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Der demographische Wandel und die Auswirkungen auf die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung

Titre: Der demographische Wandel und die Auswirkungen auf die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung

Thèse de Bachelor , 2015 , 57 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Christian Haas (Auteur)

Economie politique - Conjoncture et Croissance
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Es ist unstrittig, dass die deutsche Bevölkerung aufgrund des demographischen Wandels in der Zukunft aus mehr älteren und weniger jüngeren Menschen bestehen wird. Dies wirft immer wieder die Frage auf, welche Konsequenzen diese Entwicklung für den Sozialstaat und die einzelnen Felder der sozialen Sicherung haben wird. Auch wenn viele Wissenschaftler schon zu Beginn der 1980-Jahre auf den demographischen Wandel hinwiesen, so ist er doch erst seit wenigen Jahren Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Diese dreht sich gerade in jüngster Zeit vor allem um die Frage, wie in Deutschland die Renten gesichert werden können (Frevel, 2004, S. 7f). Die heutigen Bevölkerungsprognosen, die von einer Fortschreibung der aktuellen Bedingungen aus-gehen, deuten darauf hin, dass künftig eine Sozialstruktur entstehen wird, die problema-tisch für das heutige Sozialsystem ist. Klar ist, dass nachhaltige Umbrüche im sozialen System einsetzen müssen, die als Chance betrachtet werden sollen, den demographi-schen Wandel selbst und seine Folgen zu gestalten. Dies betrifft auch die gesetzliche Rentenversicherung (GRV), die derzeit im Umlageverfahren finanziert wird und Ge-genstand der vorliegenden Arbeit ist. Die zunehmend höhere Lebenserwartung, der Ge-burtenrückgang, aber auch die Mobilität sind Faktoren, welche die Alterssicherung maßgeblich beeinflussen. Die demographische Herausforderung besteht in längeren Rentenzahlungen und einem Rückgang der Beitragszahler, was dazu führt, dass „immer weniger Jüngere die Leistung für immer mehr Ältere aufbringen [müssen]“ (BMGS, 2003, S. 51). Der demographische Wandel spielt also eine zentrale Rolle in der Finan-zierungsperspektive der gesetzlichen Rentenversicherung, denn die Veränderung der Bevölkerungsstruktur trifft besonders die umlagefinanzierten Systeme, bei denen es aufgrund der Verletzung der Generationengerechtigkeit zu Verteilungskonflikten zwi-schen jungen und alten Menschen kommt. Eine wichtige Rolle in dieser Debatte spielt der Altenquotient, der das Verhältnis der Zahl der über 65-Jährigen zur Zahl der Perso-nen im Erwerbsalter zwischen 20 und 64 Jahren berechnet (Bäcker/Kistler/Rehfeld, 2014a, S. 1). Er ist das zentrale Kriterium bei der Frage nach der Finanzierbarkeit der Alterssicherung im Allgemeinen und der Rentenversicherung im Besonderen. Daneben ist es auch eine Frage der ökonomischen Rahmenbedingungen, wie die demographische Nachhaltigkeit gestaltet werden muss, denn auch die zukünftige Entwicklung der Er-werbsbetei

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Forschungsgegenstand

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Aktuelle Ausgestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung

2.1 Aufgaben

2.2 Versichertenkreis

2.3 Finanzierung

2.4 Leistungen und Ziele

2.5 Rentenformel

2.6 Die Riester-Rente

3. Zukünftige Problematik

3.1 Der demographische Wandel

3.2 Entwicklung des Altenquotienten

3.3 Entwicklung des Finanzierungssystems

3.3.1 Auswirkungen auf der Einnahmenseite

3.3.2 Auswirkungen auf der Ausgabenseite

3.4 Beitragssatzentwicklung

4. Alternative Finanzierungsmethoden

4.1 Umlageverfahren

4.1.1 Das Modell

4.1.2 Kritik und zukünftige Problematik

4.1.3 Reformansätze

4.1.3.1 Anhebung des Renteneintrittsalters

4.1.3.2 Ausweitung des versicherungspflichtigen Personenkreises

4.1.3.3 Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

4.2 Kapitaldeckungsverfahren

4.2.1 Das Modell

4.2.2 Vor- und Nachteile

4.2.3 Umstellung von UV auf KDV

4.3 Steuerfinanzierte Grundrente

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) und analysiert potenzielle Finanzierungsalternativen zur Sicherung der Altersvorsorge.

