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Die Besonderheiten des peruanischen Spanisch

Die Sprachanalyse eines "limeño"

Titre: Die Besonderheiten des peruanischen Spanisch

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 42 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Suzan Ergöz (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Für eine Lehramtsstudentin ist es sehr hilfreich, nicht nur die kastilische Aussprache laut der Real Academia Española zu beherrschen, sondern auch spanische Dialekte erkennen, beschreiben und anklingen lassen zu können. Im Spanischunterricht kann es nämlich vorgekommen, dass sich spanische Muttersprachler im Kurs befinden, die einen Dialekt sprechen. Hier ist die Gelegenheit oder eigentlich die Pflicht gegeben, im Unterricht die Varietät zu besprechen. Denn die spanische Sprache zeichnet sich durch ihre Vielfalt, besonders auf lautlicher Ebene, aus.

Die Entscheidung, das peruanische Spanisch genauer unter die Lupe zu nehmen, beruht auf der Tatsache, dass es einen limeño im Bekanntenkreis gab, bei dem zunächst kaum sprachliche Besonderheiten erkennbar waren. Es wäre auch möglich gewesen, einen Bekannten aus Extremadura zu interviewen, bei dem starke Abweichungen von der Norm bereits auffällig waren. Es war jedoch reizvoller, das Besondere an der Ausspra-che eines limeño herauszuhören und gleichzeitig, durch den vermeintlich kastilisch sprechenden limeño, das eigene Gehör besonders zu schulen. Dazu war es notwendig eine Sprachprobe durchzuführen und eine kastilische Transkription zu erstellen.

Die Sprachwissenschaftler John M. Lipski und María Vaquero de Ramírez haben in ihren Werken über das español de América auch das español del Perú beschrieben. Perú lässt sich wiederum in verschiedene Sprachgebiete einteilen, in denen unterschiedliche Merkmale auftreten. Im ersten Hauptteil der Arbeit werden die Forschungsergebnisse der beiden Autoren speziell im Bereich Phonologie und Phonetik, aber auch Mor-phosyntax und Lexik des español del Perú vorgestellt. Zur Analyse der eigens durchge-führten Sprachprobe wurden besonders die Forschungsergebnisse zu Lima und der costa central herangezogen und eine phonologische Transkription erstellt.

Die vorliegende Arbeit soll zeigen, welche Besonderheiten der interviewte limeño in seiner Aussprache aufweist und inwieweit diese mit den Forschungsergebnissen von Lipski und Ramírez übereinstimmen und ob eventuell weitere Auffälligkeiten herauszu-hören sind, die im Werk Das amerikanische Spanisch (2009) von Volker Noll erwähnt werden oder in keinem der hinzugezogenen Werke vorkommen.

Zu Beginn wird ein kurzer Einblick in die Geschichte Perus von seinen Ursprüngen bis zur heutigen Situation gegeben. Der erste Hauptteil befasst sich mit dem español del Perú [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Perú im historischen Überblick

