Netzplantechniken und andere graphische Methoden des Projektmanagements


Hausarbeit, 2015

18 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

3. Methoden des Projektmanagements
3.1 Netzplantechniken
3.1.1 Critical Path Method (CPM)
3.1.2 Program Evaluation and Review Technique (PERT)
3.1.3 Metra Potential Method (MPM)
3.2 Terminliste
3.3 Balkenpläne
3.3.1 Gantt-Diagramm
3.3.2 PLANNET-Diagramm

4. Relevanz von Netzplantechniken

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Beispiel eines Vorgangspfeilnetzplans

Abb. 2: Grundlegende Darstellungslogik eines Ereignisknotennetzplans

Abb. 3: Darstellung eines Vorgangsknoten

Abb. 4: Beispiel eines Vorgangsknotennetzplans

Abb. 5: Beispiel einer Terminliste

Abb. 6: Beispiel eines einfachen Gantt-Diagramms

Abb. 7: Beispiel eines PLANNET-Diagramms

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Bedeutung des Projektmanagements in Unternehmen steigt durch Umweltveränderungen und neuen Anforderungen denen sich Organisationen gegenübersehen seit Jahren beständig an. Anforderungen wie schnell ändernde Markt- und Kundenstrukturen, kürzere Produktlebenszyklen, ein steigender Konkurrenzdruck sowie komplexere Zusammenhänge treiben Organisationsmodelle voran um organisationsspezifische Problemstellungen zu bewältigen (Walter, 2006, p. 11). Eine für diese Problematik notwendige und für das Projektmanagement vorausgesetzte Projektorganisation unterstützt flexibles und rasches Handeln (Burghardt, 2013, p. 9).

Die Projektablaufplanung (PAP) spielt innerhalb des Projektmanagements eine entscheidende Rolle. Denn diese stellt alle Abhängigkeiten eines Vorhabens dar und legt die Reihenfolge der Elemente fest um das Projektziel zu erreichen (Wytrzens, 2010, p. 131). Innerhalb dieser Ausarbeitung wird daher näher auf Planungsmethoden wie Terminlisten, Balkenpläne sowie Netzplantechniken eingegangen wie auch auf die Relevanz von Netzplantechniken. Abschließend wird ein Fazit gezogen.

2. Begriffsklärung

Vorab sind folgende Begrifflichkeiten für den weiteren Verlauf der Ausarbeitung zu klären und abzugrenzen.

Wytrzens (2010, p. 22) definiert Projektmanagement wie folgt: „Das Projektmanagement stellt eine universelle Konzeption für die Durchführung von zeitlich begrenzten Aufgaben […] dar, wobei solche terminlich fixierten Vorhaben geplant, gesteuert und kontrolliert werden müssen. Die Gesamtheit dieser Funktion wird als Projektmanagement bezeichnet.“ Auch Nausner (Nausner, 2006) charakterisiert Projektmanagement als „Organisation von komplexen Vorhaben auf Zeit“.

Die Projektablaufplanung gehört zur Projektmanagementphase, der Projektplanung. Neben dieser bestehen noch weitere Phasen wie Projektdefinition, Projektkontrolle, Projektabschluss sowie Projektunterstützung. Die Projektplanung beinhaltet die Aufgabenbereiche Strukturplanung, Ressourcenplanung, Kostenplanung und Risikomanagement (Burghardt, 2013). Der Projektablauf baut dabei auf dem Projektstrukturplan auf bzw. wird von diesem abgeleitet. Die Projektvorgänge oder Aktivitäten ergeben sich aus dem Strukturplan, welche Ablaufelemente mit einem Anfang und Ende darstellen, die ein bestimmtes Geschehen repräsentieren. Ein Ereignis (Meilenstein) stellt einen bestimmten Zustand (Anfang, Ende) dar und besitzt somit keine Dauer. Innerhalb des Ablaufplans werden diese einzelnen Vorgänge unter Berücksichtigung der detaillierten, inhaltlichen und zeitlichen Abhängigkeiten und der Projektrahmenbedingungen in eine zeitliche Reihenfolge gebracht. Abhängigkeiten (=Anordnungsbeziehungen) repräsentieren demnach die Beziehungen zwischen den Vorgängen. In der Praxis können Anordnungsbeziehungen viele Ursachen haben, wozu unter anderem existierende technische oder organisatorische Abhängigkeiten gehören. Innerhalb der Netzplantechnik geht man von vier verschiedenen Formen von Anordnungsbeziehungen aus, die Anfang und Ende der beiden beteiligten Vorgänge miteinander in Beziehung setzen: Normalfolge, Anfangsfolge, Endfolge und Sprungfolge. Im weiteren Verlauf wird nur die häufigste Abhängigkeit zwischen zwei Vorgängen dargestellt. Diese besteht darin, dass der Nachfolger erst beginnen kann, wenn der Vorgänger abgeschlossen ist, die so genannte Ende-Anfangs-Beziehung (Meyer, 2003, p. 302; Zell, 2013, p. 66).

Die einzelnen Vorgänge eines Projektes besitzen Anfangstermine (Frühester Anfang = FA, Spätester Anfang = SA), Vorgangsdauern und Endtermine (Frühestes Ende = FE, Spätestes Ende = SE) (Aichele, 2006, p. 80).

