Selbstständigkeit und Outsourcing ins Unternehmertum


Seminararbeit, 2011

23 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Abstract
Der Begriff Selbstst¨andigkeit setzt sich zusammen aus: Selbst und st¨andig. Bei der unternehme-
rischen Selbstst¨andigkeit tr¨agt der Gewerbetreibende ein gewisses Unternehmerrisiko, wodurch
er gewillt ist,
"
st¨andig" Gewinne zu erzielen und sich
"
selbst" liebevoll f¨ur sein Unterneh-
men aufzuopfern. Unternehmensgr¨undungen sind wichtig f¨ur unsere Wirtschaft und die Zu-
kunft unseres Landes und wirken daher wie potentielle Katalysatoren, die den wirtschaftlichen
Aufschwung beg¨unstigen k¨onnen. Nicht nur finanzielle und steuerliche Aspekte spielen bei der
Entscheidung, ein Unternehmen zu gr¨unden, eine Rolle. So ist z.B. zu erkennen, dass viele
"
brainchilds" im Keim ersticken, weil die Frage nach der schier unm¨oglichen Umsetzung der
Idee unbeantwortet bleibt.
Anhand eines branchenspezifisch erfahrenen Interview-Partners aus dem Bereich Online-
Marketing wird die Bedeutung und Mannigfaltigkeit von Outsourcing, vor allem in Bezug auf
die Auslagerung von Designdienstleistungen, Programmierung und Search-Engine-Optimization-
Leistungen (SEO) beim Weg in die Selbstst¨andigkeit gekl¨art. Dass das Zeitalter des Internets
vor diesem Hintergrund vielerlei neue M¨oglichkeiten bietet, interessante Kontakte zu kn¨upfen,
gruppenspezifisches Brainstorming mithilfe von Shareware virtuell zu betreiben oder neue in-
teressante Portale f¨ur das Fundament einer neuen Unternehmensidee zu ergr¨unden, ist ebenso
allgegenw¨artig wie die st¨andige Informations¨uberflutung und die Unwissenheit, die viele po-
tenzielle Unternehmensgr¨under von der Gr¨undung abschrecken.
Die L¨osung: Freelancer. Der Einkauf fehlender fachm¨annischer Skills von freischaffenden
Mitarbeitern ist vergleichbar mit der Beschaffung von Rohstoffen. Die Komponente
"
Outsour-
cing" wird daher branchenabh¨angig f¨ur kleine und mittelst¨andische Unternehmen (KMU) bei
der Existenzgr¨undung immer wichtiger.

Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung
1
0.1
Einf¨uhrung in die Thematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1
0.1.1
Einleitende Worte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1
0.1.2
Fragestellung, Aufbau und Gang der Untersuchung . . . . . . . . . . .
2
0.2
Definition und Begriffsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3
0.3
Outsourcing-Formen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4
1 Der Outsourcing-Einsatz
6
1.1
Vorteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6
1.1.1
Kosten
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6
1.1.2
Know-how . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6
1.2
Nachteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7
1.2.1
Gefahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7
1.3
Schlussfolgerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8
2 Existenzgr ¨undung und die Eignung von Outsourcing f ¨ur KMU
9
3 Interview-Analyse
11
3.1
Interviewteil 1 (Fragen 1-4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
11
3.2
Interviewteil 2 (Frage 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
11
3.3
Interviewteil 3 (Fragen 6-7) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
12
3.4
Schlussfolgerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
12
4 Fazit
13
Abbildungsverzeichnis
I
Abk ¨urzungsverzeichnis
II
Literaturverzeichnis
III

