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Soziale Arbeit auf dem Weg in die Mitleidsökonomie? Professionstheoretische Reflexion eines historischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesses

Am Beispiel der Tafeln in Deutschland

Titre: Soziale Arbeit auf dem Weg in die Mitleidsökonomie? Professionstheoretische Reflexion eines historischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesses

Dossier / Travail , 2013 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Lisa Schwabe (Auteur)

Travail Social
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entstehung der Sozialen Arbeit aus der karitativen Armenfürsorge, mit der modernen Sozialen Arbeit als Profession, deren wichtigsten Merkmalen und der neugeschaffenen Mitleidsökonomie, am Beispiel der Tafeln in Deutschland.
Welchen Ursprung hat die Soziale Arbeit? Inwieweit hat sie sich, seit ihrer Entstehung, weiterentwickelt?
Welche Bedeutung haben ehrenamtliche Einrichtungen für die Etablierung der Sozialen Arbeit als Profession?
Ist die Soziale Arbeit auf dem Weg zurück zur mittelalterlichen Armenfürsorge oder unterstützen ehrenamtliche Einrichtungen die Professionalisierung der Sozialen Arbeit?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historische Entstehung der Sozialen Arbeit

1.1 Begriffserklärung Soziale Arbeit

1.2 Vorgeschichte Soziale Arbeit

1.2.1 Mittelalter (800-1500) – Almosenwesen und karitative Einrichtungen

1.2.2 Neuzeit (1500-1789) – Bettelordnungen und Zuchthäuser

1.3 Moderne Soziale Arbeit

1.3.1 19. – 20. Jahrhundert – Die ‚Soziale Frage‘ entstand

1.3.2 20. Jahrhundert – Verstaatlichung und Professionalisierung

2. Soziale Arbeit - eine moderne Profession

3. Gesellschaftliche Transformation zur Mitleidsökonomie

3.1 Bedeutung und Entstehung der Mitleidsökonomie

3.2 Die Tafeln - Signifikantester Ausdruck der Transformation zur Mitleidsökonomie

3.2.1 Die Tafelidee und statistische Aspekte

3.2.2 Entstehungshintergrund der Tafeln

3.3 Die Rolle der Sozialen Arbeit in der Mitleidsökonomie

3.3.1 Soziale Arbeit - Teil der Mitleidsökonomie?

3.3.2 Der Unterschied zwischen den Tafeln und der modernen Sozialen Arbeit

3.4 Konsequenzen der Mitleidsökonomie für die Soziale Arbeit als Profession

3.4.1 Soziale Arbeit im Konkurrenzkampf

3.4.2 Qualitätseinbruch der Sozialen Arbeit

3.4.3 Das Ansehen in der Gesellschaft

3.4.4 Entprofessionalisierung der Sozialen Arbeit

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die professionstheoretischen Auswirkungen der entstehenden "Mitleidsökonomie" auf die Soziale Arbeit in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwiefern die zunehmende Bedeutung von Tafeln und ähnlichen ehrenamtlichen Einrichtungen zur Entprofessionalisierung des Berufsbildes führt und inwieweit die Soziale Arbeit selbst Teil dieser Transformation ist.

  • Historische Genese der Sozialen Arbeit von der Armenfürsorge zum professionellen Beruf
  • Charakterisierung der Mitleidsökonomie und ihre Rolle im heutigen Sozialstaat
  • Die Tafeln als signifikantes Beispiel für niederschwellige, ehrenamtlich geprägte Hilfe
  • Wettbewerbsverhältnisse zwischen professionellen Diensten und der Mitleidsökonomie
  • Auswirkungen auf Qualität, gesellschaftliches Ansehen und professionelle Identität

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Sozialen Arbeit in der Mitleidsökonomie

Wie eng ist die Soziale Arbeit in die Mitleidsökonomie eingebunden? Welche Rolle spielt sie? Wenn man sich weiter an das Beispiel der Tafeln als signifikantestes Merkmaler dieser Mitleidsökonomie hält, so lässt sich feststellen, dass öffentliche soziale Dienste und die Tafeln auf organisatorischer Ebene eng miteinander verbunden sind. „Die Soziale Arbeit selbst trug zu diesem Wachstum bei, indem sie die Trägerschaft von ‚Tafeln‘ übernahm“ (Bruckdorfer 2013, S.21), denn Caritas und Diakonie sind zum einen Träger der Sozialen Arbeit aber gleichzeitig auch Trägerorganisationen der Tafeln. Zudem richten sich die Angebote der Tafeln meist an AdressatInnen der Sozialen Arbeit (vgl. Kessl/Schoneville 2013, S.14). „Die Etablierung der neuen Mitleidsökonomie geschieht also unter aktiver Mitgestaltung der professionellen Sozialen Arbeit und im direkten Bezug auf diese“, so Kessl und Schoneville (2013, S.14).

