ehe mag also große Bedeutung für Volk, Staat und Menschheit zugesprochen werden. So meint es auch M.H. Dettendorfer einleitend in ihrer Abhandlung über die Institution der Ehe in vorchristlichen Gesellschaften.

In ihren Anfängen war die Ehe bzw. die Überlegung einen ehelichen Bund einzugehen, weniger von ethisch-moralischen Regeln als vielmehr von bloßen Überlebensstrategien geprägt.

Zur Ehe in Rom: Die Grundlagen der Ehe waren bereits in der Römischen Republik klar fassbar. Was nicht verwundert, war die Ehegesetzgebung doch Grundstein der Ehe und damit der Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitendes: Einführung in das Thema der sexuellen Vielfalt in der Antike und die These des Wertewandels durch das Christentum.

2 Sex in der Antike: Darstellung der sexuellen Grundauffassung in Griechenland und Rom sowie die Verknüpfung von Sexualität mit Macht und Hierarchie.

3 Heterosexualität in Rom: Untersuchung ehelicher Strukturen, inzestuöser Tendenzen und der ökonomischen Bedeutung von Prostitution.

4 Homosexualität in Rom:: Analyse der männlichen Homoerotik, der Päderastie sowie der gesellschaftlichen Wahrnehmung lesbischer Beziehungen.

5 Sexualität auf die Spitze getrieben. Groteske und Dekadenz in der Gesellschaft. Auszüge aus der Literatur: Beleuchtung der exzessiven Seite der römischen Sexualkultur anhand zeitgenössischer literarischer Quellen.

6 Die Sexualität und das Christentum: Erläuterung des Wandels der sexuellen Ethik durch christliche Ideale und Askese.

7 Nie wieder Sex?: Reflexion über die tatsächliche Wirkung des christlichen Einflusses auf die römische Gesellschaftsordnung.

Schlüsselwörter

Antike, Rom, Sexualität, Christentum, Ehe, Homosexualität, Päderastie, Prostitution, Askese, Enthaltsamkeit, Moral, Leiblichkeit, Gesellschaftsgeschichte, Pater Familias, Inzest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das breite Spektrum sexueller Praktiken und Beziehungen in der römischen Antike und deren Wandel im Kontext der Christianisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Ehe, Prostitution, Homosexualität, inzestuöse Beziehungen und dem gesellschaftlichen Einfluss der christlichen Sittenlehre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass durch christliche Lehren, insbesondere ab dem 4. Jahrhundert n. Chr., eine deutliche Enthaltsamkeit und Prüderie im römischen Alltag Einzug hielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung antiker literarischer Quellen und moderner geschichtswissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Trennung von Hetero- und Homosexualität, die rechtlichen und sozialen Aspekte der Ehe sowie die exzessiven Ausprägungen der Sexualkultur in der römischen Kaiserzeit.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem die antike Leiblichkeit, der pater familias, die Päderastie und die Transformation durch christliche Askese.

Wie wurde die Ehe in der frühen römischen Geschichte definiert?

In der frühen Zeit war die Ehe weniger von Moral geprägt als vielmehr ein instrumentelles Mittel, das primär ökonomischen Überlebensstrategien diente.

Welche Rolle spielte der christliche Glaube bei der Veränderung der Sexualmoral?

Die christliche Lehre setzte Jungfräulichkeit und Enthaltsamkeit gegen das antike Verständnis von geschlechtlichem Begehren, das zuvor oft als natürliches oder göttliches Wirken begriffen wurde.

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Résumé des informations

Titre
Der Rückgang der antiken Erotik unter dem christlichen Glauben
Université
University of Vienna
Note
1
Auteur
Gregor Bazzanella (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
16
N° de catalogue
V292776
ISBN (ebook)
9783668458802
ISBN (Livre)
9783668458796
Langue
allemand
mots-clé
rückgang erotik glauben
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gregor Bazzanella (Auteur), 2012, Der Rückgang der antiken Erotik unter dem christlichen Glauben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292776
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Extrait de  16  pages
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