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Der Tanz zur Zeit des Minnesangs

Title: Der Tanz zur Zeit des Minnesangs

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Uta Ziegler (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Der Tanz zur Zeit des Minnesangs - mit dieser Problematik beschäftigt sich die folgende Hausarbeit. Mein Ziel ist es dabei, einen allgemeinen Überblick über dieses Thema zu vermitteln. Es sollen in dieser Arbeit grundlegende Fragen geklärt werden, wie zum Beispiel nach der Rolle von Gesang und Musik beim Tanz, nach den verschiedenen Tanzorten und -zeiten, sowie nach den Unterschieden zwischen den Tänzen der Ritter und der Bauern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Hauptteil:

1.Tanzarten

2.Tanz und Gesang

3.Tanz und Musik

4.Wann wurde getanzt? Tanzzeiten

5.Tänze der Ritter

6.Bauerntänze

6.1 Ausblick

6.2 Der Totentanz

7. Wo wurde getanzt?

8. Wie wurde getanzt?

8.1 Ausblick

III Schlußwort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen allgemeinen Überblick über das Motiv des Tanzes in der hoch- und spätmittelalterlichen Literatur zu vermitteln und dabei die Rolle von Musik, Gesang sowie die Unterschiede zwischen ritterlichen und bäuerlichen Tanzformen zu untersuchen.

  • Grundlegende Definition und Unterscheidung der Tanzarten (Reigen vs. Tanz)
  • Die untrennbare Verbindung von Tanz, Gesang und Musik im Mittelalter
  • Soziologische Differenzierung zwischen ritterlichen Hoftänzen und bäuerlichen Tanzpraktiken
  • Die Bedeutung von Tanzzeiten, Tanzorten und gesellschaftlichen Kontexten
  • Die Rolle des Tanzes als literarisches Motiv und als Gegenstand kirchlicher Kritik

Auszug aus dem Buch

Kapitel 1: Tanzarten

Böhme unterscheidet in seiner kulturgeschichtlichen Darstellung des Tanzes zwei Hauptgattungen des Tanzes. Als erste Gattung nennt er den reihen, wie dieser Tanz bis in das 18. Jahrhundert hinein bezeichnet wurde. Die neuhochdeutsche Bezeichnung für diesen Tanz ist Reigen. Der Reigen ist eine sehr alte und volkstümliche Tanzart, die bereits zu den Opfertänzen der alten Germanen gehörte. Der mittelhochdeutsche Ausdruck reie ist wahrscheinlich erst im 12. Jahrhundert verwendet worden, da er im Althochdeutschen nicht vorkommt.

Diesen Tanz muß man sich wie folgt vorstellen: Mehrere Tänzer bilden eine Kette, indem sie sich an den Händen halten. In dieser Formation bewegen sich die Tänzer im offenen oder geschlossenen Kreis oder auch in einer ausgezogenen Linie. Der Reigen wurde gesprungen, er war also ein Springtanz, was folgende Stelle aus der Carmina Burana bezeugt:

„Springen wir den reigen nu vrouwe mîn, vröun uns gegen den meigen, uns kumet sîn schîn.“ [Carmina Burana 178]

Als zweite wesentliche Gattung des Tanzes zur Zeit des Minnesangs nennt Böhme den Tanz. Im Unterschied zum Reigen wurde der Tanz getreten, er war ein umgehender Tanz. Dies wird zum Beispiel von Neidhart beschrieben:

„Das wir treten aber ein hovetänzel nâch der gîgen.“

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Quellenlage sowie die thematische Eingrenzung auf den Tanz zur Zeit des Minnesangs.

II Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte des mittelalterlichen Tanzes, von den Tanzarten über die musikalische Begleitung bis hin zur soziokulturellen Einordnung.

1.Tanzarten: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem gesprungenen „Reigen“ und dem getretenen „Tanz“ als zentrale Gattungen.

2.Tanz und Gesang: Hier wird die enge Verflechtung von Tanz und Gesang sowie die Rolle des Vorsängers und Vortänzers dargelegt.