0 Einleitung
0.1 Einf ¨uhrung in die Thematik
In der folgenden Seminararbeit besch¨aftige ich mich mit dem Thema
"
Selbstst¨andigkeit be-
deutet: Selbst und st¨andig. - Mit Outsourcing ins Unternehmertum". Das Vorwort beinhaltet
u.a. eine kurze Einf¨uhrung in die Themenbereiche des Outsourcings und Unternehmertums, die
Begr¨undung meiner Themenwahl, den Verlauf meines Arbeitsprozesses sowie die dabei aufge-
tretenen Probleme.
0.1.1 Einleitende Worte
Technologische Ver¨anderungen, wachsender Wettbewerb und verk¨urzte Innovationszyklen ein-
hergehend mit steigenden Qualit¨atsanspr¨uchen macht in zahlreichen Unternehmen eine Um-
strukturierung bestehender Prozesse unabk¨ommlich. Das Ziel: effizientere Leistungserstellung,
Prozessvereinheitlichung und nachhaltige Kostensenkungen. Im Zuge der fortschreitenden Glo-
balisierung und Internationalisierung wird Outsourcing nicht nur f¨ur Großunternehmen immer
interessanter.
Deutschland unterst¨utzt Unternehmensgr¨undungen mit einem gut ausgebauten F¨ordersystem.
F¨ur das gesamte Jahr 2011 geht das Institut f¨ur Mittelstandsforschung Bonn nach eigenen
Sch¨atzungen von rund 400.000 Existenzgr¨undungen und 380.000 Liquidationen aus [IfM11].
Auf Basis des Global Entrepreneurship Monitor Germany (GEM Germany) wird aber deutlich,
dass Deutschland mit einer Gr¨undungsquote von 4,2 % im internationalen Vergleich der 18 bis
64 Jahre alten Existenzgr¨under relativ wenige Gr¨undungen vorweist (vgl. [BSV11], S. 1). Im
ersten Halbjahr 2011 sei im weltweiten Outsourcing-Gesch¨aft ein R¨uckgang des Marktes bei
ann¨ahernd konstanter Zahl von abgeschlossenen Vertr¨agen um ein F¨unftel auf 29,8 Milliarden
Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen [Kur11]. Obwohl die ¨
Ara der
"
Mega-
Deals" scheinbar vor¨uber ist, scheint die Nachfrage nach Outsourcing ungeb¨andigt. Besonders
kleine und mittelst¨andische Unternehmen (KMU), die vielerorts noch nicht mit dem Thema in
Kontakt gekommen sind, k¨onnen m¨oglicherweise mit Outsourcing-Instrumenten Wettbewerbs-
vorteile, speziell w¨ahrend und nach der Gr¨undung, erzielen.
Neben der Kunst Trends wie das Outsourcing zu erkennen, verlangt die unternehmerische
T¨atigkeit ebenso entscheidungsfreudiges Verhalten in zahlreichen Gebieten, wie z.B. Buchhal-
tung, Bilanzierung, Personalwesen, Marketing, usw.. Gravierende Ver¨anderungen im Privatle-
ben, wie ein langer Arbeitstag, kein Urlaub in den ersten Gr¨undungsjahren mit der Gefahr der
¨
Uberbelastung (Stress, Krankheitsbild
"
Burnout") oder das Risiko, nahestehende Menschen zu

