Wie in so vielen anderen problemorientierten Fragenkreisen auch, herrscht auch im Bereich Religionsunterricht oder lieber doch Ethikunterricht Redebedarf. Lösungen können aber nur dann gefunden werden, wenn miteinander gesprochen und nicht pauschal verurteilt oder über die Köpfe anderer hinweg entschieden wird.
Eine Problemlösung ist aus ihrer Sicht in zwei Richtungen denkbar: 1. eine Grundgesetzänderung oder 2. der christliche Religionsunterricht wird, auch mit dem Blick auf die Religionsmündigkeit als freiwilliges Fach in den Fächerkanon aufgenommen, steht also „gleichberechtigt“ neben Ethik; diese Kombination würde letztlich eine „uferlose und unüberschaubare“ Diskussion mit weiteren Religionsstunden anderer Religionen ausschließen.
Ethikunterricht oder Religionsunterricht, dass ist die Frage, mit der sich dieses Buch auseinandersetzen will und wird; Lebensgestaltung und Religionskunde oder konkrete Auseinandersetzung mit der Gottesfrage.
Siegfried Macht lässt Gott in der tiefgründigen Legende „Überflutung“ eine Handvoll Buchstaben unter die Menschen werfen. Der dahinter stehende Sinn oder auf Aufgabe: Die Menschen sind aufgefordert daraus ein neues und gutes Wort zu bilden, ein Wort, das sie in ihrem Leben voranbringt. Er beschreibt, dass die Menschen mit den wenigen Buchstaben nicht klar kamen. Es wurden immer wieder Buchstaben so zu neuen Wörtern zusammengefügt, die in ihrer Bedeutung Angst bei den Menschen auslöste.
Ein einziger Mensch entdeckte den rettenden Hinweis in Gottes Buchstaben; dieses Buchstabenspiel erinnert an den Psalm 119, dessen Schreiber eine Lobeshymne auf Gott verfasste, indem er ganz präzise den Buchstaben des hebräischen Alphabetes entlang ging.
Die Bannbreite der Überlegungen und der Theorien darüber, wie alles richtig gemacht werden kann ist vielfältig und kann nur noch mit einem Beispiel beschrieben werden: In einer Erzählung von Wolfgang Altendorf „Wortloser Anstoß“ beschreibt er das Nachdenken darüber, ob der Mensch in seinem ganz alltäglichen Leben wirklich nur von Zufällen geleitet wird, oder ob es doch so etwas ähnliches wie einen wortlosen Anruf Gottes gibt; eine inzwischen von mir verstorbene Kollegin hat das so ausgedrückt: „Es ist von Gott zugefallen“!
Gottes Segen, gute Gedanken und viel Freude beim Lesen
Günter-Manfred Pracher
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 Religionsunterricht
Die Unterrichtssituation in Deutschland
Rechtsgrundlagen
Ausnahmeregelungen im Bezug auf Artikel 7 im Grundgesetz
Die Bremer Klausel, Artikel 141
Die Landesverfassung in Bremen sagt dazu
Ethik, Religion in anderen Bundesgebieten
Das Berliner Schulmodell
Das erweiterte Modell der Berliner Schule
Kirchenvertragliche Vereinbarung
Die allgemeinen Prinzipien
Die variierende Einzelausgestaltung
Probleme im Blick auf den zu erteilenden Religionsunterricht
Volksabstimmung in Berlin – das Ergebnis
Brandenburg
Neuer Erlass zum Religionsunterricht in Hessen
Kapitel 2 Ethikunterricht
Eine Definition von Ethik
Was versteht man unter dem Begriff Ethik?
