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Gewaltdarstellungen in den Medien

Title: Gewaltdarstellungen in den Medien

Term Paper , 1999 , 17 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: MA. Mansoon Ahn (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Es ist noch immer unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen Mediengewaltkonsum und späterer Aggressivität des Rezipienten, vor allem der Kinder gibt. Um diesen Zusammenhang zwischen Mediengewalt und tatsächlicher Gewalt zu erfassen, ist diese Hausarbeit wie folgt aufgebaut: Es soll zunächst der Stand der Medienwirkungsforschung aufgezeigt werden. Daraufhin wird in der Arbeit der Versuch unternommen, die verschiedenen aktuellen Thesen konträr aufzuarbeiten. Interessant ist dabei die umstrittene Frage, wie Gewaltdarstellungen auf den Rezipienten wirken. Eine Gruppe von Forschern geht von einer aggressionsfördernden Wirkung von Gewaltdarstellungen in den Medien aus, die andere Gruppe hingegen hält Gewaltdarstellungen für ungefährlich oder sogar aggressionsmindernd.. Zusätzlich existiert die These von der Wirkungslosigkeit von Gewaltdarstellungen, die aber nicht die generelle Wirkungslosigkeit von Medien einschließt. Im Anschluss wird die Position von Experten z.B. Psychologen, Psychiatern und Richtern, Staatsanwälten erläutert und deren Beurteilung miteinbezogen. Um den Stellenwert des Angebots im Interaktionsprozess mit dem Zuschauer einordnen zu können, werden danach neuere Untersuchungen analysiert. In einem letzten Schritt sollen Konsequenzen für die Gewaltdarstellungen und Defizite bisheriger Gewaltforschungen diskutiert werden.

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Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DER STAND DER MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG

III. ÜBERSICHT ÜBER DIE THESEN ZUR WIRKUNG VON GEWALTDARSTELLUNGEN

3.1. Befürwortende Thesen zur Gewaltdarstellung in den Medien

3.1.1 Katharsisthese

3.1.2 Inhibitionsthese

3.1.3 Kognitive Unterstützungsthese

3.2. Die Thesen von der Wirkungslosigkeit

3.3. Kritische Thesen zur Gewaltdarstellung in den Medien

3.3.1 Habitualisierungs-bzw. Desensibilisierungsthese

3.3.2 Stimulations- bzw. Erregungsthese

3.3.3 Suggestionsthese

3.3.4 Lerntheoretische Position I

3.3.5 Lerntheoretische Position II

3.4. Position von Experten

3.4.1 Die Befragung von Psychologen und Psychiatern

3.4.2 Die Befragung von Richtern und Staatsanwälten

3.5. Ergebnisse neuerer Untersuchungen

IV. ZUSAMMENFASSUNG

V. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Darstellung von Gewalt in den Medien, insbesondere im Fernsehen, und den Auswirkungen auf das Verhalten der Rezipienten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Mediengewalt ein soziales Problem darstellt oder lediglich ein unbedeutendes Phänomen ist und welche psychologischen Wirkmechanismen hierbei eine Rolle spielen.

  • Historische Einordnung von Gewaltdarstellungen als soziales Problem.
  • Konträre wissenschaftliche Thesen zur Medienwirkung (von Katharsis bis zur Stimulation).
  • Analyse der Rolle von Fernsehen im Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen.
  • Expertenbefragungen von Psychologen, Psychiatern und Juristen zur Einschätzung von Medienwirkungen.
  • Diskussion neuerer Forschungsansätze und methodischer Herausforderungen in der Wirkungsforschung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Katharsisthese

Die Theoretiker der Katharsisthese, die schon von Aristoteles vertreten wurde, behaupten, daß die Bereitschaft zur Gewalt durch das Ansehen von Gewaltdarstellungen reduziert wird. Hier geht man davon aus, daß Fernsehaggressionen stellvertretend die eigenen Aggressionen des Zuschauers ableiten.