3. Das español del Perú

4. Das español del Perú nach John M. Lipski

4.1. Nichtspanische Spracheinflüsse

4.2. Phonologie und Phonetik: Vokalismus

4.2.1. Reduktion unbetonter Vokale

4.2.2. Verschiebung des Akzentes

4.2.3. Reduktion von fünf auf drei Vokale

4.2.4. Tabellarische Übersicht: Lipski - Vokalismus

4.3. Phonologie und Phonetik: Konsonantismus

4.3.1. Der yeísmo

4.3.2. Realisierung von /x/

4.3.3. Schwund von intervokalischem /b/-/d/-/g/

4.3.4. Realisierung von /č/ (=/tʃ/)

4.3.5. Realisierung von /r/

4.3.6. Realisierung von /s/

4.3.7. Realisierung von /n/

4.3.8. Realisierung von /f/

4.3.9. Tabellarische Übersicht: Lipski - Konsonantismus

4.4. Morphosyntax

4.4.1. Der voseo

4.4.2. Le ,lo, la

4.4.3. Muy als adverbieller Verstärker

4.4.4. Der subjuntivo de presente

4.4.5. Phänomene aus der Andenregion

4.4.6. Doppelung und Schwund des direkten Objekts

4.4.7. Doppelte Possessivpronomen

4.4.8. Ausfall unverzichtbarer Artikel

4.4.9. Pretérito perfecto anstatt pretérito indefinido

4.5. Lexik

5. Das español del Perú nach María Vaquero de Ramírez

5.1. Phonologie und Phonetik: Vokalismus

5.1.1. Die vocales caedizas

5.1.2. Die Labialisierungvon Vokalen

5.1.3. Tabellarische Übersicht: Ramírez – Vokalismus

5.2. Konsonantismus

5.2.1. Der yeísmo und das Phonem /ǰ / oder /y/, geschrieben: y

5.2.2. Das Phonem /x/, geschrieben: j, g

5.2.3. Schwächung und Verstärkung von /b d g/

5.2.4. Sonorisierung von /p-t-k/

5.2.5. Die assibilierten Alophone /ř/ und /r̄̌ / (=[ʒ])

5.2.6. Der seseo und Phonem /s/, geschrieben: s, c, z

5.2.7. Fonemas oclusivas als Endposition der Silbe

5.2.8. Tabellarische Übersicht: Ramírez - Konsonantismus

5.3. Morphosyntax

5.3.1. Diskordanz des Genus

5.3.2. Substantivendungen auf vocales tónicas –Pluralendung auf -ses

5.3.3. Artikel in Kontaktzonen mit indigener Bevölkerung: Elision

5.3.4. Leísmo, laísmo, loísmo

5.3.5. Diminutivendung -acho und -acha

5.3.6. Der Spezialfall: hasta

6. Die Analyse der Sprachprobe eines Limeño

6.1. Kastilische Transkription des Interviews

6.2. Phonologische Transkription des Interviews

6.3. Phonologie und Phonetik: Vokalismus

6.3.1. Längung betonter Vokale

6.3.2. Nasalierung von Vokalen

6.4. Phonologie und Phonetik: Konsonantismus

6.4.1. Der yeísmo

6.4.2. Der seseo und die Aussprache von /s/

6.4.3. [θ] anstatt [s]

6.4.4. Aspiration von /s/ und /z/ im Wort- und Silbenauslaut

6.4.5. Aussprache des finalen /s/ [s] als /j/ [x]

6.4.6. Frikativierung von /b/ und /v/ im Wortanlaut

6.4.7. Aussprache von auslautendem /d/ [ð] als [t]

6.4.8. Aussprache von [ɣ] als [x]

6.4.9. Velarisierung von /n/ im Wortauslaut

6.4.10. Schwund von /d/ in intervokalischer Position

6.4.11. Aspiration von /l/ im Silbenauslaut

6.5. Morphosyntax

6.6. Lexik

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachlichen Besonderheiten des peruanischen Spanisch, insbesondere des Dialekts von Lima (Limeño). Ziel ist es, die Aussprache eines Muttersprachlers durch eine Sprachprobe zu analysieren und diese mit den theoretischen Forschungsergebnissen von Sprachwissenschaftlern wie John M. Lipski und María Vaquero de Ramírez abzugleichen, um Gemeinsamkeiten und Abweichungen festzustellen.

  • Phonologische und phonetische Analyse des peruanischen Spanisch
  • Vergleich der Sprachpraxis mit existierender Dialektologie
  • Einfluss indigener Sprachen wie Quechua auf das Spanische
  • Morphosyntaktische und lexikalische Besonderheiten

Auszug aus dem Buch

6.3. Phonologie und Phonetik: Vokalismus

Sehr deutlich und durchgehend ist die Längung betonter Vokale hörbar. Ramírez sowie Lipski haben dieses Phänomen für Peru nicht beschrieben. Auch Noll hat dieses Phänomen nicht speziell Peru zugewiesen. Er hat dazu folgendes formuliert:

„In Bezug auf die Quantität ist im amerikanischen Spanisch vereinzelt eine leichte Längung betonter Vokale in offener Silbe festzustellen (México [ˈmeːxiko]). Dies hängt einerseits mit der Prosodie zusammen, die im Vergleich zu der des Kastilischen zum Teil getragener erscheint und sich durch individuelle Emphase noch verstärken kann.“ (Noll, 2009: 28)

Weiterhin erklärt Noll, dass der Ausfall von Konsonanten die Längung bedingen kann. Gleich zu Beginn des Interviews lassen sich mehrere Beispiele finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung des peruanischen Spanisch für den Fremdsprachenunterricht und beschreibt die Methodik der Sprachprobe eines Limeño.

