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Die Sprache Calibans

Kommentare zum alltäglichen Hörensagen. Die Sprache der agonalen Überbietungskultur

Title: Die Sprache Calibans

Textbook , 2015 , 643 Pages

Autor:in: Manfred Hornschuh (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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„Die Sprache Calibans“ ist eine materialgesättigte Gegenwartskunde in philosophischer Perspektive. Die Arbeit versucht herauszufinden, woran wir sind; sie erschließt in dieser Absicht den Wesenskern der Gegenwart aus ihrer Sprache, aus charakteristischen Wortverbindungen, mehr noch aus dem was sie von sich abstößt: den „veraltet“ genannten Wörtern. Da Sprache kein isoliertes Dasein hat, stellt diese Arbeit sie in ihren realen, das heißt gesellschaftlichen, Zusammenhang. Sprachanalyse geht Hand in Hand mit Gesellschaftskritik.

Teil 1: Kommentare zum alltäglichen Hörensagen
Teil 2: Zur Sprache der agonalen Überbietungskultur

Excerpt


Inhalt

Die Sprache Calibans (1) - Kommentare zum alltäglichen Hörensagen

Erstes Hauptstück: Zum Thema

Zweites Hauptstück: Von der Sprachveränderung

Drittes Hauptstück: Vom Verlassen und vom Verlassenen

Viertes Hauptstück: Vom Schwellen und vom Geschwollenen

Fünftes Hauptstück: Von der Sprachkrise

Sechstes Hauptstück: Von der Neusprache

Siebtes Hauptstück: Vom superioren Bewusstsein

Achtes Hauptstück: Nachzutragendes

Die Sprache Calibans (2) - Zur Sprache der agonalen Überbietungskultur

Erstes Hauptstück. Das Allegorische

Zweites Hauptstück. Von der Abwicklung

Drittes Hauptstück. Von der Lust am Tode

Viertes Hauptstück. Vom irregeführten Leben

Fünftes Hauptstück. Nachzutragendes

Zielsetzung & Themen

Das Werk "Die Sprache Calibans" von Manfred Hornschuh analysiert kritisch die schleichende Veränderung und Verarmung der alltäglichen Sprache in der spätkapitalistischen Gesellschaft. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Sprache durch Machtstrukturen, ökonomische Rationalität und das Streben nach Eindeutigkeit zum bloßen Instrument der Herrschaft und des Konformismus verkommt und wie dies das subjektive Erleben und die kritische Urteilsfähigkeit untergräbt.

  • Kritik an der instrumentellen Sprache und ihrer Verflachung im Sinne einer "Kulturindustrie".
  • Analyse der Begriffe wie "Kürze", "Deutlichkeit" und "Effizienz" als Mittel der Entmündigung.
  • Untersuchung der Entsinnlichung und des Verlusts von Nuancen in der modernen Kommunikation.
  • Die Rolle der Sprache in der Konstruktion und Aufrechterhaltung sozialer Hierarchien und Identitäten.
  • Die Dialektik von Sprache als Mittel der Herrschaft und potenzielles Instrument des Widerstands.

Auszug aus dem Buch

Erstes Hauptstück: Zum Thema.

Caliban und Prospero. – Unausdrücklich beschreibt Pierre Bourdieu eine alte, idealtypisch in Shakespeares Der Sturm mit der Relation Prospero – Caliban nachgezeichnete Konstellation, wenn er in Satz und Gegensatz, Über die Verantwortung des Intellektuellen, 1993*, das Gegenüber des Sprachlehrers, Sprechers, Senders zum Sprachschüler, Hörer, Empfänger kennzeichnet und dabei ausführt, ”daß es beim sprachlichen Tausch – wie bei jedem anderen Tausch – um ein Machtverhältnis zwischen Sender und Empfänger geht“ und ”daß ein bedeutender Teil dessen, was sich in der sprachlichen Kommunikation abspiegelt, ja sogar der Inhalt der Botschaft, unbegriffen bleibt, solange man diese Machtstruktur nicht berücksichtigt“.

Bourdieu nimmt die ”Kommunikation zwischen Kolonialherrn und Kolonisierten in einer kolonialen ... Situation“ als Beispiel und fragt: ”welche Sprache werden sie sprechen?“ (S. 17) Die Sprache, in welcher der Herr mit dem Knecht spricht, ist eine, die, indem sie jene Machtstruktur genau reproduziert, beiden gebietet, es zu bleiben. Der in Prosperos Büchern sich abbildende Kosmos der herrschenden Ideen ist ein dem Hierarchieprinzip verschworenes, auf Verknechtung zielendes Herrschaftswissen. Die Geschicke derer, die die unter diesem Ideenhimmel geprägte Sprache erlernen, sind vorweg nach der einen oder der anderen gesellschaftlichen Seite vorentschieden. Herrschaftssprache, der alle Bestandstücke der Sklavensprache korrelieren, weist dem Untergebenen seinen Platz zu und schreibt ihm das diesem gemäße Wort vor.

