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Das Dämonische bei E.T.A. Hoffmann in "Das öde Haus" und "Der Sandmann"

Aus Sicht der romantischen Naturphilosophie

Título: Das Dämonische bei E.T.A. Hoffmann in "Das öde Haus" und "Der Sandmann"

Trabajo , 2013 , 19 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Johannes Dentler (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Das Gedicht, das Nathanael in der Erzählung "Der Sandmann" für seine Geliebte Clara dichtet, ist eine Stelle von vielen bei Hoffmann, in denen das Ergebnis einer besonders lebhaften Fantasie zum Ausdruck kommt. Die bedingungslos romantische Hauptfigur erschafft mit seiner gesamten poetischen Kraft ein Gedicht, das sich auf unzählige Arten interpretieren lässt und somit auch auf den unterschiedlichsten Wegen Zugang zur Interpretation erlangt werden kann. Man kann sich die Frage stellen: Was sind die Gründe für einen solchen Ausbruch an fantastischen, ja beinahe verstörenden Gedanken Nathanaels? Ist die Antwort in seiner Psyche zu suchen? Ausgelöst durch biographische Ereignisse, die sich durch Aspekte der zeitgenössischen Psychologie erklären lassen? Sind es übersinnliche Phänomene, die von Nathanael Besitz ergreifen und ihn zu solchen Gedanken verführen oder ist es der „versteckte(n) Poet in unserem Inneren“.), der sich in jedem von uns verbirgt? Oder ist all dies in Hoffmanns Werk bloß dichterische Willkür ohne besondere Intention, außer der Unterhaltung der Rezipienten?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung der Fragestellung

3. Die romantische Naturphilosophie nach Gotthilf Heinrich Schubert

3.1. Ansichten der Nachtseite der Naturwissenschaft

3.2. Die Symbolik des Traumes

4. Untersuchung der dämonischen Phänomene in den Texten von E.T.A. Hoffmann aus naturphilosophischer Sicht

4.1. Das öde Haus

4.2. Der Sandmann

5. Schluss-Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der romantischen Naturphilosophie Gotthilf Heinrich Schuberts auf E.T.A. Hoffmanns Erzählungen "Das öde Haus" und "Der Sandmann". Ziel ist es zu ergründen, ob und wie sich "dämonische" oder "phantastische" Phänomene in diesen Texten mittels naturphilosophischer Konzepte, insbesondere der "Nachtseite der Natur", erklären lassen und welche Rolle dabei die psychologische Disposition der Protagonisten spielt.

  • Einfluss der Naturphilosophie Schuberts auf das literarische Werk E.T.A. Hoffmanns.
  • Analyse des "dämonischen Prinzips" in der romantischen Literatur.
  • Untersuchung der Erzählungen "Das öde Haus" und "Der Sandmann" als Fallbeispiele.
  • Rolle von Traum, Wahnsinn und Magnetismus als Zugänge zur "Nachtseite".
  • Diskussion der "Verunsicherung" des Lesers als zentrales narratives Mittel Hoffmanns.

Auszug aus dem Buch

4.1. Das öde Haus

Diese einleitenden Sätze springen dem geübten Leser Schuberts nahezu sofort ins Gesicht, denn sie stellen quasi Zitate einiger Hauptaussagen seiner Philosophie dar. Wenn Franz von „unerforschlichen Geheimnissen“ spricht, die uns zugänglich gemacht werden durch eine „Gewalt“ eines „über uns herrschenden Geist“, dann meint er nichts anderes, als die Nachtseite unseres Seins, die nach dem höheren geistigen Leben trachtet und uns durch den höheren Einfluss, der auf alles in der Natur wirkt offenbart wird. Wenn Lelio antwortet und behauptet das nach dem „Sündenfall“ uns „diese Erkenntnis fehlt“, dann bezieht er sich auf Schuberts sogenannte „babylonische Verwirrung“, nach der sich die Umkehrung von der Tag- zur Nachtseite beim Menschen vollzog.

Franz erwidert wiederum und beschreibt, dass Menschen mit der Fähigkeit besitzen auf die „dunklen Regionen“ in uns zugreifen zu können und nennt diese „Sehergabe“. Auch hier wird deutlich, dass Hoffmann auf die Nachtseite Bezug nimmt und die „Sehergabe“ die prophetische Gabe bei Schubert meint, die hier mit dem „sechsten Sinn“ verglichen wird. Da diese augenscheinlichen Bezüge zu Schuberts Ansichten und der Symbolik des Traumes gleich im Rahmengespräch auftreten, belegt diese Tatsache wohl, dass unter diesen Voraussetzungen die gesamte Binnenhandlung betrachtet werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk E.T.A. Hoffmanns ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Ursachen der fantastischen Elemente in den Erzählungen anhand einer Textstelle aus "Der Sandmann".

