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Exkursionsbericht GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft)

Title: Exkursionsbericht GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft)

Term Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 1

Autor:in: Dipl.-Päd. Frank Stula (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Im Studium der Diplom-Pädagogik mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung ist es
unerlässlich, sich mit den Institutionen zu beschäftigen, die sich in diesem Bereich
etabliert haben. Dazu werden von der Johannes Gutenberg – Universität Exkursionen in
entsprechende Einrichtungen angeboten, an denen die Studierenden teilnehmen können.
Neben der reinen Existenz dieser Institutionen und der Möglichkeit als spätere
Arbeitgeber sind jedoch für den Erwachsenenbildner, bzw. die Erwachsenenbildung
insgesamt, noch andere Aspekte der Institutionen von zentraler Bedeutung.
Dieser Exkursionsbericht soll die GEW, die Gewerkschaft für Wissenschaft und
Erziehung, welche vom Verfasser im Rahmen des Exkursionsseminars „Institutionen
der Erwachsenenbildung“ in ihrem Hauptsitz in Frankfurt am Main besucht wurde,
vorstellen und ihre Bedeutung speziell für den Bereich der Erwachsenenbildung
hervorheben. Eine besondere Rolle der GEW ist hierbei im Bereich der
Professionalisierung in der Erwachsenenbildung zu sehen. Dieser soll im Vorfeld näher
erläutert werden, bevor die Institution an sich mit ihrem Aufbau dargestellt wird. In der Wirtschaft kommt dem Bereich der Weiterbildung, die hier synonym für
Erwachsenenbildung stehen soll, eine immer wichtigere Bedeutung zu. Neben
politischer Bildung und Seminaren, die sich um Freizeitaktivitäten drehen (Töpferkurse,
Hobby-Astronomie, etc.) wird man sich in den Betrieben und Unternehmen zunehmend
der zentralen Bedeutung des sogenannten Humankapitals für die Effizienz und den
wirtschaftlichen Erfolg bewusst. Unter Humankapital ist hierbei die Summe der
Fähigkeiten der Angestellten im Betrieb zu verstehen.
So spricht Horst Siebert davon, dass sich zukünftig die Weiterbildungsangebote in den
Großbetrieben nicht mehr nur auf den Erwerb von „Schlüsselqualifikationen“ (vgl.
Siebert, Horst: 1999, S.71 ff.) beschränken werden, sondern dass es ebenfalls
innerbetriebliche Angebote zur allgemeinen Weiterbildung geben werde (vgl. Siebert,
Horst: 1999, S.74). [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hintergrund zur Frage der Professionalisierung in der EB

II.a Hauptamtliche Erwerbstätigkeit

II.b Existenz eines eindeutigen Berufsbildes

II.c Eindeutige Regelung des Zugangs und der Qualifikationsanforderungen

II.d Soziales Prestige als Experte

II.e Berufsverband als Interessensvertretung

II.f Planmäßige wissenschaftliche Berufsausbildung – Berufsethos

II.g Autonomie des Berufshandelns

III. Die GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft )

III.a Strukturen der GEW

III.b Tätigkeiten der GEW im Weiterbildungssektor

IV. Subjektive Eindrücke der Exkursion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Kontext der Professionalisierung in der Erwachsenenbildung. Dabei wird analysiert, inwieweit die Gewerkschaft als Interessensvertretung dazu beitragen kann, notwendige strukturelle Voraussetzungen für ein professionelles Berufsbild in diesem Sektor zu schaffen.

  • Grundlagen der Professionalisierung nach Rolf Arnold
  • Strukturelle Analyse der GEW und ihrer Organisationsbereiche
  • Verhältnis zwischen gewerkschaftlicher Tätigkeit und beruflicher Professionalisierung
  • Kritische Reflexion der Einflussmöglichkeiten und Grenzen der GEW
  • Diskussion des beruflichen Selbstverständnisses in der Erwachsenenbildung

Auszug aus dem Buch

II.a Hauptamtliche Erwerbstätigkeit

Auf dem Prinzip der Arbeitsteilung aufbauend, ist es entscheidend, sich durch Spezialisierung auf einem Gebiet die Möglichkeit zu geben, ein entsprechend spezialisiertes Wissen anzuhäufen und dadurch besonders hohe Fachkompetenz auf einem Gebiet zu erreichen. Dieses Fachwissen entsteht durch eine selektive, konzentrierte Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Fachgebiet, wodurch andere Bereiche vernachlässigt werden. Im Gegenzug muss die arbeitsteilige Gesellschaft dem Spezialisten jedoch auch die Möglichkeit geben, dass sich dieser durch eine hauptamtliche Tätigkeit seinen Lebensunterhalt verdienen kann, um die lebensnotwendigen Dienstleistungen anderer Spezialisten in Anspruch nehmen zu können.