Der Sinn von Ethikunterricht in Deutschland vor 1990
Ethische Grundbegriffe in ihrem Zusammenhang (Grafik)
Die Situation nach 1990 – grundsätzliche rechtliche Regelungen
Ethikunterricht erste Beschlüsse und ihre Umsetzung
Auflistung in Prozent bei Wahlpflichtfach praktische Philosophie
Zusammenfassung der Länder mit Ethikunterricht
Bezeichnung und Status des Ethikunterrichtes
Ethikunterricht als Ersatzfach für den Religionsunterricht
Das Fach Ethik – ein neues Wahl – oder Ersatzpflichtfach
Ethik und das Selbstverständnis des Faches
Beitrag des Faches zur Bildung und Persönlichkeitsbildung
Moralisches Lernen und motiviertes Lernen
Fazit: Inhalte und Ziele
Wahrnehmung, Entscheidung, Handlung
Fächerübergreifende Zusammenarbeit
Besonderheiten in der Umsetzung in den einzelnen Bundesländern
Beispiel Bremen und Brandenburg
Die Situation 2013
Kapitel 3 Religionsunterricht
Grundsätzliche, rechtliche Aussagen zum Religionsunterricht
Verfassungsrechtliche Bestimmungen zum Religionsunterricht – Grundgesetz Artikel 7
Wer ist berechtigt Religionsunterricht zu erteilen – Vokatio
Landessynode der evangelischen Pfälzischen Landeskirche
Landessynode der evangelischen lutherischen Landeskirche
Landessynode der Evangelischen Landeskirche Baden
Der Weg dahin Religionslehrerin/Religionslehrer zu werden
Teilnahmepflicht am Religionsunterricht
Die volle Religionsmündigkeit mit 14 Jahren
Stellenwert des Fachs bei den Schülerinnen und Schülern
Inhalte – Curriculum – eines kompetenzorientierten Religionsunterrichtes
Das Ziel der Religionslehrer
Wie erleben, beziehungsweise haben junge Menschen den Religionsunterricht empfunden?
Umfrage zum Religionsunterricht – Stimmen aus dem Internet
Empfindungen zum Religionsunterricht von Jürgen Rüttgers
Link zum Kienbaumgutachten (Spiegel)
Gedanken von Ursula Becker
Die Ablehnung des Religionsunterrichtes
Grafik zum Religionsunterricht
Abmeldemöglichkeit aus dem Religionsunterricht, Gewissensgründe
Beispiel Nordrhein – Westfalen
Beispiel Niedersachsen
Zur Geschichte und Vorgeschichte des Religionsunterrichtes
Die Zeit der Weimarer Republik
Im Dritten Reich; 1933 – 1945
Das Reichskonkordat – 1933 – 1945
Die Zeit nach 1945
Ein Blick in die ehemalige Deutsche Demokratische Republik
Nach 1990
Die Bedingungen des Religionsunterrichtes in ihrer geschichtlichen Situation
Zur Entwicklungsgeschichte des mit dem Ethikunterricht korrespondierenden Religionsunterricht die Situation im Jahr 2013
Grundsätzliche Gedanken zu Religion und Schule
Kooperationen
Kapitel 4 Ethikunterricht
Wie gehen Schulen und Lehrer im Alltag mit Ethikunterricht um?
Ein Sportlehrer, der Ethik fachfremd unterrichtet
Das unterschiedliche Verständnis der Lehrer zur Sinnhaftigkeit und Erteilung von Religionsunterricht
Stellungnahme einer Lehrerin zum Ethikunterricht und Religionsunterricht an Schulen
Religionsunterricht, Ethikunterricht und Präventionsarbeit an Schulen aus der Sicht der GL und Deutschlehrer
Die Folge: Statt Ethikunterricht Klassenlehrerstunden, Planungsstunden
Lehrer, die an unterschiedlichen Schulen in Hessen fassen zusammen
Ethikunterricht beinhaltet auch Präventionsgedanken
Ethikunterricht aus der Sichtweise von Schülern
Adem Karacan
Schülerin einer Gesamtschule in Mittelhessen
Schüler einer 9. Klasse, an einer IGS in Mittelhessen
Beispiele aus der Praxis Hessischer Schulen
Ethik – Projekt – Beispiel Weltreligionen (mit Klassenarbeit)
GL – Lehrer in Mittelhessen
Ethikunterricht zum Thema Verantwortung Tod – Sterben – Sterbehilfe
Kapitel 5 Religionsunterricht
Wo sehen Religionslehrer ihre Ziele und den Sinn des Religionsunterrichtes?
