Der Einfluss der Medien auf das Bild von Migranten in Deutschland


Ausarbeitung, 2013

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Mediale Beeinflussung in der Gesellschaft

3. MigrantInnen in der Darstellung deutscher Medien

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

6. Anhang

1. Einleitung

In der Geschichte der Menschheit gab es schon immer Bevölkerungsbewegungen. Seit den 1970er Jahren spielt in Deutschland der Begriff der Migration eine Rolle (Klein 2005: 41). Und dies nicht nur in Bezug auf die Bevölkerungsentwicklung, denn es werden Probleme deutlich, denen sich die deutsche Bevölkerung und Politik in ihren differenzierten Formen noch nicht gegenübergestellt gesehen hat (z.B. die Lampedusa-Flüchtlinge in Hamburg). In den immer wiederkehrenden empörten öffentlichen Auseinandersetzung mit verschiedenen migrationspolitischen Themen (wie der „Asylproblematik“) geht es meist um die Zukunft des Landes (also der Gesellschaft und somit auch der Individuen), in Abhängigkeit vom Bevölkerungsanteil der MigrantInnen.

Hier gibt es sehr unterschiedliche Meinungen in der deutschen Bevölkerung wie mit Einwanderern umgegangen werden sollte, je nachdem wie stark „gemeinsam geteilte Wertorientierungen“ (Wenzel 1990: 67) bewusst ausgeprägt sind. Hinzu kommt der (über einen längeren Zeitraum veränder- und beeinflussbare) Habitus und daraus entstehende Doxa (Böhlke/Rilling 2007: 58), die jeder Mensch durch seine Erziehung, Bildung und Erfahrungen ausbildet. Doch welchen Einfluss nehmen (außer der Politik und der Historie) die Medien auf das individuelle Denken des Individuums in Deutschland in Bezug auf Immigranten, wenn man davon ausgeht, dass Medien mittlerweile Einzug in alle Lebensbereiche gefunden haben (Pietraß/Funiok, 2010: 7)? Was fällt bei einer genaueren Betrachtung der in den Medien getroffenen Aussagen auf?

Die Hausarbeit wird sich mit der Brisanz der medialen Beeinflussung des Denkens der deutschen Bürger in Bezug auf Migranten beschäftigen.

2. Mediale Beeinflussung in der Gesellschaft

Der Einfluss des Internets hat in den letzten 20 Jahren international stark zugenommen. Durch dessen rasante Expansion in der unter 65 jährigen Bevölkerung auf durchschnittlich 92,5 % Nutzer (in der Menge des Nutzungsanstiegs ähnlich der des Fernsehens ab 1955) sind dessen Inhalte und der Zugriff auf solche nicht (mehr) kontrollier- und nachvollziehbar. Die hohen Nutzerzahlen in Deutschland werden durch die im Anhang befindliche Grafik „Internetnutzung im ersten Quartal 2012 in Deutschland“ noch einmal verdeutlicht (Statistisches Bundesamt (Destatis). 2012a.).

In Folge der Verbreitung der mobilen Datennutzung durch den Markterfolg von Smartphones und Tablets konnte schon 2010 für 24 % der deutschen Privathaushalte mit Internetzugang die Nutzung von internetfähigen Handys vermerkt werden (Statistisches Bundesamt 2011). Somit wird die Mediennutzung durch ihre Präsenz normalisiert: 16% aller deutscher Internetnutzer wählten sich bereits 2010 über das Handy ins Internet ein (Statistisches Bundesamt 2010). Hierbei ist zu beachten, dass es eine, mit höherem Alter steigende, Nutzung des Internets zu informativen Zwecken gibt (Statistisches Bundesamt (Destatis). 2012b.).

Über den wissenschaftlichen Gehalt von einem Großteil der informativen Internetseiten lässt sich streiten (da mit dem nötigen IT-Wissen beliebig veröffentlicht werden kann und Quellen oft schwer nachvollziehbar sind), jedoch erleichtert das Internet seinen Nutzern den Zugriff auf jegliche Art von Informationen, denn die „herkömmlichen“ Medien (Printmedien, Radio und Fernsehen) sind längst auch im Internet zu finden. Dieser Fakt gestaltet Aussagen über den genauen Konsum von Radio, Fernsehen und Printmedien als schwierig. Denn hauptsächlich wird dieser mittlerweile von internetfähigen Geräten aus getätigt.

