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Die Lesesozialisation innerhalb der Schule und ihr Einfluss auf die individuelle Lesesozialisation

Titel: Die Lesesozialisation innerhalb der Schule und ihr Einfluss auf die individuelle Lesesozialisation

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Siedlewski (Autor:in)

Pädagogik - Leseerziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Fähigkeit des Lesens kommt innerhalb des aktuellen Zeitalters eine besondere Bedeutung zu.
So ermöglicht das Decodieren von Schrift und das Verständnis von geschriebenen Informationen unter anderem eine aktive Teilnahme an der kulturellen und sozialen Gesellschaft der Moderne.

Dem Lesen kommt trotz der Zunahme von medialen Weiterentwicklungen und neuer Technologien innerhalb der heutigen Gesellschaft eine ungebrochene Relevanz zu. Anstatt durch innovative Entwicklungen im Bereich moderner Medien an Bedeutung zu verlieren, steht das Lesen diesen in keinem strikt konkurrierenden Verhältnis gegenüber, sondern bildet stattdessen den Ursprung für sämtliche weitere Medienprozesse (Groeben 2004a:11ff.).

Ob sich eine Person im Laufe ihres Lebens zu einem kompetenten Leser entwickelt oder nicht, lässt sich nicht verallgemeinernd feststellen. Allerdings lassen sich durch die Erforschung der sogenannten „Lesesozialisation“ verschiedene Faktoren und Merkmale ermitteln, welche einen relevanten Einfluss auf die Herausbildung von Lesekompetenzen und einer positiven Sozialisation durch das Lesen besitzen (Groeben 2004a:16ff.).

Der gesellschaftlichen Institution der Schule kommt dabei eine tragende Rolle zu, da diese das Individuum durch den Unterricht in die schriftliche und literarische Kultur einführen soll. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern diese kollektive Sozialisationsinstanz durch ihr Wirken die Lesesozialisation von heranwachsenden Gesellschaftsmitgliedern begünstigen und unterstützen kann.
Wie werden lesefördernd-ausgerichtete Vorgaben im Bereich des (Literatur-)Unterrichts möglichst erfolgsversprechend umgesetzt?
Wird die Schule ihrer Aufgabe als sozialisierende Instanz bezüglich der Problematik einer erfolgreichen Lesesozialisation durch Umsetzung gesellschaftlicher Standards gerecht?

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich zur Untersuchung dieser Fragen mit dem Einfluss von erzieherischen und sozialisierenden Aspekten der Instanz Schule auf die Herausbildung von Motivationen und Kompetenzen des Lesens.
Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern die Schule den Prozess der Lesesozialisation begünstigt. Der Fokus liegt dabei im Besonderen bei der Betrachtung von Kindern, welche die Grundschule besuchen und sich somit in den Anfängen der Herausbildung ihrer Lesefertigkeiten befinden.
Dabei wird zunächst der Begriff der Sozialisation im Allgemeinen definiert und genauer erläutert, was unter dem sich dabei vollziehenden Prozess verstanden wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Lesesozialisation

3. Moderierende Faktoren der Lesesozialisation

3.1 Familie

3.2 Schichtzugehörigkeit

3.3 Geschlecht

4. Lesesozialisation innerhalb der Schule

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht den Einfluss der Schule als formelle Sozialisationsinstanz auf die Lesesozialisation von Heranwachsenden, wobei insbesondere die Rolle der Grundschule und das Wechselspiel zwischen fördernden und hemmenden Faktoren analysiert werden.

  • Grundlagen der Lesesozialisation, Lesekompetenz und Lesemotivation
  • Einfluss informeller Faktoren wie Familie, Schichtzugehörigkeit und Geschlecht
  • Die Rolle der Schule bei der Vermittlung von Schreib- und Lesefähigkeiten
  • Kritische Analyse von hemmenden Faktoren wie Leistungsdruck und Schulunlust
  • Bedeutung der Grundschule als primäre fördernde Institution

Auszug aus dem Buch

3.1 Familie

Die Familie gilt bewiesenermaßen als Haupteinflussfaktor auf die Lesesozialisation von Heranwachsenden, da sie diese bereits ab der Geburt begleitet und beständig beeinflusst (Groeben 2004a:16).

Die Wichtigkeit dieser informellen Sozialisationsinstanz begründet sich dabei besonders durch die bestehende Alltäglichkeit und Ungezwungenheit in ihren Auswirkungen auf das Individuum. Im Unterschied zur Schule wird im familiären Sozialisationsprozess keine durchweg intendierte und vorausgeplante Beeinflussung der Lesesozialisation von Individuen beabsichtigt. Stattdessen machen Aspekte der personellen Bindungen durch die kontinuierlichen familiären Beziehungen einen hohen Anteil der nachhaltigen Wirksamkeit dieser Instanz aus (Hurrelmann 2004:169).

