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Identitätsbildung als zentrale Aufgabe des Jugendalters. Suizidales Verhalten bei Jugendlichen

Título: Identitätsbildung  als zentrale Aufgabe des Jugendalters. Suizidales Verhalten bei Jugendlichen

Trabajo , 2014 , 20 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Henriette Kolbe (Autor)

Pedagogía - Otras
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Weshalb verletzt sich ein Mensch selbst und nimmt dabei möglicherweise bewusst oder unbewusst den eigenen Tod in kauf? Das ist eine sehr vielschichtige Frage, die nicht pauschal beantwortet werden kann. Individuelle Auslöser, die einen gravierenden Einschnitt darstellen, wie der Tod einer nahe stehenden Person, geben wohl einen ersten Ansatzpunkt. Allerdings liegen die Ursachen, solch ein Verhalten als Handlungsoption zu wählen, vermutlich deutlich tiefer. Dem Menschen fehlt es an Alternativen, sich aus dieser Situation adäquat zu befreien. Alternativen könnten durch das soziale Umfeld und die eigene Wertschätzung gegeben werden. Die Wertschätzung setzt allerdings ein Bewusstsein seiner selbst voraus. Demnach liegt es nahe, dass neben traumatischen oder gesundheitlichen Ursachen auch die Gewissheit über die eigene Person in Wechselwirkung mit dem sozialen Kontext eine Rolle spielt. Identität ist dabei als ein weites Feld zu begreifen. Die stetige Entwicklung und Anpassung der eigenen Identität ist eine zentrale Aufgabe im Leben eines Menschen. Ob beruflich, privat oder gesellschaftlich, der Mensch ist immer wieder vor neue Anforderungen gestellt, denen er sich anpassen sollte. Vor allem im Jugendalter, wenn in Loslösung von den kindlichen Vorstellungen erstmals eine eigene, reflektierte Auseinandersetzung mit einem selbst erfolgt, stellt die Entwicklung des eigenen Ichs eine wesentliche Entwicklungsaufgabe dar. Doch gerade in dieser unbeständigen Zeit des Jugendalters lässt sich das Gefühl von Überforderung wohl nicht vermeiden. In einem Zwischenstadium zwischen Kind sein, welches wohlbehütet unter dem Schutz der Eltern steht, und dem Erwachsenenalter, in dem man selbstbestimmt sein Leben führen kann, muss der / die Adoleszente seinen / ihren neuen Platz erst finden. In Anbetracht dieser Besonderheit des Jugendalters beschränkt sich die vorliegende Arbeit auf die Gruppe der Jugendlichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Identität

2.2 Jugendalter

2.3 Suizidalität

3 Theorien der Identitätsentwicklung

3.1 Einflussfaktoren auf die Identitätsbildung

3.2 Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erik H. Erikson

3.3 Identitätstypen nach James Marcia

4 Suizidalität im Jugendalter

4.1 Ursachen und Suizidrate in Deutschland

4.2 Einfluss der Identitätsentwicklung

5 Schlussbetrachtung

6 Literaturangaben

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Identitätsentwicklung Jugendlicher und suizidalem Verhalten. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit eine gefestigte Identität als Schutzfaktor fungiert und welche Bedeutung psychosoziale Entwicklungsaufgaben für die Krisenbewältigung im Jugendalter haben.

  • Grundlagen der Identitätsbildung im Jugendalter
  • Psychosoziale Entwicklungstheorien nach Erik H. Erikson
  • Identitätstypologien nach James Marcia
  • Soziologische und psychologische Ursachen für Suizidalität
  • Einfluss des sozialen Umfelds und der Peer-Group

Auszug aus dem Buch

3.1 Einflussfaktoren auf die Identitätsbildung

Der Mensch ist als Teil einer kulturellen Gemeinschaft zu betrachten, die in gegenseitiger Wechselwirkung zueinander steht. Die bereits erläuterte Selbst- und Fremdwahrnehmung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft nimmt einen entscheidenden Einfluss auf die Identitätsentwicklung. [vgl. Erikson, zitiert nach Hügel 1998, S. 58] Beim Übergang vom Kind zum Erwachsenen steht eine Vielzahl von körperlichen und kognitiven Veränderungen an, die für den Jugendlichen eine bisher fremde Umgebung darstellen. Aus diesen drastischen Umgestaltungen resultiert ein verirrter Zustand bei dem Jugendlichen, wodurch er sich umso mehr an seinem Umfeld zu orientieren versucht. Aber auch das Umfeld reagiert auf den Verhaltenswandel, was den Einfluss der Selbst- und Fremdwahrnehmung auf die Entwicklung verdeutlicht. [vgl. Oerter / Dreher 1998, S. 361]