  • Analyse der aktuellen Ausgestaltung und Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Untersuchung der demographischen Herausforderungen wie der Entwicklung des Altenquotienten.
  • Bewertung von Reformansätzen innerhalb des bestehenden Umlageverfahrens.
  • Vergleichende Analyse des Kapitaldeckungsverfahrens und steuerfinanzierter Grundrentenmodelle.

Auszug aus dem Buch

4.2 Kapitaldeckungsverfahren

Beim Kapitaldeckungsverfahren (fully founded system) (KDV) werden die von den Individuen entrichteten Beitragszahlungen dazu verwendet, einen Kapitalfond aufzubauen, dessen Zinserträge und das angesammelte Kapital bei der Auflösung für die spätere Rentenzahlung verwendet werden (Breyer/Buchholz, 2009, S. 118f). Diese Finanzierungsmethode beruht also auf einem individuellen Ansparprozess, bei dem während der Erwerbstätigkeit regelmäßige Zahlungen getätigt und für einen späteren Zeitpunkt gespart und am Kapitalmarkt angelegt werden. Eine Transferzahlung zwischen Generationen findet nicht statt und der Budgetausgleich erfolgt über die durchschnittliche Lebensspanne hinweg (Brümmerhoff, 2011, S. 332). Die interne Rendite des KDV entspricht dem Kapitalmarktzins (Börsch-Supan, 1997, S. 202).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des demographischen Wandels ein und definiert das Ziel, zukünftige Finanzierungsalternativen für die Rentenversicherung zu bewerten.

2. Aktuelle Ausgestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung: Das Kapitel beschreibt das bestehende Umlagesystem, die Rentenformel sowie die ergänzende Rolle der Riester-Rente.

3. Zukünftige Problematik: Hier werden die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Altenquotienten und das Finanzierungssystem der GRV detailliert analysiert.

4. Alternative Finanzierungsmethoden: Dieses Kapitel diskutiert sowohl Reformansätze des bestehenden Umlageverfahrens als auch die Einführung eines Kapitaldeckungsverfahrens oder einer steuerfinanzierten Grundrente.

5. Ausblick: Der Ausblick fasst die Ergebnisse zusammen und erörtert die politische sowie ökonomische Komplexität bei der Wahl zwischen verschiedenen Rentensystemen.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Rentenversicherung, demographischer Wandel, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Rentenformel, Altenquotient, Finanzierung, Nachhaltigkeit, Renteneintrittsalter, Generationenvertrag, Altersvorsorge, Beitragsbemessungsgrenze, Grundrente, Lohnersatzfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demographischen Wandels auf das System der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland und untersucht verschiedene Finanzierungsalternativen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das bestehende Umlageverfahren, die demographische Entwicklung, das Kapitaldeckungsverfahren sowie verschiedene Reformansätze zur Stabilisierung der Rentenfinanzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der demographische Wandel auf die Finanzierung auswirkt und welche Alternativen erfolgsversprechend sind, um die Rentenversicherung nachhaltig aufrechtzuerhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ökonomische Analyse auf Basis von Literaturdaten, demographischen Projektionen und Modellvergleichen (wie dem Overlapping-Generations-Modell), um die Vor- und Nachteile der Finanzierungssysteme abzuwägen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der aktuellen GRV, die zukünftigen demographischen Herausforderungen sowie eine detaillierte Prüfung von Alternativmodellen wie dem Kapitaldeckungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen demographischen Wandel, Rentenversicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Altenquotient und Generationenvertrag.

Wie wirkt sich der Altenquotient konkret auf die Rentenfinanzierung aus?

Ein Anstieg des Altenquotienten bedeutet, dass weniger Beitragszahler für mehr Rentenempfänger aufkommen müssen, was bei gleichbleibendem Rentenniveau zwangsläufig zu steigenden Beitragssätzen führt.

Warum ist ein Übergang zum Kapitaldeckungsverfahren komplex?

Ein Übergang ist schwierig, da die gegenwärtige Generation doppelt belastet wird: Sie muss sowohl die Renten der aktuellen Rentner finanzieren als auch Kapital für ihre eigene Rente ansparen.

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Résumé des informations

Titre
Der demographische Wandel und die Auswirkungen auf die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,7
Auteur
Christian Haas (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
57
N° de catalogue
V293517
ISBN (ebook)
9783656909781
ISBN (Livre)
9783656909798
Langue
allemand
mots-clé
wandel auswirkungen finanzierung rentenversicherung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Haas (Auteur), 2015, Der demographische Wandel und die Auswirkungen auf die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293517
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Extrait de  57  pages
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