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Identitätskonstruktionen bei chinesischen Austauschstudentinnen an der Universität Hildesheim

Eine qualitative Analyse narrativer Interviews

Título: Identitätskonstruktionen bei chinesischen Austauschstudentinnen an der Universität Hildesheim

Tesis (Bachelor) , 2012 , 63 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Franziska Lampe (Autor)

Medios / Comunicación - Comunicación intercultural
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In der vorliegenden Arbeit wird versucht darzustellen, wie chinesische Austauschstudentinnen an einer deutschen Universität ihre Identität konstruieren. Als Grundlage dient der Identitätsbegriffs nach Heiner Keupp et al. (2008). Als Erhebungsmethode wurde das narrative Interview nach Lucius-Hoene & Deppermann (2005) gewählt. Das Vorgehen bei der Analyse stütz sich ebenfalls auf die von Lucius-Hoene & Deppermann dargestellten Verfahren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Entstehung des Begriffs „Identität“

2.1.1 George Herbert Mead

2.1.2 Erik Homburger Erikson

2.2 Identität in der Postmoderne

2.3 Zum Identitätsbegriff dieser Arbeit

2.4 Der Herstellungsprozess von Identität

2.4.1 Identitätsarbeit

2.4.2 Identität als Narrationsarbeit

2.5 Teilidentitäten

2.5.1 Studium

2.5.2 Soziale Netzwerke

2.5.3 Kulturelle/ Nationale Identität

2.5.4 Personelle Identität/ Intimität

3 Ethnografisches Wissen China

4 Zum methodischen Vorgehen

4.1 Die Erhebungsmethode

4.1.1 Durchführung der qualitativen Interview

4.1.2 Auswahl der Befragten

4.1.3 Die Gesprächssituation

4.2 Die Auswertung der Daten

5 Auswertung

5.1 Lisa

5.1.1 Studentin

5.1.2 Soziale Netzwerke

5.1.3 Kulturelle/ Nationale Identität

5.1.4 Personelle Identität/ Intimität

5.1.5 Zusammenfassung

5.2 Julia

5.2.1 Studentin

5.2.2 Soziale Netzwerke

5.2.3 Kulturelle/Nationale Identität

5.2.4 Persönliche Identität/ Intimität

5.2.5 Zusammenfassung

5.3 Vergleichende Darstellungen der Analyseergebnisse

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätskonstruktionen chinesischer Austauschstudentinnen an der Universität Hildesheim unter Verwendung narrativer Interviews. Das primäre Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie diese Studentinnen ihre Identität in einem fremden kulturellen Kontext (re-)konstruieren und welche Anpassungs- und Bewältigungsstrategien sie in verschiedenen Lebensbereichen anwenden.

  • Analyse der Identitätskonstruktion in einem interkulturellen Umfeld.
  • Untersuchung von Identitätsarbeit durch narrative Interviews.
  • Erforschung von Teilidentitäten in den Bereichen Studium, soziale Netzwerke und persönlicher Identität.
  • Gegenüberstellung individueller Anpassungsstrategien bei chinesischen Studierenden.
  • Diskussion der Bedeutung von kultureller und nationaler Identität im Prozess des Auslandsaufenthalts.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Identitätsarbeit

Die Identitätsarbeit ist ein Prozess, der alle Erfahrungen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft unter verschiedenen Identitätsperspektiven reflektiert und zu verschiedenen Teilidentitäten zusammenfasst. Keupp et al. skizzieren drei weitere Merkmale des Reflektionsprozesses, die zu weiteren Konstruktionen der Identitätsarbeit führen (2008, 217). So bildet das Identitätsgefühl einen Aspekt der Identitätskonstruktion, welches durch Erfahrungen und Bewertungen der eigenen Selbstthematisierung geprägt wird. Verfestigen sich diese Erfahrungen in einer konstanten Darstellung, so handelt es sich um die Kernnarration des Subjekts, die den biografischen Schwerpunkt repräsentiert.

Diese Konstruktionen ergeben zusammengefasst die individuelle Handlungsfähigkeit, die in explizierten Handlungsaufgaben eine Verbindung zwischen aktuellem Lebensraum und biographischer Narration darstellen (ebd. 217 ff). Weiterhin ist die Identitätsarbeit ein Prozess, der von Spannungen, Widersprüchen und Ambivalenzen geprägt ist und der dazu dient, diese Spannungen in ein für das Individuum erträgliches und lebbares Verhältnis zu bringen. Keupp et al. bezeichnen diesen Verlauf metaphorisch als den „Motor lebenslanger Entwicklung“ (2008, 190). Die Autoren beschreiben die Identitätsarbeit als einen Verknüpfungsprozess den eine Person dazu nutzt, die eigenen Erfahrungen zu begreifen. Die in Kapitel 2.3.1 beschriebenen Prozesse unterstützen das Subjekt dabei, sich in seiner Welt zurecht zu finden und die Erfahrungen und Ereignisse auf verschiedenen Ebenen einzuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie chinesische Austauschstudentinnen ihre Identität konstruieren, und begründet die methodische Wahl narrativer Interviews.