Medien stellen einen großen Bereich dar, an dem sich Jugendliche zu orientieren versuchen. Bei dem Versuch, den eigenen Erwartungen und denen des Umfeldes zu entsprechen, sucht sich der Heranwachsende neue Interessensgebiete, weg von den vorherigen kindlichen Interessen. Medien bieten ihm dieses Konstrukt und zeigen ihm, was nun interessant ist und womit man sich beschäftigt. Auch wenn es um die eigenen Interessen geht, so muss es zunächst auch einen breiten Konsens darüber geben. Die Darstellungen in den Medien nehmen einen prägenden Einfluss auf Rollenbilder und die Bildung von Werten. [vgl. Steins 2003, S. 91]

Neben der fiktiven Welt der Medien bietet aber auch die Umwelt des Jugendlichen eine einflussnehmende Orientierung. Das unmittelbare familiäre Umfeld hat eine enorme Wirkung auf die Entwicklung im Jugendalter und somit auch auf die Identitätsbildung. Was in der Kindheit noch meist unreflektiert an Meinungen, Werten, Einstellungen und Verhaltensweise übernommen und sogar angestrebt wurde, wird nun idealerweise hinterfragt und teilweise prinzipiell abgelehnt. So hat der Jugendliche die Möglichkeit, sich sein eigenes Ich zu konstruieren. Dieses Umfeld bleibt aber als rettende Konstante in seinem Leben bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik suizidalen Verhaltens bei Jugendlichen ein und verknüpft diese mit der zentralen Entwicklungsaufgabe der Identitätsbildung.

2 Begriffsbestimmungen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Identität, Jugendalter und Suizidalität definiert und für den Kontext der Arbeit eingegrenzt.

3 Theorien der Identitätsentwicklung: Dieses Kapitel erläutert theoretische Modelle der Identitätsentwicklung, insbesondere das Stufenmodell von Erik H. Erikson und die Identitätstypen nach James Marcia.

4 Suizidalität im Jugendalter: Hier werden Ursachen von Suizidalität beleuchtet, Suizidraten in Deutschland analysiert und der direkte Einfluss der Identitätsentwicklung auf das suizidale Verhalten diskutiert.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet den Zusammenhang zwischen Identitätsfestigkeit und Krisenkompetenz und leitet daraus pädagogische Konsequenzen ab.

6 Literaturangaben: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturverweise auf.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Jugendalter, Suizidalität, Erik H. Erikson, James Marcia, Psychosoziale Entwicklung, Selbstwertgefühl, Identitätsdiffusion, Krisenbewältigung, Identitätszerfall, Adoleszenz, Soziales Umfeld, Identitätstypologie, Prävention, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen der Identitätsentwicklung von Jugendlichen und der Entstehung suizidalen Verhaltens.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Ichs, psychosoziale Krisenphasen, der Einfluss des sozialen Umfelds sowie die psychologischen Faktoren hinter suizidalen Handlungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob eine gefestigte Identität als Schutzfaktor gegen suizidale Krisen dient und wie mangelnde Identitätsstrukturen das Risiko für Suizidalität erhöhen können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf das psychosoziale Stufenmodell von Erik H. Erikson und das Klassifikationsmodell der Identitätszustände nach James Marcia.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen der Identitätsbildung, betrachtet die Rolle von Medien und Familie sowie die statistische Lage der Suizidalität bei Jugendlichen in Deutschland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Identitätsbildung, Adoleszenz, psychosoziale Krise, Suizidalität und Bewältigungsstrategien.

Welche Bedeutung hat die Peer-Group für Jugendliche?

Die Peer-Group bietet Jugendlichen Unterstützung bei der Loslösung vom Elternhaus, vermittelt emotionale Geborgenheit und dient als geschützter Raum zur Erprobung neuer Identitätsrollen.

Was ist mit dem sogenannten „Werther-Effekt“ gemeint?

Der Begriff beschreibt Nachahmungstendenzen und eine erhöhte Suizidrate, die durch die Identifikation mit medial präsenten Vorbildern oder spezifischen Ereignissen ausgelöst werden können.

Warum ist die Identitätsentwicklung eine präventive Maßnahme?

Ein gefestigtes Ich verfügt über mehr kognitive und soziale Ressourcen, was Jugendliche befähigt, Krisen souveräner zu bewältigen, anstatt in eine ausweglose Situation zu geraten.

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Detalles

Título
Identitätsbildung als zentrale Aufgabe des Jugendalters. Suizidales Verhalten bei Jugendlichen
Universidad
University of Potsdam  (Department Erziehungswissenschaft)
Curso
Entwicklung und Lernen im Jugendalter
Calificación
1,7
Autor
Henriette Kolbe (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
20
No. de catálogo
V293476
ISBN (Ebook)
9783656909729
ISBN (Libro)
9783656909736
Idioma
Alemán
Etiqueta
Identität Identitätsentwicklung Jugendalter James Marcia Erik H. Erikson Suizidalität Identitätsbildung Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung Identitätstypen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Henriette Kolbe (Autor), 2014, Identitätsbildung als zentrale Aufgabe des Jugendalters. Suizidales Verhalten bei Jugendlichen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293476
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