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Der Klostersturm 1940/41 und die Gegenwehr des Bischofs von Galen

Titel: Der Klostersturm 1940/41 und die Gegenwehr des Bischofs von Galen

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Clarissa Frenken (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Ausarbeitung, werde ich über den Klostersturm in den Kriegsjahren 1940 und 1941 berichten, sowie von den Predigten von Bischof von Galen, die zur Einstellung des Klostersturms führten. Der Klostersturm wurde von den Nazis im Zuge des Kirchenkampfes durchgeführt. Unter verschiedenen Vorwänden wurden Klöster zwangsgeräumt und die Ordensleute vertrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein Überblick über den Klostersturm

3. Die Beschlagnahmen durch die Volksdeutsche Mittelstelle

3.1 Die Umstände der Beschlagnahmen

3.2 Das Schicksal der Bewohner

4. Die Beschlagnahmen durch die Gestapo

4.1 Das Schicksal der Bewohner

5. Die Gegenwehr des Klerus und damit verbundene Probleme

6. Die Predigten von Bischof von Galen gegen den Klostersturm

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den sogenannten Klostersturm in den Jahren 1940 und 1941 als Instrument des nationalsozialistischen Regimes im Kirchenkampf gegen die katholische Kirche und analysiert in diesem Kontext die Rolle und Wirkung der Predigten von Bischof Clemens August Graf von Galen.

  • Strukturelle Analyse der beiden Wellen des Klostersturms (Volksdeutsche Mittelstelle und Gestapo)
  • Untersuchung der Lebensumstände betroffener Ordensleute und Bewohner nach den Beschlagnahmen
  • Bewertung der kirchlichen Reaktionsmöglichkeiten und deren Grenzen im NS-Staat
  • Analyse der rhetorischen und kirchenpolitischen Bedeutung der drei Predigten Bischof von Galens

Auszug aus dem Buch

Die Beschlagnahmen durch die Gestapo

Diesmal wurden die Beschlagnahmen der Klöster, die sich hauptsächlich im Rheinland und in Westfalen befanden durch die Gestapo durchgeführt. Bei der ersten Welle wurden bereits rund 100 kirchliche Einrichtungen beschlagnahmt, nun bei der zweiten Welle im Jahre 1941 wurden weitere 200 Klöster beschlagnahmt. Die Gestapo räumte die einzelnen Gebäude mit der Begründung der Volks- und Staatsfeindlichkeit der Bewohner, die in den seltensten Fällen tatsächlich vorlag. Vielmehr bezog sich der Vorwurf pauschal auf alle Ordensleute.

Im Rheinland begann die Verschärfung des Klostersturms am 10.04.1941 und hielt mehrere Monate an. Im Erzbistum Köln wurden 18 Ordenshäuser und ein Exerzitienheim beschlagnahmt. Durchgeführt wurden die Räumungen von je zwei bis sechs Gestapo-Beamten. Wie bei der ersten Welle wurden die Beschlagnahmen mündlich ausgesprochen und Begründungen waren wage, oft wurde das angebliche volks- und staatsfeindliche Verhalten der Bewohner als Grund angeführt oder der Wille des Führers. Wie auch bei der ersten Welle lässt sich hier „für einige Fälle […] nachweisen, dass die nationalsozialistischen Behörden gezielt Vorwände für die Aufhebung der Einrichtung konstruieren“.

Im Gegensatz zu den Räumungen durch die Volksdeutsche Mittelstelle waren die Ordensleute hier auf die Ausquartierung gefasst. Sie hielten Reisegepäck bereit und konnten einige wenige Dinge des Klosterinventars bei Seite schaffen. Da die Räumungsfrist meistens nur einen Tag betrug war es gut, dass sie vorbereitet waren. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Gestapo-Beamten besser vorbereitet waren als die Männer der SS, die für die Beschlagnahmen der ersten Welle verantwortlich waren. Häufig standen Busse bereit, um die Bewohner abzutransportieren. Ziel der Gestapo war es, die Klöster im Stillen und unbemerkt zu räumen, aber wie zuvor in Württemberg nahmen die Bewohner im Rheinland großen Anteil und halfen den Betroffenen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Klostersturms als Höhepunkt des Kirchenkampfes ein und legt den Fokus auf die Beschlagnahmungsprozesse sowie die Rolle der Predigten von Bischof von Galen.

