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Die neuen Rahmenvereinbarungen für Kreditinstitute. Grundlagen der Regelungen von Basel III (Stand 2013)

Título: Die neuen Rahmenvereinbarungen für Kreditinstitute. Grundlagen der Regelungen von Basel III (Stand 2013)

Texto Academico , 2013 , 35 Páginas

Autor:in: Jan Rolshoven (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Der Grundstein des Baseler Regelwerks wurde bereits im Jahr 1988 durch den ersten Baseler Akkord namens Basel I gelegt. Die damals noch sehr einfach strukturierten Vorgaben, die besagten, dass für jeden Kredit 4 Prozent Kernkapital und 8 Prozent Gesamtkapital vorgehalten werden muss, wurden im Jahr 1995/1996 mit ergänzenden Maßnahmen für das Handels- und Derivategeschäft erweitert. Im Jahr 2007 folgte die Einführung von Basel II. Der Fokus lag hierbei in einer stärkeren Differenzierung der Kapitalanforderungen im klassischen Kreditgeschäft, ergänzt um zusätzliche Kapitalanforderungen für operationelle Risiken. Dieses Rahmenwerk sah vor, dass 80 Prozent des Kapitals für Kreditrisiken, 10 Prozent für operationelle Risiken und nur 10 Prozent für Handelsrisiken hinterlegt werden müssen.

Das Basel-II-Regelwerk basiert auf drei sich gegenseitig begünstigenden Säulen, im Allgemeinen auch als Drei-Säulen-Modell bezeichnet. Säule eins enthält die Mindest¬kapitalanforderungen für Kredite an Unternehmen. Die Höhe der Eigenkapi-talhinterlegung erfolgt von nun an in Abhängigkeit von kreditnehmerspezifischen Bo-nitätskennziffern, sogenannter Ratings. Säule zwei regelt die aufsichtsrechtliche Prüfung der Kapitaladäquanz. Es handelt sich hierbei um den qualitativen Teil der Aufsicht. Banken müssen von nun an über geeignete Verfahren zur Messung und Steuerung der Eigenkapitalausstattung verfügen. Die Bankenaufsicht erhält umfas-sende Informations- und Eingriffsrechte. Sie hat zu überprüfen, ob die Banken ihre Ertrags- und Risikoprofile kennen und die Fähigkeit besitzen, ihre Risiken aktiv zu steuern. Zudem erhält die Bankenaufsicht die Fähigkeit, bei Verstößen präventive Eingriffe durchzuführen, die der Vermeidung eventueller Unterschreitungen des ge-forderten Eigenkapitals dienen. Säule drei enthält die Pflichten zur Offenlegung des Eigenkapitalniveaus, des Risikostatus und der Kapitaladäquanz. Marktteilnehmer sollen so in der Lage sein, sich ein umfassendes Bild über die Bank zu machen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Entstehungsgeschichte von Basel III

2 Änderungen bei der Abgrenzung des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals

2.1 Einführung

2.2 Qualitative und quantitative Faktoren des Eigenkapitals

2.3 Übergangsregelungen

2.4 Abzugs- und Korrekturposten (prudential filters)

3 Neuregelungen der Risikoabdeckung

3.1 Handelsbuch

3.2 Kontrahentenausfallrisiken

4 Neukonzeption und Einführung einer Leverage Ratio

5 Neue Regelungen zur Sicherstellung der Liquidität

5.1 Einführung

5.2 Liquidity Coverage Ratio (LCR)

5.3 Net Stable Funding Ratio (NSFR)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Neuregelungen von Basel III und deren Auswirkungen auf die Kapitalausstattung, Risikoabdeckung und Liquiditätssteuerung von Kreditinstituten, um die Stabilität des Bankensektors nach der Finanzkrise zu erhöhen.

  • Qualitative und quantitative Anpassungen des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals.
  • Reformen im Bereich der Risikoabdeckung, insbesondere bei Handelsbuch und Kontrahentenrisiken.
  • Einführung einer nicht-risikogewichteten Verschuldungsquote (Leverage Ratio).
  • Etablierung international harmonisierter Liquiditätsstandards (LCR und NSFR).
  • Zeitplan und Übergangsregelungen für die Implementierung der neuen Basel-III-Vorgaben.

Auszug aus dem Buch

2.2 Qualitative und quantitative Faktoren des Eigenkapitals

Wesentliches Element des Baseler Regelwerks ist die Steigerung der Qualität des aufsichtlichen Kapitals, allem voran des harten Kernkapitals. Aber auch ein harmonisiertes, länderübergreifendes Vorgehen bei der Bestimmung des regulatorischen Kapitals, eine transparentere Darstellung bei der Ermittlung der Kapitalbestandteile und ein antizyklischer Auf- und Abbau des Kernkapitals gehören zu den Bestandteilen von Basel III.

