Angst und Controlling. Integration verhaltenswissenschaftlicher Ansätze in den Controlling-Prozess


Seminararbeit, 2015

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung
1.1 Gegenstand der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Thematische Abgrenzung
1.4 Methodik und Überblick über die Arbeit

2.Definitionen
2.1 Wortbedeutungen von Angst und Controlling
2.2 Semantische Abgrenzung von Angst und Controlling zu artverwandten Begriffen
2.3 Arten der Angst nach Riemann
2.4 Ausprägungen des Controllings

3. Bestandsaufnahme des aktuellen Forschungsstands
3. 1 Derzeitige Berücksichtigung der Verhaltensökonomik in der deutschen Fachliteratur
3. 2 Exkurs: Aktuelle Studien bzgl. der Notwendigkeit einer besseren Integration der Verhaltensökonomik in das Controlling
3.2.1 Soziale Präferenzen
3.2.2 Reziprozität

4. Integration Riemannscher Angstformen in den Controlling-Prozess sowie deren Angstbezug
4.1 Der Riemann´sche Ansatz
4.2 Übertragung des Riemann´schen Ansatzes auf das Controlling
4.2.1 Der schizoide Controller
4.2.2 Der depressive Controller
4.2.3 Der zwanghafte Controller
4.2.4 Der hysterische Controller

5. Nutzung der Angst im Controlling-Prozess für den Unternehmenserfolg

6. Zusammenfassung, kritische Würdigung und Ausblick

I. Quellen

1.Einleitung

1.1 Gegenstand der Arbeit

Angst. Einem jedem Menschen werden bei diesem Wort bestimmte Gedanken, Erinnerungen in den Sinn kommen. Der dänische Theologe und Philosoph Kierkegaard verstand Sie aus Produkt der Synthese aus Körper und Geist die jedem Menschen innewohnt (Kirkegaard, Sören; S. 53). In der Psychologie ist die Zuschreibung von Angstformen ein probates Mittel der Charakterisierung eines Menschen (Jung, Hans; S 147 - 157). Diese haben große Auswirkungen auf die Fähigkeit der zwischenmenschlichen Interaktion, seien diese im Freundeskreis, in der Ehe oder eben am Arbeitsplatz (Riemann, Fritz; S 7 – 9). Umso mehr verwundert es, dass die deutsche Fachliteratur des Managements und Controllings diesen Ansatz vollkommen ausspart. Zwar sind erste Ansätze einer Implementierung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse erkennbar, doch beschränkt sich dies derzeit noch auf kognitive Beschränkungen von Managern (Weber, Jürgen; S. 38, 39). Controller und Manager werden als angstfreie und somit faktisch geistlose Wesen dargestellt, höchstens bedroht durch einen Information Overload. Die Aufgabe des Controllers wird gar aus der vollkommenen Rationalität der Controller heraus begründet und dass diese durch ihre Fähigkeit das Management rationaler machen könnte (ebenda, S. 41 – 50). Man beginge jedoch schlicht einen Anwendungsfehler eines ökonomischen Modells, erhöbe man den Controller zum „homo oeceonomicus“ und somit zur gelebten Realität. ( vgl. Weber, Max ; S 7, 14 – 15). Diese Arbeit geht nun zunächst auf die Begriffe Angst und Controlling genauer ein und will Möglichkeiten aufzeigen wie beide Begriffe zusammengeführt werden können.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Bei näherem Überlegen mag es nicht verwunderlich erscheinen, dass die Angst in all ihren Erscheinungsformen Einfluss auf den Controlling-Prozess haben könnte. Schließlich wird dieser, wie der ICV definiert, von Managern und Controllern im Team erzeugt (ICV e. V; S. 14 in Fischer, Thomas; S 35). Also von mindestens zwei menschlichen Individuen, von denen es reichlich wohlfeil wäre anzunehmen sie wären gegen menschliche Gefühlsregungen und Ängste gefeit. Eine Berücksichtigung dieses Faktums scheint hier unausweichlich um valide Erkenntnisse bzgl. der Qualität von Controlling-Prozessen zu erlangen. Ziel der Arbeit ist es die Auswirkungen der Implementierung der Riemann`schen Angstformen in den Controlling-Prozess darzulegen, die Notwendigkeit der Implementierung empirisch zu beweisen sowie Chancen für Unternehmen aus diesen Erkenntnissen aufzuzeigen.