Die religiöse Dimension des Erziehungsprozesses
Rahmenvorgaben
Inhaltliche Ziele im Religionsunterricht
Ziele und Grundintentionen
Theologie und christliches Wissen strukturiert vermitteln
Religionsunterricht will Neues wagen
Der Rahmen heißt: Neues wagen
Negativaussage: Chance verpassen
Der kreative Aspekt
Der kommunikative Aspekt – die Planungsfähigkeit
Der didaktische – methodische Aspekt
Organisationsfähigkeit
Integrationsfähigkeit
Religionsunterricht ist kein Integrationshindernis
Ergebnisse im Religionsunterricht im Zusammenhang mit der Lehrkraft
Ziele und Sinn des Religionsunterrichtes begreifen
Das Problem der Benotung
Anthropogene Faktoren
Soziale – kulturelle Voraussetzungen
Gedanken und Prioritäten in der Zielsetzung der Religionslehrer
Religionsdidaktik und ihr wissenschaftliches Selbstverständnis
Die Hermeneutik
Die Empirie
Die Ideologiekritik
Die Geschichte der Religionsdidaktik
Das Verhältnis der Religionsdidaktik zu anderen Wissenschaften der Theologie
Die historische Theologie
Die systematische Theologie
Die Humanwissenschaften
Das disziplinäre Verhältnis der Religionsdidaktik
Das didaktische Dreieck
Was macht eine/n guten Religionslehrer/in aus?
Angestrebte Ziele im Religionsunterricht
Weitere angestrebte Ziele und Inhalte im Religionsunterricht können sein
Die Problematik in der konfessionellen Unterrichtung
Pro und Kontra in der Notengebung
Die Frage nach den Beurteilungskriterien
Wie sehen Schülerinnen und Schüler das Problem
Probleme mit der Erteilung von Religionsunterricht
Der Begriff Religionskunde
Der hohe Stellenwert des Religionsunterrichtes
Anlaufstelle Religionsunterricht
Das unterschiedliche Verständnis Kollegien zur Sinnhaftigkeit und Erteilung von Religionsunterricht
Beispiel aus der Praxis, so können Unterrichtsstunden im Fach Religion aussehen
Unterrichtsstunde zum Thema Schöpfung
Unterrichtsstunde zum Thema Martin Luther
Unterrichtsstunde zum Thema Sankt Martin
Ethikunterricht und Präventionsarbeit an Schulen
Ziele und Grundintentionen im Religionsunterricht
Lernziele Weltreligionen
Weitere Beispiele aus der Praxis Schüler gestalten einen Gottesdienst für die (Schul)Gemeinde
Kapitel 6 Religionsunterricht und Ethikunterricht im Vergleich
Religionsunterricht und Ethikunterricht.
Inhalte und Ziele die für den Ethikunterricht sprechen
Die Entwicklung von Toleranz durch Gemeinschaft
Werteorientierung
Fundamentalistische Tendenzen vorbeugen
Ethische Grundbildung
Wahrnehmung, Entscheidung und Handlung
Aufgaben des Ethikunterrichtes
Lehrplan Ethik
Erkenntnistheoretische Positionen, Tabelle
Ordnungsbegriffe, Tabelle
Die beiden Fächer in ihrer jeweiligen Besonderheit nebeneinander dargestellt
Die beiden Unterrichtsangebote gegeneinander abwägen, Argumente
Warum denn überhaupt Religionsunterricht in den Schulen?
