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Das Konzept "Lean Management"

Ist die Anwendbarkeit auf den Westen aufgrund von kulturellen Unterschieden nicht möglich?

Title: Das Konzept "Lean Management"

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Manel Gasmi (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In der Automobilbranche entwickelte ein japanisches Unternehmen ein so erfolgreiches Konzept, dass es von westlichen Wissenschaftlern analysiert und konkretisiert wurde. Der Westen gab dem japanischen Konzept die Bezeichnung „Lean Management“. Immer mehr nicht-japanische Unternehmen waren darauf bedacht dieses Managementkonzept einzuführen. Doch dieses Vorhaben wurde vom Tenor immer mehr angezweifelt. Das Lean Management-Konzept handele sich um
eine typisch japanische Entwicklung und es könne nur im kulturellen und wirtschaftlichen Umfeld Japans erfolgreich sein.

Besonders Wissenschaftler mit anthropologisch-soziologischem Hintergrund sind der Meinung, dass der Unterschied der Kulturen bei der Anwendung ein Hindernis darstellen könnte. So seien die Menschen im Westen auf einen verschärften Individualismus hinaus und deshalb seien die Management-Prinzipien, die von Japanern aufgebaut wurden, auf den Westen gar nicht übertragbar. Die japanische Kultur hingegen besäße keine autonome Existenz des Individuums. Deshalb seien die Japaner viel geeigneter für Management-Prinzipien mit Gruppencharakter und flachen Hierarchien, wie das „Lean Management“.
Mit der Fragestellung, ob das japanische Konzept des „Lean Managements“ tatsächlich
nicht auf den Westen anwendbar ist, aufgrund von kulturellen Differenzen, beschäftigt
sich diese Hausarbeit. Dabei sollen zunächst westliche Managementkonzepte, wie der „Taylorismus“ und der „Reine Fordismus“, die vor dem „Lean Management“ existierten, dargestellt werden. Anschließend soll das Konzept „Lean Management“ in einer Definition, in seiner Entstehung und in seinen Grundprinzipien vorgestellt
werden. Zum Schluss wird das Lean Management-Konzept mit dem westlichen Konzept des „Reinen Fordismus“ verglichen, um der Frage nach der Anwendbarkeit auf den Westen nachzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Managementkonzepte vor dem Lean Management

1.1. Einführung in den Begriff Management

1.2. Taylorismus

1.3. Reiner Fordismus

2. Lean Management

2.1 Definition des Begriffs „Lean Management“

2.2. Die MIT-Studie

2.3. Das Toyota Produktionssystem

2.4. Grundstrategien des „Lean Managements“

3. Anwendbarkeit des Lean Managements

3.1. Vergleich „Reiner Fordismus“ mit „Lean Management“

3.2. Rahmenbedingungen

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Anwendbarkeit des japanischen „Lean Management“-Konzepts auf westliche Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung angeblicher kultureller Unterschiede sowie der historischen Entwicklung von Managementkonzepten.

  • Historische Einordnung von Managementkonzepten (Taylorismus, Fordismus)
  • Definitorische Grundlagen und Ursprung des Lean Managements (MIT-Studie)
  • Analyse des Toyota Produktionssystems und seiner Kernstrategien
  • Vergleich der Prinzipien von Lean Management und Reinen Fordismus
  • Diskussion über die Relevanz kultureller Faktoren versus ökonomischer Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

2.3. Das Toyota Produktionssystem

Zunächst stand die japanische Automobilindustrie vor großen Herausforderungen, denn in den 50er Jahren dominierten die amerikanischen und europäischen Autokonzerne in der Industrie. Diese Tatsache konnten viele japanische Automobilhersteller nicht auf sich sitzen lassen. So entwickelte die Firma Toyota im Laufe der Zeit ein Produktionssystem, das die Massenproduktion verdrängte. Eiji Toyota und Taiichi Ohno hatten die Idee nicht einfach die Erfolgsstrategie des Westens blind zu übernehmen, sondern ein Konzept zu entwickeln, das eine eigenständige, langfristige und wettbewerbsfähige Alternative zur Massenproduktion darstellen sollte. Das Grundprinzip des Produktionssystems ist durch absolute Vermeidung von Verschwendung und einem Minimum an Aufwand das höchstmögliche Output herzustellen. Die neue Erfindung der Erfolgsstrategie von Toyota in den fünfziger Jahren war als Revolution anzusehen, ähnlich wie bei der Einführung des „Taylorismus“ und des „Reinen Fordismus“.

