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Identitätsfindung und Geschlechterrollen. Homosexualität im Frauenfußball

Title: Identitätsfindung und Geschlechterrollen. Homosexualität im Frauenfußball

Scientific Study , 2012 , 170 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Aline Thomas (Author)

Sport - Sport Sociology
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„Blond und heterosexuell ist ein Glücksfall“, lautet die Schlagzeile über Fußballnationalspielerin Nia Künzer, in einem Artikel der Welt online im September 2007. Nia Künzer war das so genannte „Golden-Girl“ der Fußballweltmeisterschaft 2007 in China. Doch warum ist ihre Heterosexualität ein Glücksfall?

Anhand von neun Interviews mit lesbischen Fußballerinnen und von (sport-)soziologischer Fachliteratur werden Themenbereiche wie Geschlechterrollen im Sport, (sexuelle) Identitätsentwicklung im Sport, mediale Darstellung des Sports, Klischees im Sport sowie die Geschichte des Frauenfußballs herangezogen, um dieser Frage nachzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Hinführung

2.1 Sex und Gender

2.2 Homosexualität

2.3 Lesbische Identität

2.4 Die Geschichte des Frauenfußballs

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Problemzentriertes Interview

3.2 Vorstellung der Befragten

3.3 Leitfaden

4. Identitätsfindung und Geschlechterrollen

4.1 Geschlechterrollen im Frauenfußball

4.1.1 Zwischen Sportlerin-Sein und Frau-Sein

4.1.2 Geschlechterrolle im Fußball versus Geschlechterrolle im Alltag

4.1.3 Neutralisierung von Geschlecht im Frauenfußball

4.1.4 Das Spiegelbild der eigenen Geschlechterrolle

4.2 Mediale Darstellung von Geschlecht im Sport

4.2.1 Mediale Darstellung von Fußballerinnen

4.2.2 Mediale Darstellung von lesbischen Fußballerinnen

4.2 Sexuelle Identitätsentwicklung und Coming-Out

4.3 Identitätskonflikte

5. Frauenfußball und Homosexualität

5.1 Homosexualität im Verein

5.2 Das Klischee „Kampflesbe“

5.3 Homophobie

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Frauenfußball und Homosexualität. Ziel ist es zu analysieren, welchen Einfluss der Fußball auf die Geschlechtsidentität von Frauen hat und inwiefern der Fußballraum dazu beiträgt, lesbische Identitäten zu entwickeln oder zu leben.

  • Zusammenhang von Homosexualität und Frauenfußball
  • Identitätsfindung und Geschlechterrollen im Sport
  • Mediale Darstellung von Fußballerinnen
  • Die Rolle des Vereins als sozialer Raum für lesbische Frauen
  • Umgang mit Homophobie und Klischees im Frauenfußball

Auszug aus dem Buch

2.1 Sex und Gender

Sex und Gender sind zwei unterschiedliche Begriffe, die es nicht zu verwechseln gilt, da sie verschiedene Bedeutungen haben.Sex (das biologische Geschlecht) orientiert sich am Bau der Geschlechtsorgane beziehungsweise an der Anatomie des Körpers und wird als unveränderliches Faktum betrachtet. Gender (das soziale Geschlecht) bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechterrollen von Frauen und Männern, die erlernt werden und veränderbar sind. (Haubenberger 2009, 9)

Demnach hat jede Person ein biologisch gegebenes Geschlecht (Sex) und ein soziales Geschlecht (Gender). Das soziale Geschlecht lässt sich unter anderem durch die Interessen und Abneigungen einer Person, den Kleidungsstil, Gestik, Mimik und speziellen Verhaltensweisen charakterisieren. Die Geschlechterrolle kann Einfluss auf die sexuelle Identität einer Person haben, sie setzt aber keine bestimmte sexuelle Identität voraus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang von Homosexualität und Frauenfußball anhand aktueller Medienberichte und erläutert die methodische Herangehensweise.

2. Theoretische Hinführung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Sex, Gender, Homosexualität und lesbische Identität und gibt einen historischen Abriss des Frauenfußballs.

3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert die Verwendung problemzentrierter Interviews mit neun lesbischen Fußballerinnen und einer Pionierin des Frauenfußballs zur Datengewinnung.

4. Identitätsfindung und Geschlechterrollen: Dieser Teil analysiert, wie Fußballerinnen ihre Geschlechterrollen erleben, wie Medien diese beeinflussen und wie sexuelle Identitätsentwicklung im Kontext des Sports stattfindet.

5. Frauenfußball und Homosexualität: Hier wird der sichtbare Zusammenhang zwischen Frauenfußball und Homosexualität untersucht, inklusive der Rolle des Vereins, Klischees und Homophobie.

6. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Fußball als "lesbischer Raum" fungieren kann, der die Entwicklung von Identität und das Ausleben von Sexualität begünstigt.

Schlüsselwörter

Frauenfußball, Homosexualität, Lesbische Identität, Geschlechterrollen, Identitätsfindung, Coming-Out, Homophobie, Kampflesbe, Gender, Sex, Sport, Verein, Sozialisation, Doing Gender, Mediale Darstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen der Sportart Frauenfußball und der gelebten Homosexualität der Spielerinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit Identitätsbildung, den Auswirkungen von Geschlechterrollen im Sport, der medialen Wahrnehmung von Fußballerinnen sowie der Bedeutung des Vereinslebens für lesbische Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Wahl des Sports und der sexuellen Identität zu verstehen und zu analysieren, ob Fußball als Freiraum für die Entwicklung lesbischer Identität dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf problemzentrierten Interviews mit neun aktiven lesbischen Fußballerinnen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, die Identitätsfindung im Sport, die mediale Repräsentation von Fußballerinnen sowie das spezifische Umfeld innerhalb von Fußballvereinen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Frauenfußball, Homosexualität, lesbische Identität, Geschlechterrollen, Coming-Out und Homophobie.

Welche Rolle spielt die mediale Darstellung für Fußballerinnen?

Die Arbeit zeigt auf, dass Medien oft ein heteronormatives Bild erzwingen wollen, was bei Spielerinnen zu Identitätskonflikten führen kann, da sie versuchen, sowohl sportliche als auch gesellschaftlich erwartete weibliche Ideale zu vereinen.

Wie unterscheidet sich die Situation auf dem Land und in der Stadt?

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Frauen auf dem Land seltener auf offene lesbische Netzwerke treffen, wodurch Fußballvereine dort eine noch zentralere Funktion als Anlaufstelle für lesbische Frauen einnehmen können.

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Details

Title
Identitätsfindung und Geschlechterrollen. Homosexualität im Frauenfußball
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Sportwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Aline Thomas (Author)
Publication Year
2012
Pages
170
Catalog Number
V292878
ISBN (eBook)
9783656900238
ISBN (Book)
9783656900245
Language
German
Tags
Homosexualität Frauenfußball Damenfußball lesbisch Geschlechterrolle homosexuell Lesbe Kampflesbe Identitätsentwicklung Fußball Geschlecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aline Thomas (Author), 2012, Identitätsfindung und Geschlechterrollen. Homosexualität im Frauenfußball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292878
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