Um einer tiefgreifende Analyse des schwer einschätzbaren Effekts der informativen Internetseiten1, die nicht in Abhängigkeit von Verlagen und anderen, auch außerhalb des Internets angesiedelten Betrieben (die auch tatsächlich von Deutschen besucht werden), und dem Sprengen des Rahmens der Hausarbeit vorzubeugen, wird in dieser Arbeit das Internet eher als ein Hilfsmittel zur besseren Erreichbarkeit der „herkömmlichen“ Medien behandelt und sich auf ebendiese konzentriert.

Der wichtigste Antrieb der „herkömmlichen“ Medien ist ein ökonomischer, also ein profitorientierter. Dementsprechend wird tendenziell das veröffentlicht, was möglichst viele Medienkonsumenten hervorbringt. Dabei ist der wichtigste Stützpfeiler des Mediensystems die Medien- und Publikumsforschung. Die Forschungsergebnisse und daraus erschlossene Umsetzungen am Markt sind jedoch sozial und politische nicht zwangsläufig tragbar (Huber 1998: 303). Für die Quantität der Konsumenten wird also auch die Qualität ausgewählter Medien gemindert. Auch werden gesellschaftliche Normen in Frage gestellt und sogar für falsch erklärt. Häufig geschieht dies, wenn in der Gesellschaft bereits (vermutet) häufig vorkommende Meinungen wiedergegeben werden, um so ein möglichst breites Publikum anzusprechen.

Fest steht, dass von den „herkömmlichen“ Medien eine bestimmte Beeinflussung der Konsumenten gewünscht ist, damit weiterhin konstant konsumiert und der Absatz der Medien gesichert wird.

Im World Wide Web geschieht die Reizsetzung, die den Konsum zur Folge haben soll, vor allem durch die Präsenz von Websites, in sozialen Netzen, Werbeanzeigen und -E-Mails. Besonders durch die Reproduktion der Information, durch Bekannte und Freunde in den sozialen Netzen, sind die Intensität der Reizsetzung und die Internalisierung der Information hier sehr hoch. Im Radio erfolgt die Reizsetzung hauptsächlich durch die Auswahl der Musik. Deshalb und aufgrund der mangelnden Visualisierung werden tendenziös weniger Informationen aufgenommen. Vorteil der Printmedien ist, dass, wenn sich zum Kauf entschieden wurde, die Kosten zum Lesen antreiben. Trotzdem werden nachhaltig weniger Informationen aufgenommen, wie z.B. beim Fernsehen. Dieses hat den größten Effekt von den „herkömmlichen“ Medien auf den Konsumenten, da es visuelle und auditive Elemente vereint. Somit können Informationen schneller und genauer dargestellt und aufgenommen werden und es kann sogar mit emotionalen Komponenten gearbeitet werden, was auch die Intensität der Informationsaufnahme steigern kann. Dabei ist zu beachten, dass dem Medium entsprechend die Komplexität der Information angepasst wird, um die Informationsüberlastung gering zu halten (Kroeber-Riel/Esch 2011: 22-26).

Im Internet sind häufig unzuverlässige Quellenangaben zu finden. Wenn jedoch nachvollziehbare Angaben vorhanden sind, führen diese beinahe ausschließlich auf außer-, oder innerhalb des Internets veröffentlichte Printmedien zurück. Dementsprechend muss geschlussfolgert werden, dass eine großen Beeinflussung solcher, auf das Individuum ausgeübt wird.

[...]


1 Mit informativen Internetseiten ist hier gemeint, dass Informationen, die sich auf das tatsächliche Leben (auch historisch) beziehen, vermittelt werden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss der Medien auf das Bild von Migranten in Deutschland
Hochschule
Universität Bremen  (Soziologie)
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V294153
ISBN (eBook)
9783656920434
ISBN (Buch)
9783656920441
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss, medien, bild, migranten, deutschland
Arbeit zitieren
Max Korbmacher (Autor), 2013, Der Einfluss der Medien auf das Bild von Migranten in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294153

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