Elternbrief als exemplarisches Beispiel
Religionsunterricht: Kreuz und Koran
Religionsunterricht macht stark
Die Schulen sollten nach Möglichkeit
Schwänzen des Religionsunterrichtes
Fünf Argumente für den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen
Das Fachprofil des Religionsunterrichtes
So versteht sich Religionsunterricht mit Kompetenzen
Beitrag des Faches zur Bildung und Persönlichkeitsbildung
Religiöse Kompetenzen, Aufzählung
Wichtige Bereiche der religiösen Kompetenz
Fachübergreifende Kompetenzen
Zusammenarbeit mit anderen Fächern
Der interdisziplinäre, interkulturelle und interreligiöse Dialog
Ziel und Inhalte und deren Ausrichtung
Fächerbindendes Lern – und Orientierungswissen
Schulpastorale und außerschulische Lernorte
Ziele, Inhalte und deren Ausrichtung im Religionsunterricht
Informieren und Orientieren
Fragen und Antworten
Lebenshilfe
Wege zum Glauben
Übergreifende Lernbereiche und Zuordnung von Themenkreisen
Lernen entlang der Biografie
Pluralität der Methoden und Selbsttätigkeit der Schüler
Religiöse Grundbildung
Religionsunterricht und Lebenszeugnis (Kompetenz)
Das Kirchenjahr – Verknüpfung mit Themenkreisen
Der kirchliche Festkalender und die Firmung
Der Weihnachtsfestkreis
Der Osterfestkreis
Feste im Jahreskreis
Feier der Firmung
Die Entwicklung der Eigenschaften von Religionslehrern, Grafik
Die 10 Thesen der EKD zum Sinn des Religionsunterrichtes
Weitere Gründe für den Religionsunterricht
Zwölf weitere Gründe für den Religionsunterricht
Verteilung der beiden Konfessionen auf die Bundesländer
Das abschließende Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Publikation untersucht die aktuelle Situation und die konzeptionelle Ausrichtung des Religions- und Ethikunterrichts an öffentlichen Schulen in Deutschland. Im Zentrum steht die kritische Analyse, ob der Ethikunterricht lediglich eine Kompensationsfunktion erfüllt oder einen eigenständigen, pädagogisch wertvollen Beitrag zur Wertebildung leisten kann, wobei besonders die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Rolle der Kirchen beleuchtet werden.
- Rechtliche Grundlagen und verfassungsrechtlicher Status des Religionsunterrichts in verschiedenen Bundesländern.
- Vergleichende Analyse von Religions- und Ethikunterricht hinsichtlich ihrer didaktischen Ziele und Inhalte.
- Herausforderungen in der Unterrichtspraxis, einschließlich der Lehrerausbildung und fachfremden Erteilung.
- Bedeutung der religiösen Bildung und interreligiöser Kompetenz in einer pluralistischen Gesellschaft.
- Praxisbeispiele zur Gestaltung von Unterrichtseinheiten zu Themen wie Schöpfung, Tod, Sterbehilfe und Organspende.
Auszug aus dem Buch
Einführende Gedanken
Wie in so vielen anderen problemorientierten Fragenkreisen auch, herrscht auch im Bereich Religionsunterricht oder lieber doch Ethikunterricht Redebedarf. Lösungen können aber nur dann gefunden werden, wenn miteinander gesprochen und nicht pauschal verurteilt oder über die Köpfe anderer hinweg entschieden wird.
In einer südhessischen Schule hatte ich in dieser Richtung zwei interessante Gespräche, die mich einerseits nachdenklich gemacht haben, mir aber andererseits – seits viel Respekt und Hochachtung vor den Kolleginnen abverlangt haben. So machte mir eine katholische Kollegin deutlich, dass Religionsunterricht an unseren Schulen sicher ein sinnvolles Angebot ist, aber die aktuelle Diskussion durch diese Gesetzregelung doch auch ihre Berechtigung habe. Eine Problemlösung aus ihrer Sicht in zwei Richtungen denkbar: 1. eine Gesetzänderung oder 2. der christliche Religionsunterricht wird, auch mit dem Blick auf die Religionsmündigkeit als freiwilliges Fach in den Fächerkanon aufgenommen, steht also „gleichberechtigt“ neben Ethik; diese Kombination würde letztlich eine „uferlose und unüberschaubare“ Diskussion mit weiteren Religionsstunden anderer Religionen ausschließen.