Adam Smith beschreibt einen solchen idealtypischen Ausgleich in einer arbeitsteiligen Gesellschaft folgendermaßen: „Er versorgt die anderen reichlich mit dem, was sie brauchen, und erhält von ihnen ebenso reichlich, was er selbst benötigt, so daß sich von selbst allgemeiner Wohlstand in allen Schichten der Bevölkerung ausbreitet.“ (Smith, Adam: 1978, S.14) Zur Hauptamtlichkeit zählen hierbei neben einem entsprechenden Gehalt in der BRD auch z.B. Sozialversicherung und Rentenversicherung. Obgleich sich der Umfang der hauptamtlichen Stellen im Weiterbildungssektor verbessert, arbeitet der Großteil der Erwachsenenbildner lediglich auf Honorarbasis. Sie müssen also die kompletten Sozialabgaben alleine tragen und genießen beispielsweise auch nicht denselben Kündigungsschutz wie hautberuflich Tätige.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Hinführung zum Thema und Begründung der Relevanz der GEW-Exkursion für das Studium der Diplom-Pädagogik.

II. Hintergrund zur Frage der Professionalisierung in der EB: Theoretische Herleitung der sieben Kennzeichen von Professionalität im Bereich der Erwachsenenbildung.

II.a Hauptamtliche Erwerbstätigkeit: Erläuterung der Bedeutung hauptberuflicher Tätigkeiten im Gegensatz zur häufigen Honorarbasis im Weiterbildungssektor.

II.b Existenz eines eindeutigen Berufsbildes: Analyse der Schwierigkeiten bei der Etablierung eines einheitlichen Selbst- und Fremdverständnisses von Weiterbildnern.

II.c Eindeutige Regelung des Zugangs und der Qualifikationsanforderungen: Darstellung der fehlenden einheitlichen Standards für den Zugang zum Berufsfeld der Erwachsenenbildung.

II.d Soziales Prestige als Experte: Diskussion über die Wechselwirkung zwischen Fachwissen, professionellem Anspruch und öffentlicher Wahrnehmung.

II.e Berufsverband als Interessensvertretung: Einordnung der GEW als notwendige, wenn auch limitierte Interessenvertretung für die Profession.

II.f Planmäßige wissenschaftliche Berufsausbildung – Berufsethos: Betrachtung der Verbindung zwischen akademischer Ausbildung, gesellschaftlichen Strömungen und ethischen Standards.

II.g Autonomie des Berufshandelns: Untersuchung von Rollenkonflikten und deren Auswirkungen auf die fachliche Handlungsfreiheit.

III. Die GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft ): Vorstellung des organisatorischen Aufbaus und der Bedeutung der GEW innerhalb des DGB.

III.a Strukturen der GEW: Überblick über die Mitgliederzusammensetzung und die regionale Verteilung der Gewerkschaftsstandorte.

III.b Tätigkeiten der GEW im Weiterbildungssektor: Detaillierte Auflistung der Arbeitsschwerpunkte, insbesondere der Qualifizierungspolitik.

IV. Subjektive Eindrücke der Exkursion: Kritische Reflexion der Exkursionserfahrungen und kritische Würdigung der Wirksamkeit der GEW.

Schlüsselwörter

Professionalisierung, Erwachsenenbildung, Weiterbildung, GEW, Gewerkschaft, Berufsbild, Humankapital, Interessensvertretung, Hauptamtlichkeit, Arbeitsbedingungen, Qualifizierungspolitik, Pädagogik, Qualitätssicherung, Berufsethos, Autonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Exkursionsbericht zur GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) im Rahmen eines Seminars zur Erwachsenenbildung und untersucht deren Beitrag zur Professionalisierung dieses Sektors.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die theoretischen Anforderungen an die Professionalisierung in der Erwachsenenbildung nach Rolf Arnold sowie die praktische gewerkschaftliche Tätigkeit der GEW in diesem Bereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit die GEW die Lücke einer fehlenden Berufsinteressensvertretung füllen kann, um die Professionalisierung des Berufsfeldes Erwachsenenbildung voranzutreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um einen auf einer Exkursion basierenden Bericht, der durch eine Literaturanalyse zu Professionalisierungskriterien (u.a. von Rolf Arnold und Horst Siebert) untermauert wird.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung von Professionalisierungsmerkmalen und eine anschließende detaillierte Analyse der Strukturen und Arbeitsschwerpunkte der GEW.

Was sind die charakterisierenden Schlüsselwörter?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Professionalisierung, Erwachsenenbildung, Berufsverband, Gewerkschaft, Qualitätssicherung und Arbeitsbedingungen.

Welche Rolle spielt die GEW für die Professionalisierung laut dem Autor?

Der Autor sieht die GEW als wichtige, aber begrenzte Interessenvertretung, die zwar Vorarbeit leistet, jedoch die Funktion eines spezialisierten Berufsverbandes nicht voll ersetzen kann.

Wie bewertet der Verfasser die Exkursion zur GEW nach seinem Besuch?

Der Verfasser bewertet die Exkursion sowie die Informationen der GEW als eher oberflächlich und als Maßnahmen zur Mitgliederwerbung, wobei er die tatsächliche politische Einflussnahme der GEW kritisch hinterfragt.

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Details

Title
Exkursionsbericht GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft)
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Pädagogisches Institut)
Course
Institutionen der Erwachsenenbildung
Grade
1
Author
Dipl.-Päd. Frank Stula (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V29378
ISBN (eBook)
9783638308991
Language
German
Tags
Exkursionsbericht Erziehung Wissenschaft) Institutionen Erwachsenenbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Päd. Frank Stula (Author), 2003, Exkursionsbericht GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29378
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