1.3 Thematische Abgrenzung

Nachfolgende Arbeit soll das Thema Angst aus Sicht von Managern und Controllern gleichermaßen darlegen. Aufgrund des völligen Fehlens adäquater Fachliteratur stellen die Unterpunkte vier und fünf, also die Übertragung der Riemann´schen Angstformen auf den Controlling-Prozess sowie deren Nutzbarmachung für den Unternehmenserfolg, weitgehend eine reine Eigenleistung dar. Dies soll im Unterpunkt drei nochmals deutlich gemacht werden. Da ein erfolgreiches Controlling mit dem Unternehmenserfolg eng korreliert, wurde die richtige Handhabung von Angst vom Verfasser als zweckdienlich erachtet, um diesen positiv zu beeinflussen. Sämtliches Nachfolgende stützt sich ausschließlich auf deutsche Fachliteratur, welche das in anglo-amerikanischen Staaten häufig praktizierte „Behaviour Accounting“, mit wenigen Ausnahmen, praktisch völlig ausspart.

1.4 Methodik und Überblick über die Arbeit

Ausgangspunkt für die im Rahmen dieser Arbeit betriebene Literaturrecherche war zunächst die Sichtung der vorhandenen fachspezifischen Literatur. Als Herangehensweise wurde, mit Ausnahme des Unterpunktes vier, welcher deduktiv ist, der induktive Ansatz gewählt. Hauptsächlich verwendet wurde deutsche Basisliteratur der Psychologie und des Controllings sowie Artikel aus Fachzeitschriften. Sämtliche verwendeten Quellen wurden vom Verfasser auf Seriosität hin geprüft, weswegen von der Verwendung von Onlineinhalten, mit Ausnahme von zwei Bildquellen, verzichtet wurde. Abrundend kommen noch eigene Überlegungen des Verfassers mit hinzu, hautsächlich in den Kapiteln fünf und sechs.

2.Definitionen

2.1 Wortbedeutungen von Angst und Controlling

Für den Begriff der Angst findet sich in der Literatur eine Vielzahl möglicher Definitionen. Im Duden findet sich unter dem Stichwort Angst die Angst sei ein „beklemmendes, banges Gefühl bedroht zu sein“. Abweichend hiervon definiert Kierkegaard Angst als eine notwendige Bedingung der Synthese aus Seelischen und Körperlichen. Beides Bedarf für eine gelungene Verschmelzung ein Bindeglied, welches Kierkegaard als den menschlichen Geist identifiziert. Eine Bedingung für die Existenz des Geistes sei jedoch die Angst (Kirkegaard, Sören; S. 53). Kurzum beschreibt Kierkegaard somit Angst als eine Bedingung die jedem Menschen innewohne, sofern die seelische und körperliche Synthese von Erfolg gekrönt sein soll. Ohne Angst sei man faktisch Geistlos. Die Riemann´sche Angstdefinition orientiert sich weniger an Philosophische und theologischen Aspekten wie Kierkegaard, sondern weist das Verständnis menschlicher Ängste dem Instrumentarium der Tiefenpsychologie zu. So versteht Riemann unter Angst eine Charaktereigenschaft des Menschen, nachdem sich sein ganzes Verhalten orientieren wird (Riemann, Fritz; S. 7). Augenfällig ist, dass nur die Definition des Dudens den Begriff Angst eher negativ darstellt.

Auch wenn das Wort „Controlling“ im Deutschen sehr an das Wort „Kontrolleur“ erinnert, ist dies hier leider ein sogenannter „false friend“ oder kurzum ein Übersetzungsfehler. Das Controlling ist vielmehr eine Unterstützung für das Management (Weber, Jürgen; S.33). Der ICV definiert dieses stets als eine Teamleistung von Managern und Controllern. Erst die Zusammenarbeit beider erzeugt den Controlling-Prozess (Horvath, Peter; S.17). Weber/Schäfer definieren das Controlling als Führungs- oder Managementfunktion, die von unterschiedlichen Beteiligten durchgeführt wird. Hierbei sind jedoch auch andere Involviert als nur die Controller selbst (Weber, Jürgen; S.1). Abgesehen von der Definition des ICV und der von Weber/Schäfer ist augenfällig, dass andere bekannte Fachbücher keinerlei Definition des Begriffs „Controlling“ liefern. So werden zwar oftmals Aufgaben und Gegenstand des Controllings genannt, jedoch keinerlei prägnante Definition. Insbesondere in den Standardwerken von Fischer/Möller („Controlling), Horvath („Controlling“) und Steinle/Daum („Controlling-Kompendium für Ausbildung und Praxis) fehlt diese vollends.