Nach einem Experiment von Seymour FESHBACH(1961) zeigten absichtlich verärgerte Versuchspersonen, die einen aggressiven Film gesehen hatten, weniger aggressive Verhaltensweisen, als die Versuchspersonen, die einen neutralen Film gesehen hatten. Daraus folgte FESHBACH, daß Gewaltdarstellungen im Fernsehen einen katharsischen Effekt haben.

Da FESHBACH die Aggressivität der Versuchspersonen vor und nach der absichtlichen Verärgerung nicht mißt und der neutrale Film nicht unbedingt auf alle Versuchspersonen neutral wirken mußte, können die Versuchsergebnisse wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Es wird die gesellschaftliche Relevanz des Themas Gewaltdarstellungen im Fernsehen skizziert, insbesondere im Hinblick auf den hohen Konsum bei Kindern.

II. DER STAND DER MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG: Dieser Teil gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Forschung und betont die Notwendigkeit einer präzisen Definition von Gewalt.

III. ÜBERSICHT ÜBER DIE THESEN ZUR WIRKUNG VON GEWALTDARSTELLUNGEN: Hier werden gegensätzliche theoretische Ansätze gegenübergestellt, die von einer aggressionsmindernden (Katharsis) bis hin zu einer aggressionsfördernden Wirkung reichen.

IV. ZUSAMMENFASSUNG: Es wird konstatiert, dass keine direkte Kausalität zwischen Mediengewalt und individuellem Verhalten besteht, sondern ein komplexes Zusammenspiel von Persönlichkeitsfaktoren und Sozialisation maßgeblich ist.

V. LITERATURVERZEICHNIS: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Studien zur wissenschaftlichen Untermauerung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Mediengewalt, Fernsehen, Medienwirkungsforschung, Katharsisthese, Stimulations- bzw. Erregungsthese, Lerntheoretische Position, Sozialisation, Aggressionsförderung, Medienkompetenz, Expertenbefragung, Rezipientenverhalten, Desensibilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Wirkung von medial dargestellter Gewalt auf den Rezipienten, insbesondere den Einfluss von Fernsehgewalt auf Kinder und Jugendliche.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Debatte zur Medienwirkung, die Rolle von Expertenmeinungen und den Einfluss des Fernsehens auf die Gewaltbereitschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob ein wissenschaftlich belegbarer Zusammenhang zwischen Mediengewaltkonsum und tatsächlicher Aggressivität besteht.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse bekannter wissenschaftlicher Thesen mit der Auswertung von Expertenbefragungen (Psychologen, Psychiater, Juristen).

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung konträrer Thesen, von der Katharsisthese bis hin zu lerntheoretischen Ansätzen, und die Auswertung praktischer Experten-Erfahrungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mediengewalt, Katharsisthese, Stimulations- bzw. Erregungsthese und die Sozialisationsrelevanz des Fernsehens.

Warum wird die Katharsisthese heute kritisch gesehen?

Die Katharsisthese gilt als weitgehend falsifiziert, da empirische Daten die Annahme einer rein "reinigenden" Wirkung von Gewaltfilmen nicht haltbar machen.

Was besagt die Habitualisierungsthese?

Die Habitualisierungsthese geht davon aus, dass durch lang anhaltenden Konsum von Gewaltdarstellungen eine Abstumpfung eintritt, wodurch Gewalt als normales Alltagsphänomen wahrgenommen wird.

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Details

Title
Gewaltdarstellungen in den Medien
College
University of Münster
Grade
1.7
Author
MA. Mansoon Ahn (Author)
Publication Year
1999
Pages
17
Catalog Number
V29344
ISBN (eBook)
9783638308762
ISBN (Book)
9783638789349
Language
German
Tags
Gewaltdarstellungen Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA. Mansoon Ahn (Author), 1999, Gewaltdarstellungen in den Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29344
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