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Aspekte der familiären Bewältigung von Langzeiterwerbslosigkeit

Titel: Aspekte der familiären Bewältigung von Langzeiterwerbslosigkeit

Hausarbeit , 2009 , 20 Seiten , Note: LN

Autor:in: M.A. Harald Schälike-Ollig (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es geht um die Auswirkungen der Langzeitarbeitslosigkeit auf den Familienalltag aus Sozialpsychologischer Sicht. Ausgehend von einem Blick in die Statistik wird im Anschluss die Bedeutung intra- sowie interpersonaler Merkmale für die Bewältigung der Erwerbsarbeitslosigkeit im Rahmen einer Hausarbeit herausgearbeitet. Die Folgen für die/den Betroffene/n und dessen Umfeld sowie psychosoziale Interventionsmöglichkeiten und Schlüsse für die Forschung werden im Anschluss betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Arbeitslosenstatistik

3. Die Situation der Erwerbslosigkeit für den Erwerbslosen

3.1 Zur Bedeutung personaler Merkmale

3.2 Die Bedeutung situativer Merkmale

4. Folgen der Erwerbslosigkeit für die Familie

4.1 Familie als Kontext individueller Erfahrungen

4.2 Erwerbslosigkeit als Familienerfahrung

4.3 Folgen für Kinder und ihre Eltern

5. Forschungsfragen und psychosoziale Interventionen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielschichtigen Auswirkungen von Langzeiterwerbslosigkeit auf das Familiensystem und analysiert, wie betroffene Familien diese psychisch belastende Situation bewältigen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach den Bedingungen, unter denen Familien entweder resignativ reagieren oder konstruktive neue Lebensformen außerhalb traditioneller Erwerbsarbeit finden.

  • Soziale und psychische Folgen der Langzeiterwerbslosigkeit für Individuen und Angehörige.
  • Einfluss von personalen und situativen Merkmalen auf das Bewältigungsvermögen.
  • Die Rolle der Familie als unterstützendes oder belastetes System.
  • Auswirkungen der Erwerbslosigkeit auf die kindliche Sozialisation und Entwicklung.
  • Notwendigkeit und methodische Herausforderungen psychosozialer Interventionen.

Auszug aus dem Buch

4.2 Erwerbslosigkeit als Familienerfahrung

Im Folgenden wird anstelle der individuellen Betrachtung der Erwerbslosen als Einzelperson die Familie als Ganze sowie ihre Möglichkeiten der Bewältigung von Arbeitslosigkeit in den Vordergrund gestellt. Viele der Auswirkungen von Erwerbslosigkeit auf die individuelle psychische Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden werden erst vor dem Hintergrund der familiären Lebensbedingungen der Arbeitslosen erklärlich. Es spiegelt beispielsweise die Bedeutung der Berufsarbeit für die Identität des Einzelnen gleichzeitig auch seine familieninterne Rolle als Ernährer und Haushaltsvorstand wieder.

Viele Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Familien als Kollektiv durch Erwerbslosigkeit u. U. irreversible Veränderungen erfahren.

In unterschiedlichen Forschungsrichtungen lassen sich hier zwei Typen der Adaptation an die Erwerbslosenrolle unterscheiden, resignative und konstruktive Adaptation.

Die resignative Adaptation beinhaltet das Akzeptieren der Einschränkungen von Chancen und Handlungsmöglichkeiten sowie schwindende Hoffnungen. Zielgerichtete Bemühungen werden reduziert, die Motivation zur Arbeitssuche wie auch zum aktiven Engagement in der sozialen Gemeinschaft nimmt ab. Dieser Rückzug hat eine Verbesserung der emotionalen Befindlichkeit zur Folge. Die betroffenen Familien fühlen sich wohler, weil sie ihre eigenen Leistungsanforderungen reduzieren, sich nicht mehr so sehr um etwas bemühen und gesellschaftliche Normen, denen sie nicht mehr gerecht werden können, auch nicht mehr an sich heran lassen. Sie haben damit für sich eine Art Stabilität in der Familie als Selbstschutz geschaffen. Das Leben wird von einem Tag zum anderen bewältigt, mit wenigen Krisen aber auch nur wenigen positiven, freudigen Momenten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsthema ein, beleuchtet den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Belastung und umreißt den Fokus auf die Situation von Familien in Deutschland.