2.2 Semantische Abgrenzung von Angst und Controlling zu artverwandten Begriffen

Angst und Furcht

Zentrales Unterscheidungsmerkmal zwischen Angst und Furcht ist die Gerichtetheit auf eine offensichtliche Gefahrenquelle bzw. Bedrohung. Der Begriff der Furcht begreift sich als die Reaktion auf eine, oft unmittelbare, Gefahr (Butcher, James; S 223). Ihr Ursprung ist animalischer Natur, wo sie die Funktion einer Freisetzung zusätzlicher Kraftreserven zwecks einer schnellen Flucht aus einer Gefahrensituation hatte und auch beim Menschen immer noch hat (ebenda). In der Tat erfolgt der Übergang von einer furchtlosen Grundstimmung zu akuter Furcht oft sehr abrupt (z.B. beim Anblick eines großen Insekts im Badezimmer). In Abgrenzung zur Furcht bezieht sich Angst nicht auf eine unmittelbare Bedrohung, sondern auf möglichweise in weiterer Zukunft auftretende Gefahren. Auf kognitiver Ebene erzeugt Angst oft eine negative Stimmungslage, ganz besonders dann wenn man selbst glaubt den Grund der Angst nicht beseitigen zu können (z.B. Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes) (Butcher, James; S. 224). In psychologischer Hinsicht generiert ein Angstzustand chronische Überregung und Anspannung, was als Präparation auf eine noch nicht sichtbare, aber als sehr wahrscheinlich eintretende Bedrohung gedeutet werden kann (ebenda). Auch kann Angst das Verhalten von Menschen maßgeblich beeinflussen. So kann eine Tendenz zur Vermeidung diverser Situationen beobachtet werden, da diese möglicherweise in der Erinnerung negativ konnotiert sind (ebenda). So kann etwa das Durchfahren eines dunklen Waldes mit dem PKW, bei dem man kürzlich mit Rotwild kollidiert ist, allein ausreichend sein um ein Gefühl der Angst zu generieren, obwohl objektiv derzeit keinerlei Gefahr in dieser Hinsicht droht.

Controller, Controlling sowie Controllership

So ähnlich obige drei Begriffe auch klingen mögen, so unterschiedlich sind sie doch in ihrer Bedeutung. Leider führt die starke grammatische Ähnlichkeit oft zu Verwechslungen in der Praxis, was hierzu führt, dass individuelle Vorstellungen was den das Wort „Controlling“ nun bedeutet entwickelt wurden. Insbesondere „Controller“ und „Controlling“ werden allzu oft vertauscht (Preißler P; S. 14 in Weber, Jürgen; S. 1). Weber/Schäfer liefern für genannte drei Begrifflichkeiten eine Definition die geeignet erscheint um eine hinreichende Abgrenzung vornehmen zu können. Ein Controller sei ein Arbeitnehmer an den Manager eine ganz bestimmte Art von Aufgaben delegieren (ebenda). Diese seien z.B. die Kostenüberwachung oder die Ergebniskontrolle. Das Controllership bezeichnet alle Aufgaben die Controllern zugewiesen werden und von diesen wahrgenommen werden (ebenda). Controlling nun „ist eine Führungs- oder Managementfunktion, die von unterschiedlichen Aufgabenträgern-darunter auch, aber nicht nur Controller-vollzogen wird“ (ebenda).

2.3 Arten der Angst nach Riemann

In seinem Buch „Grundformen der Angst“ differenziert der Münchener Psychoanalytiker Fritz Riemann vier Formen von Angst die einem jedem Menschen, in unterschiedlicher Ausprägung zu Eigen sind. Diese seien im Folgenden kurz vorgestellt.