2. Ein Überblick über den Klostersturm: Das Kapitel definiert den Begriff „Klostersturm“ und erläutert die ideologischen Hintergründe der nationalsozialistischen Kirchenfeindlichkeit sowie die vorangegangenen Schikanen gegen Ordensleute.

3. Die Beschlagnahmen durch die Volksdeutsche Mittelstelle: Es werden die Hintergründe und die Durchführung der ersten Welle der Beschlagnahmen sowie das Vorgehen der SS unter Richard Drauz thematisiert.

3.1 Die Umstände der Beschlagnahmen: Dieser Unterpunkt detailliert die rücksichtslose Räumungspraxis am Beispiel Württembergs.

3.2 Das Schicksal der Bewohner: Hier wird die Situation der vertriebenen Ordensleute und Bewohner nach der Räumung ihrer Klöster beschrieben.

4. Die Beschlagnahmen durch die Gestapo: Das Kapitel behandelt die zweite Welle des Klostersturms im Jahr 1941, die insbesondere das Rheinland und Westfalen betraf.

4.1 Das Schicksal der Bewohner: Dieser Teil beschreibt die Auswirkungen der Gestapo-Räumungen auf die Ordensleute und deren Schwierigkeiten, in der neuen Situation zu überleben.

5. Die Gegenwehr des Klerus und damit verbundene Probleme: Es wird analysiert, warum die Kirche trotz des Rechtsbruchs kaum wirksame öffentliche Proteste gegen den Klostersturm organisieren konnte.

6. Die Predigten von Bischof von Galen gegen den Klostersturm: Dieses Kapitel beleuchtet das mutige Eingreifen von Bischof von Galen und die inhaltliche sowie politische Bedeutung seiner drei Predigten.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Klostersturm eine gezielte kirchenfeindliche Aktion war und die Predigten von Galens maßgeblich zu deren Einstellung durch das NS-Regime beigetragen haben.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Klostersturm, Nationalsozialismus, Katholische Kirche, Kirchenkampf, Clemens August Graf von Galen, Volksdeutsche Mittelstelle, Gestapo, Beschlagnahme, Devisenprozesse, Sittlichkeitsprozesse, Predigten, Widerstand, NS-Ideologie, Religionsunterricht, Reichsleistungsgesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt den sogenannten Klostersturm in den Jahren 1940 und 1941, eine systematische Kampagne des NS-Staates zur Enteignung und Beschlagnahmung katholischer Einrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die kirchenfeindliche Ideologie der Nationalsozialisten, die verschiedenen Phasen der Beschlagnahmung durch SS und Gestapo sowie die begrenzten Handlungsspielräume der Kirche im Widerstand.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Regime kirchliche Einrichtungen gezielt bekämpfte und welche Rolle die öffentlichen Proteste des Bischofs von Galen bei der Beendigung dieser Maßnahmen spielten.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der historische Dokumente, zeitgenössische Berichte und wissenschaftliche Sekundärliteratur ausgewertet wurden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die zwei Wellen der Beschlagnahmung, das Schicksal der betroffenen Ordensleute, die internen Schwierigkeiten der kirchlichen Gegenwehr und die inhaltliche Analyse der drei berühmten Predigten des Bischofs von Galen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Klostersturm, Kirchenkampf, Nationalsozialismus, Bischof von Galen und katholische Kirche.

Warum leistete der Klerus anfangs kaum öffentlichen Widerstand?

Die Kirche befand sich in einer Zwickmühle zwischen ihrer Loyalität zum Staat in Kriegszeiten und der notwendigen Selbstverteidigung, wobei die Angst vor drastischen Konsequenzen für die gesamte Bevölkerung den Klerus zögerlich machte.

Warum gelten die Predigten von Galens als Auslöser für das Ende des Klostersturms?

Das NS-Regime fürchtete aufgrund der deutlichen Worte des Bischofs und der anschließenden Solidarisierung der Bevölkerung, den Rückhalt in Münster und Westfalen zu verlieren, weshalb Hitler den Stopp-Erlass unterzeichnete.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Klostersturm 1940/41 und die Gegenwehr des Bischofs von Galen
Note
1,7
Autor
Clarissa Frenken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V294277
ISBN (eBook)
9783656919452
ISBN (Buch)
9783656919469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
klostersturm gegenwehr bischofs galen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clarissa Frenken (Autor:in), 2014, Der Klostersturm 1940/41 und die Gegenwehr des Bischofs von Galen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294277
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Leseprobe aus  17  Seiten
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