E
INLEITUNG
Seite: 2
vernachl¨assigen oder gar zu verlieren, schreckt ebenfalls vom Schritt in die Selbstst¨andigkeit
ab. Dar¨uber hinaus ist die Angst vor einer Verschuldung trotz innovativer Gr¨undungsidee oder
gut durchdachtem Unternehmenskonzept allgegenw¨artig. In einer Studie des IW K¨oln von 2006
heißt es:
"
In Deutschland sind gute Ideen vorhanden, die sich in Erfindungen und Patenten nie-
derschlagen. Es treten jedoch oft Probleme in Bereichen der Umsetzung auf." [Ins06].
0.1.2 Fragestellung, Aufbau und Gang der Untersuchung
Inwiefern Outsourcing f¨ur KMU von Bedeutung ist, soll in der vorliegenden Seminararbeit
gekl¨art werden. Die Schwerpunktsetzung meiner Seminararbeit basiert auf der Analyse von
Outsourcing-Instrumenten und deren Funktion bzw. ¨okonomischer Wirkung im Unternehmen.
Der Aufbau gliedert sich wie folgt: Am Anfang befindet sich ein kurzer ¨
Uberblick ¨uber die Ge-
schichte und die Begriffserkl¨arung des Wortes
"
Outsourcing". Anschließend folgt eine ¨
Uber-
sicht der gel¨aufigsten Outsourcing-Formen, eine Gegen¨uberstellung von Vor-und Nachteilen
sowie die
"
Eignung f¨ur KMU". Eine Interview-Analyse und ein Fazit bilden den Abschluss der
Arbeit. Die Quellenangaben meiner verwendeten Lexika, Magazine und Internetseiten befinden
sich im Literaturverzeichnis.
Der Arbeitsprozess hat gezeigt, dass elementare Fragestellungen wie z.B.
"
Ist Outsourcing
prinzipiell f¨ur jedes Unternehmen geeignet?" oder
"
An welchem recht aktuellen Wirtschafts-
beispiel l¨asst sich der Mehrwert von Outsourcing erkennen?" entscheidend f¨ur die Eigen¨uber-
legung gewesen sind, ob der Gebrauch von Outsourcing-Instrumenten und -Strategien f¨ur Exi-
stenzgr¨under infrage kommt. Probleme ergaben sich aus der Weitl¨aufigkeit der Themenfelder
und dem Informationsmangel der Gebiete Gr¨undung bzw. Outsourcing in Kombination.
Da Entrepreneurship an der Technischen Universit¨at Dresden mithilfe von F¨ordervereinen
wie
"
Dresden Exists" ein besonderer Stellenwert zukommt und der Gruppensieg der Gr¨under-
woche Dresden 2010/ 2011 Outsourcing als wichtige Unternehmenskomponente beim Weg
in die Selbst¨andigkeit thematisiert hat, scheint die Themenwahl in diesem Zusammenhang
verst¨andlich.

E
INLEITUNG
Seite: 3
0.2 Definition und Begriffsgeschichte
Im nachstehenden Abschnitt wird ein erster Einblick in das Begriffsfeld von Outsourcing ge-
geben. Neben einer einf¨uhrenden Definition versuche ich den geschichtlichen Hintergrund des
Begriffes zu beleuchten.
Outsourcing ist eine im amerikanischen Wirtschaftsleben geschaffene Wortsch¨opfung, wel-
che sich aus den Begriffen
"
outside / resource / using" bzw.
"
outside / resourcing" zusammen-
setzt und folglich mit der Nutzung externer Ressourcen gleichzusetzen ist (vgl. [SH05], S. 15).
Genau wie in anderen relativ neu etablierten Bereichen, herrscht auch im Outsourcing-Bereich
eine große Begriffsverwirrung, da keine einheitliche Definition mit Allgemeing¨ultigkeit vor-
handen ist (vgl. [LS96], S. 3). Am h¨aufigsten wird hierunter die mehrj¨ahrige Auslagerung kom-
plexer und zentraler Unternehmensprozesse auf externe Dienstleister unter rechtlich gesteuerten
Rahmenbedingungen verstanden (vgl. [Spe07], S. 274-275).
Obwohl dieses Verfahren bereits mit dem Aufbau der deutschen Wirtschaft nach dem zweiten
Weltkrieg und in den 60er-Jahren mit der Ausgliederung von IT-Abteilungen praktiziert wur-
de, entspringt der Begriff Outsourcing erstmals amerikanischen Literaturquellen in der Mitte
der 80er-Jahre, zeitgleich mit der Bekanntgabe des Lean-Management-Konzeptes. Eine in dem
Jahr 1989 durch das Unternehmen Eastman Kodak ausgel¨oste Debatte ¨uber die Auslagerung
von Datenverarbeitung gilt daher nicht selten als Geburtsstunde des Begriffes (vgl. [Ahr92],
S. 1). Diese Behauptung ist jedoch zweifelhaft, da der Begriff in den Jahren 1984/85 im Kon-
text der Ausgliederung der IT-Abteilung von General Motors an den zuvor akquirierten exter-
nen IT-Dienstleister EDS zum ersten Mal ¨offentlich verk¨undet wurde (vgl. [SGM02], S. 3).
Am Anfang der neunziger Jahre fingen deutsche Betriebe vermehrt mit der Verlagerung von
Unternehmensaufgaben wie z.B. Call-Center und Billig-Anwendungen in L¨ander wie Indien
an (vgl. [GBM06], S. 34). Der um die Jahrtausendwende herrschende Fachkr¨aftemangel im
IT-Sektor, die Euro-W¨ahrungseinf¨uhrung und nicht zuletzt die Krise der Weltwirtschaft sind
wichtige und f¨orderliche Gr¨unde f¨ur das Wachstum von Outsourcing, da viele Manager ver-
suchen, mit Outsourcing Kostensenkungen durchzusetzen und dabei verst¨arkt auf die interna-
tionale Akquisition von Arbeitskr¨aften zur¨uckgreifen (vgl. [HHW09], S. 72). Trotz der relativ
kurzen Entwicklungsgeschichte hat sich Outsourcing bereits in allen Regionen und Gr¨oßenklas-
sen von Unternehmen durchgesetzt (vgl. [SH05], S. 15).