1. Die schizoiden Persönlichkeiten – Die Angst vor der Hingabe

Charakteristisch für schizoide Persönlichkeiten ist das Bestreben so unabhängig wie möglich von anderen zu sein. Ein Schizoider möchte soweit dies nur möglich ist verhindern auf andere angewiesen zu sein, zu brauchen oder verpflichtet zu sein (Riemann, Fritz; S.23). Er distanziert sich von seinen Mitmenschen und erlebt menschliche Nähe als Gefahrensituation. Lassen sich diese Kontakte nicht vermeiden, so versucht der Schizoide immerzu diese Kontakte zu versachlichen um jeden Anflug menschlicher Nähe gleich im Keim zu ersticken. Daher wirken diese Menschen auf die Außenwelt „fern, kühl, distanziert, schwer ansprechbar, unpersönlich bis kalt“ (ebenda). Die Schweregrade der schizoiden Ausprägung beschreibt Riemann, von wenig ausgeprägt bis stark ausgeprägt wie folgt: „ Kontaktgehemmte-Übersensible-Einzelgänger-Originale-Eigenbrödler-Käuze-Sonderlinge-Außenseiter-Assoziale-Kriminelle-Psychotiker“ (Riemann, Fritz; S. 61).

2. Die depressiven Persönlichkeiten – Die Angst vor der Selbstwerdung

Die depressive Persönlichkeit ist der genaue Gegenpol zur Schizoiden. Während der Schizoide sehr darum bemüht ist, niemals auf andere angewiesen zu sein, und jeden engen sozialen Kontakt, je nach Ausprägung seiner Angst, als Gefahr wahrnimmt, giert der Depressive geradezu danach. Niemand ist mehr auf einen Partner angewiesen als (stark ausgeprägt) Depressive (Riemann, Fritz; S. 69). Ihre Disposition lässt sich am Besten in zwei Sätzen beschreiben: „Ich brauche dich, weil ich die Liebe“ und „ich liebe dich, weil ich dich brauche“ (ebenda). Der Depressive braucht also zunächst einen Gegenpol um seine, oft sehr ausgeprägte, Fähigkeit des Liebens anwenden zu können. Zweiter Satz bringt zum Ausdruck, dass der Depressive, wie Riemann sagt, zu wenig Eigendrehung entwickelt hat (Riemann, Fritz; S. 71). Er ist unfähig sein ureigenes Bedürfnis nach Nähe auch nur ansatzweise aus sich selbst heraus zu befriedigen, ganz im Gegensatz um Schizoiden, der dieses derart stark auslebt, dass er das völlige Fehlen menschlicher Nähe in seinem Leben nicht als unangenehm erlebt. Wiederum von wenig bis stark ausgeprägt können folgende Schweregrade auftreten: „Kontemplation-Beschaulichkeit-stille Introvertierte-Bescheidenheit, Schüchternheit - Gehemmtheit im Fordern und sich Behaupten-Bequemlichkeit, rezeptive Passivität-passive Erwartungshaltungen-Hoffnungslosigkeit-Depression-Melancholie“ (Riemann, Fritz; S. 116).

3. Die zwanghaften Persönlichkeiten – Die Angst vor der Veränderung

Den zwanghaften Persönlichkeiten ist zu Eigen, sich vor jeder Art von Veränderung in ihrem Leben zu fürchten. Sie haben die Neigung alles möglichst beim Alten zu belassen und sind durchaus bereit dieses Beharren auf bereits bekannten Erfahrungen aktiv zu gestalten (Riemann, Fritz; S. 122 – 123). So werden Meinungen, Erfahrungen oder einmal definierte Grundsätze zum unumstößlichen Gesetz im Wertebild von zwanghaften Menschen. Diese können objektiv jedes Sinnes entbehren. Allein deswegen weil sie früherer Zeit abgefasst wurden ist für zwanghafte Grund genug hieran festzuhalten (ebenda). Neuen Entwicklungen begegnen diese Menschen grundsätzlich mit Skepsis, jedoch nicht mehr mit einer gesunden Skepsis, die durchaus oftmals angebracht ist, sondern mit einer selben die derart ausgeprägt ist, dass sie das Potenzial hat Fortschritt und Entwicklungen zu hemmen. Zwanghafte Persönlichkeiten besitzen zudem ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Dauer (ebenda). Jedes Anzeichen von Veränderung welches ihnen aufzeigt, dass nichts ewig ist, beunruhigt Zwanghafte zutiefst. Riemann definiert nachfolgende zwei Leitlinien für Schweregrade von Zwanghaftigkeit. Für anlagemäßig vitalstarke Persönlichkeiten sind dies: sachliche/pflichttreue/verlässliche Menschen-zunehmend Nüchterne-ehrgeizige Streber-unbelehrbar Eigensinnige-Querulanten-tyrannische Machtmenschen/Despoten. Für vitalschwächere Persönlichkeiten zeichnet Riemann folgende Leitlinie: unauffällige Angepasste-sich vorwiegend sichernde Lebensängstliche-Zweifler und Zauderer-Pedanten und Nörgler-Kriecher-asketische Hypochonder (Riemann, Fritz; S 177).