Sieht man sich die vorangegangenen Kapitel dieser Arbeit an, so wird deutlich, dass es klare Unterschiede in der Arbeit der Tafeln und dem Beruf der Sozialen Arbeit gibt. Hier aufgeführt werden drei Hauptunterschiedsmerkmale: Beginnend mit (1): den ‚HelferInnen, stehen sich zum einen ungelernte, nicht-professionelle und unbezahlte ehrenamtliche HelferInnen in den Tafeln und Professionelle, meist akademisch ausgebildete, über Theorie- und Methodenwissen Verfügende, und vor allem bezahlte Kräfte in den Berufen der Sozialen Arbeit gegenüber (vgl. Seithe 2012, S.54f.). In diesem Punkt ist zu beachten, dass sich SozialarbeiterInnen von Laien, abgesehen von fachlichem Wissen, auch darin unterscheiden „dass sie jeder Zeit in der Lage sein müssen, bzw. sich in die Lage versetzen zu müssen, begründen zu können, warum sie etwas tun und warum sie es genau so tun“ (ebd., S.55). Des Weiteren ist ein wichtiger Unterschied, dass (2): die Soziale Arbeit auf sozialstaatlichen Prinzipien basiert, wohingegen die Tafeln und andere Einrichtungen der Mitleidsökonomie auf Wohltätigkeit bauen und durch diese bestehen (vgl. Schoneville 2013, S.25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Historische Entstehung der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel rekonstruiert die Entwicklung von der mittelalterlichen, religiös geprägten Armenfürsorge bis hin zur modernen, verstaatlichten Sozialen Arbeit im 20. Jahrhundert.

2. Soziale Arbeit - eine moderne Profession: Hier werden die Professionsmerkmale der heutigen Sozialen Arbeit beleuchtet, insbesondere das "doppelte Mandat" und die Notwendigkeit fachlich begründeten Handelns.

3. Gesellschaftliche Transformation zur Mitleidsökonomie: Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Mitleidsökonomie, die Rolle der Tafeln und die daraus resultierenden Konsequenzen wie Qualitätseinbußen und Entprofessionalisierung der Sozialen Arbeit.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die schwierige Perspektive der Sozialen Arbeit in einem von Wettbewerb und ehrenamtlicher Hilfe geprägten Umfeld.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Mitleidsökonomie, Tafeln, Professionalisierung, Entprofessionalisierung, Armenfürsorge, Sozialstaat, Agenda 2010, Qualitätseinbruch, ehrenamtliches Engagement, soziale Dienstleistungen, Wettbewerb, professionelles Handeln, Hilfsbedürftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Soziale Arbeit von einer professionellen Dienstleistung zu einer Situation entwickelt hat, in der sie zunehmend durch eine neue "Mitleidsökonomie" (exemplifiziert durch die Tafeln) unter Druck gerät.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Genese des Berufsstandes, die strukturelle Veränderung des Sozialstaates durch die Agenda 2010 sowie die daraus resultierenden Konflikte für professionelle Sozialarbeiter.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Auswirkungen der Mitleidsökonomie auf die Soziale Arbeit als Profession aufzuzeigen, insbesondere im Hinblick auf drohende Qualitätseinbußen und eine schleichende Entprofessionalisierung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine professionstheoretische Reflexion, die historische Entwicklungsprozesse nachzeichnet und aktuelle gesellschaftliche Transformationen am Praxisbeispiel der Tafeln analysiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung der Mitleidsökonomie, der Konkurrenz zwischen professioneller Sozialarbeit und ehrenamtlichen Tafeln sowie den negativen Folgen dieser Entwicklung für die Qualität und das gesellschaftliche Ansehen der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Professionalisierung, Mitleidsökonomie, aktivierender Staat, Qualitätseinbruch und Entprofessionalisierung geprägt.

Warum werden die Tafeln in der Arbeit als so kritisch für die Soziale Arbeit bewertet?

Die Tafeln werden als Ausdruck eines unfairen Wettbewerbs gesehen, da sie nicht auf professionellen Standards, sondern auf unbezahltem, ehrenamtlichem Engagement basieren und so den professionellen Qualitätsanspruch der Sozialen Arbeit untergraben.

Kann man die Mitleidsökonomie als eine Form von Rückschritt betrachten?

Ja, die Arbeit argumentiert, dass die Mitleidsökonomie Parallelen zur mittelalterlichen, willkürlichen Armenfürsorge aufweist und somit die im 20. Jahrhundert erreichte professionelle und rechtsbasierte soziale Unterstützung gefährdet.

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Résumé des informations

Titre
Soziale Arbeit auf dem Weg in die Mitleidsökonomie? Professionstheoretische Reflexion eines historischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesses
Sous-titre
Am Beispiel der Tafeln in Deutschland
Université
University of Duisburg-Essen  (Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik)
Cours
Soziale Arbeit als Profession I
Note
1,3
Auteur
Lisa Schwabe (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
21
N° de catalogue
V294146
ISBN (ebook)
9783656917915
ISBN (Livre)
9783656917922
Langue
allemand
mots-clé
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Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Schwabe (Auteur), 2013, Soziale Arbeit auf dem Weg in die Mitleidsökonomie? Professionstheoretische Reflexion eines historischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294146
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Extrait de  21  pages
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