Die Eigenmittel aus dem haftenden Eigenkapital bestanden unter Basel II.5 aus Kernkapital (Tier 1) und Ergänzungskapital (Tier 2) sowie Drittrangmitteln (Tier 3). Zukünftig besteht das Eigenkapital aus einem Going-Concern-Kapital in Form eines harten Kernkapitals (Tier 1a bzw. Common Equity Tier 1) und eines zusätzlichen Kernkapitals (Tier 1b bzw. Additional Tier 1) sowie einem Gone-Concern-Kapitals in Form von Ergänzungskapital (Tier 2). Tier 3 Kapital darf nicht mehr als Eigenmittel angerechnet werden. Somit ändern sich mit Basel III sowohl die Begrifflichkeiten als auch die Zusammensetzung des Eigenkapitals.

Alle Bestandteile des Eigenkapitals verstehen sich nach Abzug der entsprechenden regulatorischen Anpassungen. Grundsätzlich muss gewährleistet werden, dass das harte Kernkapital jederzeit mindestens 4,5 Prozent der risikogewichteten Aktiva (RWA) sowie das gesamte Kapital mindestens 6 Prozent der RWA betragen. Das Gesamtkapital, bestehend aus Kernkapital und Ergänzungskapital, muss jederzeit mindestens 8 Prozent der RWA betragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Entstehungsgeschichte von Basel III: Erläutert die Evolution der Baseler Akkorde von Basel I über Basel II bis hin zu den als Reaktion auf die Finanzkrise initiierten Reformen von Basel III.

2 Änderungen bei der Abgrenzung des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals: Behandelt die neue Definition der Eigenmittelqualität, die Einführung des harten Kernkapitals sowie die systemischen Kapitalpuffer.

3 Neuregelungen der Risikoabdeckung: Beschreibt die Verschärfung der Kapitalunterlegungen für Handelsbuchrisiken und die Neugestaltung bei Kontrahentenausfallrisiken.

4 Neukonzeption und Einführung einer Leverage Ratio: Erklärt die Einführung einer Verschuldungsquote als ergänzendes Instrument zur risikogewichteten Eigenkapitalquote.

5 Neue Regelungen zur Sicherstellung der Liquidität: Analysiert die zwei neuen Liquiditätsquoten LCR und NSFR zur Sicherstellung der kurz- und langfristigen Zahlungsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Basel III, Eigenkapital, Kernkapital, Leverage Ratio, Liquidität, LCR, NSFR, Risikomanagement, Bankenaufsicht, RWA, Kontrahentenausfallrisiko, Finanzkrise, Bankenregulierung, Kapitalpuffer, Handelsbuch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über die regulatorischen Neuerungen durch Basel III und deren direkte Auswirkungen auf die Stabilität und Kapitalstruktur von Kreditinstituten.

Was sind die zentralen Themenfelder von Basel III?

Die zentralen Pfeiler sind die Stärkung des Eigenkapitals, die Verschärfung der Risikoabdeckung, die Einführung einer Verschuldungsquote und die Implementierung neuer, internationaler Liquiditätsstandards.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Grundlagen der Basel-III-Regelungen verständlich darzulegen und aufzuzeigen, wie diese Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensektors und zur Vermeidung systemischer Risiken beitragen sollen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des Baseler Regelwerks, ergänzt durch Fachpublikationen und die Analyse offizieller Dokumente der Bankenaufsicht und relevanter Finanzinstitute.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Eigenkapitaldefinition, Neuregelungen der Risikoabdeckung, Einführung der Leverage Ratio sowie die neuen Liquiditätsvorgaben (LCR und NSFR).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Eigenkapital, Leverage Ratio, Liquiditätsrisiko, Basel III, Bankenaufsicht und Risikogewichtung definieren.

Warum wurde eine Leverage Ratio eingeführt?

Sie dient als nicht-risikogewichtetes Korrektiv zur klassischen Eigenkapitalquote, um einer übermäßigen Verschuldung der Banken unabhängig von den Risikomodellen entgegenzuwirken.

Was unterscheidet LCR von NSFR?

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) zielt auf die kurzfristige Zahlungsfähigkeit in einem 30-tägigen Stressszenario ab, während die Net Stable Funding Ratio (NSFR) die langfristige, fristenkongruente Refinanzierung der Aktiva sicherstellen soll.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Die neuen Rahmenvereinbarungen für Kreditinstitute. Grundlagen der Regelungen von Basel III (Stand 2013)
Autor
Jan Rolshoven (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
35
No. de catálogo
V293034
ISBN (Ebook)
9783656902805
ISBN (Libro)
9783656906865
Idioma
Alemán
Etiqueta
rahmenvereinbarungen kreditinstitute grundlagen regelungen basel stand
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Rolshoven (Autor), 2013, Die neuen Rahmenvereinbarungen für Kreditinstitute. Grundlagen der Regelungen von Basel III (Stand 2013), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293034
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