Wie empirisch belegt werden konnte, steht die Aneignung von Sprachkompetenzen mit dem Erwerb von Lesefähigkeiten in einem unmittelbaren Zusammenhang. Somit wird die Fähigkeit des Lesens im Zuge sprachlicher Kommunikation bereits vor dem Eintritt eines Kindes in seine Schullaufbahn gefördert. Aus dieser Erkenntnis lässt sich schließen, dass innerhalb der familiären Sozialumgebung, in welcher ein Kind aufwächst, besonders im vorschulischen Stadium durch den erstmaligen Umgang mit Sprache und daran anschließenden kommunikativen Austauschprozessen ein Grundstein für den Erwerb von Lesefähigkeiten gelegt wird (Hurrelmann 2004:173). Das alltägliche und regelmäßige Interagieren zwischen den Eltern und ihren Kindern trägt dabei in relevantem Maße zur Erlangung von kommunikativen und schriftsprachlichen Kenntnissen bei (Hurrelmann 2004:174). Hurrelmann sieht dabei eine besondere Relevanz in der Funktion frühsozialisierender Interaktionen in Form eines spielerischen Umgangs mit Sprache, wie beispielsweise durch das Betrachten von Bilderbüchern, dem Vorlesen von Geschichten oder dem Singen von Kinderreimen und –liedern (2004:175f.). Daraus lässt sich schließen, dass infolge solcher größtenteils ungezwungener Aktivitäten ein bereits früh einsetzender Kontakt zur Sprache und infolgedessen auch zur Schrift und zum Lesen hervorgeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Lesens ein und umreißt die Forschungsfrage nach dem Einfluss der Schule auf die Lesesozialisation.

2. Definition Lesesozialisation: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Sozialisation, Lesekompetenz und Lesemotivation, um eine wissenschaftliche Basis für die Arbeit zu schaffen.

3. Moderierende Faktoren der Lesesozialisation: Hier werden die wesentlichen Einflussfaktoren wie Familie, soziale Schichtzugehörigkeit und das biologische Geschlecht analysiert.

3.1 Familie: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Familie als primären und informellen Haupteinflussfaktor für die frühkindliche Leseentwicklung.

3.2 Schichtzugehörigkeit: Es wird dargelegt, wie die soziale Herkunft die mediale Nutzung und die Lesefähigkeiten von Kindern maßgeblich mitprägt.

3.3 Geschlecht: Dieses Kapitel untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Leseverhalten und in der Motivation zwischen Jungen und Mädchen.

4. Lesesozialisation innerhalb der Schule: Der Fokus liegt auf der Schule als formelle Instanz und ihrer Rolle bei der Kompetenzvermittlung sowie der Entstehung von Schulunlust.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt die maßgebliche Rolle der Schule bei der Förderung der Lesesozialisation.

Schlüsselwörter

Lesesozialisation, Lesekompetenz, Lesemotivation, Sozialisationsinstanz, Familie, Schule, Grundschule, Schichtzugehörigkeit, Geschlecht, Literaturunterricht, Sprachkompetenz, Bildungssoziologie, Leseerziehung, Mediensozialisation, Schulleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Einflussfaktoren auf die Lesesozialisation von Kindern, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle der Schule und der Grundschule liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Lesesozialisation, die Wirkung der Familie, soziale Disparitäten durch Schichtzugehörigkeit sowie geschlechtsspezifische Unterschiede beim Lesen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern die Institution Schule den Prozess der Lesesozialisation von Grundschulkindern fördert oder gegebenenfalls hemmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung empirischer Forschungsergebnisse zur Lesesozialisationsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die informellen Einflussfaktoren (Familie, Schicht, Geschlecht) und anschließend die formellen Wirkmechanismen der Schule sowie die Aufgaben des Literaturunterrichts detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lesekompetenz, Sozialisationsinstanz, Lesemotivation, Familie und Literaturunterricht charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Familie im Kontext der Lesesozialisation?

Die Familie gilt als der bedeutendste Haupteinflussfaktor, da sie durch frühe alltagsintegrierte Leseerfahrungen und soziale Bindungen den Grundstein für die gesamte Leseentwicklung legt.

Wie beeinflusst die soziale Schicht die Lesesozialisation?

Die Untersuchung zeigt, dass Kinder aus höheren sozialen Schichten tendenziell über eine gesteigerte Lesemotivation und bessere Lesekompetenzen verfügen als Kinder aus der Unterschicht, was unter anderem auf die mediale Nutzung und häusliche Interaktionsmuster zurückzuführen ist.

Warum wird die Grundschule als besonders relevant hervorgehoben?

Die Grundschule stellt laut Literatur nach der Familie die zweitwichtigste Sozialisationsinstanz dar, die durch anpassungsfähige Unterrichtsgestaltung und eine lesefördernde Atmosphäre besonders in der Anfangsphase der Schulzeit positive Impulse setzt.

Was versteht man unter dem Begriff "Schulunlust" in diesem Kontext?

Schulunlust beschreibt einen motivationssenkenden Effekt, der entsteht, wenn die Konzentration auf Leistungsdruck und Noten die Freude an literarischen Inhalten verdrängt und die Distanz zwischen Schule und Lebenswelt der Schüler vergrößert.

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Details

Titel
Die Lesesozialisation innerhalb der Schule und ihr Einfluss auf die individuelle Lesesozialisation
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Sozialisation: Schule und ihre Partner – ein Ort des Lernens und Erfahrens
Note
1,3
Autor
Anna Siedlewski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V292886
ISBN (eBook)
9783656900559
ISBN (Buch)
9783656900566
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lesesozialisation Erziehung Erziehungswissenschaft Pädagogik Sozialisation Schule Lernen Erfahren Sozialisation durch lesen Sozialisationsinstanz Schule Einfluss Schule Lesesozialisation innerhalb der Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Siedlewski (Autor:in), 2013, Die Lesesozialisation innerhalb der Schule und ihr Einfluss auf die individuelle Lesesozialisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292886
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