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Gründe für die Christenverfolgung zwischen 64 und 249 n. Chr.

Titre: Gründe für die Christenverfolgung zwischen 64 und 249 n. Chr.

Dossier / Travail , 2014 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Flock (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Die ersten drei Jahrhunderte unserer Zeitrechnung gestalteten sich für das neu entstehende Christentum als äußerst schwierig. Während dieser Zeitspanne waren Christen im Römischen Reich immer wieder Anfeindungen, Repressionen und Verfolgungen ausgesetzt, welche erst mit dem Toleranzedikt des Galerius zu Beginn des vierten Jahrhunderts ein Ende fanden. Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass eine systematische und organisierte Christenverfolgung erst durch Decius angestoßen und unter Valerian und Diocletian fortgesetzt wurde. Erst diese Kaiser lösten umfassende Verfolgungen aus, welche durch die administrativen Organe des Römischen Reiches vollzogen wurden. Es stellt sich
also die Frage, aus welchen Gründen viele Christen auch in den Jahren vor den administrativ organisierten Verfolgungen einen gewaltsamen Tod fanden. Schließlich waren
es nicht nur aufgebrachte Volksmassen, die die Christen zu lynchen versuchten, sondern vor allem Statthalter und somit Vertreter des Römischen Reiches, welche die Christen zum Tode verurteilten und hinrichten ließen. In der vorliegenden Arbeit wird die Frage nach den Gründen für das frühe Vorgehen gegen Christen aus drei verschiedenen Perspektiven betrachtet. Zunächst wird erörtert, ob die Verurteilung Jesus‘ als Präzedenzfall für das frühe Vorgehen gegen die Christen gedient haben könnte und die Christen somit als Anhänger eines vermeintlichen Verbrechers hingerichtet wurden. Im Anschluss daran wird untersucht, ob es mögliche Motive für die Bekämpfung der frühen Christen bei der Aministration oder der paganen Bevölkerung gab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriminalisierung aufgrund der Verurteilung Jesus‘

2.1. Die Äußerungen Tacitus‘ und Tertullians

2.2. Briefwechsel zwischen Plinius und Trajan

3. Motive auf Seiten der römischen Administration

4. Motive auf Seiten der paganen Bevölkerung

4.1. Ursachen für Konflikte

4.2. Die Rolle der römischen Statthalter

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die Christenverfolgungen im Römischen Reich im Zeitraum zwischen 64 und 249 n. Chr., mit dem Ziel, die zugrundeliegenden Motive der administrativen und gesellschaftlichen Akteure zu identifizieren und zu hinterfragen, ob eine generelle Kriminalisierung aufgrund der Verurteilung Jesu bestand.

  • Analyse der rechtlichen und administrativen Haltung des römischen Staates gegenüber Christen.
  • Untersuchung der sozialen und religiösen Konfliktlinien zwischen der paganen Bevölkerung und den christlichen Gemeinden.
  • Bewertung des Einflusses wirtschaftlicher Interessen auf die antchristliche Stimmung.
  • Analyse der Rolle römischer Statthalter bei der Wahrung der öffentlichen Ordnung und deren Handlungsspielräumen.

Auszug aus dem Buch

4.2. Die Rolle der römischen Statthalter

Es ist also festzuhalten, dass die Motive für das Vorgehen gegen die frühen Christen weniger bei der römischen Administration, als bei der einfachen Bevölkerung zu suchen sind. Die frühen Christen schienen also in den Augen der Administration und des Kaisers keine wirkliche politische Gefahr für das Römische Reich darzustellen92. Vielmehr galten sie wohl, aufgrund ihrer Wirkung auf die pagane Bevölkerung, als „troublemakers who disturbed the ‘ quies provinciae ‘“93. Warum dies ausreichte, um von einzelnen Statthaltern der Provinzen dennoch mit der Todesstrafe bestraft zu werden, soll in diesem letzten Abschnitt erörtert werden.

Flach betont, dass die Schicht der Statthalter, aufgrund ihrer elitären Stellung, nur marginal mit den Konflikten zwischen den frühen Christen und der übrigen paganen Bevölkerung in Kontakt kamen94. Sie persönlich hatten also in der Regel keinen Grund, gegen die Christen vorzugehen. Einschreiten mussten diese Beamten aber dann, wenn der Druck der öffentlichen Menge zu groß wurde95. Dies erklärt sich aus der Pflicht des römischen Statthalters, „in seiner Provinz für Ruhe und Ordnung zu sorgen“96. Mit diesen Worten lässt sich die grundlegende Aufgabe zusammenfassen, die Domitius Ulpianus in seinem Werk De officio proconsulis libri X für die römischen Statthalter beschreibt97.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die schwierige Lage der Christen in den ersten drei Jahrhunderten und hinterfragt die Gründe für das Vorgehen gegen sie vor der systematischen Verfolgung durch Decius.

