Die Bedeutung von Marketing-Events steigt immer weiter an. Unternehmen veranstalten zunehmend mehrere kleinere Events und sind bereit, das Budget für solche Veranstaltungen weiter zu erhöhen. Da aber zugleich der Druck auf die Wirtschaftlichkeit ansteigt, kommt besonders der Evaluation dieser Events eine immer größere Bedeutung zu. Durch eine gründliche Vor- und Nachbereitung einer Veranstaltung steigt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Events deutlich an. Anhand der Seminardokumentation soll im Folgenden das Thema Eventevaluation aus mehreren Perspektiven aufgezeigt werden. Zunächst werden die Grundbegriffe sowie die Ziele der Eventevaluation erläutert und mit Hilfe eines abschließenden Beispiels untermauert. Anschließend wird das Thema Event und Image näher betrachtet. Es soll verdeutlicht werden, warum ein positives Image sehr wichtig für eine Veranstaltung ist. Im Anschluss daran werden drei grundlegende Instrumente der Eventevaluation aufgezeigt und erklärt. Im letzten Teil wird auf den theoretischen Aufbau eines Fragebogens eingegangen und anhand eines Beispiel-Fragebogens versucht, den IBU Biathlon Weltcup 2015 in Ruhpolding zu evaluieren. Abgeschlossen wird die Seminardokumentation mit einem persönlichen Fazit über die beiden Präsenzphasen an der Hochschule für angewandtes Management in Erding.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Eventevaluation
3. Event und Image
4. Instrumente der Eventevaluation
4.1. Critical-Incident-Technique
4.2. Sequentielle Ereignismethode
4.3. Blueprinting
5. Fragebogen
6. Persönliches Fazit
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminardokumentation befasst sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Anwendung von Methoden zur Evaluation von Marketing-Events, um deren Wirtschaftlichkeit und Erfolg messbar zu machen.
- Grundlagen und Ziele der Eventevaluation
- Die Bedeutung von Image und dessen Komponenten
- Methoden der Evaluation: Critical-Incident-Technique, sequentielle Ereignismethode und Blueprinting
- Theoretischer Aufbau eines Fragebogens für die empirische Erhebung
- Praxisbeispiel: Evaluation des IBU Biathlon Weltcups 2015
Auszug aus dem Buch
4.3. Blueprinting
Das Blueprinting ist eine Methode zur Darstellung, Analyse und Gestaltung von Prozessen. In der Prozessgestaltung stehen Effizienz und Effektivität im Vordergrund. Anhand des ServiceBluePrint kann die kundenbezogene Sichtweise mit der anbieterbezogenen Sichtweise verbunden werden. Ziel des Blueprinting ist es, den gesamten Serviceprozess in seinem zeitlichen Ablauf zu visualisieren. Direkte Interaktionen mit den Kunden sollen dabei von Hintergrund-Aktivitäten unterschieden werden, welche dieser gar nicht wahrnimmt. Die Grenze zwischen „Front Office“ und „Back Office“ wird als „Line of Visibility“ bezeichnet, deren Verlauf je nach Kundengruppe des Dienst-Anbieters variiren kann. Für die Erstellung eines Blueprint müssen sämtliche Teilprozesse einer Dienstleistung identifiziert und anschließend in einem Flussdiagramm dargestellt werden. Die benötigten Informationen liefern hierfür sowohl der Anbieter als auch seine Kunden. Kunden sollen in zumeist offenen, strukturierten Interviews angeben, wie sie einen Serviceprozess in chronologischer Reihenfolge erlebt haben. Dabei nennen sie nur selbst wahrgenommene Aktivitäten. Der Anbieter erfährt dadurch oft von Aktivitäten, die ihm gar nicht bewusst waren. Aktivitäten, die hinter der „Line of Visibility“ stattfinden, sind hingegen vom Dienstleister beizusteuern. Dadurch wird die Gesamtstruktur der Dienstleistung transparent und es lässt sich zudem feststellen, von welchen Prozessen im „Back Office“ die einzelnen Aktivitäten im „Front Office“ zeitlich und sachlich abhängen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung von Marketing-Events und deren Evaluation ein und erläutert den strukturellen Aufbau der Dokumentation.
2. Eventevaluation: Hier werden Definitionen und das Drei-Phasen-Modell (Pre-, Kern- und Post-Evaluation) sowie zentrale Kennziffern und Perspektiven der Erfolgskontrolle erläutert.
3. Event und Image: Dieses Kapitel beleuchtet das Image als subjektiven Gesamteindruck und analysiert dessen rationale, emotionale und soziale Ebenen.
4. Instrumente der Eventevaluation: Es werden spezifische Methoden wie die Critical-Incident-Technique, die sequentielle Ereignismethode und das Blueprinting zur Prozessanalyse vorgestellt.
5. Fragebogen: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Befragungstechnik und zeigt exemplarisch die Konzeption eines Fragebogens für den Biathlon Weltcup auf.
6. Persönliches Fazit: Der Autor reflektiert den Lerneffekt der Präsenzphasen und die praktische Anwendung der erlernten Methoden in Gruppenarbeiten.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen und Lehrunterlagen.
Schlüsselwörter
Eventevaluation, Marketing-Events, Wirtschaftlichkeit, Image, Critical-Incident-Technique, Sequentielle Ereignismethode, Blueprinting, Fragebogen, Dienstleistungsqualität, Kundenbindung, Prozessanalyse, Sozialforschung, Evaluation, Zielgruppen, Eventmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminardokumentation grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Evaluation von Veranstaltungen im Sportmanagement und wie man deren Erfolg systematisch messen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Prozess der Eventevaluation, der psychologischen Wirkung von Image und der Anwendung verschiedener qualitativer Erhebungsinstrumente.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Notwendigkeit der Eventevaluation zu schaffen und praktische Instrumente für die Planung und Nachbereitung von Events vorzustellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?
Die Arbeit stellt die Critical-Incident-Technique, die sequentielle Ereignismethode sowie das Blueprinting als Werkzeuge zur Messung von Prozessen und Qualität vor.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Evaluation, die Analyse von Image-Komponenten und die praktische Anleitung zur Erstellung eines Fragebogens.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Eventevaluation, Image, Blueprinting, Dienstleistungsqualität und methodische Prozessanalyse.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Front Office und Back Office beim Blueprinting?
Die Unterscheidung erfolgt über die „Line of Visibility“ (Sichtbarkeitslinie); Prozesse oberhalb sind für den Kunden sichtbar, Prozesse darunter für den Kunden unsichtbar.
Welchen Stellenwert nimmt die „Eisbrecher-Frage“ in der Befragung ein?
Sie ist essenziell für einen Fragebogen, um zu Beginn das Vertrauen der Teilnehmer zu gewinnen und Interesse für das restliche Ausfüllen zu wecken.
Welche Rolle spielt die emotionale Ebene beim Aufbau eines Images?
Die emotionale Ebene reflektiert Gefühle, Stimmungen und Sympathien, die maßgeblich beeinflussen, wie eine Person oder ein Event von anderen wahrgenommen wird.
- Citation du texte
- Stefan Still (Auteur), 2015, Eventevaluation. Ein Überblick aus verschiedenen Perspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294166