2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erörtert die Konzepte der Identitätsforschung, stellt Pioniere wie Mead und Erikson vor und erläutert den Herstellungsprozess von Identität sowie die Bedeutung von Teilidentitäten.

3 Ethnografisches Wissen China: Hier werden relevante Hintergrundinformationen über das chinesische Bildungssystem und das kulturelle Umfeld der Befragten vermittelt, um die Analyse der Interviews zu kontextualisieren.

4 Zum methodischen Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Design der Studie, einschließlich der Durchführung narrativer Interviews, der Auswahl der Teilnehmerinnen und der Auswertung nach Lucius-Hoene & Deppermann.

5 Auswertung: In diesem zentralen Kapitel erfolgt die detaillierte Auswertung der zwei ausgewählten Interviews, unterteilt in die individuellen Analysen von Lisa und Julia sowie eine vergleichende Zusammenfassung.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Identitätskonstruktionen der beiden Probandinnen zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Identitätskonstruktion, narrative Identität, chinesische Austauschstudentinnen, Universität Hildesheim, Identitätsarbeit, narrative Interviews, Teilidentitäten, Anpassungsstrategien, Bewältigungsstrategien, interkulturelle Kommunikation, Selbstverortung, soziale Netzwerke, Studium, Adoleszenz, Pluralität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie chinesische Austauschstudentinnen an einer deutschen Universität ihre Identität konstruieren und anpassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Prozessen der Identitätsarbeit, der Rolle von Teilidentitäten und der Bedeutung des kulturellen Kontextes für die Selbstwahrnehmung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie chinesische Austauschstudentinnen in Deutschland ihre Identität konstruieren und welche Strategien sie zur Bewältigung und Anpassung an das neue Umfeld anwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf narrativen Interviews nach Lucius-Hoene & Deppermann basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Interviews von zwei Studentinnen, Lisa und Julia, wobei deren Lebensbereiche wie Studium, soziale Netzwerke und familiäre Pflichten detailliert betrachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identitätskonstruktion, narrative Identität, chinesische Studierende, Anpassungsstrategien und interkulturelle Identität.

Wie unterscheidet sich Lisas Identitätskonstruktion von der von Julia?

Lisas Identität ist stark von dem Ziel der Anerkennung durch Andere geprägt, während bei Julia der Wunsch nach Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung im Vordergrund steht.

Welche Rolle spielt das chinesische Bildungssystem für die Identitätsbildung der Befragten?

Das durch hohen Leistungsdruck und Konkurrenz geprägte chinesische Schulsystem wird von beiden als prägende, teils stressige Erfahrung beschrieben, die ihre späteren Strategien an der deutschen Universität beeinflusst.

Wie gehen die Studentinnen mit ihren sozialen Netzwerken um?

Während Lisa sich eher auf Kontakte innerhalb der chinesischen Gemeinschaft zurückzieht, sucht Julia nach Austausch mit verschiedenen Gruppen und distanziert sich dabei teils von ihren chinesischen Kommilitoninnen.

Welche Rolle spielt die Familie im Identitätsprozess?

Die Familie, insbesondere die Mutter, fungiert als zentrale Bezugsinstanz. Die Studentinnen reflektieren ihre Identität stark über familiäre Pflichten und Erwartungen, wie etwa die der Einzelkind-Tradition.

Final del extracto de 63 páginas  - subir

Detalles

Título
Identitätskonstruktionen bei chinesischen Austauschstudentinnen an der Universität Hildesheim
Subtítulo
Eine qualitative Analyse narrativer Interviews
Universidad
University of Hildesheim  (Interkulturelle Kommunikation)
Curso
Internationales Informationsmanagement
Calificación
1,3
Autor
Franziska Lampe (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
63
No. de catálogo
V293680
ISBN (Ebook)
9783656911975
ISBN (Libro)
9783656911982
Idioma
Alemán
Etiqueta
identitätskonstruktionen austauschstudentinnen universität hildesheim eine analyse interviews
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franziska Lampe (Autor), 2012, Identitätskonstruktionen bei chinesischen Austauschstudentinnen an der Universität Hildesheim, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293680
Leer eBook
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