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Menschenrechte als Bedingung der Möglichkeit demokratischer Willensbildung. „Zur Legitimation von Menschenrechten“ von Jürgen Habermas

Titel: Menschenrechte als Bedingung der Möglichkeit demokratischer Willensbildung. „Zur Legitimation von Menschenrechten“ von Jürgen Habermas

Forschungsarbeit , 2015 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kilian Seefeld (Autor:in)

Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Resultate politischer Willensbildung benötigen erfahrungsgemäß in den weit überwiegenden Fällen
eine legitimierende Grundlage, sobald deren Proponenten eine praktische Umsetzung gegenüber der
Bevölkerung geltend machen wollen. Hierbei lassen sich diverse Formen voneinander
unterscheiden. Je nach politischer bzw. gesellschaftlicher Verfasstheit kann bspw. zwischen
religiösen, autoritären, republikanischen oder demokratischen Legitimationsformen unterschieden
werden. Habermas richtet seine Überlegungen explizit an der Beantwortung der Frage aus, welchen
Bedingungen demokratisch verfasste Gemeinschaften für die Institutionalisierung einer
demokratischen resp. rechtsstaatlichen Normfindung und -setzung genügen müssen. Er
kommt hierbei zu dem Schluss, dass politische Gemeinschaften „rechtsstaatliche“ Normen nur unter
Beachtung der folgenden zwei Bedingungen bilden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die prozessuale Rechtfertigung des demokratischen Verfassungsstaates

2.1. Begriffliche Vorklärungen

2.2. Begriff der demokratisch – rechtsstaatlichen Legitimität politischer Entscheidungsprozesse

3. Kritik an Begriff und (dahinterliegenden) Anspruch der Menschenrechte

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Jürgen Habermas' theoretische Überlegungen zur Legitimation von Menschenrechten strukturiert aufzuarbeiten und in einen kohärenten Zusammenhang zu stellen, um insbesondere die Bedingungen für die demokratische Willensbildung in einer rechtsstaatlichen Ordnung zu beleuchten.

  • Die theoretische Begründung der prozessualen Rechtfertigung des demokratischen Verfassungsstaates.
  • Die begriffliche Differenzierung zwischen positiven Rechten, Freiheitsrechten und politischer Legitimität.
  • Die Analyse und Widerlegung zentraler kritischer Einwände gegen das universelle Menschenrechtskonzept.
  • Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen individuellen Freiheitsrechten und kollektiver politischer Autonomie.

Auszug aus dem Buch

Kritik 2: Hinter jeder universellen Forderung steckt der Machtanspruch eines bestimmten politischen Kollektivs

Habermas hält entgegen, dass die Institutionalisierung einer legitimen positiven Rechtsordnung politische Macht eingrenzt bzw. kontrollierbar macht (domestiziert). Die Idee der Menschenrechte muss nicht zwangsläufig als ein Produkt abendländischer Tradition begriffen werden, sondern eher als Antwort auf die Anforderungen einer „global ausgebreiteten gesellschaftlichen Moderne“.

Habermas wird daher auch an dieser Stelle nicht müde zu betonen, dass interkulturelle Diskurse, denen sich staatlich verfasste Gemeinschaften nicht mehr effektiv verschließen können, immer auf symmetrischen Kommunikationsbeziehungen zwischen den Teilnehmern beruhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit einer legitimierenden Grundlage für politische Willensbildung ein und postuliert die zwei Bedingungen, unter denen demokratische Gemeinschaften rechtsstaatliche Normen bilden können.

2. Die prozessuale Rechtfertigung des demokratischen Verfassungsstaates: Hier werden die begrifflichen Grundlagen der Rechtsphilosophie nach Habermas erörtert und die Bedingungen für die Legitimität einer positiven Rechtsordnung definiert.

3. Kritik an Begriff und (dahinterliegenden) Anspruch der Menschenrechte: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit verschiedenen philosophischen und politischen Einwänden gegen das Konzept der Menschenrechte auseinander und präsentiert Habermas' Argumentationslinien zur Entkräftung dieser Vorbehalte.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert die Bedeutung von Habermas' Analysen für das Verständnis von Menschenrechten als universellem ethisch-moralischem Bezugsrahmen in internationalen Diskursen.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Jürgen Habermas, demokratischer Verfassungsstaat, Legitimität, Rechtsordnung, politische Willensbildung, Freiheitsrechte, Volkssouveränität, interkultureller Diskurs, Rechtsphilosophie, subjektive Rechte, positive Rechtsnormen, politische Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der inhaltlichen Aufarbeitung des Textes „Zur Legitimation von Menschenrechten“ von Jürgen Habermas und beleuchtet dessen Sicht auf die Bedingungen für eine legitime demokratische Rechtsordnung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der prozessualen Rechtfertigung von Verfassungsstaaten, der Begriffsbestimmung von Legitimität und der Auseinandersetzung mit menschenrechtskritischen Positionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexen theoretischen Überlegungen von Habermas zu strukturieren und aufzuzeigen, warum Menschenrechte als notwendige Bedingung für demokratische Willensbildung fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische und begriffsphilosophische Aufarbeitung, die auf einer deskriptiven Darstellung und diskurstheoretischen Einordnung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die begrifflichen Vorklärungen zur Rechtsordnung und diskutiert fünf zentrale Kritikpunkte, darunter den Vorrang von Gemeinschaftsrechten und den Vorwurf, Menschenrechte seien ein rein westliches Konstrukt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Menschenrechte, Legitimität, demokratische Willensbildung, Diskurs und Rechtsstaatlichkeit geprägt.

Wie definiert Habermas das Verhältnis von Freiheit und Politik?

Er argumentiert, dass politische Rechte und Freiheitsrechte sich gegenseitig bedingen: Die privatbürgerliche Autonomie ist die Voraussetzung für unabhängige politische Entscheidungsfindung, während erst die politische Partizipation die Freiheitsrechte sichert.

Warum hält Habermas die Kritik der „Asiatischen Werte“ für widersprüchlich?

Er weist darauf hin, dass diese Kritiker selbst moderne Rechtsordnungen für wirtschaftliche Modernisierung nutzen, was implizit das Mindestmaß an individuellen Freiheitsrechten voraussetzt, die sie im Diskurs ablehnen.

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Details

Titel
Menschenrechte als Bedingung der Möglichkeit demokratischer Willensbildung. „Zur Legitimation von Menschenrechten“ von Jürgen Habermas
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin  (Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession)
Veranstaltung
Individuum und Weltgemeinschaft
Note
1,3
Autor
Kilian Seefeld (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
9
Katalognummer
V293411
ISBN (eBook)
9783656908852
ISBN (Buch)
9783656908869
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jürgen Habermas Menschenrechte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kilian Seefeld (Autor:in), 2015, Menschenrechte als Bedingung der Möglichkeit demokratischer Willensbildung. „Zur Legitimation von Menschenrechten“ von Jürgen Habermas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293411
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Leseprobe aus  9  Seiten
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