E
INLEITUNG
Seite: 4
¨
Uber den gesamten Reifungsprozess hinweg hat Outsourcing Unternehmer dazu bewogen,
unterschiedlichste Konzepte, Variationen und Strategien zu entwickeln und unbekannte Wege
zu gehen, um sich an den Wandel der Zeit anzupassen. Die Effekte der auf dem Prinzip des
Taylorismus basierenden Arbeitsteilung wie z.B. der Effizienzsteigerung durch Spezialisierung
untersuchten bereits Wirtschaftstheoretiker wie Adam Smith. Mit Blick in die Zukunft wird
Outsourcing mit zunehmender Spezialisierung der Unternehmen an Wichtigkeit zunehmen und
sich ausweiten, wobei im Einzelfall sicherlich immer gepr¨uft werden muss, ob Outsourcing zum
Erfolg f¨uhrt.
0.3 Outsourcing-Formen
Tagt¨aglich h¨oren wir den Begriff Outsourcing in etlichen Zusammenh¨angen, wie z.B. bei der
Auslagerung von Callcentern in weit entfernte Billiglohnl¨ander, bei make-or-buy-Entschei-
dungen im hiesigen Dienst- und Sachleistungsbereich oder bei Rationierungen im Finanz- und
Rechnungswesen. Unz¨ahlige Formen, Varianten und Konzepte des Outsourcings haben sich in
der geschichtlichen Entwicklung herausgebildet. Aufgrund von h¨aufig auftretenden Unklarhei-
ten in der begrifflichen Verwendung der Sourcing-Derivate hilft die Einordnung der Begriffe
nach inhaltlichen Dimensionen, hier in einer kurzen ¨
Ubersicht (Abb. 1) verdeutlicht an den
wichtigsten Punkten des Beispiels IT-Sourcing (vgl. [SM05], S. 11-12). Aus dieser Vielzahl
muss der Unternehmer sich die f¨ur ihn passende Variante heraus suchen.
Abbildung 1: IT-Sourcing-Map (von Jouanne-Diedrich, 2004)
Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Selbstständigkeit und Outsourcing ins Unternehmertum
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Wirtschaftsinformatik, insbesondere Systementwicklung)
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V293074
ISBN (eBook)
9783668538177
ISBN (Buch)
9783668538184
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstständigkeit, outsourcing, unternehmertum
Arbeit zitieren
Dominik Ulrich Hoppe (Autor), 2011, Selbstständigkeit und Outsourcing ins Unternehmertum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293074

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