Die detaillierte Erstellung eines Aktivitäten- und Terminplanes erfolgt meistens mittels der Netzplantechnik (Aichele, 2006, p. 80). Ein Netzplan wird laut DIN 69 900 definiert als Verfahren zur Projektplanung und –steuerung, wobei der Netzplan als graphische Darstellung Ablaufstrukturen von Vorgängen veranschaulicht, die logisch und zeitlich aufeinander folgen (Litke, 1993, p. 110). Dabei dient der Netzplan drohende Terminverzögerungen rechtzeitig zu erkennen. Die Projektplanung stellt damit ein Instrument zur Verfügung, das die Überwachung und Steuerung eines Projektes hinsichtlich der gegebenen Termine und dem weiteren Verlauf ermöglicht, wobei Zeit, Kosten, Einsatzmittel und andere Einflussgrößen berücksichtigt werden können (Walter, 2006, p. 123; Gonschorrek, 2007, p. 308).

3. Methoden des Projektmanagements

Das Projektmanagement einer Organisation behilft sich zur Darstellung des Projektablaufs mit verschiedenen Methoden, so zum Beispiel mithilfe der Netzplantechnik, Balkenpläne oder Terminlisten. Der Einsatz dieser Instrumentarien ist abhängig von der Projektkomplexität. Bei kleinen und wenig komplexen Projekten wird üblicherweise ein Termin oder Balkenplan eingesetzt. Projekte von mittlerer Größe nutzen überwiegend Balkenpläne, wohingegen für große und komplexe Projekte die Netzplantechnik verwendet wird wie auch Balkenpläne und Terminlisten ergänzend abgeleitet werden können (Rinza, 1998, p. 68).

3.1 Netzplantechniken

In der Praxis haben sich im Wesentlichen drei Netzplantechniken herauskristallisiert. Diese sind das Vorgangspfeilnetz (englisch: Critical Path Method (CPM)), das Vorgangsknotennetz (englisch: Metra Potential Method (MPM)) und das Ereignisknotennetz (englisch: Program Evaluation and Review Technique (PERT)) (Walter, 2006, p. 124; Wytrzens, 2010). „Der charakteristische Unterschied zwischen CPM und PERT auf der einen und MPM auf der anderen Seite ist die Darstellung des Projektablaufs durch ein Vorgangspfeilnetz bei CPM und PERT, während bei MPM die Darstellung mit Hilfe eines Vorgangsknotennetzes erfolgt“ (Vahrenkamp, 2008, p. 242). Dabei ist CPM und MPM vorgangsorientiert und PERT ereignisorientiert.

Steht der früheste Projektstarttermin fest, wird mit der Vorwärtsterminierung der früheste Endtermin eines Projektes ermittelt. Genauso wird anhand eines gegebenen, spätesten Endtermins mithilfe der Rückwärtsterminierung der späteste Anfangstermin eines Projektes festgelegt. Wenn die Differenz zwischen dem spätesten Anfangstermin und dem frühesten Anfangstermin größer als 0 ist, so spricht man von positiven Pufferzeiten und einem unkritischen Projekt oder auch einzelnen Vorgang. Laut DIN 69 900 ist die Pufferzeit die Zeitspanne, um welche die Lage oder Dauer eines Vorgangs verändert werden kann ohne die Gesamtdauer des Projektes zu beeinflussen.

Pufferzeit = Spätester Anfang (SA) – Frühester Anfang (FA) = Spätestes Ende (SE) – Frühestes Ende (FE)

Ist die Differenz kleiner oder gleich 0, so spricht man von einem kritischen Vorgang. Besteht eine Reihe von kritischen Vorgängen innerhalb eines Projektes, so besteht ein kritischer Pfad. Wenn man die Vorgangsdauern der Vorgänge im Netzplan addiert, erhält man die Durchführungsdauer für jeden Pfad. Der Pfad mit der längsten Durchführungsdauer ist der kritische Pfad. Dieser kann nicht verlängert werden, ohne dass sich auch der späteste Endtermin des Projektes verlängert. Damit bestimmt er die Projektdauer. Nach DIN 69 900 ist der kritische Pfad eine Verbindung aller Vorgänge, deren Pufferzeiten nicht über 0 sind (Aichele, 2006, p. 82; Bohinc, 2010, p. 76).

3.1.1 Critical Path Method (CPM)

Die zeitdeterministische „Kritischer-Pfad-Methode“ oder das Vorgangspfeilnetz (VPN) berechnet für jeden Vorgang jeweils einen eigenen Anfangs- und Endzeitpunkt. Diese Methode beabsichtigt, Pufferzeiten zu berechnen, um feststellen zu können, welche Aktivitäten die geringste Planungsflexibilität besitzen. Innerhalb dieser Methode werden die Vorgänge durch Pfeile und die Fertigstellung des Vorgangs repräsentierenden Ereignisse durch Knoten (Kreise), wie im folgenden Beispiel veranschaulicht wird, dargestellt. Die Ereignisse stellen demnach einen Zeitpunkt dar, zu denen Vorgänge beginnen bzw. enden. (Wytrzens, 2010, p. 148; Burghardt, 2013, p. 135).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Beispiel eines Vorgangspfeilnetzplans

Der kritische Pfad ergibt sich aus den Vorgängen mit den zugehörigen Vorgangsdauern B (15) + D (18) + G (30) + K (7) = 70.

Die in der Abbildung „fett“-markierten Zahlen entstehen durch die Vorwärtsterminierung.

Beispielsweise wird der Anfangstermin des Ereignisses 4 wie folgt berechnet: 15 (Endtermin Ereignis 2) + 24 (Dauer Vorgang E) = 45 (Anfangstermin Ereignis 4)

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Netzplantechniken und andere graphische Methoden des Projektmanagements
Hochschule
Prifysgol Cymru University of Wales
Note
1,0
Jahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V293306
ISBN (eBook)
9783656907671
ISBN (Buch)
9783656907688
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
netzplantechniken, methoden, projektmanagements
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Netzplantechniken und andere graphische Methoden des Projektmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293306

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