Die vorliegende Bachelorthesis beschäftigt sich mit den Erfolgsfaktoren des Projektportfoliomanagements. Zunächst werden die Grundlagen eines Projektes und danach die des Projektmanagements erläutert und im weiteren Verlauf dann die Grundlagen des Projektportfoliomanagements dargestellt. Anschließend wird die Notwendigkeit einer Unternehmensstrategie im Kontext zum Projektportfoliomanagement veranschaulicht. Zum Abschluss werden Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Projektportfoliomanagement benannt.
Einhergehend mit dem Zeitalter der „Digitalen Revolution“ wird die Globalisierung der Märkte in einem zuvor nie dagewesen Tempo forciert. Produktions- und Austauschprozesse der Wirtschaft und Industrie müssen an den sich immer schneller ändernden Bedingungen des Marktes angepasst werden.
Eine der markantesten Marktänderungen ist die rasant voranschreitende Verkürzung der Produktlebenszyklen. Auf der einen Seite sind es die Unternehmen selbst, die aufgrund des Wettbewerbs in immer kürzeren Zyklen Innovationen entwickeln. Auf der anderen Seite sind es die Käufer, die mit dem Wunsch nach technischen Verbesserungen und immer leistungsstärkeren Produkten an die Unternehmen herantreten.
Durch diesen Wandel sind Unternehmen dazu gezwungen, ihre verschiedenen Abteilungen enger miteinander zu verknüpfen, um eine enge interdisziplinäre Tätigkeit zu etablieren. Dieser Umstand begünstigt den Wandel von den klassischen Organisationsformen hin zu neuartigen Organisationsformen wie dem Projekt- bzw. Multiprojektmanagement. Es sind diese Organisationsformen, die die Entwicklung neuer Instrumente wie dem Projektportfolio ermöglichen und vorantreiben.
Gerade projektorientierte Unternehmen sehen die Chance, durch Instrumente wie dem Projektportfoliomanagement die eigene Unternehmenssituation zu verbessern. Dieses Instrument bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die Auswahl von unternehmensexternen Projekten zu optimieren. Ihre Nutzeffektivität hängt davon ab, Erfolgsfaktoren für die Auswahl und Verwaltung des richtigen Projekts unter Berücksichtigung der Wettbewerbsstrategie zu definieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Eingrenzung, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Fallbeispiel
2 Projekt
2.1 Projektarten
2.2 Projektlebenszyklus (Projektprozess)
2.3 Projektziele
3 Projektmanagement
3.1 Projektmanagement im Wandel der Zeit
3.2 Aufgaben des Projektmanagements
3.3 Unterschiedliche Ausprägungen im Projektmanagement
3.3.1 Einzelprojektmanagement
3.3.2 Multiprojektmanagement
3.4 Das projektorientierte Unternehmen
4 Die Wettbewerbsstrategie
4.1 Die Notwendigkeit einer gut durchdachten Strategie
4.2 Die Art der Wettbewerbsstrategie
4.2.1 Unternehmensstrategie
4.2.2 Geschäftsbereichsstrategie
4.3 Das Oligopol-Dilemma
5 Projektportfoliomanagement
5.1 Konfiguration von Projektportfolios
5.2 Wechselwirkung zwischen Wettbewerbsstrategie und Projektportfolio
6 Projektauswahl im Kontext der Wettbewerbsstrategie
6.1 Auswahl von Bewertungsmethoden
6.1.1 Gewinnvergleichsrechnung
6.1.2 Relative Deckungsbeitragsrechnung
6.1.3 Die Nutzwertanalyse
6.2 Ausprägung der verschiedenen Bewertungsmethoden
7 Erfolgsfaktoren
7.1 Strukturierung der Erfolgsfaktoren
7.2 Umwelt- und Unternehmensanalyse
7.3 Generelle Erfolgsfaktoren
7.3.1 Branchenübergreifende Erfolgsfaktoren
7.3.2 Branchenspezifische Erfolgsfaktoren
7.3.3 Unternehmensspezifische Erfolgsfaktoren
7.4 Erfolgsfaktoren des Projektportfoliomanagements
7.4.1 Kritische Erfolgsfaktoren des Projektportfoliomanagements
7.4.2 Strategische Erfolgsfaktoren des Projektportfoliomanagements
8 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Bachelorthesis untersucht Erfolgsfaktoren des Projektportfoliomanagements bei der Auswahl und Verwaltung kundenorientierter externer Projekte unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie. Ziel ist es, Methoden zu identifizieren und zu beschreiben, die es Unternehmen ermöglichen, Projekte im Kontext einer Wettbewerbsstrategie erfolgreich zu steuern, wobei der Fokus insbesondere auf projektorientierten Unternehmen im Marktumfeld erneuerbarer Energien liegt.