2. Entwicklung der Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert den Entstehungsprozess der Forschungsfrage, die durch die Auseinandersetzung mit dem "fixen Wahn" des Protagonisten Theodor angestoßen wurde.

3. Die romantische Naturphilosophie nach Gotthilf Heinrich Schubert: Hier werden die theoretischen Grundlagen Schuberts, insbesondere sein Konzept der "Nachtseite der Natur" und der "Symbolik des Traumes", für die weitere Analyse dargelegt.

3.1. Ansichten der Nachtseite der Naturwissenschaft: Das Kapitel befasst sich mit Schuberts Trennung von Tag- und Nachtseite und wie der Mensch den Zugang zum verborgenen Naturzustand verlieren kann.

3.2. Die Symbolik des Traumes: Hier wird analysiert, wie Schubert den Traum und den Deliriumzustand als notwendige Zugänge zur ursprünglichen Sprache und zur "Nachtseite" des Seins beschreibt.

4. Untersuchung der dämonischen Phänomene in den Texten von E.T.A. Hoffmann aus naturphilosophischer Sicht: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor erarbeitete Theorie Schuberts direkt mit der Analyse der ausgewählten Erzählungen Hoffmanns.

4.1. Das öde Haus: Die Analyse zeigt auf, wie Hoffmann die Konzepte der "Sehergabe" und des "dämonischen Prinzips" in der Geschichte von Theodor verarbeitet.

4.2. Der Sandmann: Dieses Kapitel untersucht, wie Nathanael durch seine poetische Sprache und ein Kindheitstrauma in Kontakt mit der "Nachtseite" gerät, wobei das Gedicht als Schlüsselmotiv dient.

5. Schluss-Resümee: Das Schluss-Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Hoffmann zentrale Gedanken Schuberts aufgreift, diese jedoch mit seinem eigenen Stil der erzählerischen "Verunsicherung" kombiniert.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Gotthilf Heinrich Schubert, Romantik, Naturphilosophie, Nachtseite, Dämonie, Phantastik, Der Sandmann, Das öde Haus, Fixer Wahn, Traum, Symbolik, Magnetismus, Psychologie, Poetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der romantischen Naturphilosophie von Gotthilf Heinrich Schubert auf die literarischen Erzählungen "Das öde Haus" und "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der romantischen Naturphilosophie, der psychologischen Deutung von Wahnsinn, dem Konzept des Dämonischen sowie der Analyse poetischer Texte als Ausdruck von Grenzerfahrungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, inwiefern fantastische und dämonische Phänomene in Hoffmanns Werken als bewusste Einflüsse oder Analogien zu Schuberts Naturphilosophie verstanden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte der Naturphilosophie auf konkrete Textpassagen in Hoffmanns Erzählungen anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorien Schuberts und die anschließende Textanalyse der Erzählungen, in der Bezüge zu Begriffen wie "Nachtseite", "Sehergabe" und "fixer Wahn" aufgezeigt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind E.T.A. Hoffmann, Naturphilosophie, Nachtseite, Dämonie, Phantastik und die spezifischen Erzählungen "Der Sandmann" und "Das öde Haus".

Wie deutet der Autor die Figur Theodor in "Das öde Haus"?

Der Autor interpretiert Theodor als eine Figur mit "Sehergabe", die unbewusst den Zugang zur "Nachtseite" sucht, wobei Hoffmann ihn bewusst im Unklaren über die Ursache seines Wahns lässt.

Welche Rolle spielt die "Verunsicherung" des Lesers bei Hoffmann?

Die "Verunsicherung" dient als zentrales narratives Mittel. Indem Hoffmann keine eindeutigen Erklärungen für fantastische Geschehnisse liefert, macht er die "Dämonie" für den Leser greifbar und rätselhaft zugleich.

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Detalles

Título
Das Dämonische bei E.T.A. Hoffmann in "Das öde Haus" und "Der Sandmann"
Subtítulo
Aus Sicht der romantischen Naturphilosophie
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
2,3
Autor
Johannes Dentler (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
19
No. de catálogo
V292929
ISBN (Ebook)
9783656901310
ISBN (Libro)
9783656901327
Idioma
Alemán
Etiqueta
e.t.a. hoffmann hoffmann dämonische kulturwissenschaft das öde haus sandmann naturphilosophie romantik wunderbare phantastische romantisch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Dentler (Autor), 2013, Das Dämonische bei E.T.A. Hoffmann in "Das öde Haus" und "Der Sandmann", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292929
Leer eBook
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