2. Kriminalisierung aufgrund der Verurteilung Jesus‘: Dieses Kapitel prüft die These, dass die Hinrichtung Jesu als Präzedenzfall für die Kriminalisierung seiner Anhänger diente, und kommt zu dem Schluss, dass die Quellen keine explizite gesetzliche Verbindung hergeben.

3. Motive auf Seiten der römischen Administration: Es wird untersucht, inwiefern staatliche Stellen Eigeninteresse an der Christenverfolgung hatten, wobei das Fehlen gesetzlicher Grundlagen und die Rolle des trajanischen Reskripts im Vordergrund stehen.

4. Motive auf Seiten der paganen Bevölkerung: Dieser Abschnitt analysiert die tiefe Abneigung der paganen Bevölkerung, die durch religiöse Befürchtungen, wirtschaftliche Einbußen und soziale Isolation der Christen begründet war.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass primär der Druck aus der Bevölkerung die Statthalter zum Handeln zwang, um die öffentliche Ordnung zu wahren, und nicht eine von zentraler Stelle angeordnete Christenverfolgung.

Schlüsselwörter

Christenverfolgung, Römisches Reich, Statthalter, pagane Bevölkerung, Kriminalisierung, Plinius der Jüngere, Trajan, Märtyrer, Religionswesen, Götterfrieden, soziale Konflikte, frühchristliche Gemeinden, Apostaten, öffentliche Ordnung, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Hintergründe für die Christenverfolgungen im Römischen Reich zwischen 64 und 249 n. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis der frühen Christen zum römischen Staat, die Rolle der Statthalter bei der Wahrung der öffentlichen Ordnung und die sozio-ökonomischen Gründe für den Widerstand der paganen Bevölkerung.

Welche Forschungsfrage steht im Mittelpunkt?

Die Kernfrage lautet, warum Christen vor der administrativ organisierten Verfolgung durch Decius hingerichtet wurden und ob dies auf einer generellen Kriminalisierung aufgrund der Verurteilung Jesu beruhte.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse frühchristlicher Verteidigungsschriften (Apologien) sowie historischer Korrespondenz, insbesondere der Briefe zwischen Plinius dem Jüngeren und Kaiser Trajan.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung einer vermeintlichen Kriminalisierung durch das Christusereignis, die Motive der römischen Administration und die tieferliegenden sozialen Spannungen zwischen Christen und Nicht-Christen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Christenverfolgung, römische Administration, pagane Bevölkerung, nomen ipsum, öffentliche Ruhe, Götterfrieden und soziale Ablehnung.

Welche Rolle spielten die römischen Statthalter bei der Verfolgung?

Statthalter handelten oft als Vermittler, die unter dem Druck der Bevölkerung standen; sie griffen meist erst ein, wenn Unruhen die öffentliche Ordnung in ihrer Provinz bedrohten.

Wie wirkte sich die wirtschaftliche Entwicklung auf das Christentum aus?

Das Wachstum christlicher Gemeinden führte zu Einbußen für Handwerker und Händler, die von der Tempelwirtschaft abhängig waren, was wiederum den Unmut der Bevölkerung gegenüber den Christen verstärkte.

Wurde das Christentum rechtlich als kriminell eingestuft?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass es keine explizite generelle gesetzliche Kriminalisierung gab, sondern dass Maßnahmen eher reaktiv auf sozialen Druck hin erfolgten.

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Résumé des informations

Titre
Gründe für die Christenverfolgung zwischen 64 und 249 n. Chr.
Université
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Cours
Seminar im Basismodul „Alte Geschichte“, Thema: „Das frühe Christentum“
Note
1,3
Auteur
Sebastian Flock (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
20
N° de catalogue
V293795
ISBN (ebook)
9783656914334
ISBN (Livre)
9783656914341
Langue
allemand
mots-clé
Christenverfolgung Antike Rom Christentum Christen Gründe für die Verfolgung des Christentums persecution of Christians
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Flock (Auteur), 2014, Gründe für die Christenverfolgung zwischen 64 und 249 n. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293795
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Extrait de  20  pages
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