- Grundlagen des Projektmanagements und Projektlebenszyklus
- Bedeutung der Unternehmens- und Wettbewerbsstrategie
- Konfiguration und Steuerung von Projektportfolios
- Methoden zur quantitativen und qualitativen Projektbewertung
- Strukturierung kritischer und strategischer Erfolgsfaktoren
Auszug aus dem Buch
6.1.3.1 Definition und Gewichtung der Auswahlkriterien
Sind Kapazitäten im Unternehmen frei und stehen mehrere Projekte zur Auswahl, müssen diese anhand vorher festgesetzter Kriterien bewertet werden. Es mag naheliegen, die Projekte auszuwählen, die eine hohe Gewinnmarge bieten. Dies kann jedoch im Konflikt zur Wettbewerbsstrategie stehen und auf lange Sicht gesehen den Unternehmenserfolg gefährden. Vor dem Bewertungsprozess müssen somit Kriterien im Einklang mit der Wettbewerbsstrategie definiert werden.
Die Auswahlkriterien können in Kriterien quantitativer und qualitativer Natur unterteilt werden. Quantitative Auswahlkriterien wie z.B. der Deckungsbeitrag können leicht miteinander verglichen werden. Anders verhält es sich mit den qualitativen Kriterien. Diese müssen durch ein einheitliches Punktesystem ganzheitlich vergleichbar gemacht werden. Dazu ist die Erstellung eines Bewertungsschemas vonnöten, um die zu bewertenden Projekte anhand der gleichen Kriterien prüfen zu können.
Die Frage nach der Anzahl der Kriterien ist nicht genau definiert. Es müssen die für die Entscheidung wichtigen Kriterien ausgewählt werden, wobei dem Grundsatz: „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ eine hohe Bedeutung zugemessen werden sollte. Dies verringert sowohl den benötigen Arbeitsaufwand wie auch die Komplexität des Bewertungsprozesses.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Marktdynamik und die Notwendigkeit, Projektmanagement strategisch auszurichten, sowie das Fallbeispiel der fiktiven Windpark AG.
2 Projekt: Definiert den Projektbegriff, erläutert Projektarten, den Projektlebenszyklus und die Bedeutung der zielgerichteten Projektdefinition.
3 Projektmanagement: Analysiert die Aufgaben des Managements, die historische Entwicklung sowie die Unterschiede zwischen Einzel- und Multiprojektmanagement.
4 Die Wettbewerbsstrategie: Erläutert die Relevanz einer durchdachten Wettbewerbsstrategie und beleuchtet das Oligopol-Dilemma in wettbewerbsintensiven Märkten.
5 Projektportfoliomanagement: Beschreibt die Konfiguration von Portfolios und die notwendige Wechselwirkung zwischen strategischer Ausrichtung und operativem Projektmanagement.
6 Projektauswahl im Kontext der Wettbewerbsstrategie: Stellt verschiedene Bewertungsmethoden vor und führt diese zur Projektauswahl anhand eines konkreten Schemas zusammen.
7 Erfolgsfaktoren: Strukturiert Erfolgsfaktoren in interne/externe sowie kritische/strategische Aspekte und leitet diese für das Projektportfoliomanagement ab.
8 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Berücksichtigung von Wettbewerbsstrategien für kundenprojektorientierte Unternehmen.
Schlüsselwörter
Projektportfoliomanagement, Wettbewerbsstrategie, Projektmanagement, Erfolgsfaktoren, Nutzwertanalyse, Deckungsbeitragsrechnung, Windpark AG, Kundenprojekte, Multiprojektmanagement, Strategische Planung, Kapazitätsplanung, Unternehmensstrategie, Projektbewertung, Zielhierarchie, Marktdynamik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen externe Kundenprojekte in einem Projektportfolio steuern und welche Faktoren über den Erfolg entscheiden, wenn diese Auswahl an einer übergeordneten Unternehmensstrategie ausgerichtet wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Projektmanagement, Wettbewerbsstrategien, Projektportfoliomanagement sowie die Anwendung von Bewertungsmethoden zur Ressourcenallokation.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist die Identifikation und Beschreibung von Erfolgsfaktoren, um die Auswahl und Verwaltung externer Projekte so zu optimieren, dass sie im Einklang mit der Wettbewerbsstrategie des Unternehmens stehen.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es werden klassische betriebswirtschaftliche Ansätze wie die Nutzwertanalyse, Gewinnvergleichsrechnung und Deckungsbeitragsrechnung modifiziert und auf das Projektportfoliomanagement übertragen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen des Projektmanagements, Strategieentwicklung, die Konfiguration von Projektportfolios sowie die detaillierte Bewertung und Auswahl von Projekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert primär auf Projektportfoliomanagement, Wettbewerbsstrategie, Erfolgsfaktoren und die Entscheidungsfindung bei der Projektauswahl.
Warum wird die Windpark AG als Fallbeispiel verwendet?
Das fiktive Unternehmen dient dazu, die theoretischen Konzepte wie Kapazitätsengpässe und Marktregionen greifbar zu machen und die Anwendung der Bewertungsmethoden praxisnah zu illustrieren.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen kritischen und strategischen Erfolgsfaktoren?
Kritische Faktoren sind für das operative Tagesgeschäft und die Erreichung kurzfristiger Projektziele essenziell, während strategische Faktoren den langfristigen Unternehmenserfolg und Wettbewerbsvorteile sichern.
- Citation du texte
- Daniel Raschig (Auteur), 2014, Projektportfoliomanagement. Erfolgsfaktoren bei Auswahl und Verwaltung der richtigen Projekte unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293175