3.Tanz und Musik: Dieses Kapitel behandelt die begleitenden Instrumente sowie die Bedeutung der Improvisation und der Rhythmik.

4.Wann wurde getanzt? Tanzzeiten: Hier wird die jahreszeitliche Prägung des Tanzes, insbesondere die Bedeutung des Frühlings und Sommers, analysiert.

5.Tänze der Ritter: Dieser Abschnitt widmet sich den höfischen Hoftänzen und deren Besonderheiten im Vergleich zu bäuerlichen Formen.

6.Bauerntänze: Hier werden die durch Literatur belegten, springbetonten Bauerntänze und deren gesellschaftliche Wahrnehmung betrachtet.

6.1 Ausblick: Der Ausblick zeigt die Weiterentwicklung der Tanzformen vom 14. bis zum 16. Jahrhundert auf.

6.2 Der Totentanz: Dieses Unterkapitel analysiert das Motiv des Totentanzes als Memento Mori und religiöses Symbol.

7. Wo wurde getanzt?: Dieser Teil untersucht die räumlichen Orte des Tanzes, von der Ritterburg bis zum Dorfanger und kirchlichen Einrichtungen.

8. Wie wurde getanzt?: Hier stehen Aspekte der Kleidung, der ausgelassenen Fröhlichkeit vs. kirchlicher Zucht im Mittelpunkt.

8.1 Ausblick: Der Ausblick thematisiert die Entstehung des Paartanzes und das Phänomen der Tanzwut.

III Schlußwort: Das Schlußwort fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen.

Schlüsselwörter

Minnesang, Tanz, Reigen, Hoftanz, Bauerntanz, Mittelalter, Tanzmusik, Tanzverbot, Totentanz, Neidhart von Reuental, Tanzwut, Körperlichkeit, Brauchtum, Literaturgeschichte, Spielleute

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Motiv des Tanzes im Kontext der hoch- und spätmittelalterlichen Literatur und Gesellschaft, mit einem Fokus auf der Zeit des Minnesangs.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zentrale Themen sind die Unterscheidung der Tanzarten, die Bedeutung von Musik und Gesang für den Tanz sowie der soziale und räumliche Kontext, in dem Tänze stattfanden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Tanzpraxis des Mittelalters zu geben und dabei die verschiedenen Tanzgattungen und deren kulturelle Einbettung zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine literatur- und kulturgeschichtliche Analyse, basierend auf Sekundärliteratur sowie literarischen Zeugnissen des Mittelalters.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Unterschiede zwischen ritterlichem und bäuerlichem Tanz, die musikalische Gestaltung, Tanzzeiten und -orte sowie die moralische Bewertung des Tanzes durch die Kirche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Minnesang, Reigen, Tanz, gesellschaftlicher Kontext, bäuerliche und höfische Kultur sowie literarische Motivik bestimmt.

Warum spielt der Totentanz eine besondere Rolle in der Untersuchung?

Der Totentanz dient als Exkurs, um den Wandel des Tanzmotivs von einer lebensbejahenden hin zu einer existentiell-bedrohlichen, religiös geprägten Darstellung aufzuzeigen.

Welchen Einfluss hatten Tanzverbote auf die Entwicklung der Tanzkultur?

Tanzverbote der Kirche führten oft zu einer Verlagerung ins Private oder Geheime und dokumentieren die wachsende Spannung zwischen weltlicher Lebensfreude und religiöser Disziplinierung.

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Details

Title
Der Tanz zur Zeit des Minnesangs
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophische Fakultät)
Course
Das Motiv des Tanzes in hoch- und spätmittelalterlicher Literatur
Grade
2,0
Author
M.A. Uta Ziegler (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V29317
ISBN (eBook)
9783638308649
ISBN (Book)
9783638789325
Language
German
Tags
Tanz Zeit Minnesangs Motiv Tanzes Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Uta Ziegler (Author), 2003, Der Tanz zur Zeit des Minnesangs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29317
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