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Die Geschichte der Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich. Das LKF-Modell

Título: Die Geschichte der Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich. Das LKF-Modell

Tesis (Bachelor) , 2013 , 35 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Raphael Schlachter (Autor)

Salud - Salud pública
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In Österreich, wie auch international, unterliegt das Gesundheitswesen einem immer steigenden Innovations- besonders aber auch Kostendruck. Dies zeigt sich unter anderem in den wesentlichen Veränderungen im Leistungsgeschehen der Krankenanstalten in den letzten Jahren. Einerseits liegen die Gründe mit zunehmendem internationalem Fortschritt, der demographischen Entwicklung westlicher Länder und der hohen Spitalslastigkeit in Österreich bei der gesamtökonomischen Struktur. Andererseits geht der aktuelle Trend in Spitälern zusätzlich verstärkend in Richtung einer intensiveren Betreuung der Patienten in kürzerer Zeit, verbunden mit höherer Personalintensität, durch die verbesserten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, sowie durch den vermehrten Einsatz teurer medizinischer Großgeräte und Behandlungsverfahren. Während oben genannte Entwicklungen zu einer ständigen Zunahme der Mittelansprüche durch Leistungsträger führen, zeigen die wachsenden Kosten des öffentlichen Gesundheitssektors den mittelverteilenden Körperschaften ein offenbar steigendes Einsparungspotential an. Zusammen mit der wachsenden Bedeutung des Public Health als Forschungsgebiet wird dem Gesundheitswesen dadurch eine stetig wichtiger werdende gesamtvolkswirtschaftliche Rolle zuteil. Trotz der Einführung der Leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung (LKF) in Österreich ab 1997 besteht immer noch ein hoher Verbesserungswunsch nach günstigeren und vor allem noch effizienteren Finanzierungsmodellen. Zwar verbesserte das Modell, welches als Ausweg aus dem Dilemma der Grenzen der Finanzierbarkeit eingeführt worden war, die Situation deutlich. Dennoch zeigte auch dieses neue Modell einige Kritikpunkte auf, welche in weiterer Folge in dieser Arbeit noch diskutiert werden.
Diese mittlerweile seit Jahrzehnten bestehende, doch nach wie vor aktuelle Brisanz des Themas, nimmt die vorliegende Bachelorarbeit zum Anlass, die Entwicklung der der Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich darzustellen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Arbeiten wird hier die relevante gesamtgeschichtliche Entwicklung der Finanzierungsmethoden dargestellt und lediglich die beiden Schwerpunkte Pflegetagsvergütung und LKF werden in einem weiteren Abschnitt etwas detaillierter behandelt. Zum besseren Verständnis und als Diskussionsgrundlage der heutigen Situation und Entscheidungsprozesse soll die historische Entwicklung hier deskriptiv erläutert werden. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Aufbau der Arbeit

2. Hintergrund und Allgemeines

3. Historische Entwicklung der Krankenanstaltenfinanzierung

3.1. Frühe soziale Sicherungssysteme

3.2. Entwicklung der Krankenanstaltenfinanzierung bis 1956

3.3. Entwicklung 1957 bis 1978

3.4. 4. KAG-Novelle von 1978 und anschließende Entwicklung

3.5. Pflegetagsvergütungssystem

3.5.1. Kritik und Schwächen

4. Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung

4.1. Ursprünge des (DRG-) Modells

4.2. Entstehung und Einführung des LKF-Modells in Österreich

4.3. Funktionsweise des LKF-Modells

4.3.1. Der bundeseinheitliche Kernbereich

4.3.2. Der Steuerungsbereich

4.4. Weiterentwicklung des LKF-Modelles

4.5. Struktur

4.6. Analyse – Anreizproblematik und Ergebnisse

5. Reformvorschläge

5.1. Finanzierung aus einer Hand

5.2. Bundesweite Vereinheitlichung

5.3. Integrierte Versorgung

5.4. Gemeinsame Ziele

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit hat das Ziel, die historische Entwicklung der Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich umfassend darzustellen und das seit 1997 implementierte System der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung (LKF) kritisch zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit das LKF-Modell die Effizienz steigern konnte und welche Anreizproblematiken oder Schwächen trotz der Reformen weiterhin bestehen.

  • Historische Entwicklung der österreichischen Krankenanstaltenfinanzierung
  • Funktionsweise und Implementierung des LKF-Modells
  • Anreizproblematik, Anstiege von kurzfristigen Behandlungen und stationären Aufnahmen
  • Administrative Herausforderungen und Dokumentationsaufwand
  • Reformansätze wie Finanzierung aus einer Hand und integrierte Versorgung

Auszug aus dem Buch

3.5.1. Kritik und Schwächen

Der Hauptkritikpunkt des früheren Krankenanstaltenfinanzierungssystems in Österreich war der Anreiz zu einer (medizinisch oftmals nicht gerechtfertigten) viel zu langen Verweildauer der Patienten in den Spitälern. Dadurch kam es durch die Rechtsträger zu Maßnahmen, die volkswirtschaftlich nicht sinnvoll waren. Tatsächlich bewirkten die Auslastungssteigerungen mit dem Ziel der Verringerung des Betriebsabganges einerseits höhere volkswirtschaftliche Kosten. Andererseits führten kapazitätsreduzierende Schritte zumindest kurzfristig zu höheren Betriebsabgängen.