2. Perú im historischen Überblick: Ein kurzer Abriss der Geschichte Perus von der Inka-Zeit bis zur heutigen demografischen und sprachlichen Situation.

3. Das español del Perú: Eine Einführung in die regionale Vielfalt und die sprachliche Struktur des Spanischen in Peru.

4. Das español del Perú nach John M. Lipski: Detaillierte Darstellung der phonologischen, morphosyntaktischen und lexikalischen Besonderheiten basierend auf der Forschung von Lipski.

5. Das español del Perú nach María Vaquero de Ramírez: Eine komplementäre Analyse der Dialektmerkmale unterteilt in die sprachgeographischen Regionen Perus.

6. Die Analyse der Sprachprobe eines Limeño: Die praktische Anwendung der Theorie auf ein geführtes Interview inklusive detaillierter phonetischer Transkription und Auswertung.

7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die eine Mischung aus bestätigten dialektologischen Merkmalen und individuellen Auffälligkeiten zeigt.

Schlüsselwörter

Peruanisches Spanisch, Limeño, Phonologie, Phonetik, Sprachkontakt, Quechua, Dialektologie, Morphosyntax, John M. Lipski, María Vaquero de Ramírez, Yeísmo, Seseo, Sprachprobe, Vokalismus, Konsonantismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der sprachlichen Charakteristika des peruanischen Spanisch, fokussiert auf die Aussprache eines Sprechers aus Lima.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Phonologie, Phonetik sowie Morphosyntax und Lexik innerhalb des peruanischen Spanisch im Vergleich zur kastilischen Norm.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Aussprache eines Limeño zu transkribieren und zu prüfen, ob die theoretischen Beschreibungen der Forschungsliteratur in der gelebten Sprachpraxis des Informanten wiederzufinden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse (Lipski, Ramírez, Noll) und einer empirischen Sprachprobe, die phonologisch transkribiert und ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der dialektalen Merkmale nach den Experten Lipski und Ramírez sowie die praktische Analyse des durchgeführten Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind peruanisches Spanisch, Dialektologie, Sprachkontakt, phonologische Analyse und die spezifischen Phänomene wie Yeísmo oder Seseo.

Wie unterscheidet sich der Sprachgebrauch in Lima von den Andenregionen?

Laut den zitierten Forschern zeigen die Andenregionen stärkere Einflüsse durch das Quechua (z.B. Apikalisierung von /s/), während Lima spezifische küstennahe Merkmale wie den Yeísmo und eine stärkere Aspiration/Elision von /s/ aufweist.

Warum ist die Analyse für angehende Lehrkräfte wichtig?

Die Autorin betont, dass eine solche Analyse das Gehör für dialektale Varietäten schult, was für Lehrkräfte im Spanischunterricht essenziell ist, um Muttersprachler im Unterricht kompetent zu begleiten und sprachliche Vielfalt zu vermitteln.

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Résumé des informations

Titre
Die Besonderheiten des peruanischen Spanisch
Sous-titre
Die Sprachanalyse eines "limeño"
Université
University of Cologne  (Romanisches Seminar)
Cours
Hispanophonie: Texte und Theorien
Note
1,0
Auteur
Suzan Ergöz (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
42
N° de catalogue
V293655
ISBN (ebook)
9783656911777
ISBN (Livre)
9783656911784
Langue
allemand
mots-clé
Phonologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Suzan Ergöz (Auteur), 2011, Die Besonderheiten des peruanischen Spanisch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293655
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Extrait de  42  pages
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