Die Firma Toyota selbst definiert das Toyota Produktionssystem in ihre 2010 erschienene Broschüre „Das Toyota Produktionssystem und ihre Bedeutung für das Geschäft“, folgendermaßen:

„Das Toyota Produktionssystem versetzt Mitarbeiter in die Lage, die Qualität durch ständige Verbesserung von Prozessen und Vermeidung der Verschwendung von natürlichen, menschlichen und unternehmerischen Ressourcen zu optimieren. Das TPS wirkt sich auf jeden Aspekt unserer Organisation aus und beinhaltet eine gemeinsame Basis an Werten, Wissen und Verfahren. Die Mitarbeiter werden mit gut definierten Verantwortlichkeiten in jedem Produktionsschritt betraut, und jedes Teammitglied wird ermutigt, nach Verbesserungen zu streben.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der sich wandelnden Umweltbedingungen für westliche Unternehmen und Vorstellung der Forschungsfrage zur Übertragbarkeit japanischer Managementkonzepte.

1. Managementkonzepte vor dem Lean Management: Darstellung der historischen Grundlagen des Managements, insbesondere des Taylorismus und des Reinen Fordismus als Vorläufer und Referenzmodelle.

2. Lean Management: Erläuterung des Begriffs Lean Management, der Bedeutung der MIT-Studie, der Prinzipien des Toyota Produktionssystems sowie der spezifischen Grundstrategien des Konzepts.

3. Anwendbarkeit des Lean Managements: Analytischer Vergleich zwischen Reinen Fordismus und Lean Management sowie Untersuchung der Rahmenbedingungen, die eine Anwendung im westlichen Kontext beeinflussen.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, in der die These aufgestellt wird, dass Lean Management weitgehend kulturunabhängig und anpassungsfähig ist.

5. Literatur: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Lean Management, Toyota Produktionssystem, Taylorismus, Reiner Fordismus, MIT-Studie, Managementkonzepte, Unternehmenskultur, Effizienz, Prozessoptimierung, Qualitätssicherung, Just-in-Time, Kaizen, industrielle Massenproduktion, westliche Unternehmen, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Übertragbarkeit des japanischen „Lean Management“-Konzepts auf westliche Unternehmen und hinterfragt, ob kulturelle Unterschiede eine erfolgreiche Implementierung tatsächlich verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese von Managementtheorien, der Definition von Lean Management, der Analyse des Toyota Produktionssystems sowie dem kritischen Vergleich mit westlichen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Hypothese zu widerlegen, dass Lean Management rein kulturgebunden ist, und aufzuzeigen, dass es sich um eine evolutionäre Weiterentwicklung westlicher Managementprinzipien handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die bestehende Studien (insb. die MIT-Studie) und theoretische Managementansätze vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Vorläufermodelle, eine detaillierte Erläuterung der Lean-Methodiken und einen systematischen Vergleich der Arbeitsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Lean Management, Toyota Produktionssystem, Taylorismus, Fordismus, Prozessoptimierung und Kulturunabhängigkeit.

Warum wird der Taylorismus als Referenz für Lean Management genutzt?

Der Taylorismus dient als Basis, um zu verstehen, wie Arbeitsteilung und Produktivitätssteigerung historisch in westlichen Unternehmen definiert wurden, um daraus Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum Lean-Modell abzuleiten.

Was bedeutet der Begriff „Kaizen“ im Kontext der Arbeit?

Kaizen steht für das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung, welches laut Arbeit eine tragende Säule des Lean Managements darstellt.

Welche Rolle spielen „kulturelle Unterschiede“ laut dem Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Anwendbarkeit weniger kulturell, sondern vielmehr durch ökonomische und technische Rahmenbedingungen determiniert ist.

Was sind die „Schattenseiten“ des Lean Managements?

Laut der Arbeit können diese in einem erhöhten Leistungsdruck, der Gefahr der Entmenschlichung durch extreme Prozessoptimierung und einer möglichen Zunahme von Konkurrenzverhalten innerhalb der Belegschaft liegen.

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Details

Title
Das Konzept "Lean Management"
Subtitle
Ist die Anwendbarkeit auf den Westen aufgrund von kulturellen Unterschieden nicht möglich?
College
Ruhr-University of Bochum  (Erziehungswissenschaft)
Course
Wandel der Organisation- Change Management
Grade
2,3
Author
Manel Gasmi (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V294250
ISBN (eBook)
9783656921806
ISBN (Book)
9783656921813
Language
German
Tags
Lean Management Westen japanisches Konzept kulturelle Unterschiede Management Organisation Taylorismus Fordismus Toyota MIT Studie Grundstrategien Lean Production
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manel Gasmi (Author), 2014, Das Konzept "Lean Management", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294250
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