Überdies existierte vor Einführung der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung (siehe Punkt 4), aufgrund des hohen Fixkostenanteils, eine Motivation, Patienten länger in spitalsärztlicher Behandlung zu behalten, um dadurch den Fixkostenanteil pro Pflegetag (d.h. die Durchschnittskosten) zu reduzieren. Verstärkt wurde diese Gegebenheit dadurch, dass zwischen Einlieferungs- und Entlassungstag ein oftmals starker unterschiedlicher Kostenverlauf bestand (Renner, 1989). Da die KRAZAF-Mittel im Wesentlichen nur nach der Höhe des Betriebsabganges auf die einzelnen Krankenhäuser verteilt wurden, fehlte ein Anreiz völlig, überhöhte Kapazitäten abzubauen. Die entstandenen Kosten wurden in jedem Fall erstattet und somit fehlte jegliche Motivation, zu einer wirtschaftlichen Betriebsführung überzugehen (Negri, 1998).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Aufbau der Arbeit: Einführung in das Thema der Krankenanstaltenfinanzierung und Darlegung des Aufbaus der Arbeit.

2. Hintergrund und Allgemeines: Analyse der Gesundheitsausgaben im Verhältnis zum BIP und Struktur der dualen Finanzierung in Österreich.

3. Historische Entwicklung der Krankenanstaltenfinanzierung: Überblick über die historische Entwicklung von frühen Sicherungssystemen bis hin zum Pflegetagsvergütungssystem.

4. Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung: Erläuterung des LKF-Modells, dessen Einführung, Funktionsweise sowie eine kritische Analyse der Anreizproblematiken.

5. Reformvorschläge: Vorstellung notwendiger Reformansätze zur Verbesserung der Effizienz und Versorgung im österreichischen Gesundheitssystem.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung und Bewertung des aktuellen Reformbedarfs.

Schlüsselwörter

Krankenanstaltenfinanzierung, LKF-Modell, Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung, Pflegetagsvergütung, KRAZAF, Diagnosefallgruppen, Gesundheitsökonomie, DRG-Modell, Krankenhausmanagement, Duale Finanzierung, Erlösmaximierung, Effizienzsteigerung, Gesundheitssystem Österreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich, von den Anfängen sozialer Sicherungssysteme bis zum aktuellen leistungsorientierten Modell.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Felder sind die historische Entwicklung der Finanzierungsmodelle, die Implementierung des LKF-Systems sowie eine kritische Analyse von ökonomischen Anreizstrukturen im Krankenhaussektor.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Zusammenhänge und Ursachen der Finanzierungsmethoden zu durchleuchten und zu bewerten, inwieweit das LKF-System die erhofften Effizienzsteigerungen erreicht hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Basis bestehender Literatur und Studien die historische Entwicklung nachzeichnet und aktuelle Problemstellungen diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung der Finanzierungssysteme (inklusive KAG und Pflegetagsvergütung) sowie die detaillierte Analyse der Entstehung, Funktionsweise und Schwachstellen des LKF-Systems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Krankenanstaltenfinanzierung, LKF-Modell, Diagnosefallgruppen, Effizienzsteigerung, Anreizproblematik und Gesundheitsökonomie.

Was ist mit dem Begriff „Drehtüreffekt“ gemeint?

Dies beschreibt das Phänomen, dass Patienten verfrüht entlassen und kurz darauf wieder aufgenommen wurden, um aufgrund von Abrechnungsmechanismen oder degressiven Punktezuschlägen mehr Punkte zu generieren.

Warum ist das LKF-Modell in der Literatur umstritten?

Kritiker bemängeln unter anderem das Phänomen des „DRG Creep“ (künstliche Optimierung von Diagnosen), die Anreize zur „Abschöpfung“ leichterer Fälle sowie den hohen administrativen Aufwand des Systems.

Welche Bedeutung hat die 15a-Vereinbarung für die Finanzierung?

Sie bildet die rechtliche Basis für innerstaatliche Staatsverträge zwischen Bund und Ländern, welche die Organisation und Finanzierung des österreichischen Gesundheitswesens verbindlich regeln.

Was schlägt der Autor als wichtige zukünftige Reform vor?

Der Autor verweist auf die Notwendigkeit von Reformen wie einer Finanzierung aus einer Hand, einer bundesweiten Vereinheitlichung und einer stärkeren Integrierten Versorgung über Sektorgrenzen hinweg.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Geschichte der Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich. Das LKF-Modell
Universidad
Vienna University of Economics and Business  (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Curso
Internationale Betriebswirtschaft
Calificación
1,0
Autor
Raphael Schlachter (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
35
No. de catálogo
V293884
ISBN (Ebook)
9783656915881
ISBN (Libro)
9783656915898
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gesundheitssystem öffentliches Gesundheitssystem Krankenanstalten Österreichisches Gesundheitssystem Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich LKF LKF-Modell DRG DRG-Modell öffentliche Finanzierung Krankenanstalten Krankenhausfinanzierung Geschichte der Krankenanstaltenfinanzierung historische Entwicklung der Krankenanstaltenfinanzierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Raphael Schlachter (Autor), 2013, Die Geschichte der Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich. Das LKF-Modell, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293884
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