In der Hausarbeit wurden die Methoden und Theorien der Qualitätssicherung im Pflegewesen betrachtet und in Kontext gebracht. Weiterhin wurde die Frage genauer betrachtet, inwiefern Verbesserungsmöglichkeiten zur Sicherung der Qualität bestehen. Dabei wurden die Finanzierbarkeit, die gesetzliche Realisierbarkeit und Umsetzbarkeit im Ganzen betrachtet.
Im Vorfeld wurde davon ausgegangen, dass zu den Hauptproblemen des Qualitätsmanagements die wirtschaftliche Rentabilität sowie fehlende Prozessoptimierung und -innovationen gehören. Herausgefunden wurde, dass es drei Teilbereiche zur Qualitätssicherung gibt. Nachdem die Thematik dargestellt wurde, konzentriert sich die Arbeit auf die Praxis zweier pflegender Unternehmen (VS/ASB). Hierbei konnte erkannt werden, dass, neben einer breiten kommunikativen Ebene, das interne und externe Controlling der Pflege den größten Faktor zur Qualitätssicherung und -steigerung darstellt. Wie angenommen sorgen finanzielle und gesetzliche Anforderungen für Probleme im Pflegeprozess, die durch Fachkräftemangel noch verstärkt werden. Daher muss davon ausgegangen werden, dass Qualitätsprobleme im Pflegewesen nur durch Kräfteakquise und Vertrauen schaffendes Controlling behoben werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Generelle Einführung in die Thematik
1.1 Begriffsdefinition
1.2 Historie des Pflegeprozesses in Bezug auf Innovation
1.3 Ziele der Arbeit
2. Optimierung des Qualitätsmanagementsystems
2.1 Teilbereich Struktur
2.2 Teilbereich Pflegeprozess
2.3 Teilbereich Statistische Erfassung d. Pflegeergebnisses
3. Zusammenfassung des wissenschaftlichen Ergebnisses
3.1 Bündelung der gewonnenen Erkenntnisse
3.2 Möglichkeiten der Verbesserung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Methoden und Theorien der Qualitätssicherung im Pflegewesen, mit dem primären Ziel, Verbesserungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung von Finanzierbarkeit, gesetzlichen Anforderungen und praktischer Umsetzbarkeit zu identifizieren und zu diskutieren.
- Analyse der drei Teilbereiche der Qualitätssicherung: Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.
- Untersuchung der Bedeutung von Kommunikation und Controlling für ein effektives Qualitätsmanagement.
- Evaluation des Einflusses gesetzlicher Rahmenbedingungen (z.B. SGB V/VI) auf die Pflegequalität.
- Betrachtung von Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und dem ökonomischen Druck auf Pflegeeinrichtungen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Begriffsdefinition
Der Begriff „Qualitätsmanagement“ (im Bereich der Pflege) hat in der wissenschaftlichen Betrachtungsweise die Wortwahl „Qualitätssicherung“ abgelöst. Spricht man also von Qualitätsmanagement, so umfasst dies das komplette Spektrum der Maßnahmen eines pflegenden Unternehmens sowie seiner formulierten Absichten und Zielsetzungen zur Errichtung bzw. Verbesserung einer höchstmöglichen Qualität. Hierbei stehen die Fragen nach der Wirtschaftlichkeit, der Gesetzgebung und der Umweltverträglichkeit auf der einen sowie die bestmögliche Kunden- respektive Klientenzufriedenheit im Hinblick auf Wünsche und spezielle Anforderungen auf der anderen Seite.
Der Pflegeprozess und seine Dokumentation dienen der systematischen Feststellung der Kompetenz des Pflegebedürftigen, und um seinen alltäglichen Bedürfnissen und Anforderungen nachzukommen. Weiterhin wird es zum Ermitteln von Pflegebedarf und zum Aushandeln von Pflegezielen genutzt, sowie das Festlegen von Verantwortlichkeiten für die Durchführung einzelner Leistungen zur Unterstützung und die Überprüfung der Angemessenheit von Maßnahmen sind die Zielsetzungen.
„Der Pflegeprozess ist eine Arbeitsmethode und geht davon aus, dass Pflege ein dynamischer Problemlösungs- und Beziehungsprozess ist“ (M. Krohwinkel 1993, Seite 28). Dieser besteht aus logisch aufeinander aufbauenden Phasen bzw. Schritten, die sich selbstredend gegenseitig beeinflussen. Seinen wissenschaftlichen Ursprung hat der Pflegeprozess in der Systemtheorie und in der Entscheidungstheorie. In Deutschland gilt der Pflegeprozess als anerkannte fachliche Methode zur systematischen Beschreibung der professionellen Pflege. Die konkrete inhaltliche Ausgestaltung der jeweiligen Schritte des Pflegeprozesses, z. B. die Festlegung der Pflegeziele, wird, bezogen auf die Klienten, anhand der inhaltlichen Orientierung gestaltet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Generelle Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Qualitätsmanagement und Pflegeprozess und skizziert die historische Entwicklung sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Optimierung des Qualitätsmanagementsystems: Hier werden die drei tragenden Säulen der Qualitätssicherung – Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität – detailliert analysiert und deren Zusammenwirken erläutert.
3. Zusammenfassung des wissenschaftlichen Ergebnisses: Dieses Kapitel bündelt die Erkenntnisse zur gesetzlichen und praktischen Ausgestaltung des Qualitätsmanagements und zeigt konkrete Verbesserungspotenziale auf.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Pflegeprozess, Altenpflege, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Pflegedienstleitung, Controlling, Kundenzufriedenheit, Pflegestandards, Sozialgesetzbuch, Fachkräftemangel, Kommunikation, Pflegemodelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Sicherstellung und Optimierung des Qualitätsmanagements in der Altenpflege unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Theorien und praktischer Rahmenbedingungen.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Strukturqualität, den Pflegeprozess sowie die statistische Erfassung von Pflegeergebnissen, eingebettet in ein ökonomisch und gesetzlich reguliertes Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die optimalen Möglichkeiten zur Qualitätssicherung aufzuzeigen und gleichzeitig die Schwierigkeiten sowie Verbesserungspotenziale im aktuellen Pflegewesen zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Leitfäden und Praxismodellen zur Qualitätssicherung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Bereiche Struktur, Prozess und Statistik und erörtert, wie diese Komponenten ineinandergreifen, um die Pflegequalität professionell zu sichern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Qualitätsmanagement, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Controlling und Pflegemodelle.
Welche Rolle spielt die Pflegedienstleitung (PDL) laut der Autorin?
Die PDL ist die zentrale Figur für das Qualitätsmanagement, da sie sowohl für die Finanzplanung, Personalentwicklung als auch für die interne Kontrolle und Kommunikation verantwortlich ist.
Warum wird das "Dreieckverhältnis" zwischen Klient, Pflegeunternehmen und Pflegekasse als problematisch angesehen?
Es führt zu bürokratischen Hürden und finanziellen Reglementierungen, die eine flexible und bedarfsgerechte Pflege oft behindern.
- Citar trabajo
- Jessica Galle (Autor), 2011, Sicherstellung des Qualitätsmanagements in der Altenpflege, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293814