2. Aktuelle Arbeitslosenstatistik: Das Kapitel bietet einen Überblick über die aktuelle Beschäftigungssituation in Deutschland sowie Österreich und differenziert die Daten nach Regionen und Rechtskreisen.

3. Die Situation der Erwerbslosigkeit für den Erwerbslosen: Hier werden die Ursachen und individuellen Folgen von Erwerbslosigkeit analysiert, wobei besonders auf Langzeiterwerbslosigkeit sowie personale und situative Bewältigungsfaktoren eingegangen wird.

4. Folgen der Erwerbslosigkeit für die Familie: Dieses Kapitel betrachtet die Familie als Kontext und als Ganzes, beleuchtet Bewältigungsstrategien und analysiert die spezifischen Folgen für Kinder und Eltern.

5. Forschungsfragen und psychosoziale Interventionen: Das abschließende Kapitel diskutiert methodische Anforderungen der Erforschung von Erwerbslosigkeit und plädiert für gezielte Unterstützungsmaßnahmen zur Wiederherstellung gesellschaftlicher Teilhabe.

Schlüsselwörter

Langzeiterwerbslosigkeit, Arbeitslosigkeitsforschung, Familie, Psychosoziale Folgen, Bewältigungsvermögen, Resignative Adaptation, Konstruktive Adaptation, Kinder, Sozialisation, Arbeitsmarkt, Unterstützungsnetzwerke, Identität, Soziale Isolation, Armut, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychischen und sozialen Folgen der Langzeiterwerbslosigkeit, wobei ein besonderer Fokus auf der Familie als betroffenem System und deren Bewältigungsmöglichkeiten liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Arbeitslosenstatistik, die persönlichen und situativen Faktoren der Belastungsverarbeitung sowie die spezifischen Auswirkungen auf familiäre Rollenstrukturen und die Entwicklung von Kindern.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Kausalität der Problematik darzustellen und zu verdeutlichen, wie Langzeiterwerbslosigkeit Familien als Kollektiv beeinflusst und welche Bedingungen für eine erfolgreiche Adaptation entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Studienanalyse, die den Erwerbslosigkeitsprozess und die Notwendigkeit von Längsschnittstudien sowie einer differenzierten Betrachtung von Anpassungsprozessen hervorhebt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die individuelle Situation von Erwerbslosen beleuchtet und anschließend die Folgen für das Familiensystem, inklusive der Auswirkungen auf Kinder und der verschiedenen Adaptationsformen, intensiv analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Langzeiterwerbslosigkeit, Familienresilienz, psychosoziale Belastung, soziale Unterstützung, Arbeitsmarktbedingungen und Bewältigungsstrategien.

Was bedeutet der Unterschied zwischen resignativer und konstruktiver Adaptation?

Resignative Adaptation beschreibt einen Rückzug aus sozialen Anforderungen als Selbstschutz, während konstruktive Adaptation die aktive Neugestaltung des Lebens und der Familienorganisation trotz fehlender Erwerbsarbeit umfasst.

Welchen Einfluss hat die Langzeiterwerbslosigkeit konkret auf Kinder?

Neben ökonomischen Belastungen sind Kinder durch die psychische Anspannung der Eltern, eine mögliche emotionale Instrumentalisierung sowie den Rückzug der Familie aus dem sozialen Leben gefährdet, was sich negativ auf ihre Entwicklung und Zukunftschancen auswirken kann.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aspekte der familiären Bewältigung von Langzeiterwerbslosigkeit
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Psychologie)
Veranstaltung
Arbeits- und Organisationspsychologie
Note
LN
Autor
M.A. Harald Schälike-Ollig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V294209
ISBN (eBook)
9783656921943
ISBN (Buch)
9783656921950
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aspekte bewältigung langzeiterwerbslosigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Harald Schälike-Ollig (Autor:in), 2009, Aspekte der familiären Bewältigung von Langzeiterwerbslosigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294209
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Leseprobe aus  20  Seiten
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