Die andere Kollegin, sie erteilt evangelische Religion, stellte mir bedingungslos ihre Unterrichtsstunde zur Verfügung, damit ich für dieses Buch eine bisher unberücksichtigte Schüler – und Altergruppe einbinden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 Religionsunterricht: Dieses Kapitel behandelt die verfassungsrechtlichen Grundlagen und die variierende Organisation des Religionsunterrichts in den deutschen Bundesländern sowie spezifische Modellentwicklungen.
Kapitel 2 Ethikunterricht: Hier wird der Ethikunterricht definiert, seine historische Entwicklung sowie seine Rolle als Ersatzfach in verschiedenen deutschen Bundesländern analysiert.
Kapitel 3 Religionsunterricht: Dieses umfangreiche Kapitel widmet sich der rechtlichen Absicherung, der kirchlichen Mitbestimmung und der inhaltlichen Ausrichtung des Religionsunterrichts sowie dessen Geschichte und gesellschaftlicher Bedeutung.
Kapitel 4 Ethikunterricht: Der Fokus liegt auf der alltäglichen Unterrichtspraxis, der Problematik der fachfremden Erteilung und der Bedeutung von Präventionsarbeit in Schule und Unterricht.
Kapitel 5 Religionsunterricht: Es werden die didaktischen und inhaltlichen Ziele des Religionsunterrichts, das Selbstverständnis der Religionspädagogik und die Praxis der Lehrkräfte detailliert erörtert.
Kapitel 6 Religionsunterricht und Ethikunterricht im Vergleich: Dieses Kapitel stellt beide Fächer gegenüber, vergleicht ihre Profile, Argumente für ihre jeweilige Existenzberechtigung und diskutiert die Möglichkeiten der Kooperation.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Ethikunterricht, Grundgesetz, Religionsmündigkeit, Schöpfung, Ethik, Pädagogik, Didaktik, Interreligiöser Dialog, Wertebildung, Konfession, Religionsdidaktik, Schulen, Lehrerbildung, Präventionsarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation primär?
Das Buch analysiert die Entwicklung, den rechtlichen Status und die didaktische Praxis von Religions- und Ethikunterricht an deutschen Schulen und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen staatlichem Bildungsauftrag und kirchlicher Mitwirkung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den zentralen Themen gehören verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen, die Konkurrenz oder Kooperation von Religions- und Ethikunterricht, die Lehrerausbildung und die didaktische Gestaltung konkreter Unterrichtseinheiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, eine sachliche Grundlage für die Diskussion um die Sinnhaftigkeit und Ausgestaltung dieser Fächer in der modernen Schule zu bieten, ohne pauschale Verurteilungen auszusprechen.
Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?
Der Autor nutzt eine Kombination aus rechtlicher Analyse, historischem Rückblick, empirischen Einblicken in die Schulpraxis sowie didaktischen Reflexionen und Unterrichtsbeispielen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Situation des Religions- und Ethikunterrichts, vergleicht deren Ansätze und präsentiert konkrete Praxisbeispiele zur Unterrichtsgestaltung.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Begriffe wie Religionsmündigkeit, Konfessionalität, interreligiöser Dialog, Werteorientierung und schulpädagogische Verantwortung sind zentral für das Verständnis der Argumentation.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Ethikunterrichts?
Der Autor hinterfragt, ob Ethikunterricht lediglich eine Notlösung für vom Religionsunterricht abgemeldete Schüler ist, oder ob er als gleichberechtigtes, kompetenzorientiertes Fach zu verstehen ist.
Welchen Stellenwert nimmt die konfessionelle Kooperation ein?
Die Kooperation zwischen den Konfessionen sowie zwischen Religions- und Ethikunterricht wird als produktive Möglichkeit diskutiert, um den Bildungsauftrag der Schule in einer pluralistischen Gesellschaft zu erfüllen.
- Citar trabajo
- Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor), 2015, Ethikunterricht. Ein adäquater Ersatz für den Religionsunterricht oder Feigenblattfunktion?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294020