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Auswertung einer möglichen Teilnahme Markus Rehms an der Leichtathletik WM 2014

Titel: Auswertung einer möglichen Teilnahme Markus Rehms an der Leichtathletik WM 2014

Facharbeit (Schule) , 2014 , 9 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Kelef (Autor:in)

Sport - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Gegenstück der Olympischen Spiele sind die Paralympischen Spiele, bei denen lediglich Sportler mit Behinderungen teilnehmen dürfen.
Markus Rehm konnte sich durch herausragende Leistungen bei diesen Paralympics für die deutschen Meisterschaften qualifizieren. Dem 26-jährigen Rehm gelang es, Christian Reif,den ehemaligen Europameister im Weitsprung,bei jenen deutschen Meisterschaften 2014 zu überbieten.
Er sprang 8,24m weit und setzte damit seine neue Bestmarke.

Dem Paralympics-Athlet wurde wegen eines Wakeboard Unfalls das rechte Unterbein amputiert, weshalb er dort eine Prothese besitzt.
Doch trotz seines Erfolges wurde der neue deutsche Meister nicht für die Leichtathletik Europameisterschaft in Zürich nominiert. Zu groß sei der Zweifel daran, dass Rehm sich durch die Karbonfeder in seiner Prothese einen Vorteil verschaffe. Das Problem hierbei ist, dass er eine Leistung erreicht, die er ohne Prothese womöglich nicht erreichen könnte.

In dieser Arbeit wird näher auf diese Problematik eingegangen, es werden Vor- sowie Nachteile für und gegen seine Teilnahme an der europäischen Meisterschaft genannt und das Ergebnis schließlich diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Situation

1.2 Problematik

2 Argumentation

3 Diskussion

3.1 Fazit

3.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kontroverse Nichtnominierung des behinderten Weitspringers Markus Rehm für die Leichtathletik-Europameisterschaft 2014 und analysiert die ethischen sowie sportwissenschaftlichen Argumente für und gegen eine Inklusion von Sportlern mit Hilfsmitteln in Wettbewerbe von nicht behinderten Athleten.

  • Wissenschaftliche Debatte über die Leistungsfähigkeit durch Karbonprothesen
  • Ethische Bewertung von Inklusion im Leistungssport
  • Definition von Sportbewegungen und "Fairplay"
  • Vergleichbarkeit von Leistungen unter unterschiedlichen Voraussetzungen
  • Gesellschaftliche Vorbildfunktion von paralympischen Athleten

Auszug aus dem Buch

1.2 Problematik

Etliche Biomechaniker stellen sowohl die Aussagekraft als auch die Vergleichbarkeit des Sprungs in Frage und bestätigen somit den Zweifel des Deutschen Leichathletik-Verbandes (DLV). Die Anlaufgeschwindigkeit stände zur Absprungenergie in einem unnatürlichen Verhältnis, da Rehm kurz vor seinem Absprung ca. einen Meter pro Sekunde langsamer war als sein Gegenüber Reif. Nichtsdestotrotz war die Vertikalgeschwindigkeit bei Rehms Sprung höher als die Reifs [2]. Die Abbildungen 1 und 2 zeigen die jeweiligen Horizontal und Vertikalgeschwindigkeiten der beiden Sportler.

Diese Messergebnisse sind laut DLV Grund genug Rehm nicht starten zu lassen. Laut Prof. Veit Wank, dem Leiter des Bereichs Biomechanik am Institut für Sportwissenschaften der Universität Tübingen, sei die Unnatürlichkeit des Verhältnisses mit dem Energieumsatz zu erklären: Rehms Karbonfeder könne rund 80 Prozent der Energie im Absprung umsetzen, ein menschliches Sprunggelenk hingegen nur 50 Prozent. Es sei eine völlig andere Art zu springen [7]. Im Jahr 2010 wurden bereits Messungen von Alina Grabowski und ihren Kollegen, vom Massachusetts Institute for Technology, im Fall Oscar Pistorius durchgeführt. Dieser startete 2012 anschließend als Sprinter bei Olympia. Sie kamen bei der Auswertung der Messergebnisse zu dem Schluss, dass selbst die modernsten Karbonfedern die Kraftentwicklung erschweren und somit die Maximalgeschwindigkeit begrenzen. Der texanische Biomechanik-Fachmann Peter Weyand kam ein Jahr zuvor zu einem ähnlichen Schluss [5]. Unterschiede gäbe es bei Sportlern mit und ohne Hilfsmitteln lediglich im Bewegungsablauf, was mit dem Fazit Wanks übereinstimmt. Jedoch könne der DLV Rehm nicht starten lassen, solange nicht alle Zweifel beseitigt sind [7].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Situation von Markus Rehm und die daraus resultierende sportwissenschaftliche sowie ethische Problematik.

2 Argumentation: Gegenüberstellung von Argumenten für die Inklusion behinderter Sportler und Gegenargumenten, die sich auf das Fairplay, Regelwerke und biomechanische Definitionen stützen.

3 Diskussion: Zusammenfassung der vorangegangenen Argumente und Darlegung eines Ausblicks hinsichtlich gesellschaftlicher und sportlicher Inklusion.

Schlüsselwörter

Markus Rehm, Leichtathletik, Inklusion, Behindertensport, Karbonprothese, Fairplay, Biomechanik, Sportethik, Leistungsvergleich, Olympische Spiele, Paralympics, Europameisterschaft, Regelwerk, Energieumsatz, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die mögliche Teilnahme des behinderten Weitspringers Markus Rehm an der Leichtathletik-Europameisterschaft der Nichtbehinderten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die sportliche Inklusion, biomechanische Leistungsanalysen von Prothesen sowie ethische Aspekte des fairen Wettbewerbs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die verschiedenen Standpunkte zur Nominierung von Sportlern mit Hilfsmitteln bei regulären Wettbewerben aufzuzeigen und zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Argumentationsanalyse unter Einbeziehung sportwissenschaftlicher Studien und ethischer Expertenmeinungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die biomechanischen Zweifel des DLV als auch die Argumente von Befürwortern der Inklusion, wie etwa die Vorbildfunktion und die UN-Konvention, detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Sportethik, Karbonprothese und Chancengleichheit definiert.

Welche Rolle spielt die Karbonfeder bei der Beurteilung der Leistung?

Die Karbonfeder wird als potenzieller Vorteil diskutiert, da Experten wie Prof. Veit Wank einen höheren Energieumsatz im Vergleich zu einem menschlichen Sprunggelenk konstatieren.

Warum ist eine einfache Entscheidung in diesem Fall so schwierig?

Die Entscheidung ist schwierig, da einerseits das Fairplay und die Vergleichbarkeit von Leistungen gewahrt werden müssen, andererseits aber die UN-Konvention und ethische Gründe für eine Inklusion behinderter Athleten sprechen.

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Details

Titel
Auswertung einer möglichen Teilnahme Markus Rehms an der Leichtathletik WM 2014
Note
1,0
Autor
Marcel Kelef (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
9
Katalognummer
V292859
ISBN (eBook)
9783656910770
ISBN (Buch)
9783656910787
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport Markus Rehm Paralympische Spiele Prothese Behinderung Olympia Oscar Pistorius Leichtathletik Weitsprung Geschwindigkeit Auswertung Zürich Leichtathletik WM DLV
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Kelef (Autor:in), 2014, Auswertung einer möglichen Teilnahme Markus Rehms an der Leichtathletik WM 2014, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292859
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Leseprobe aus  9  Seiten
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