4. Die hysterischen Persönlichkeiten – Die Angst vor der Notwendigkeit

Die letzte Grundform der Angst, die Angst vor dem Notwendigen und Endgültigen ist nun wieder das Gegenstück zu der Angst vor Veränderung. Jede Art von Veränderung gilt als Willkommen, alles Neue wird bejaht (Riemann, Fritz; S. 179) Hysterische haben den Hang nur in der Gegenwart zu leben und diese, so gut es nur geht, genießen zu wollen (Riemann, Fritz; S. 180). Das auch auf das zwischenmenschliche Zusammenleben anwendbare Naturgesetz von Ursache und Wirkung wird oft nicht anerkannt. Seien die Konsequenzen des gerade getanen auch noch so logisch, Hysterische neigen dazu nur im Hier und Jetzt zu leben und sich über Konsequenzen eigenen Tuns zur rechten Zeit keine Gedanken zu machen. Sie hoffen es würde ein Wunder geschehen und die Konsequenz für Sie schon nicht eintreten (Riemann, Fritz; S. 184 – 185). Ihre Unfähigkeit gelüsten nicht widerstehen zu können kommt hier noch hinzu (ebenda). Sehen sich Hysterische unausweichlich mit den Konsequenzen ihres Tuns konfrontiert neigen sie dazu geltende Konventionen zu bagatellisieren (wer hat den noch nie gestohlen?) und Ausflüchte zu suchen, oft wieder ohne die ursprüngliche Konsequenz anzuerkennen (Riemann, Fritz; S. 181). Sie sind hervorragend hierin Ausflüchte aus Situationen zu erfinden und die notwendige situationsadäquate Anpassung vorzunehmen. Jedoch entwickeln sich Hysteriker oft zu derartigen Wendehälsen, dass sie keinen klar erkennbaren eigenen Charakter mehr aufweisen. Sie reagieren nur noch und passen sich an, je nachdem was erforderlich ist der Situation zu entfliehen. Hierdurch werden Hysteriker oft unberechenbar (Riemann, Fritz; S. 187). Riemann zeichnet auch für Hysteriker eine Leitlinie, ebenso von leicht nach schwer ausgeprägt: lebendig/impulsive Menschen mit ausgeprägtem Geltungsdrang/Eigenliebe-Narzissten mit ausgeprägtem Geltungsdrang- Überwertiger Geltungsdrang/Kontaktsucht-Muttersöhnchen /Vätertochter-hysterisch Unechte-Männer/frauenfeindliche Persönlichkeiten-ausgeprägte Phobie (Riemann, Fritz; S. 227).

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Angst und Controlling. Integration verhaltenswissenschaftlicher Ansätze in den Controlling-Prozess
Hochschule
Technische Hochschule Ingolstadt  (THI Business School)
Veranstaltung
Grundlagen der Wirtschaftspsychologie
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V294281
ISBN (eBook)
9783656919872
ISBN (Buch)
9783656919889
Dateigröße
621 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Behavior Accounting, Controlling, Fritz Riemann, Verhaltenswissenschaft
Arbeit zitieren
Josef Jobst (Autor), 2015, Angst und Controlling. Integration verhaltenswissenschaftlicher Ansätze in den Controlling-Prozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294281

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