Zusammenfassung der Kapitel

Erstes Hauptstück: Zum Thema: Untersuchung der Machtdynamik zwischen Herrschenden und Beherrschten in der Sprache, orientiert an der Konstellation von Prospero und Caliban.

Zweites Hauptstück: Von der Sprachveränderung: Analyse der Postulate der neueren Sprache wie Kürze und Direktheit im Kontext industrieller Rationalität.

Drittes Hauptstück: Vom Verlassen und vom Verlassenen: Betrachtung von Wörtern und Formen, die aus dem Sprachgebrauch verschwinden, als Zeichen eines gesellschaftlichen Prozesses.

Viertes Hauptstück: Vom Schwellen und vom Geschwollenen: Untersuchung der Aufblähung der Sprache durch "Füllwörter" und emphatische Ausdrücke zur Kompensation inhaltlicher Leere.

Fünftes Hauptstück: Von der Sprachkrise: Reflexion über das Scheitern der Sprache an der Realität und die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Bewusstsein.

Sechstes Hauptstück: Von der Neusprache: Kritik am funktionalen und marketingorientierten Vokabular, das zwischenmenschliche Beziehungen prägt.

Siebtes Hauptstück: Vom superioren Bewusstsein: Auseinandersetzung mit der herrschenden Ideologie des "Immer schon" und dem Verlust kritischer Tiefe.

Schlüsselwörter

Sprachkrise, Instrumentalisierung, Machtverhältnis, Neusprache, Herrschaftswissen, Entmündigung, Ideologiekritik, Konformismus, Kommunikation, Sprachverfall, Soziale Kontrolle, Semantik, Entsinnlichung, Kapitalismus, Subjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die schleichende Transformation der Sprache durch den ökonomischen und gesellschaftlichen Zwang zur Funktionalität, Eindeutigkeit und schnellen Verwertbarkeit, was zu einer Entleerung und Entmündigung der menschlichen Kommunikation führt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kritik an der modernen "Neusprache", der Verlust von Nuancen und historischer Tiefe, die Machtstrukturen in der Kommunikation und die Auswirkungen auf das individuelle Bewusstsein und die kritische Urteilsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sprache als Instrument der Anpassung an spätkapitalistische Verhältnisse dient und wie die "Sprache Calibans" – also die Sprache der Beherrschten, die die Machtstrukturen reproduziert – unser Denken und Handeln formt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine kulturkritische und philosophische Methodik, stark beeinflusst durch die Kritische Theorie (insbesondere Adorno, Horkheimer und Benjamin), um sprachliche Phänomene als Indikatoren für gesellschaftliche Zustände zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Untersuchungen, etwa zu den Postulaten der modernen Sprache (Kürze, Deutlichkeit), der Rolle des "superioren Bewusstseins", dem Phänomen der "Sprachkrise" und der Analyse spezifischer Begriffe wie "Glaubwürdigkeit" oder "Lifestyle" im Kontext der Unterhaltungsindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sprachkrise, Entmündigung, Ideologiekritik, Konformismus, Instrumentalisierung und Subjektlosigkeit charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Literaturkritik in diesem Werk?

Der Autor verwendet literarische Zitate, unter anderem von Shakespeare, Brecht, Proust und Kafka, als Fallbeispiele, um die philosophischen Thesen zur Sprach- und Gesellschaftskritik zu veranschaulichen und zu vertiefen.

Wie ist die Verbindung zwischen Sprache und dem "superioren Bewusstsein"?

Das "superiore Bewusstsein" nutzt eine bestimmte Art von Sprache, um den Status quo als alternativlos darzustellen und durch geschichtliche Mythen (wie das "Immer schon") die Apathie und den Konformismus der Massen zu festigen.

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Details

Title
Die Sprache Calibans
Subtitle
Kommentare zum alltäglichen Hörensagen. Die Sprache der agonalen Überbietungskultur
Author
Manfred Hornschuh (Author)
Publication Year
2015
Pages
643
Catalog Number
V293508
ISBN (eBook)
9783656919322
ISBN (Book)
9783656919339
Language
German
Tags
Sprache Kommunikation Soziologie Linguistik Gegenwartssprache Sprache heute neue Sprache Gesellschaft Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manfred Hornschuh (Author), 2015, Die Sprache Calibans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293508
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